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Il Giardino Bad Griesbach ** 18 GMP (geschlossen)

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  • HeikeMünchen
    antwortet
    Auch von mir: sehr sehr schade! Ich hoffe auch, dass Familie Feix gut wieder einsteigen kann. Aber eigentlich habe ich da keine Bedenken.

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  • passepartout
    antwortet
    Zitat von passepartout Beitrag anzeigen
    Werter Merlan,

    man muss oder besser sollte das Nachfrageverhalten der Gäste durchaus sehr ernst nehmen, sofern man für solche und nicht sich selbst und oder "die Tester" und wenigen Nerds kocht. Wobei ich der Meinung bin, dass sich das Nachfrageverhalten in den vergangenen 15 Jahren bei weitem nicht so drastisch verändert hat wie das Angebotsverhalten vieler Gastronomen. Aber sicherlich ist es der einfachste Weg, den Gästen selbst die "Schuld" für ihr Ausbleiben zu geben.

    Einen wunderschönen, sonnigen Sonntagabend Ihnen allen

    Viele Grüße

    Passepartout
    Hier zitier ich mich kurzerhand selbst...

    Wenn ich aber in der Presseerklärung lese:
    die nun umgesetzten Schließungspläne wurden intern kurzfristig kommuniziert.
    Freue ich mich über das Scheitern eines Dreckskonzernes, so geht man nicht mit Menschen um.

    Allen Guten nur das Beste und wer Arbeit sucht, wir hätten welche.


    Gute Nacht Passepartout

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  • thomashaj
    antwortet
    Das ist eine sehr traurige Nachricht, wenngleich aufgrund der Entwicklungen bei Columbia früher oder später erwartbar.
    Wir waren zweimal dort und haben jedes Mal sehr überzeugende Menüs genossen. Es bleibt zu hoffen, dass Denis Feix und seine sympathische Frau Ihr beeindruckendes Können an anderer Stelle werden fortsetzen können. Vielleicht dann ja auch an einem für Norddeutsche besser erreichbaren Ort...

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  • QWERTZ
    antwortet
    Club-Mitglieder wussten es schon seit einigen Tagen, nun ist es offiziell: das Il Giardino von Denis und Kathrin Feix schließt Ende des Monats. Sehr schade, ich erinnere mich gern an unser Club-Menü im vergangenen Juli zurück.

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  • Schink
    antwortet
    Interressant war jeweils die Präsentation der Gänge auf zweierlei Art mit den Hauptkomponenten, die zu ganz unterschiedlichen Geschmacksnuancen führten.

    Obwohl ich die Weinbegleitung hatte, schien die gleichzeitig angebotene Teebegleitung ebenfalls zu harmonieren.

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  • fragolini
    antwortet
    Auf alle Fälle einen Besuch wert. Ich hoffe, dass ich bald mal wieder da hinkomme.

    Gruß!
    JF

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  • QWERTZ
    antwortet
    Besten Dank für die Ergänzungen, lieber fragolini. Was den Lachs angeht, bin ich bei der Produktqualität und auch der feinen Akzentuierung durch die Beilagen bei Ihnen. Allein fand ich - wie schon gesagt - das ganze zu trocken in der Gesamtabstimmung. Insofern gehen da unsere Meinungen nur im letzten Punkt auseinander.

    Dass es kleine klaren Favoriten gab, zeigt für mich auch, dass das Menü qualitativ auf einem sehr gleichmäßigen Level lag.
    Wenn es in einer großen Runde ganz klare Top-Favoriten gibt, dann liegt das - nach meiner Club-Erfahrung - nicht selten daran, dass dieses Gericht einfach eine Klasse besser gelungen ist, als die anderen. Verteilen sich die persönlichen Favoriten relativ gleichmäßig über das Menü, dann liegt das aus meiner Sicht meist daran, dass es nur wenige objektive Qualitätsunterschiede gibt und die persönlichen Vorliegen der Esser stärker "durchschlagen".

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  • fragolini
    antwortet
    Danle lieber Qwertz für diesen gewohnt präzisen und anschaulichen Bericht.


    Ein paar Anmerkungen von mir als Eränzung oder auch mal als kleiner Widerspruch.

    Das Restaurant schlägt das Hotel in jeder Beziehung um Längen. Die schöne alte Villa ist ein wirklich traumhafter Ort für ein Restaurant. Man kann wohl nur in wenigen Restaurants dieser Klasse schöner außen essen. Auch innen eine ganz wunderbarer Ort.

    Frau Feix ist eine ausgezeichnete Gastgeberin. Charmant, aufmerksam und voll natürlicher Freundlichkeit.


    Den Kaviar fand ich bei der Einstimmung sehr wichtig, da er genau diese salzige Note mitbrachte um die frische Gurkenkombination aufzupeppen.

    Der Wildlachs aus dem Pazifik schmeckte mir ganz ausgezeichnet. Ein ausgezeichnetes Grundprodukt wurde hier mit wenigen, aber akzentuierten Beilagen sehr feinfühlig unterstützt. Ein reduziertes, aber ausgewogenes Gericht, das mich sehr überzeugte.

    Der Waller war ein Musterexemplar dieses großen Fisches (17kg), der überhaupt nichts von der Muffigkeit hatte die diesem Fisch sonst gerne eigen ist.

    Das Pfaffenstück wurde von uns sehr unterschiedlich eingestuft. Mein Sohn fand den Gang einfach nur den besten des Abend. Mir war er fast einen Tick zu würzig. Ein spannender Gang, der eben kein reiner Gaumenschmeichler war, sondern Anlass zu einer spannenden Diskussion gab.


    Ein rundum gelungener Abend in einem Restaurant, das sich im sicheren 2* Bereich bewegt. Ich persönlich fand die Ausschläge nach oben oder unten sehr gering. Mein Sohn war da etwas anderer Meinung. Er fand einige Gänge extrem stark, andere etwas schwächer. Schön, wenn ein Restaurant neben Genuss auch für spannende Diskussionen sorgt.


    Gruß!
    JF

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  • QWERTZ
    antwortet
    Das Columbia Hotel in Bad Griesbach ist ein Hotel, dem Besucher wieder stark die Toscana-Liebe der Deutschen im Innendesign der 90er Jahre vor Augen führt. Aber die Region nennt sich ja auch die Toscana Bayerns. Das Hotel liegt an einem leichten Hang, so dass man vor allem aus den oberen Etagen einen wunderschönen Ausblick hat.

    Das Il Giardino ist allerdings in einer Villa beheimatet, die neben dem Hotel liegt. Diese war mal tatsächlich ein Wohnhaus. So hat das Restaurant auch einen gewissen Wohnzimmercharakter. Aber wir hatten ja einen extrem warmen Tag und so war für uns eine lange Tafel auf der Terrasse aufgebaut. Das war sehr angenehm, hatte aber in der Dämmerungsphase Auswirkungen auf die Qualität der Fotos...

    Die ersten kleinen Snacks bekamen wir im Stehen mit einem schönen My Wyn 2010 Sekt aus Südafrika. Zunächst gab es zwei Umsetzungen von Gurke, Sauerrahm und Kaviar. Die Varianten waren sehr erfrischend und spielten mit einer gewissen Kühle und Salzigkeit. Der Kaviar war eher sekundär.
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    Wunderbar fand ich die verschiedenen Süßkartoffelpommes. Die Aromatisierungen waren zwar teilweise recht dezent, im Vergleich zum kräftigen Kartoffelgeschmack. Aber die Pommes waren 1a frittiert und sehr aromatisch.
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    Dann gab es zwei kleine Tellerchen, eines mit Schweinebauch und ein zweites mit Artischocke. Auch hier war beides sehr lecker.

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    Zum Auftakt des Menüs gab es eine Kreation, die dem sommerlichen Wetter Rechnung trug und zugleich deutlich machte, worum es in der Küche von Denis Feix geht: klare, nämlich natürliche Aromen: Kräutergarten/ Himbeere / Ziegenfrischkäse. Sehr gut fand ich hier die Idee, eine Pinzette zu servieren, mit der man die Kräuter aus dem Glas holen und differenziert "zugreifen" konnte. Natürlich schmeckten die Kräuter, wie sie nun mal schmecken. Da lag wenig kompositorische Kunst drin, aber wie dezent hier der Ziegenfrischkäse zum Einsatz kam, hat mir besonders gut gefallen. Das zeigt, dass auch vermeintlich naturbelassenes durch die Auswahl der Pinzette, des Glases und die Menge des Frischkäses vom Koch gestaltet wird. Zu keinem Zeitpunkt war der Käse zu intensiv. Er war mehr wie eine Würze, wie Salz, wie eine Vinaigrette im normalen Salat. Logischerweise steuerten die Himbeeren vor allem kleine Säurespitzen bei. Neben der kurzzeitigen fruchtigen Wirkung der Beeren, half die Säure noch mehr, die Kräuter in den Vordergrund zu stellen. So einfach wirkend, aber trotzdem sicher mit kompositorischem Geschick exakt konstruiert, gefiel mir dieses Gericht sehr gut. Zusätzlich gab es auf einem zweiten kleinen Tellerchen ein Kräuterschwamm mit Frischkäse und Himbeere. Ich weiß nicht, was der Hauptgedanke für diesen Zusatz war. Sollte die Komposition nicht zu "einfach" erscheinen? Rein geschmacklich war dieser Zusatz nämlich deutlich weniger interessant, als der Salat im Glas. Von daher war für mich dieser kleine Happen eigentlich unbedeutend. Aber es setzte auch ein klares Ausrufezeichen, nämlich das Denis Feix zwar natürliche Aromen inszeniert, die handwerkliche Kunst aber dennoch nicht zugunsten eines vermeintlich modernen Purismus zurückfährt. Dazu ein frischer Wein, der aber nicht zu viel Säure hatte, um die Balance des Gangs nicht zu beeinträchtigen: der 2013er Grüner Veltliner trocken Federspiel - Kreutles vom Weingut Emmerich Knoll aus der Wachau.
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    Als nicht so gelungen empfand ich den zweiten Gang, Wildlachs / Pfifferlinge / Grüne Mandeln. Das in der Extra-Schale des Tellers liegende Röllchen vom Lachs war mir zu kräftig, salzig gebeizt, hier fehlte ein Puffer, wobei ich sagen muss dass ich das Röllchen allein gegessen habe und nicht mit dem Fisch auf dem übrigen Teller kombiniert habe (hätte man vielleicht machen sollen). Aber auch dort war mir die ganze Konstruktion zu trocken. Ich habe hier etwas, wie einen leichten Sud vermisst, dass die Intensität etwas abpuffert, denn auch die Mandeln hatten aufgrund ihres "grünen" Aromas im Mund noch eine leicht adstringierende Wirkung. Sehr schön war aber dafür, sowohl solo als auch in der Kombination, der 2009er Riesling trocken Kallmuth GG Coronilla vom Weingut Fürst Löwenstein aus Franken.

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    Waller, Erdapfel / Anis gefiel mir gleich, auch weil der Fisch gut gegart und fleischig in der Konsistenz war. Was sich als Aromenspiel auf der Zunge zeigte, war bemerkenswert. Die Anisnote, kam mal leicht, mal kräftig durch und wechselte sich ab, mit der cremigen Konsistenz, dass durch das Katroffelcreme und die Sauce entstand. Als Ergänzung gab es hier eine Art „Fischstäbchen“, wieder sehr gut gemacht, geschmacklich wie handwerklich. So war dieses Gericht einfach, gut und perfekt konstruiert. Dazu gab es einen Begleiter mit Substanz: 2013 Verdelho von Barco del Corneta aus dem Rueda.
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    Weiter ging es mit Huhn / Steinpilz / milder Knoblauch. Der Knoblauch war selber fermentiert, dadurch tatsächlich sehr mild und somit ganz dezent im Aroma. Die Pilze waren schon intensiver und fügten sich mit dem Huhn gut zusammen. Neben dem Fleisch gab es die getrocknete Haut. Bis hierhin war dies eine harmonische, präzise konstruierte, aber vielleicht etwas harmlose Kombination. An einigen Stellen gab es aber leine Yuzo-Säure-Elemente. Der Säure-Kick war durchaus wichtig, um etwas Spannung in das Gericht zu bringen. Ich bin mir aber nicht sicher, ob ich dies nun spannend und als interessanter Kontrast empfinden werden soll, oder aber als etwas zu gewollt auffällig war. Harmonischer wäre jedenfalls eine etwas dezentere Säure gewesen. Den 2012er Chardonnay von Ataraxia aus der Walker Bay fand ich passend, aber eher unauffällig.
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    Der Hauptgang, Tafelspitz / Sellerie / Brunnenkresse war bei dem hochsommerlichen Wetter sehr passend, denn das Brunnenkresseeis gab der Kombination eine schöne Leichtigkeit, gleichzeitig war die dezente Schärfe der Kresse schön präsent, aber in der Intensität gezügelt. Ebenso frisch war der Sellerie. Gekrönt wurde das Gericht durch einen intensiven, sehr guten Fond. Der 2011er Letizia, Merlot/Cabernet Sauvignon/Cabernet Franc, von der Villa Caviciana aus Lazio war der Wein dazu, der vor allem mit den frischen Bestandteilen des Gerichts gut zurecht kam.

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    Kirsche, Zucker / Limone war das erste Dessert. Es schmeckte dezent nach Kirsche und war für mich eher weniger prägnant. Dazu ein 2010er Moscato d´Asti,„Vigna Senza Nome“ von Braida aus dem Piemont.
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    Das „Freiland Ei“, Erdbeere / Sauerampfer war sehr schön und natürlich von der Optik her witzig. Die Erdbeere, obwohl relativ klein dimensioniert, war aber sehr präsent. Vom Sauerampfer kam natürlich eine leichte Säure und Frische auf die Zunge. Beides blieb präsent, auch nachdem ich das „Ei“ angeschlagen hatte. Die milchige Sauce machte den Geschmack aber natürlich wesentlich runder und harmonischer. Toll war der 2006er Riesling vom Weingut von Racknitz von der Nahe. Ein von der Mineralik geprägter Süßwein, der auch eine gewisse Kräutrigkeit hatte.
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    Mit einem süßen Abschluss endete der Abend im Il Giardino.
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    Es war ein überaus angenehmer, sommerlicher Genuss. Die Küche von Denis Feix überzeugt mit sehr natürlichen Aromen, die sehr unverfälscht wirken. Aber gleichzeitig setzt er sie handwerklich präzise in Szene. Der handwerkliche Aufwand und die Präzision kommen durch die Neben-Elemente mit zum Ausdruck. Dies ergibt teilweise eine gewisse Diskrepanz zwischen Optik und Geschmack. Der Geschmack wirkt etwas purer, als die Optik es vermuten lässt. Somit zeigt Denis Feix mir, dass es keine Experimente braucht, wie wir sie z.T. in Kopenhagen erlebten, um Natürlichkeit im Geschmack herauszuarbeiten.
    Wenn Bad Griesbach von Hamburg nicht so weit entfernt wäre, würde ich gerne das Il Giardino mal zu anderen Jahreszeiten erleben und feststellen, wie sich diese in den Gerichten widerspiegelen.

    Auf jeden Fall möchte ich allen Damen und Herren in der Küche und im Service danken, an dem heißen Tag war die Arbeit sicherlich nochmal doppelt so anstrengend wie sonst. Ich finde, es hat sich aber gelohnt.
    Zuletzt geändert von QWERTZ; 08.07.2015, 23:27.

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  • passepartout
    antwortet
    Zitat von merlan Beitrag anzeigen
    ...muss man das „sich verändernde Nachfrageverhalten der Gäste“ ernst nehmen, und nur wir paar Getreuen sind auf dem falschen Trip?
    Werter Merlan,

    man muss oder besser sollte das Nachfrageverhalten der Gäste durchaus sehr ernst nehmen, sofern man für solche und nicht sich selbst und oder "die Tester" und wenigen Nerds kocht. Wobei ich der Meinung bin, dass sich das Nachfrageverhalten in den vergangenen 15 Jahren bei weitem nicht so drastisch verändert hat wie das Angebotsverhalten vieler Gastronomen. Aber sicherlich ist es der einfachste Weg, den Gästen selbst die "Schuld" für ihr Ausbleiben zu geben.

    Einen wunderschönen, sonnigen Sonntagabend Ihnen allen

    Viele Grüße

    Passepartout

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  • merlan
    antwortet
    Danke für den Hinweis, werte Schink!

    Was ist denn nur bei Columbia los! Oder muss man das „sich verändernde Nachfrageverhalten der Gäste“ ernst nehmen, und nur wir paar Getreuen sind auf dem falschen Trip?

    Schönen Gruß, Merlan

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  • Schink
    antwortet
    Eine unschöne Entwicklung:

    http://gaultmillau.de/aktuelles/colu...-grosse-kueche

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  • QWERTZ
    antwortet
    Ja habt ihr alle meinen Aqua-Bericht vom Februar gelesen - ich war da auch das erste Mal mit Klettwurzel in Berührung gekommen...

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  • Jürgen3D
    antwortet
    Zitat von Mohnkalb Beitrag anzeigen
    Ich hatte übrigens von Klettenwurzel noch nie etwas gehört, inzwischen habe ich aber ergoogelt, dass sie gegen Haarausfall beliebt ist.
    So erging es mir gerade auch im Kai 3, schon interessant was man alles essen kann. Schön das es Köche gibt die solche Gemüse „ausgraben“.

    Gruß
    Jürgen

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  • Mohnkalb
    antwortet
    Lieber QWERTZ,
    genau wie Du schreibst, mir fehlte ein Wechsel zwischen kräftigeren und leichteren Gängen. Vielleicht hat mein Empfinden auch nicht zuletzt mit dem Salzgehalt zu tun. Vom ersten Happen an war hier der Salzstärkeregler voll aufgedreht, dazu kamen noch frittierte Elemente und solche mit Fernsehsnackcharakter... alles sehr lecker, aber irgendwann streckt meine Zunge dann doch alle Viere von sich.

    Ich glaube wie angedeutet, dass es sich hier um ein Phänomen handelt, das für eine bestimmte Gruppe von ehrgeizigen Häusern typisch ist. Es kommt mir vor, als wolle man - unbewusst wahrscheinlich - den Gast mit jedem Gang ein für alle Mal beeindrucken, ihn so richtig niederkochen (um mal mit einer alten Wendung von Frau Morchel zu sprechen). Und dazu geht man bei jedem Gang an die Würzgrenze. Dass es auf das gesamte Menü gesehen dann zuviel ist, kommt dabei vielleicht nicht so schnell in den Blick.

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