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Villa Mittermeier

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  • fragolini
    antwortet
    Mittermeier is back.
    Nein, noch nicht ganz auf Sterneniveau. Mehr mit einem schönen Bistrot mit erstklassigen Gerichten, die sich in Teilen durchaus dem Sterneniveu nähern.
    Alles ist ein bisschen lockerer geworden, sowohl Einrichtung wie der Service. Aber charmant. Und wir mussten nie Wein selber nachschenken.
    Ein Teil der Köche bringen "ihre" Gerichte selbst zum Tisch und nehmen gerne Anregungen entgegen.
    Sehr schöne Weinkarte und pfiffige Aperetiv.

    Was gibts zum Essen?
    Verschiedenste Tomatensorten mit einem wunderbaren Olivenöl-Tomatensugo und Burrata. Seit Herrn Feldmann nicht mehr so gut gegessen.
    Thaisalad mit Rindfleisch. Schön aromatisch, nicht zu scharf. Gute Zutaten.
    Hervorragende, gebeizte Seeforelle auf Knuspermüsli.
    Sehr feines Tartar mit Süßkartoffelpommes. Beste Qualität.
    Kabeljau mit ganz kleinen Pfifferlingen. Top Produkt, vielleicht einen Ticken übergart.
    Sehr feine taube mit viel Aroma und präzise gegart.
    Das Dessert wird von einem Koch am Tisch arrangiert. Früchte wie Erdbeeren mit Rhabarberkuchen, Soße, Eis usw. Das ist nett gemacht. Und schmeckt.

    Eine Küche, die einfach Spaß macht und Hoffnung schürt. Besonders auf der so schönen Terrasse.


    Gruß!
    J.F.

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  • Gast-Avatar
    Ein Gast antwortete
    In der Zusammenfassung des Artikels
    http://www.fraenkischer-anzeiger.de/...ieCID=1&skip=0
    heißt es in unseren Gourmet News:
    " ... bereits 2005 seinen ersten Stern, der zweite folgte 2010"
    Sehr charmant formuliert.
    s.

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  • fragolini
    antwortet
    Ich füge noch ein "sehr" dazu.
    Zitat von Morchel Beitrag anzeigen
    Sehr schade.

    Gruß!

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  • Morchel
    antwortet
    Sehr schade.

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  • Gast-Avatar
    Ein Gast antwortete
    http://www.nordbayern.de/region/roth...rant-1.2187899

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  • Gast-Avatar
    Ein Gast antwortete
    Heute sind Sie mal kryptisch - ich dachte das Restaurant schließt in Bälde!

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  • Gast-Avatar
    Ein Gast antwortete
    Allez-y, fleur de beurre, erzählen Sie uns etwas vom Salz des Vergnügens.
    schlaraffenland

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  • Gast-Avatar
    Ein Gast antwortete
    Und schließlich gibt es dort, im Keller, auch noch die "Blaue Sau". Gutbürgerlich? - ist eigentlich nicht zutreffend; in den Küchen der guten Bürger wird leider nicht mehr so gut gekocht. Nicht daß man wegen der blauen Sau einen Umweg machen sollte, aber in der Kombination mit z.B. Creglingen ...
    Gruß
    s.

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  • Morchel
    antwortet
    Ach, was schätze ich diese zuverlässigen Forumianer.

    Vielen Dank, lieber Fragolini. Das macht wirklich neugierig.

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  • fragolini
    antwortet
    Wie versprochen:

    Herr Apelt verließ ja aus persönlichen Gründen die Villa Mittermeier, was wir sehr bedauert haben. Zweifelsohne hat er große Spuren hinterlassen.
    Wir waren sehr gespannt ob es seinem Nachfolger Herrn Krause, der als Sous-Chef von K. Fehling tätig war, gelingen würde diese Spuren auszufüllen.

    Ungewöhnlicherweise diesmal das Fazit vorab:
    Er kann. Ja, er kann sogar weit mehr als das. Er geht seinen eigenen Weg und weiß bereits jetzt absolut zu überzeugen. Seine Küche ist modern, jung und frisch. Oft sehr verspielt (manchmal vielleicht ein bisschen zu verspielt?), aber die Aromen finden immer zueinander.
    Wenn er sich selbst genug Zeit gibt und sein Patron, der umtriebige Herr Mittermeier tatkräftig mithilft (von was ich ausgehe), dann kann da ein ganz Großer heranwachsen.
    Erstaunlich für mich, dass es Herr Krause so schnell gelungen ist seinen eigenen Stil zu finden.

    Über Ambiente und Servicequalität muss man nicht viel sagen. Beides ist einfach rundum gelungen.


    Los ging es mit einem kleinen Blätterteigtäschen mit Kräuter Creme Fraiche. Ich würde es als verzichtbar bezeichnen.

    Aber dann:
    Eine Art Caprese zerlegt in seine Bestandteile. Mozarellaschaum und intensivst fruchtige Tomate (dehydriert?). Vertraut und doch ganz anders. Weit besser als das Orginal.
    Auf dem 2. Löffel Wachtelei mit Ingweröl und kandiertem Ingwer. Ein Hammer! Man sollte diesen Geschmack ewig im Mund behalten dürfen.
    2 geniale Kleinigkeiten, die jedem 3* zur Ehre gereicht hätten.

    Etwas schwächer, aber trotzdem gut, eine in die Bestandteile zerlegte Quiche Lorraine im Glas. *-
    Eine deutliche Steigerung: die Hühnerpraline mit Tandoorischaum auf Erbsen und Banane. Tolle, überraschende Kombiantion. **

    Bereits nach den Grüßen war klar worin die Stärken von H. Krause liegen:
    Überraschendes zur einer Einheit zusammenfügen.

    1. Gang
    Thunfisch auf 3 Arten:
    Scheinbar ein abgedroschenes Gericht.
    Das Tartar im Ladomantel war eine zartschmelzende Kombination.
    Kurz angebraten mit knackigem Tobiko-Kaviar und Wasabimayonaise.
    Knusprig in einem dünnen Knuspermantel auf einer Art Melonenchutney.
    Sehr schön, weil eben auch neu interpretiert. *+

    2. Gang:
    Ganz zarter Hummer mit Kokosmilch, knackigem Blumenkohl (fast roh), Blumenkohlpraline (eine Art Praline mit flüssiger Kartoffel-Blumenkohlcreme, so herrlich!) und ein paar Algen.
    Dieser Gang hatte alles. Knackig, schmelzend, exotisch, ein perfektes Zusammenspiel. Großartig! **+

    3. Gang
    Ein sensationell schmeckender Langostiono von fast süßlichem Aroma mit zarter Seezunge, perfektem Erbsenschaum und einer Art Bouillabaisse-Creme.
    Bei der Creme fehlt mir noch etwas der Feinschliff. *

    4. Gang
    2 gebratene Jakobsmuscheln mit einem zarten Kartoffelschaum (kann Kartoffel besser sein?) und Pomelo als Gelee und als Fruchtfleischtränen, dazu etwas Oliven-Mandel Chutney. Das Chutney schmeckte für sich betrachtet toll, passte aber nicht so ganz zum Rest. Ansonsten eine sehr stimmige Kombination. *+ von mir, ** von meiner Frau.

    5. Gang
    Zartes, rosa pochiertes Kalb, fantastische Kalbsbäckchen als gebratene Würfelchen (fantastisch diese Bäckchen), Sellerieschaum, Sellerie im Aschemantel, Buchenpilze. Eine wunderbare Kombination. Hier spielte einmal das Fleisch nicht die alleinige Hauptrolle, der Sellerie war als gleichberechtigter Partner zur Seite gestellt. Mutig und gelungen! (ach so: die kleine Kohlroulade dazu war verzichtbar). **-

    Pre-Dessert:
    Erfrischendes Melonen-Maracuja-Süppchen, fantastisches Erdbeersorbet.
    Fruchtig frisch und intensiv. So soll ein Pre-Dessert sein!

    Die kleine Variation von "Macae-Grand Cru 62%" Valrhona aus Krapfen und cremigen Würfel, so wie etwas zartem Schokoschaum wusste vor allem durch die Beigabe von Zitronengras, Banane und bestem Mangosorbet zu überzeugen. Ein ordentliches Dessert, dem aber etwas der Pfiff fehlte, den alle anderen Gänge auszeichnete. *-

    Statt Pralinen:
    Eine destruktuierter Käsekuchen im Glas. Durch etwas Quarkeis und Beeren sehr angenehm und erfrischend.

    Das Halten des Stern sollte also kein Problem sein.
    Da ist aber noch mehr drin, da bin ich mir ganz sicher.

    Die Küche lohnt auch einen weiteren Umweg, denn man trifft hier nicht auf die übliche 1* Küche, sondern auf eine Küche mit Pfiff und eigener Handschrift. Fleisch und Fisch spielen hier nicht allein die erste Geige, sondern es ist das Zusammenspiel der Aromen aus Gemüse, Frucht und Kräutern die das ganze zu einem außergewöhnlichen Erlebnis machen.

    Kann man was kritisieren?
    Der Brotkorb könnte etwas abwechslungsreicher ausfallen.
    Zum Espresso wären zusätzlich 1-2 besondere Pralinen nett.
    Und die Weinkarte könnte ein paar zusätzliche Sauvignon Blanc oder sogar Traminer gebrauchen um besser mit dieser Aromenküche mithalten zu können.


    Gruß!
    Zuletzt geändert von fragolini; 11.06.2011, 23:40.

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  • fragolini
    antwortet
    Ich bin auch neugierig.
    Das mit dem Sous-Chef stimmt.

    Menü klingt interessant. Ich hoffe im Mai bei Mittermeiers Gast zu sein und werde dann berichten.


    lieben Gruß!

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  • Morchel
    antwortet
    Hallo zusammen,

    Mathias Apelt ist nicht mehr Küchenchef in der Villa Mittermeier. Nachfolger ist Axel Krause (wenn ich mich nicht täusche, ehemaliger Sous-Chef von K. Fehling. Aber vielleicht bring ich da was durcheinander, dann Asche auf mein Haupt).

    Auf der Homepage der Villa kann man sich die zwei neuen Menüs anschauen, à la carte gibt es scheinbar nicht mehr. Ich würde mich freuen, wenn jemand (Fragolini?????) zeitnah über einen Besuch berichtet, bin neugierig.

    Einen schönen Tag noch,
    M.

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  • Garnelchen
    antwortet
    Noch einmal zurück zum "Mittermeier". Ich kenne Mathias Apelt noch aus seiner Zeit im inzwischen geschlossenen Wiesbadener "Tasca", einem *-Amador-Ableger. Ich war gespannt, inwieweit Apelt nun in Rothenburg an seinen alten Meister erinnern würde. Nun, er tat es überhaupt nicht. Er versucht vielmehr, seinen eigenen Weg zu gehen, wie es im Übrigen auch Daniel Achilles im Reinstoff in Berlin tut, der zuvor ebenfalls bei Amador war.

    Gruß Garnelchen

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  • merlan
    antwortet
    @fragolini: Jetzt verstehe ich zwar gar nichts mehr, aber ich möchte auch nicht den schönen Mittermeier-Thread verwässern.
    Entweder brauchen Sie eine Brille oder einen neuen Bildschirm, werter fragolini!

    Gruß, der Merlan
    Zuletzt geändert von merlan; 30.07.2010, 13:46.

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  • fragolini
    antwortet
    Zitat von merlan Beitrag anzeigen
    OK, ich denke über einen neuen Nick nach, werter fragolini!
    D.h. ich hätte das "r" weglassen sollen?
    Bitte untertänigst um Verzeihung.

    Dann finde ich Ihren Bericht noch besser, die weibliche Komponente hier im Forum ist eh stark unterbesetzt.

    Gruß!

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