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Tohru Nakamura, Geisels Werneckhof**

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  • Klar kann man es so empfinden, dass einen ein Menü nicht wirklich packt. Aber wenn ich mir die Gänge anschaue, sieht das schon sehr gut aus. Die Anmerkungen zum Wagyu sind nachvollziehbar, aber insgesamt liest es sich ja auch positiv. In der Zusammenfassung bleibt hängen, dass Dich das Menü nicht begeistert hat. Ohne dabei gewesen zu sein, wage ich das angesichts des tatsächlich Gebotenen zu hinterfragen. Es wirkt ein wenig wie die Suche nach dem immer neuen Wow-Erlebnis, wenn man viel und gut essen geht. Kenne ich, versuche ich aber auszublenden. Ein Menü, das bis auf Kleinigkeiten sehr gut gemacht ist, wie Du ja sagst, sollte meines Erachtens nicht mit dieser negativen Konnotation belegt werden.

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    • Optisch sieht das Menü in der Tat gut aus und was die handwerkliche Ausführung betrifft, gibt es auch keinen Grund zur Kritik. Klar, sucht man immer nach einem WOW-Effekt, aber wenn man den nicht findet, heißt das nicht, dass etwas schlecht ist.
      Aber ich hatte nach den Berichten hier, den Bewertungen und dem Lunch im Jahr zuvor hatte, zwar ein harmonisches Menü erwartet, aber mit Kombinationen, die dann doch eine Handschrift erkennen lassen und die ist mir in der Gesamtheit einfach zu diffus geblieben. Die Geschmacksbilder beim Hamachi und der Dorade waren mir einfach zu "middle of the road" und gängig. Zusammen mit dem Problem, das ich mit dem Hauptgang hatte, ist halt dieser, mein persönlicher Gesamteindruck dieses einen Menüs entstanden.

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      • Schön, dass hier auch mal wieder über einen Bericht diskutiert wird! Ich finde, dass eigentlich jeder Bericht eine Resonanz wert sein sollte, da doch immer eine gewisse Mühe damit verbunden ist, seine persönlichen Eindrücke von einem Restaurant in Worte zu fassen und der Community zur Verfügung zu stellen.

        Nun zu Ihrem Bericht, lieber QWERTZ: Zunächst einmal danke für dieses Update von einem Restaurant, das ich außerordentlich schätze und deshalb meine Reaktion herausfordert.

        Was den erwähnten "Wow-Effekt" angeht, bin ich der Meinung, dass es diesen bei einem Mehrsterner eigentlich immer geben sollte; wir haben uns an anderer Stelle darüber schon einmal ausgetauscht. Aber gerade den haben Sie bei Nakamura vermisst. Und das kann ich nicht so richtig nachvollziehen, wenn ich mir Ihre Bilder und Ihre Beschreibungen anschaue. Das ist Nakamura-Küche, wie ich Sie wiedererkenne und damit auch ihre Eigenständigkeit feststelle. Vor zwei Jahren habe ich dazu folgendes geschrieben: "
        Die Küche von Tohru Nakamura ist eigenständig, kreativ, stimmig. Er hat seinen Stil entwickelt, in dem Saucen eine herausragende Rolle spielen... Sie sind der i-Punkt aller Kreationen und bilden das verbindende Element zu durchweg harmonischen Geschmacksbildern, die durchaus mit unterschiedlichsten Gewürzen und vor allem Säure zu reizen verstehen...Man spürt bei Nakamuras Küche durchaus einen gewissen japanischen Touch, der den Gerichten jedoch nicht ein dominierendes Gepräge gibt. Das hat schon ein Alleinstellungsmerkmal und hebt sich wohltuend von anderen gewollten Asia-Einsprengseln und kulinarischen Allgemeinplätzen ab." Ohne bei Ihren Beschreibungen "nachschmecken" zu können, meine ich genau diese Aspekte in Ihrem Bericht erkennen zu können.

        Aber sei´s drum! Sie haben das anders empfunden und letztlich ist es der persönliche Geschmack, der entscheidend ist. Trotzdem gut, sich darüber austauschen zu können!
        Sollten wir hier öfter tun!
        Zuletzt geändert von merlan; In den letzten 2 Wochen.

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        • Ich war im Frühjahr auch im Werneckhof (das erste Mal) und war ziemlich begeistert. Die Küche ist stimmig, bei nahezu jedem Gang etwas japanisch inspiriert, ansonsten eher modern europäisch mit auch ein paar bayerischen Einsprengslern. Jedenfalls aber nicht dieser wilde Ritt durch die ganze Welt, den man heute in vielen deutschen Restaurants antrifft. Ja, die Küche ist eher harmonisch ausgelegt, das sehe ich aber als Plus und nicht als Minus. Ich fand die Aromen präzise herausgearbeitet und gut miteinander kombiniert. Dazu sehr gute Grundprodukte und exzellentes Handwerk. Ich persönlich konnte hier schon eine Handschrift erkennen, viel eher als bei zahlreichen anderen deutschen ** und ***-Köchen, die hier mal was orientalisches machen, da mal was japanisches, hier was nordisches und dann mal wieder was regionales. Insofern stimme ich merlan 100% zu, wenn er schrieb: "Man spürt bei Nakamuras Küche durchaus einen gewissen japanischen Touch, der den Gerichten jedoch nicht ein dominierendes Gepräge gibt. Das hat schon ein Alleinstellungsmerkmal und hebt sich wohltuend von anderen gewollten Asia-Einsprengseln und kulinarischen Allgemeinplätzen ab." Das ist spot on und beschreibt den Stil der Küche für mich sehr gut.

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          • Zitat von rocco Beitrag anzeigen
            Die Küche ist stimmig, bei nahezu jedem Gang etwas japanisch inspiriert, ansonsten eher modern europäisch mit auch ein paar bayerischen Einsprengslern. Jedenfalls aber nicht dieser wilde Ritt durch die ganze Welt, den man heute in vielen deutschen Restaurants antrifft. [/FONT][/COLOR]
            Genau Eindruck des Ritts durch die Welt hatte ich allerdings. Vielleicht ein Fehl- bzw. nicht repräsentativer Eindruck bei meinem Menü.

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