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Schwarzer Adler - Oberbergen

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  • Schwarzer Adler - Oberbergen

    Dieses Haus ist aus der Art geschlagen. Weine, Restaurant und Hotel unter einem Dach. Diese Reihenfolge ist vom Haus Keller wahrscheinlich auch bewusst gewählt. In erster Linie ein Weingut mit nationaler und internationaler Bedeutung. Dann eine örtliche Gaststätte aus der im laufe der Jahre und Jahrzehnte ein anerkanntes Restaurant wurde und da man nach dem Weingenuss nicht mehr aus dem Haus muss, gibt es auch entsprechende Zimmer. Seit 1969 leuchten die Sterne des Guide Michelin über dem Haus.

    Hat man sich zu einem Besuch im Schwarzen Adler durch gerungen, sollte man folgendes beachten:
    Natürlich einen Tisch bestellen und gleichzeitig auch ein Zimmer reservieren. Die Weinkarte im Internet herunterladen und aufmerksam studieren. Es ist fast unmöglich diesen dicken Wälzer am Tisch in Ruhe durch zu lesen. Nach Studium der Speisekarte ebenfalls im Internet die Poularde in der Schweinsblase vorbestellen. Sie werden, so wie wir, einen unvergesslichen Abend erleben. Besser ist es vielleicht noch, dieses Vergnügen auf den Mittag legen und dann im Sommer auf dem Freisitz zu speisen.

    Tolle Weinkarte mit all den großen Namen dieser Weinwelt. Auch die Preise sind konkurrenzlos niedrig. Wir hielten uns nach Rücksprache mit Sommelière Melanie Wagner an Weine aus dem Hause Keller.
    Zum Abschluss noch Kaffee und ein Kirsch aus eigener Brennerei.
    Ein Haus mit Tradition aber auf der Höhe der Zeit. Eine Adresse die man öfters ansteuern sollte.

    Details und Bilder
    http://29alwi.wordpress.com/2010/05/...er-oberbergen/

  • #2
    Zitat von calvados* Beitrag anzeigen
    Dieses Haus ist aus der Art geschlagen. Weine, Restaurant und Hotel unter einem Dach. Diese Reihenfolge ist vom Haus Keller wahrscheinlich auch bewusst gewählt. In erster Linie ein Weingut mit nationaler und internationaler Bedeutung. Dann eine örtliche Gaststätte aus der im laufe der Jahre und Jahrzehnte ein anerkanntes Restaurant wurde und da man nach dem Weingenuss nicht mehr aus dem Haus muss, gibt es auch entsprechende Zimmer. Seit 1969 leuchten die Sterne des Guide Michelin über dem Haus.

    Hat man sich zu einem Besuch im Schwarzen Adler durch gerungen, sollte man folgendes beachten:
    Natürlich einen Tisch bestellen und gleichzeitig auch ein Zimmer reservieren. Die Weinkarte im Internet herunterladen und aufmerksam studieren. Es ist fast unmöglich diesen dicken Wälzer am Tisch in Ruhe durch zu lesen. Nach Studium der Speisekarte ebenfalls im Internet die Poularde in der Schweinsblase vorbestellen. Sie werden, so wie wir, einen unvergesslichen Abend erleben. Besser ist es vielleicht noch, dieses Vergnügen auf den Mittag legen und dann im Sommer auf dem Freisitz zu speisen.

    Tolle Weinkarte mit all den großen Namen dieser Weinwelt. Auch die Preise sind konkurrenzlos niedrig. Wir hielten uns nach Rücksprache mit Sommelière Melanie Wagner an Weine aus dem Hause Keller.
    Zum Abschluss noch Kaffee und ein Kirsch aus eigener Brennerei.
    Ein Haus mit Tradition aber auf der Höhe der Zeit. Eine Adresse die man öfters ansteuern sollte.

    Details und Bilder
    http://29alwi.wordpress.com/2010/05/...er-oberbergen/
    da kann ich nur beipflichten. Oder am Abend vorher gegenüber saugut Herzhaftes dinieren, dazu die Keller Weine geniessen und am darauffolgenden Abend, weil man den Vormittag noch für das fulminante Frühstück brauchte, die Bordeaux Schätze mit der Poularde geniessen.

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    • #3
      Schoen zu lesen, dass es dem Hause Keller noch genauso gut ergeht, wie bei unserem letzten Besuch .. anno 2002(?) ..

      Anibal Strubinger ist ein ganz ein toller Mensch mit viel Gefuehl und Geschmack. Unvergessen sein Hummersavarin. Zum schmelzen ...

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      • #4
        Zitat von calvados* Beitrag anzeigen
        Ein Haus mit Tradition aber auf der Höhe der Zeit. Eine Adresse die man öfters ansteuern sollte.
        Vollste Zustimmung in allen Belangen.
        Kellers Bordeaux-Weine sind im Restaurant meistens günstiger zu haben als im Weinhandel. Die Auswahlmöglichkeit ist legendär:cheers:

        Unser erster Besuch im "Scharzen Adler" erfolgte als Franz Keller Jun. nach Arbeit/erweiterter Ausbildung durch die allerbesten *** Restaurants Frankreichs an den väterlichen Herd zurückkehrte und vom Michelin auf Anhieb 2** erhielt. Letzte Station von Franz Jun. in Frankreich war Boucuse.

        Von Bocuse stammte auch das Gericht Poularde in der Schweinsblase und "Loup en croûte", gefüllt mit Hummer-Mousse, Sauce Choron.

        Letzteres ist auf Vorbestellung für 2 Personen noch immer erhältlich.
        Da heutzutage die wilden Loups alle eine bestimmte Größe haben, das Gericht mit leichter Küche nichts zu tun hat, sollte "Loup en croûte" als Hautgang nur in Verbindung mit einer leichten Vorspeise bestellt werden.
        Bei uns passt dann abschließend nur noch eine Tarte Tatin, die wir sonst nirgends besser erlebt haben. Auch keine leichte Küche, aber für uns eine willkommene Abwechslung zu einem 7 Gängemenue, das wir in der Regel auf der Heimreise am nächsten Tag als krönenden Abschluss im Waldhotel Sonora genießen.

        Der Schwarze Adler betreibt überigens neben den Zimmern über dem Restaurant ganz in der Nähe ein modernes Gästehaus.

        Gruß
        Soriso

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        • #5
          Eher ** erlebt

          Am 7. 3. erfolgte ein weiterer Besuch des Schwarzen Adler.
          Über das Restaurant hat ein Kritiker unter "Gästekritiken" die niedrigst mögliche Bewertung abgegeben.

          Das Amuse:
          > ein raffiniert gewürztes Lachstatar in Größe eines Vorspeisegangs und nicht wie soft etwas für den hohlen Zahn.-*+

          Das Menü (69 Euro!!!):

          >Kalbszunge mit frittiertem Langostino *+
          >Steinbutt in Beurre blanc, Trüfferisotto **
          > Fleisch von der Färse, Gnocchi und diversem Gemüse *
          > warmer Käse -*
          > Dessert -*

          Es gab an diesem Abend auch ein Trüffelmenü.
          Da wir trüffelsüchtig sind, wurde zusätzlich in das Menü eingebaut:

          > Trüffelsuppe mit Gänseleber nach Bocuse - **+
          > Eine ganze Trüffel / Gänseleber, Blätterteig.
          Herrlicher Trüffelgeschmack, herrliche Trüffelsauce.
          Ähnlich zubereitet wie bei Haeberlin - aber mit 45 Euro nicht halb so teuer wie auf der anderen Rheinseite.***:hungry:

          Tolle Weine vom Frau Wagner empfohlen.
          Service in allen Belangen bestens.

          Fazit:
          Immer wieder einen Besuch wert.

          Gruß
          Soriso

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          • #6
            Danke für diesen kurzen Überblick, verehrter soriso!

            Zitat von soriso Beitrag anzeigen

            Über das Restaurant hat ein Kritiker unter "Gästekritiken" die niedrigst mögliche Bewertung abgegeben.
            Ihre hier angesprochene Bewertung wurde von Herrn Buchner mittlerweile dankenswerterweise gelöscht.

            Grüße, Schmackofatz

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            • #7
              Die letzte Sommerferienwoche musste noch einmal genutzt werden, um Kräfte für die sechs langen Wochen bis zu den Herbstferien zu sammeln (ja, ja, die Lehrer, jammern mal wieder auf hohem Niveau…), dachten sich mein aus dem Breisgau zugezogener Kollege und meine Wenigkeit, und so verschlug es uns für drei Tage in seine alte Heimat, nach Freiburg. Neben einem (durchaus erfreulichen) mittäglichen Besuch in der dort beheimateten „Wolfshöhle“ zog es uns an einem Abend in den benachbarten Kaiserstuhl, genauer nach Oberbergen, um dem „Schwarzen Adler“, einem Klassiker der gehobenen Küche in Deutschland, unsere Aufwartung zu machen.

              Nach einer recht abenteuerlichen Anfahrt aus Freiburg (einer Kombination aus Schienenersatzverkehr, Regionalzug und Bus) kamen wir gegen 18.00 Uhr erstaunlicherweise doch noch in Oberbergen an. Wir konnten uns gerade noch vor dem Gewitter, welches uns die nächsten zwei Stunden ohrenbetäubend begleiten sollte, auf die geschützte Terrasse retten, wo wir unsere „trockene“ Ankunft sogleich mit einem Winzersekt aus dem Hause Keller „begossen“. Nach ausgiebigem Studium der Weinkarte (die komplette Reizüberflutung aufgrund einer nie gesehenen Auswahl vor allem an Bordeaux-Granaten führte dazu, dass wir uns total überfordert in die Obhut der Sommeliere Frau Wagner begaben, deren kompetenten Empfehlungen wir dann den gesamten Abend über Folge leisteten) ging es an die Auswahl der Speisen, aber auch hier fiel uns die Auswahl aufgrund allzu viel verlockender Angebote äußerst schwer. Aus der Not machten wir eine Tugend und bestellten zwei Vorspeisen, jeweils als halbe Portion. Los ging es mit…

              Unsere Gänseleber mit Gewürztraminergelee, Apfelkompott und Brioche: Schon hier zeichnete sich ab, in welche Richtung der Abend gehen würde: Es wurde ein Klassiker der badisch-elsässischen Küche serviert, bei dem alle Komponenten perfekt miteinander harmonierten. Die Leber von perfektem Schmelz und höchster Produktqualität, das mit feiner Säure spielende Gelee sowie der nicht zu süße Kompott fanden in vollendeter Harmonie zueinander. Das kann man vielleicht anders machen, aber nicht viel besser (*-**)

              St.-Petersfischfilet auf Beurre Blanc und schwarzem Venere-Risotto: Der nächste Paukenschlag, bei dem alles passte: Das Filet im Inneren noch leicht glasig und an Frische (war wahrscheinlich am Nachmittag noch mit dem Rungis-Express geliefert worden) kaum zu überbieten, der Risotto glänzte mit der perfekten Mischung aus Biss und Schlotzigkeit, und die Beurre Blanc, die ich in Deutschland bisher kaum irgendwo besser serviert bekommen habe (was aber leider auch nicht allzu schwer ist, denn selbst in der gehobenen Gastronomie findet man sie kaum noch auf den Speisekarten), umspielte Fisch und Risotto aufs Angenehmste. Wie die Vorspeise ein puristisch angerichteter Gang, der nicht mehr als drei Komponenten brauchte, um wahrlich zu glänzen (**)

              Filet „Rossini“ vom Kaiserstühler Kalb mit einer Sauce von schwarzen Périgord-Trüffeln, Blattspinat und Kartoffelravioli: Bei diesem Gericht war nun wirklich alles versammelt, was Habitues von einer (ultra-)klassisch französisch ausgerichteten Küche gehobener Art erwarten dürften. Das Kalb und die es bedeckende Scheibe von der Gänseleber waren – allmählich nahm man es schon als selbstverständlich hin – von höchster Produktqualiät, die Sauce war nicht, wie sonst oft üblich, mit zwei Trüffelspänchen pafümiert, sondern explodierte förmlich vor Trüffelgeschmack, und die Ravioli verströmten schon verführerisch ein intensives Kartoffelaroma, als man sie nur kurz angeschnitten hatte. Den eher unauffällig mit Pinienkernen daherkommenden Blattspinat hätte es nicht mehr unbedingt gebraucht, aber immerhin störte er auch nicht den Gesamtakkord. Insgesamt fand man in diesem Gericht also ein Arsenal an Edelprodukten vor, welche aber im geschmacklichen Gesamtgefüge alle ihren aromatischen Stellenwert besaßen und nicht aus Prestige-Gründen den Weg auf den Teller gefunden hatten. Eine süffige Geschmacksbombe zum Schwelgen (*-**)

              Variation für Liebhaber dunkler Valrhona-Schokoladen: Ein wahrhaft würdiger Abschluss: Wer auf Desserts auf Schokoladen-Basis steht, für den war dieses Potpourri eine wahre Wonne: Es waren eine Mousse, eine Trinkschokolade, eine Tarte, eine Ganache, eine im Mund platzende Kugel mit einem flüssigen Innenleben aus Kirsche und Chili sowie eine Creme Brulee auf dem Teller versammelt, wobei außer der etwas ausdruckslosen Creme Brulee alle anderen Elemente herrlich intensiv und nicht zu süß gearbeitet waren. Vor allem die eben erwähnte Kugel überraschte, fiel sie doch aufgrund fast schon molekularer Anklänge etwas aus dem ansonsten auch beim Dessert vorherrschenden klassisch-konservativen Rahmen (*-**)

              Nicht, dass man mich falsch versteht: Ich bin auch der modernen, kleinteilig und kreativ arbeitenden Küche von heute, wie sie z.B. in der „Überfahrt“ in Rottach-Egern oder dem „La Vie“ in Osnabrück geboten wird, durchaus zugetan und setze mich gerne mit den dort servierten Tellerkunstwerken aus verschiedensten Kleinstelementen auseinander. Aber es freut mich umso mehr, wenn ich auch in heutiger Zeit noch auf Etablissements wie den „Schwarzen Adler“ treffe, der eine badisch-französische Küche serviert, wie sie wohl auch schon vor einigen Jahrzehnten in ähnlicher Form in den gehobenen Restaurants der Grenzregion zwischen Kaiserstuhl und Elsass angeboten wurde: Keine endlosen Amuse-Bouche-Paraden zu Beginn, kein Türmchen-Ikebana, keine hin gewischten Airbrush-Soßen-Streifen, Gel-Tropfen, Gartenlandschaften und Espumas auf dem Teller, sondern ehrliche und ordentlich portionierte Fleischstücke, perfekt gebraten und von hoher Qualität, welche durch tiefgründige Soßen und sauber gearbeitete Beilagen ohne viel Chi-Chi geadelt werden. Dass die Produkt-Palette insgesamt stark auf Edelprodukte wie Gänseleber, Kalb, Trüffel und St. Pierre zugeschnitten ist, passt natürlich ebenfalls bestens zum sehr klassisch-französisch ausgerichteten Gesamtkonzept. Dazu eine überbordende Weinauswahl (durch die Melanie Wagner als Sommeliere aber kompetent und zurückhaltend zu führen weiß), ein überaus angenehmer Service und das gehobene, aber trotzdem gediegen-gemütliche Gasthausambiente, was braucht es mehr?

              Ein Gasthaus wie der „Schwarze Adler“ gehört somit als Wahrer alter, aber nicht verstaubter Küchentraditionen unter Denkmalschutz gestellt, da man solch ein Kleinod in der heutigen, äußerst schnelllebigen Gastronomielandschaft lange suchen muss (vor allem in meiner Heimatregion, dem Westfälischen…)
              Zuletzt geändert von El Grande Gourmet; 09.09.2013, 18:21.

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              • #8
                Vielen Dank für den wunderschönen Bericht, werter El Grande Gourmet. Auch ich bin für die Klassik immer wieder zu haben und Ihr Bericht macht Lust auf eine Fahrt in das Badische.
                Haben Sie dann heimische Weine getrunken oder sich zu einem großen Bourdeaux verführen lassen.

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                • #9
                  Werte Schink,

                  von der Auswahl gerade in Bezug auf große Bordeauxtropfen hätte man sich nur zu gern verführen lassen, nur waren uns beiden Lehrern trotz wirklich fairer Preiskalkulation da finanziell doch ein wenig die Hände gebunden.... Wir haben uns deswegen von Frau Wagner größtenteils Weine vom kellerschen Gut (Gewürztraminer zur Gänseleber, Grauburgunder zum St. Pierre) und zum Kalb den Pinot nero "Krafuss" von Alois Lageder aus Südtirol kredenzen lassen. Insgesamt eine (äußerst fair kalkulierte) Begleitung, die man sich nicht passender hätte wünschen können....

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                  • #10
                    Zitat von El Grande Gourmet Beitrag anzeigen
                    Aber es freut mich umso mehr, wenn ich auch in heutiger Zeit noch auf Etablissements wie den „Schwarzen Adler“ treffe, der eine badisch-französische Küche serviert, wie sie wohl auch schon vor einigen Jahrzehnten in ähnlicher Form in den gehobenen Restaurants der Grenzregion zwischen Kaiserstuhl und Elsass angeboten wurde:

                    Keine endlosen Amuse-Bouche-Paraden zu Beginn, kein Türmchen-Ikebana auf dem Teller, keine hin gewischten Airbrush-Soßen-Streifen, Gel-Tropfen, Gartenlandschaften und Espumas auf dem Teller, sondern ehrliche und ordentlich portionierte Fleischstücke, perfekt gebraten und von hoher Qualität, welche durch tiefgründige Soßen und sauber gearbeitete Beilagen ohne viel Chi-Chi geadelt werden.

                    Dass die Produkt-Palette insgesamt stark auf Edelprodukte wie Gänseleber, Kalb, Trüffel und St. Pierre zugeschnitten ist, passt natürlich ebenfalls bestens zum sehr klassisch-französisch ausgerichteten Gesamtkonzept. Dazu eine überbordende Weinauswahl (durch die Melanie Wagner als Sommeliere aber kompetent und zurückhaltend zu führen weiß), ein überaus angenehmer Service und das gehobene, aber trotzdem gediegen-gemütliche Gasthausambiente, was braucht es mehr?

                    Ein Gasthaus wie der „Schwarze Adler“ gehört somit als Wahrer alter, aber nicht verstaubter, Küchentraditionen unter Denkmalschutz gestellt, da man solch ein Kleinod in der heutigen, äußerst schnelllebigen Gastronomielandschaft lange suchen muss (vor allem in meiner Heimatregion, dem Westfälischen…)
                    Werter El Grande Gourmet,
                    auch vom mir besten Dank für Ihren Bericht.

                    Mich freut es immer wieder, wenn ein erfahrener Goumet meine eigenen Esserlebnisse / Bewertungen
                    eines Restaurants teilt oder so wie Sie dazu noch ausführlicher zum Ausdruck bringt.

                    Gruß
                    Soriso

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                    • #11
                      Mir hat der Bericht auch sehr gut gefallen. Beim nächsten Besuch des Kaiserstuhls wird dieses Lokal nicht schon wieder übergangen werden!
                      Gruß
                      s.
                      PS: auf eine kleine Gefahr beim Lob der klassischen Küche möchte ich dennoch hinweisen. Obwohl ja darauf hingewiesen wird, daß die moderne, avantgardistische Küche eine mindest gleichwertige Koexistenz führe, tauchen dann doch wieder, als müßte eine konservative Klientel mit den üblichen "Verdächtigen" bedient werden, Formulierungen wie: Türmchen-Ikebana, endlose Amuse-"bouche"- Paraden, Geltropfen und Espumas auf. Natürlich gibt es dann auch dort kein Chi-Chi, vielmehr saubere und ehrliche Küche.
                      Friede unseren Spitzenküchen, Krieg dem malbouffe

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                      • #12
                        Lieber El Grande Gourmet, vielen Dank auch von mir für Ihren interessanten Bericht! Mir gefällt auch Ihre freimütige, gut nachvollziehbarere Art. Im Adler in Oberbergen bin ich leider immer noch nicht gewesen.

                        Zitat von Schlaraffenland Beitrag anzeigen
                        Friede unseren Spitzenküchen, Krieg dem malbouffe
                        Aus Rücksicht auf ein geschätztes Forumsmitglied schlage ich folgende Umbüchnerung vor: Friede unseren Spitzenküchen, Krieg dem Schlangenfraß!

                        Grüße, mk

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                        • #13
                          Zitat von Schlaraffenland Beitrag anzeigen
                          ... tauchen dann doch wieder, als müßte eine konservative Klientel mit den üblichen "Verdächtigen" bedient werden, Formulierungen wie: Türmchen-Ikebana, endlose Amuse-"bouche"- Paraden, Geltropfen und Espumas auf. Natürlich gibt es dann auch dort kein Chi-Chi, vielmehr saubere und ehrliche Küche.
                          Da muss ich Schlaraffenland schon Recht geben: Manchmal hört es sich fast wie eine Erleichterung an, sich in der sogenannten klassischen Küche dem ganzen "Chi-Chi" (was ist das eigentlich?) nicht aussetzen zu müssen. Außerhalb dieses Forums sind solche Sätze sicherlich populär; hier irritieren sie mich eher.

                          Beste Grüße, Merlan

                          Kommentar


                          • #14
                            Vielen Dank, werter El Grande Gourmet (oder doch lieber "werter Herr Kollege" ), für Ihren knackigen Bericht!

                            Übrigens: Dürfen wir noch auf Details zu Ihrem Besuch in der (von mir sehr geschätzten) "Wolfshöhle" hoffen?

                            KG

                            Tobler

                            Kommentar


                            • #15
                              Zitat von merlan Beitrag anzeigen
                              "Chi-Chi" (was ist das eigentlich?)
                              Der Duden erklärt: "Brimborium; unverhältnismäßiger Aufwand; überflüssiges Drumherum"

                              Da nich' für!

                              KG

                              Tobler

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