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Les Deux **, München

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  • #16
    Les Deux und Werneckhof sind nun beide im Oktober reserviert :hungry:
    Ich denke auch, daß es nach Erscheinung des Michelin zumindest an Freitagen und Samstagen wesentlich schwieriger wird mit den Reservierungen...

    MkG, S.

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    • #17
      Ich denke auch, dass München im November per Saldo mehr Sterne hat als heute. Kulinarisch gesehen ist es allerdings immer noch ebensowenig Hauptstadt wie meine ursprüngliche Heimat Berlin. Ich bin gespannt, wie viel Mut der Michelin beweist.

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      • #18
        Schön, dass auch eine "neue" rein klassische Küche mit einem Stern honoriert wird und der ist richtig verdient und lässt auf mehr hoffen! KG Chess

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        • #19
          Les Deux ist schon was Besonderes.

          Ein fantastischer Service: Locker, leicht und charmant. So wünscht man sich das.
          Ein modernes Ambiente: Viel Glas und bequeme Stühle.
          Eine klassische Küche: So produktorientiert wie ich es schon lange nicht mehr erlebt habe. Keine neumodischen Spielereien. Exakte Garzeiten. Geschmack ohne viel Beiwerk. Pur und konzentriert.

          Schön, dass es sowas gibt. Zumal der Preis passt.

          Wir haben viel diskutiert bei der Heimfahrt mit der DB. Vergleiche angestellt. Aber irgendwie wird kein Vergleich diesem Restaurant und der Küche gerecht.
          Selbst ein Herr Pavic, der ja ähnliche Wurzeln hat, kocht doch viel moderner und mit mehr unterschiedlichen Aromen.
          Les Deux ist sozusagen ein verdienter, aber unvergleichlicher 1*. Nur falsche Erwartungen darf man nicht haben. Uns hats gefallen.


          Gruß!

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          • #20
            Zitat von fragolini Beitrag anzeigen
            Les Deux ist schon was Besonderes... Wir haben viel diskutiert bei der Heimfahrt mit der DB. Vergleiche angestellt. Aber irgendwie wird kein Vergleich diesem Restaurant und der Küche gerecht.

            Lieber fragolini,

            würden Sie es rein vom Essen mit dem Sonorra vergleichen ? Ich war noch nicht bei Thieltges.

            MkG, S.

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            • #21
              Zitat von fragolini Beitrag anzeigen
              Vergleiche angestellt. Aber irgendwie wird kein Vergleich diesem Restaurant und der Küche gerecht.
              Zitat von Sphérico Beitrag anzeigen
              würden Sie es rein vom Essen mit dem Sonorra vergleichen ? Ich war noch nicht bei Thieltges.
              Thieltges käme mir als Vergleich nicht in den Sinn... aber Winkler!
              Kaiserslautern - Dreis: Radfahrdistanz!

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              • #22
                Spontan ist mir eingefallen, dass Thieltges wesentlich aufwendiger kocht.
                Aber irgendwie passt "aufwendiger" dann aber doch nicht. Bei Thieltges verschmelzen, bei aller Klassik, doch viel mehr Elemente zu einem Ganzen.
                Rappenglück braucht, wie Winkler, ganz wenig um einen schönen Gang zu zaubern. Er hält sich mit allem zurück, außer seiner Hauptzutat.
                Bei Rappenglück schmeckt "Wasabi und Koriander" nicht wie Wasabi und Koriander. Man erkennt eine leichte Schärfe und etwas Frische, aber würde nicht explizit auf Wasabi und Koriander als "Verursacher" tippen.
                Thieltges ist hier schon mutiger und greift tiefer in die "Trickkiste".

                Rappenglück erschien mir fast wie ein Meister des "Weglassens".


                Gruß!

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                • #23
                  Das haben Sie schön geschrieben, lieber frago !
                  Das mit der Raddistanz fiel mir nun auch auf, da ich Ostern gerade umplane.
                  Das Reduzierte trifft es gut bei Rappenglück. Wir sind auch gerne dort, vor allem, wenn man eh in dr Innenstadt unterwegs war.
                  Was war es für eine Oase, als wir dort nach fast einstündiger Parkplatzsuche wegen Sicherheitsgipfel ankamen...

                  MkG, S.

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                  • #24
                    Les deux im Herbst 2014


                    Schon vorweg ein kleines Fazit: Spontan war ich im August zum Mittagessen im Les deux. Am Ende dieses Besuchs habe ich sofort für meinen Geburtstag reserviert. Insgesamt erlebte ich eine sehr schön klassische Küche, die über das ganze Menü hin auf Höhe aufkochte. Auch einen weiteren Besuch erlebten wir genauso. Jedes Mal habe ich mich im Les deux sehr wohl gefühlt. Auch die Münchner goutieren dies, an einem Montagabend war nur ein Tisch unbesetzt.

                    Ich berichte hier über meinen ersten Besuch, auch weil die Bilder bei Tageslicht besser sind ;-)). Ich hatte das fünfgängige Mittagsmenü, dass sich vom Abendmenü kaum unterscheidet.

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                    Das Amuse kommt im Les deux immer zum einen als ein Süppchen (hier Sherry-Consomme) , zum anderen, korrespondierend als ein kleines Fischgelee mit grüner Creme (hier Basilikum), Crumble und frischem Kräutchen. Schön komplex und doch sehr harmonisch ausbalanciert, wird hier bereits die Richtung der Küche gezeigt.


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                    Coho Silberlachs „Hausfrauenart“

                    Lachs mit Meerrettich, Apfel, Kräutern und Zwiebeln, ein feiner Einstieg. Sowohl leichte Schärfe, (Meerrettichcreme), leichte Süße und Frische (Apfel), zwiebelige Note (Zwiebeln, Radieschen) und ein bisschen Kräuter und Salat (auch für den Biß). Mehr brauchts nicht für ein perfektes Gericht.

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                    Flusskrebse - Heimische Steinpilze - Kräuter
                    Ebenso ein sehr stimmiges, harmonisches Gericht und mit den Pilzen und dem Sahnesößchen so ganz nach meinem Geschmack. Die Qualität der Produkte stand deutlich im Vordergrund.

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                    Bretonischer Seeteufel – Tomate – Baby Mangold – Pommery Senf

                    Hier waren schon mehr Säure und intensivere Aromen im Spiel, ganz im Sinne eines klassischen Menüaufbaus. Der einzige Kritikpunkt, den ich überhaupt bei diesem Menü hatte: die Ponmmerysenfsauce auf dem Steinbutt war in der Menge etwas zuviel, dadurch zu intensiv. Ließ sich leicht beheben, indem man sie etwas abkratze.

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                    Bayrischer Rehrücken – Pistazie – Blaukraut - Wacholdersauce

                    Die Wocholderjus ein Gedicht, der Rehrücken mit perfekter Kruste, das Blaukraut nicht zu dominant, schön ergänzt durch die Pistaziencreme und schwarze Nüsse passen nicht nur perfekt, sondern sind natürlich immer ein Genuss.

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                    Toffifee „Les deux“

                    Nüsse und Karamell in verschiedenen Konsistenzen und Temperaturen. Auch hier die typische Geschmackstiefe, die einfach Spaß macht.

                    Ich hatte zu diesem Mittagsmenü die Weinbegleitung, die Notizen sind leider verloren gegangen. Jedoch erinnere ich mich, dass mir die Weinbegleitung sehr gut gefallen hat. Herr Kieffer hat zudem die Weine immer kenntnisreich vorgestellt. Die Weinkarte im Les deux ist in beständiger Bewegung, ich habe unter anderem sehr gute deutsche und österreichische Tropfen hier gefunden.

                    Vom zweiten Besuch hier noch der Eindruck von einem Highlight:

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                    Japanischer Hamachi – Wasbi – Granny Smith Apfel – Stauden Sellerie

                    Dieser Gang hat allen am Tisch ausnehmend gut gefallen, sowohl in der Komposition, als auch aufgrund der wirklich herausragenden Produktqualität des Hamachi.


                    Die Küche von Herrn Rappenglück kann ihre Wurzeln bei Heinz Winkler (bei dem ich kurz zuvor das Gourmetclubmenü genossen habe) nicht verleugnen und will dies auch sicherlich gar nicht. Jedoch sind asiatische Einflüsse hier stärker und die Küche insgesamt fokusierter. Was das Les deux bietet, ist für mein Empfinden sicher 1 *+ wert.
                    Zuletzt geändert von QWERTZ; 25.01.2015, 16:30.

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                    • #25
                      Danke auch hierfür, liebe Heike. Ihre Berichte machen mir Spaß.

                      Das Les Deux ist in der Tat eine Bereicherung für München. Die Ideen der Familien Rappenglück und Kieffer sind oft schön.

                      Und ja, die Weinbegleitungen hätte mich tatsächlich sehr interessiert. Kieffer ist m.E. nicht nur ein Meister der Sommelerie, sondern auch ein brillanter Verkäufer. Seinen Service vermisse ich in Aschau, seine Weinkalkulation allerdings weniger. Aufschläge bis x10 pro Flasche (z.B. Sauvignon Blanc aus dem Rueda) waren da leider keine Seltenheit. Von anderer Seite habe ich allerdings gehört, dass es im Les Deux mit den Aufschlägen besser ein soll. Können Sie etwas dazu sagen.

                      KG
                      Besseresser

                      P.S.: Ich mag schöne Weine und bin bereit, anständiges Geld dafür zu bezahlen. Andere Geschäftspraktiken beantworte ich mit purer Enthaltsamkeit.

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                      • #26
                        Lieber Besseresser,

                        ja die Weinkalkulation ist im Les Deux durchaus moderat. So haben wir z.B. für eine Flasche 2006er Rioja San Vicente 89 Euro bezahlt.

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                        • #27
                          Zitat von HeikeMünchen Beitrag anzeigen
                          Lieber Besseresser,

                          ja die Weinkalkulation ist im Les Deux durchaus moderat. So haben wir z.B. für eine Flasche 2006er Rioja San Vicente 89 Euro bezahlt.
                          Hmmm. 3x Einzelhandelspreis also sicher 4x EK..... gilt das in D als moderat?

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                          • #28
                            Lieber Glauer,

                            für München gilt: leider ja. Und je günstiger der Wein im EK, desto größer der Aufschlag im Resto. Der Gesamtumsatz am Tisch muss wohl stimmen. Verstehe ich auch bei den Mieten in München. Die alleine können es aber nicht sein, wenn ich mir den Lebensstil manches Gastronomen hier anstehe.... Negativ kommt hinzu, dass man bis auf wenige Ausnahmen die Handschrift der Großhändler auf den Karten erkennt. Zara, H&M & Co. also auch auf den Weinkarten, langweilig. Ausnahmen gibt es natürlich, W&B zum Beispiel, da vermiest einem allerdings die Laune des Chefs bisweilen den Abend. Und die Tatsache, dass man nicht reservieren kann und dann doof dasteht. Deshalb gehen wir dort nur von Zeit zu Zeit hin.

                            In Hamburg hatten wir letzte Woche von Korrell einen jungen Weißburgunder Chardonnay (nice and easy to drink) im La Scala (Konsens, Haerlin war bereits reserviert, aber leider nicht durchsetzbar): EK um die 8 EUR, auf der Rechnung dann für 32,50 EUR. Eine Weinkarte gab es übrigens nicht (m.E. ein Unding für Weinfreunde). Und dass selbst die größeren Gaia und Giacosa auf einem Holzbrett im Gastraum gelagert und dann entsprechen "top" temperiert serviert werden, versteht sich von selbst. Manchmal frage ich mich, ob denn keiner mehr das gute Produnkt und den sorgsamen Umgang damit liebt. Und ob es außer einem handgeschriebenen Zettel eine Rechnung gab, die Frage habe ich ebenso erfolgreich verdrängt. Den mächtigen Loup vergesse ich allerdings nicht so schnell - Produkt und die schlichte Umsetzung unter Salz grandios in dieser Restoklasse!

                            In wenigen Wochen geht es nach SA. Rust en Vrede, La Colombe, Test Kitchen und Tokara sind geplant und angefragt. Über das Verhältnis von Preis und Genuss muss man sich da keine Gedanken machen, auch wenn es einmal nicht so gefällt. Anschließend geht es dann mit dem ROVOS gen Norden - da sind alle Getränke inkludiert. Cheers!

                            Besseresser
                            Zuletzt geändert von besseresser; 25.01.2015, 08:58.

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                            • #29
                              Liebe Heike,

                              Danke auch für diesen Bericht. Das Reh hatte ich auch vor ca. 8 Monaten. Das war neben dem Lamm in 2 Varianten der beste Gang. Ich hatte leider sowohl mit dem Amuse (zu salzig), als auch meiner Vorspeise, einem Hummer (leicht matschig), weniger Glück. Meine Begleitung hatte mit dem Abendmenü aber große Freude. Die Weinkalkulation empfanden wir auch als ok. Der Service war durchaus nett und professionell, nur etwas langsam. Haben Sie im Serviertempo einen Unterschied zwischen Mittags und Abends erlebt? Es kommt ja doch häufig vor, dass Mittags die Menüs einfach schneller geschickt werden.

                              Bei mir litt das Drumherum etwas unter dem sehr, sehr steifen Münchner Publikum. Ist das vielleicht auch Mittags besser?

                              BG
                              M

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                              • #30
                                Lieber Matthias,

                                ja, das Münchner Publikum... Und noch dazu ist der Bayerische Hof so nah. Es gelingt mir immer ganz gut, das zu ignorieren, mittags ist es aber auch nicht anders.

                                Bezüglich der Serviergeschwindigkeit ist mir nichts aufgefallen. Da ich es gern habe, wenn zügig serviert wird, war das demnach in Ordnung. In jedem Lokal gibt es natürlich Tagesformen bezüglich Essen und Service. Ich hatte bisher keinen Grund zur Klage und habe das Les deux auch schon öfter empfohlen. Da habe ich dann auch nur Gutes gehört.

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