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Wielandshöhe Stuttgart, November 2010 (Vincent Klink,*)

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  • Wielandshöhe Stuttgart, November 2010 (Vincent Klink,*)

    Ein Restaurant vermisse ich hier im Forum, drum gibts nun einen Bericht!
    Eindrücke zur Wielandshöhe vom vergangenen Samstag:

    Hier wieder die Bilder:
    Wielandshöhe-Artikel mit Fotos!
    Auf Halbhöhenlage in Stuttgart-Degerloch, mit eigener Seilbahnhaltestation befindet es sich: Vincent Klinks Wielandshöhe.

    Vermutlich neben dem Jules Vernes in Paris, eines der Restaurants mit der schönsten Aussicht. Eine bessere Sicht in den Kessel Stuttgarts bekommt man vermutlich zumindest nur noch auf dem Fernsehturm.

    Vincent Klink kocht hier jedenfalls bereits seit Jahren, mit eingenem unverkennbaren Stil und wenn man es so nennen mag, dann auch gegen den Strom sämtlicher Gourmetrestaurants.



    Das Restaurant selbst, von außen modern aber zeitlos,, erinnert schon etwas an die Weißenhofsiedlung. Das Restaurant innen jedoch ist nur schwer einzuordnen. Neben Art Deco über Bauhaus bis klassisch, findet man hier vielerlei Stilrichtungen. Von den Kellnern bis hin zu den Teppichen im Restaurant weht gleichfalls ein Hauch 70er Jahre Gormetrestaurant entgegen. Klinks Wielandshöhe hat jedenfalls einen ganz eigenen sehr gemütlichen Stil. All dies wird verfeinert, durch eine unglaublich hohe Zahl an Gedecken und Blumen im Raum. Die Tische sind sehr eng beieinander und es geht auch etwas lauter zu. Das Restaurant ist immerhin abends bis Weihnachten ausgebucht und auch den Mittagstisch findet man kurzfristig wohl kaum. An diesem Samstag war das Restaurant ausgebucht - die Belastung des Service aber auch.



    Da kommen wir auch schon zur wunden Stelle der Wielandshöhe. Bevor ich auf das Essen eingehen möchte, vorerst mein Eindruck zum Service an diesem Tag.

    Hier lief so ziemlich alles schief, was nur ging. Es sind keine Details die hier nicht stimmen, keine Feinschliffe die man bemängeln könnte aber nicht muss, sondern elementare Dinge, die in einem Sternerestaurant schwer zu verkraften sind.

    Wenn man schon übersieht, dass der Service vor Überforderung und Hektik hier und da mal ein Glas nachzuschenken vernachlässigt, denn dies ist auch verständlich, denn die Kellner gallopieren nur so umher im Restaurant, so sollte zumindest die Anspannung und der Stress bei einem ausgebuchten Restaurant nicht für die Besucher deutlich werden. Der Gast selbst erlebt die Hektik und Anspannung und er hört sie. Es ist nicht nur so, dass der Service hier und da mal bei einer größeren Gesellschaft nicht mehr weiß, wer von den acht Personen am Tisch einen Espresso wollte und wer wer einen doppelten. Es passieren auch Dinge, die einem ausgebildeten Service niemals passieren dürfen. Das sind solche Dinge, wie das ein umgeschüttetes Glas ungesehen seinen Weg auf den Boden nimmt und eine nasse Tischdecke für die nächsten zehn Minuten hinterlässt. Spätestens wenn man den "Gruß aus der Küche" auf dem durchtränkten Tisch präsentiert, sollte dies doch zumindest auffallen, oder etwa nicht? Schaut man genau hin, so bestand der Service an diesem Tag mehr aus Lehrlingen, als vollausgebildetem Personal. So hatten die Oberkellner unter all diesem Druck auch noch damit zu kämpfen, die Lehrlinge zu beobachten und hier und da einzuschreiten. Doch von einem ausgebildeten Personal erwartet man zumindest, dass Probleme hinter der Theke besprochen werden und Lehrlinge nicht vor dem Gast denunziert werden.

    Bei einem weiteren Blick auf die Karte, fällt auf, dass es mittags nur das kleine Menü gibt. Sowohl aus zeitlichen Gründen (6 Gänge würden hier und da schon fast bis zur Abendbesetzung dauern) als auch aus organisatorischen Gründen leuchtet dies ein. Schaut man sich im Restaurant um, so fällt auf, dass 3/4 der Gäste à la carte wählt, was einen ungeheuren Aufwand sowohl für die Küchenbrigade als auch den Service mit sich bringt. Wenn dann auch noch mehrere Gesellschaften speisen und alle verschiedene Gerichte verlangen, möchte man selbst nicht in der Haut des Service stecken. Dieser macht dann zwar die Gäste freundlich darauf aufmerksam, dass eine gleichzeitige Präsentation der Speisen schwer durchvollziehbar ist. Andererseits kann man auch trotzdem nicht dem einen Gast am Tisch das Dessert reichen, während der andere noch am Hauptgang arbeitet.

    Insgesamt war der Service teils sehr bemüht, jedoch auch teils etwas lustlos und desinteressiert. Nichtsdestotrotz konnte man deutlich spüren, dass hier einfach Fachkräfte fehlen, die den Servie unterstützen. Andernfalls wird die Anspannung auf den Gast abgewälzt.



    Dock kommen wir nun zum Essen. Gehen wir über den vollbelasteten Service hinweg und konzentrieren uns auf Klinks Kreationen. Hier gibt es nämlich einiges zu berichten.

    Vorerst wird klassisch Lauchquiche serviert. Die seit Jahren. Das hat auch seine Berechtigung. Quiche lauwarm serviert, perfekt zubereitet, simpel, regional, günstig und doch so gut.

    Diese Einstimmung zeigt was einen erwarten wird im Laufe des Menüs.

    Das zum Menü servierte Brot war extrem gut. Es gab dazu Butter von fast puddingartiger Konsistenz. Wirklich lobenswert!



    Als nächstes ein zweiter Gruß aus der Küche, ebenfalls regional und simpel. Hochkonzentriert und damit höchstaromatisch ein Paprikamousse mit Crème fraiche und einer Olive. Nicht umsonst wurde dieser Gruß in der espressotassenähnlichen Form serviert.



    Wir wählten das 4-Gang Menü mit Weinbegleitung. Vorerst ein Lob an den Sommelier. Die Weine waren bestens abgestimmt, simpel wie das Essen und doch so aussagekräftig. Zwischen Wein und Speisen bestand eine perfekte Harmonie von der Vorspeise bis hin zum Dessert.

    Als Vorspeise wurde ein "Salat vom Kalbskopf mit Bordeaux-Essig" gereicht. Als Weinbegleitung gab es, wie kann es anders sein -Fellbacher Weissburgunder vom Weingut Aldinger. Ein frischer 2009er Untertürkheimer Gips **, trocken.

    Der Wein war schön kraftvoll, trocken und kurz.

    Bereits in der Vorspeise wird schnell klar, worum sich Klinks Küchenphilosophie dreht. Einfache regionale Gerichte. Soweit es geht (und Sinn macht) alles Bio Produkte, saisonal und dann, wenn die Produktqualität stimmt. In gewissem Sinne steckt also auch in Klink ein kleiner Ducasse, auch wenn dieser eben jedes Produkt wertschätzt und dessen Qualitätsstreben sich fernab von monetärer Rücksicht bewegt.

    Der Kalbskopf in Sülze war hauchdünn geschnitten, so dünn, dass mir zumindest die ein oder andere Scheibe zu Hause beim Anrichten in ein Kalbskopfmosaik zerfallen würde. Der Geschmack kam so jedenfalls optimal zur Geltung.



    Daraufhin wurde eine Suppe präsentiert, die auch einen Tag später noch beeindruckt und beschäftigt. Die "Hokkaido-Kürbissuppe mit Kernöl" war für mich eines der Schlüsselerlebnisse. Wegen genau solchen Gerichten besucht man zahlreiche Restaurants. Wunderbar wenn solche Erlebnisse geschehen. Gleichzeitig auch beeindruckend, wie ein so simples gar zu banales Gericht beeindruckt.

    Die Kürbissuppe, welche man zu dieser Zeit ja nun wirklich fast in jedem Restaurant bekommt und leidr nahezu immer dieselbe Handschrift zu scheinen trägt, wurde jedenfalls hier bestens serviert. Endlich mal keine Crèmesuppe. Stets bekommt man Kürbiscrèmesuppe, hier gab es die Essenz vom Kürbis! Ein ganz simpler Hokkaidokürbis, der ähnlich wie ein Schnaps, der die Essenz einer Frucht darstellt, durch das Kernöl unglaublich geradlinig und expressiv schmeckt. Ein wahres Meisterwerk. Genau wegen solchen Erlebnissen ist man auf der Suche nach Restaurants. Ein solches Schlüsselerlebnis, wie man es selten bekommt. Das verrückte daran, dass es sich hierbei nur um eine simple Kürbissuppe handelte. Doch genau dies ist die Schwierigkeit. Wie Klink es einmal über seine Maultaschen sagte, ist hier das Wagnis enorm hoch, denn diese Suppe misst sich mit jener von sämtlichen Hausfrauen, die allesamt meinen, die beste Kürbissuppe zubereiten zu können.



    Zum Hauptgang gab es ebenfalls einen Wein von Aldinger. Ein Spätburgunder aus dem Jahre 2008, trocken **.

    Serviert wurde "Involtini vom Herrmannsdorfer Milchkalb mit provenzialischem Kräutergemüse und Nudeln". Ein perfekt umgesetzter Gang. Aromatische Sauce, sehr gut gewürztes, ziemlich weiches Milchlamm, auf den Punkt gebrachte Nudeln und Kräutergemüse von höchster Qualität, bei der jedes einzelne Gemüse sein eigenes Geschmacksprofil hatte, welches gut erhalten wurde. Kein Gemüseeinheitsgeschmack mit jedem Löffel.

    Ein gut umgesetzter Gang, der jedoch für mich ein klein wenig zu langweilig war. Ich würde ihn jedenfalls nicht auf der Karte lassen. Wobei ich da ganz subjektiv rangehe.



    Ein wahres Schmankerl, war der Hauptgang meiner Begleitung, welche ersatzweise die Empfehlung des Tages nahm. Diese sah man an mehreren Tischen, was seine Berechtigung hat.

    Die "entbeinte Ente aus dem Burgung à lorange mit glasiertem Gemüse und Kartoffelpüree" war sehr delikat. Ein Klassiker in Perfektion. Geniales Gemüse und dazu die köstliche Ente bester Qualität mit schönem Eigengeschmack.



    Der Püree wurde in einem kleinen Schmortöpfchen von Le Creuset serviert. Gut durchdacht, denn der Püree blieb so lange schön temperiert und war ein Eye Catcher zugleich.



    Das gereichte Predessert flachte dann jedoch leider ab. Das Joghurtmousse mit Birnensauce schmeckte so, wie sie aussah: nach nichts.

    Das Vordessert war einfach nur langweilig und überflüssig, da es nicht einmal eine erfrischende oder anregende Funktion hatte.



    Als dann das Menüdessert gereicht wurde, hatte ich zuerst Bedenken, nach der einfallslosen Einstimmung. Der " Pudding von der Zartbitterschokolade mit Vanillesauce und Vanilleglace" wirkte unspektakulär und einfach. Doch genau hier war Vorsicht geboten. Dieses klassische simple Dessert war äußerst schmackhaft. Der sehr schokoladige Pudding war von bester Konsistenz und entfaltete einen tollen Kakaobohnengeschmack. Auf Nachfrage, wie bereits vermutet, wurde dieser mit Schokolade von Valrhona zubereitet.

    Die Vanillesauce diente als Bindglied zwischen Pudding und Vanilleglace. Die drei Komponente ergaben ein tolles Geschmackserlebniss im Trio.



    Nach diesem gelungenen Dessert, hatten wir noch nicht genug und nahmen ein zusätzliches Dessert von der Dessertkarte. Ich nahm ein "Topfensoufflé mit Quitten und Topfenglace".

    Dieses klassische Dessert war ebenfalls ähnlich wie das Menüdessert aufgebaut. Es bestandt aus drei Komponenten, die miteinander harmonierten und den Reiz des Desserts ausmachten. Quittenkompott und Soufflé waren mit jedem Löffelstich ein Vergnügen. Das Soufflé, welches zwanzig Minuten Zubereitungszeit beanspruchte (die sich lohnten), hatte einen wunderbaren Eiergeschmack. Das Glace wusste diese sinnliche Verbindung am Gaumen zu zügeln.

    Bestes Desserterlebnis! Dieses Dessert sah man auch an mindestens 5 weiteren Tischen.



    Meine Begleitung wählte " Meringe mit crème chantilly, Ananas und Ananasglace". Wieder ein klassisches Dessert, ebenfalls köstlich.



    Wie der Gault Millau es schon beschreibt, sind die Desserts alle handwerklich exzellent zubereitet, jedoch nicht aufregend und kreativ. Bei all dieser Perfektion sei dies doch verziehen, denn wenn man solch klassische Desserts auf derartigem Niveau serviert bekommt, dürstet es einem auch gar nicht an Innovation und Überraschungskunst.



    Ein Blick auf die Dessertkarte reicht um zu sehen, dass man hier versucht mit möglichst wenig Zutaten viele Desserts zu machen. Klassische Zutaten wie Schokolade, Kakao, Vanilleglace dominieren hier die Karte. Es gab unter anderem noch geschmorte Williams-Christ-Birne mit Vanilleglace oder ein Schokoladentörtchen mit Kakaosorbet. Des Weiteren gab es Sorbetvariationen.

    Nachdem fast alle Gäste bei den Desserts angelangt waren, wurde es ruhiger im Restaurant und auch der Service verbesserte sich. Man konnte sich entspannter mit den Gästen auseinandersetzen und die Aufmerksamkeit stieg.

    Zum Espresso wurden Petit Fours gereicht, die durchschnittlich waren. Allesamt gut, jedoch im Gesamtkontext belanglos. Lediglich der mit Vanillecrème gefüllte Miniwindbeutel stach heraus.



    Vincent Klink war ebenfalls anwesend und wusste mit seinem schwäbischen Charme umzugehen. Er wirkte sehr entspannt und gut gelaunt, was auch die Gäste ansteckte. Mehrmals lief er im Restaurant umher und erkundigte sich nach dem Wohlbefinden seiner Gäste.



    Was bleibt also?



    Resümierend war der Besuch ein Erfolg und sehr lehrreich. Vincent Klinks Küche präsentiert sich mit deutlich erkennbarem Stil. Trotz der Anspannung im Service wurde sehr gut gekocht. Auch wenn der Service desaströs für das Gesamturteil ausfallen müsste, so bleibt doch ein charmanter Besuch in Erinnerung.



    Wie sieht es in der Gesamtwertung und im Vergleich mit anderen Einsternern aus? Was bleibt von Klinks Philisophie der regionalen, mediterranen und einfachen Saisonküche?

    Beachtet man die Zutaten der Menükarte, so müsste rein theoretisch ein günstigeres Menü angeboten werden könnnen, als bei sonstiger Gourmetküche mit edlen Zutaten wie Hummer oder Trüffeln. Vom einfachen Lauchquiche über Maultaschen bis hin zu Linsen oder dem einfachen Hokkaidokürbis in Suppenform, Klink zieht seine regionale Küche durch. Ist dieses Modell dann aber nicht zum scheitern verurteilt, wenn eine Hummersuppe anderswo genauso hochpreisig angesiedelt ist wie Klinks Kürbissuppe?

    Ich denke nicht.

    Klink selber hat einmal gesagt, dass man eine einfache regionale Küche durchaus günstig machen kann. Möchte man aber die Philosophie von der Biokarte von oben bis unten durchziehen und beste regionale Produkte von kleisten Produzenten beziehen, so ergibt sich hieraus ein deutlicher Mehraufwand, dessen Resultate nur wirklich interessierte Besucher wertschätzen können. Macht man sich hierbei keine Gedanken, so erscheint eine einfache Kürbissuppe als zu teuer und Klinks Philosophie damit als undurchführbar.

    Doch wo bekommt man anderswo eine derartig sorgfältig ausgewählte und perfekt umgesetzte Küche präsentiert wie hier?

    Klinks Wielandshöhe hat Charme, einen eigenen Stil, den man in vielen Einsternen, die sich an den absoluten Topadressen orientieren, ab und zu vermisst. Eine klare Handschrift zieht sich durch die Karte wie ein roter Faden. Genau dies macht die Wielandshöhe aus. Da sei auch ein überforderter Service vorerst vergessen, denn dieser ist fernab von Perfektion, jeoch bemüht.

    Wenn ich auf der Karte vom Hermannsdorfer Milchkalb mit Nudeln lese und dazu die Weinempfehlung vom Württemberger Weingut Aldinger, welches sich quasi in Sichtweite der Wielandshöhe befindet, entdecke, bin ich glücklich.

    Mit anderen Worten gesagt: Hier gehe ich gerne wieder hin!

  • #2
    Vielen Dank, werter budi, für diesen ausführlichen Bericht, der mir allerdings, besonders am Anfang, mein Gott, denkt man, wo ist er da hingeraten, etwas streng ausfällt; Achchchtung, Herr Mülläärrr, sage ich immer zu meiner Tochter, niemals die Latte höher legen, als daß man nicht selber locker d'runter durchschreiten könnte ... oder so ähnlich; dieses "fernab von Perfektion, jedoch bemüht", sag' ich dann, da hält ein einer womöglich noch'n Spiegel vor.
    Gruß
    s
    PS: Fellbacher Weißburgunder aus Untertürkheim, wie geht das?
    PPS: Wenn Sie mir das Seil an der "Seilbahnhaltestation" zeigen, spendier' ich Ihnen 'ne Flasche Chablis von Raveneau, Clos de n'importe quoi.

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    • #3
      Werter Schlaraffenland,

      Sie haben es entdeckt:
      Im Satz, der die Weinbeschreiung enthält, hat sich ein Dreher und damit auch ein Logikfehler eingeschlichen.
      Richtig soll es natürlich heißen:
      Weissburgunder vom fellbacher Weingut Aldinger.

      Als Vorspeise wurde ein "Salat vom Kalbskopf mit Bordeaux-Essig" gereicht. Als Weinbegleitung gab es, wie kann es anders sein -Fellbacher Weissburgunder vom Weingut Aldinger. Ein frischer 2009er Untertürkheimer Gips **, trocken.
      Bei der Bahn handelt es sich um eine ganz gewöhnliche Zahnradbahn. Aber auch das ändert nichts am Service der Wielandshöhe. Aber das habe ich ja auch schon ausführlich beschrieben, damit sich jeder seine eigene Meinung bilden kann.
      Ich möchte da auch nicht unterstellen, dass der Service immer schlecht ist. Bei diesem vollausgebuchten Restaurant jedenfalls, war er überfordert. Genau diesen Stress konnte man eben deutlich als Gast miterleben.
      Zuletzt geändert von Budi; 08.11.2010, 07:36.

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      • #4
        Sehr schöner und informativer Bericht.

        So ein Erlebnis wie bei der Kürbissuppe hatte ich dieses Wochenende bei einer Ochsenschwanzsuppe. Auch scheinbar lapidar, aber einfach ein fantastisches Esserlebnis.
        Auch das einfache kann manchmal sooo gut sein.


        Gruß!

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        • #5
          Vielen Dank

          Sehr schöner, interesanter Bericht, vielen Dank.
          Bei Betrachten der Fotos fällt auch auf, dass man keine "Kunstwerke" anrichtet, also weder bei der Wahl des Porzellans, noch bei der Speisenpräsentation viel Wert auf optische Effekte legt.

          Man mag es optisch "langweilig" finden, wenn aber der Geschmack überzeugen ist, schaue ich da auch gerne darüber hinweg!

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          • #6
            Auch von mir besten Dank für den schönen Bericht - es ist schon bewundernswert mit welcher konsequenz V. Klink seine "bodenständige" Philosophie durchzuziehen scheint: rein von der Anrichtung und den Dingen auf dem Teller könnten die meisen der Gerichte aus meiner Eckgaststätte stammen. So extrem hätte ich mir das dann doch nicht vorgestellt. Die Produktqualität und die Sorgfalt bei der Zubereitung müssen tatsächlich enorm sein (was glauer ja einst schon beschrieben hat).

            Ob es mich summa summarum wirklich hinzieht, weiß ich dennoch nicht so recht.

            Die Kritik am Service scheint mir persönlich nicht überzogen, da sie nachvollziehbar verargumentiert wird.

            Grüße
            b.

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            • #7
              Werter Budi,

              auch meinerseits vielen Dank für den informativen Bericht - könnte durchaus mal einen Besuch wert sein, da die Wielandshöhe nur um die 100 km von meinem Wohnort entfernt sind.

              Bei mir persönlich ist als erstens der Geschmack ausschlaggebend, die Präsentation eher nebensächlich; natürlich ist es perfekt wenn beides zusammen trifft. Mir ist es schon passiert, dass Gerichte filigran, kreativ, phantasievoll und mit viel Geschick angerichtet waren, aber geschmacklich leider nicht den Erwartungen entsprochen haben.

              Kulinarische Grüsse
              Schink

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              • #8
                Ich liege da ohnehin sehr zentral. Klink ca. 40km entfernt, das Baiersbronner Trio ebenfalls, wenige Minuten Autofahrt bis zum Landhaus Feckl....:hungry:

                Sie sagen es alle: Die Speisen sind wirklich nicht als Effekthascherei angerichtet. Wie Klink sagt, gibt es keine Tellertättowierung.
                Gerichte auf der Karte, wie im guten Landgasthaus.

                Nur gibt es da eben dann diesen kleinen aber feinen Unterschied. Genau dieser bringt eben einen enormen Mehraufwand mit sich. Doch es lohnt sich. Jedes Produkt von herausragender Qualität, fast nur Bio bzw. von solch kleinen Lieferanten, dass diese sich nicht einmal das Bio-Siegel zertifizieren lassen können.
                Das schmeckt man natürlich. In diesem Kontext kann man dann eben auch eine Kürbissuppe im Gourmetrestaurant zu ebensolchen Preisen präsentieren.
                Ich finde es da unglaublich toll, wenn ein Koch derartig geradlinig seit Jahren zeigt, dass man auch aus den bekanntesten, manchmal gar schon langweilig erscheinenden Produkten solche feinen Zaubereien machen kann.

                Sollte meine Kritik über den Service zu zerschmetternd daherkommen, so sei doch gesagt, dass ich sicherlich wieder in der Wielandshöhe einkehren werde.
                Mir ist auch momentan kein anderes Sternerestaurant bekannt, welches eine ähnliche Linie wie Klink eingeschlagen hat. Zumindest nicht so konsequent und nicht in Deutschland.

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                • #9
                  Vielen Dank für diesen dezidierten Bericht, werter Budi (nicht zuletzt auf Grund der Fotos in Ihrem Blog)! Er dürfte die Stärken und Schwächen der "Wielandshöhe" ziemlich genau beschrieben haben. Seltsam nur, dass die Klage über den mangelhaften Service dort seit Jahren kursieren und sich diesbezüglich trotzdem kaum etwas zu ändern scheint. Herr Klink, da müssen Sie dran!

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                  • #10
                    Auf der Homepage der Wielandshöhe wird momentan ein "Chef de rang" gesucht...

                    Ich habe auch mitbekommen, wie einer der Kellner sich mit einem Gast genau über die Problematik unterhalten hat. Unter anderem ging es darum, dass im Laufe der Zeit eben immer mehr die Kapazität hochgefahren musste und eben auch mittags die Tische immer alle belegt sind.

                    Mir persönlich kam es aber auch so vor, als ob hier überdurchschnittlich viel ALC gewählt wird. Das Menü habe ich fast an keinem Tisch entdeckt.

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                    • #11
                      vielen dank für ihren bericht,
                      will schon seit 1o jahren zu klink ,nicht nur wegen des essens sondern wegen klink und seiner philosophie .bei ihm würde für mich auch in erster linie die produkte im vordergrund stehen,die präsentation ist ihm ja auch relativ egal.
                      der service sollte aber auch bei ihm besser sein,da ja gerade auch das wohlbefinden zum genuss beiträgt.
                      kg knurrhahn

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                      • #12
                        Also voll habe ich es bisher mittags auch immer erlebt, aber bei uns war der Service immer OK. Nicht Perfektion (man merkt schon, dass genug zu tun ist), aber ich kann mich an keine unangenehmen Vorkommnisse erinnern. Und den Sommelier finde ich sehr angenehm. Da hatten wir wohl Glueck.
                        Zuletzt geändert von glauer; 08.11.2010, 18:56.

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                        • #13
                          Werter Budi,

                          wieviel haben Sie eigentlich für das Menü mit den zusätzlichen Desserts und den Getränken bezahlt.

                          Bietet Vincent Klink auch einen Käse-Gang (Käse vom Wagen, Brett ...) an ?
                          Wurde auch Brot gereicht ?

                          Gruss
                          Schink

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                          • #14
                            Das 4 Gang Menü kostet 78€, abends gibt es 6-Gänge zu 110€.

                            Die zusätzlichen Desserts haben 14€ und 15€ gekostet.

                            Bei den empfohlenen Weinen kostet ein Glas zwischen 5 und 9€, insgesamt ca. 22€ pro Person.
                            Espresso 3€, Tee 6€.

                            Brot wurde gereicht. Sehr gutes sogar, leicht warm und schön kross. Dazu gab es eine gesalzene Butter von fast puddingartiger Konsistenz. Sehr fein!

                            Käse gab es ebenfalls, ich meine ab 15€. So wie ich es gesehen habe, wurden ca. 12 verschiedene Käsesorten auf einem großen Holzbrett präsentiert, wobei jeder Käse unter einer Glaskuppel abgedeckt war. Sah zumindest sehr ansprechend aus.

                            Letztendlich sind wir dann mit ca. 250€ zu zweit ausgekommen.:cheers:

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                            • #15
                              Vielen Dank auch von mir für den Bericht und die Fotos.
                              Für mich ist Klink schon seit längerem, zusammen mit wenigen Ausnahmen, der sympathischte und interessanteste Fernsehkoch.
                              Doch ein Besuch in der Wielandshöhe reizt mich nicht wirklich. Ich bin mir zwar sicher, dass die verwendeten Produkte und die Zubereitung dieser 1A sind, doch trotzdem fehlt mir da irgendwie der Kick. Mir wirkt dass alles ein bisschen zu "alltäglich". Dies ist sicher nicht das richtige Wort dafür, doch wenn ich für so viel Geld essen gehe, erwarte ich mir schon etwas außergewöhnlicheres. (Dies bezieht sich auch auf die Optik)
                              Trotzdem habe ich großen Respekt vor dem was Klink in Stuttgart leistet, und wie er seiner Linie treu bleibt.

                              Grüße
                              ossobuco

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