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Tohru Nakamura, Geisels Werneckhof**

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  • Zitat von wi090365 Beitrag anzeigen
    vielen Dank, geehrter Merlan, es ist ein sehr schönes Bericht.
    Absolut. LG Cynara

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    • Danke Merlan,

      da freue ich mich ja schon richtig auf den kommenden Samstag und den "Garden Table II" ...

      LG

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      • Die Sache mit München ist ja gar nicht mal so leicht. Zumindest wenn ich versuche bei einem München-Besuch mal nicht in einem meiner alltime-favourites Atelier oder Königshof zu landen. Aber es geschehen ja noch Zeichen und Wunder, weshalb ich es tatsächlich in den Geisel’s Werneckhof geschafft habe. In dem mit zwei Sternen und 18 Punkten ausgezeichneten Haus, kocht der sympathische Tohru Nakamura mit viel japanischen und französischen Einflüssen. Im Inneren herrscht eher eine aufpolierte gemütliche Wirtshausstimmung, was ich aber in Kombination mit den so vielen fernen Einflüssen der Küche eine extrem sympathische und urige Kombination finde.

        Den Auftakt machen mehrere Grüße. Das sind Beef-Tatar, Hamachi, Crevette bouqet, Chawanmushi und ein Schälchen Dashi-Brühe. Allesamt sehr gelungen, tolle Qualität des Hamachi, wunderbar abgeschmeckt.
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        Gleich zu Beginn bin ich dann sprichwörtlich von den Socken. Ein großes Stück chutoro blue fin tuna, obenauf kleine Röllchen otoro mit Avocado, Shiso und geräuchertem Ponzu. Der chutoro bietet mehr Biss, der otoro zergeht regelrecht auf der Zunge und sorgt für einen wunderbaren Schmelz. Die restlichen Aromen gehen eine wunderbare fernöstliche Balance ein. Das ist auf den Punkt abgeschmeckt und eine wahre Freude.
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        Und wir bleiben auch im nächsten Gang bei dieser Qualität. Wolfsbarsch auf der Haut gebraten, Artischocken-Gemüse, schön eingebundene Schärfe einer milden Habanero. Daneben gibt es noch ein kleines Schälchen mit Pulpo in einem buttrigen süffigen Schaum.
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        Letzter Gang vor dem Hauptgang ist Schweinekinn. Auf dem Schweinekinn gezupfter Taschenkrebs, dazu Rettich und eine jodige tiefe Seeigelsauce. Was für eine wunderbare Kombination aus den Meeresaromen und dem fettigen Schmelz des Schweinekinns. Das ist verdammt gut.
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        Als Hauptgang gibt es ein stattliches Stück Wildhase. Dazu eine Perrigord-Trüffel Sauce, Kerbelwurzel und Kombureisessig. Im Vergleich zu den sehr intensiven Gängen davor, ist der Hauptgang fast dezent. Aber auch hier ist alles in perfekter Balance und bis ins Detail stimmig.
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        Dessert sind zahlreiche Variationen aus Mago, schwarzem Sesam, Thaibasilikum und Yuzu. Das Dessert lebt von seiner Frische und Frucht. Gerade der dominante schwarze Sesam gibt dem Dessert wieder einen deutlichen fernöstlichen Einschlag. Ebenfalls sehr sehr gelungen.
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        Zahlreiche ebenfalls sehr starke süße Kleinigkeiten schließen dann den Lunch im Werneckhof ab.
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        Ich bin begeistert. Das war ein ganz starkes Menü. Vom ersten Gang auf einem sehr hohen Niveau mit klarem geschmacklichen Fokus, jedes Detail stimmig aber trotzdem immer mit einem hohen Spannungsbogen. Die Entscheidung wird in München nicht leichter für mich – aber mit dem Atelier, dem Königshof und dem Geisel’s Werneckhof wirklich drei ganz ganz starke Adressen in meiner unmittelbaren Reichweite. Lieber Tohru, lieber Werneckhof….ich komme wieder!
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        • Zitat von Junggaumen Beitrag anzeigen
          Die Sache mit München ist ja gar nicht mal so leicht. Zumindest wenn ich versuche bei einem München-Besuch mal nicht in einem meiner alltime-favourites Atelier oder Königshof zu landen. Aber es geschehen ja noch Zeichen und Wunder, weshalb ich es tatsächlich in den Geisel’s Werneckhof geschafft habe. In dem mit zwei Sternen und 18 Punkten ausgezeichneten Haus, kocht der sympathische Tohru Nakamura mit viel japanischen und französischen Einflüssen. Im Inneren herrscht eher eine aufpolierte gemütliche Wirtshausstimmung, was ich aber in Kombination mit den so vielen fernen Einflüssen der Küche eine extrem sympathische und urige Kombination finde.
          Ihren lesenswerten Bericht haben Sie sehr schön eingeleitet! Genau das macht dieses Restaurant schon allein in atmosphärischer Hinsicht aus. Nach meinem letzten Besuch fand ich, dass sich Herr Nakamura auch vor einem Tim Raue - zumindest in absehbarer Zeit - nicht mehr zu verstecken braucht, auch wenn dies eine gewagte These sein mag. Schön, dass Sie ebenfalls angetan waren von seinen Gerichten!

          KG

          Tobler

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