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Essigbrätlein - Nürnberg - ** / 18 GM - A. Köthe

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  • #76
    Zitat von Budi Beitrag anzeigen
    Den Von Winning Weißburgunder habe ich vor kurzem auf einer Verkostung probieren können. Ein toller Wein!
    Und desto trauriger und empörender ist der Diebstahl, von dem der von Schmackofatz oben verlinkte Artikel berichtet...

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    • #77
      Lieber Schmackofatz,

      Sie haben meine Neugierde geweckt. Mankos, wie selten wechselnde Gerichte, würden mich bei einem einmaligen Besuch sowieso nicht betreffen. Danke für Ihre Beschreibung. LG. Cynara.

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      • #78
        Meursault 1er Crux? Lustiger Verschreiber.

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        • #79
          Wir haben das Essigbrätlein in Nürnberg besucht. Die Fotos zum Bericht gibt es auf gourmoer.ch

          Bis zu minus 20 Grad hatte der Wetterbericht bis Ende der Woche angekündigt. Schon an diesem Dienstagabend war es in Nürnberg eiskalt. Uns so verwunderte es uns nicht, dass die Strassen in der Innenstadt fast ausgestorben waren. Die vereinzelten Menschen die mit eiligen Schritten durch die dunklen Strassen stampften waren alle in dicke Mäntel gehüllt.

          Zum Glück konnte unser Taxi bis fast vor die Eingangstür des Restaurants fahren. Der einheimische Fahrer fragte uns vorsichtshalber bereits auf der Fahrt ob wir einen Tisch reserviert hätten, denn das ‘Essigbrätlein’ sei nicht nur das beste Restaurant der Stadt sondern auch immer ausgebucht.

          Nach dem bezahlen der Taxifahrt liefen wir mit grossen Schritten Richtung ‘Essigbrätlein’ und wollten uns gleich ins warme Restaurant retten als wir bemerkten, dass dessen Tür verschlossen war. Hätte von drinnen nicht Licht auf die Strasse geschienen hätten wir geschockt an einen Irrtum geglaubt. Unser Blick viel auf eine Türklingel an der wir sogleich zogen. Ein leises aber bestimmtes Glöcklein war zu hören und bereits wenige Augenblicke später öffnete uns Anja Piott mit freundlichem Lächeln die Türe und gewährte uns Einlass. Nachdem man uns die Mäntel abnahm traten wir in das sehr (!) kleine aber dafür umso heimeliger und vor allem warme Restaurant.

          Wir freuten uns auf einen gemütlichen Abend mit spannenden Speisen von Deutschlands “Koch des Jahres 2012″ Andree Köthe welcher am Nebentisch bereits den ersten Gang des Menüs annoncierte. Gault-Millau Deutschland zeichnete Köthe und seinen Partner Yves Ollech vor wenigen Monaten mit dieser Auszeichnung für deren spannende Gewürz- und Gemüseküche aus.

          Eine Speisekarte gibt es hier nicht. Das ‘Essigbrätlein’ beschränkt sich auf ein 6 gängiges Menü aus dem die Gäste entscheiden können welche Gerichte sie daraus essen möchten. Zum Menü serviert man gerne korrespondierende Weine oder lässt aus der Weinkarte auswählen. Ungewohnt, auf dem Menü-Kärtchen fehlen sowohl die Preise für das Essen als auch für die Weinbegleitung.

          Mit einem ersten wunderbaren Tropfen Riesling aus der Saar erreichten uns auch schon das erste Häppchen welches ebenfalls vom Chef persönlich am Tisch vorgestellt wurde:


          Champignons mit gezuckerten Rosenblätter


          Der hauchdünn geschnittene Pilz sorgte für einen nachhaltigen Goût im Gaumen. Die Rosenblätter trugen subtil zum Gesamtgeschmack bei. Ein netter Auftakt.

          Zweierlei Rosenkohl mit Mandarine

          Der Rosenkohl war, einmal im Mund angekommen, extrem wuchtig und intensiv – toll. Für den Kontrast sollte der Mandarinen-Tupfer sorgen. Dieser war jedoch zu minimal portioniert und konnte sich deshalb geschmacklich gegen den Rosenkohl nicht richtig behaupten.

          Gedämpftes Brot mit Selleriecreme / Senfkrautblatt und gebeiztes Eigelb

          Von der spannenden Ankündigung konnte sich nur die Hälfte der Aromen in Szene setzen. Dennoch ein sehr harmonischer und überzeugender Happen.

          Die drei Häppchen bildeten einen schönen Auftakt. Leider wurden diese jeweils separat, innerhalb von 3 Minuten, serviert. Man hatte den ersten Happen noch nicht einmal runter geschluckt da wurde auch schon der Nächste an den Tisch gebracht. Hier würde es sich klar empfehlen die Häppchen als Trilogie aufzutragen damit der Gast diese in aller Ruhe geniessen kann.

          Apropos Ruhe, mit dieser war es nach diesem ersten Auftakt vorbei. Denn als würde man mit einem Presslufthammer ein Streichkonzert besuchen, trat eine grosse Gruppe Engländer und Asiaten ins Kleinod und zerstörte die gemütliche Stimmung. Die Geschäftsleute begrüssten sich im engen Gang sogar dann noch, als der Service seine Speisen an einen Tisch bringen wollte. Es war Spielwarenmesse in Nürnberg und an so einem Event gibt es natürlich Lieferanten die ihre Kunden unbedingt in das “besten Restaurant der Stadt” einladen wollen. Unglücklicherweise war das die Sorte von Gästen welche sowohl Häppchen als auch Friandises unangetastet auf dem Tisch stehen liessen.
          Wir nahmen einen weiteren Schluck vom tollen Weisswein und versuchten die Unruhestifter akustisch auszublenden. Da kam uns das Brot sehr gelegen.

          Karottenbrot mit Bohnenbutter

          Das Brot war sehr frisch die Karotten waren jedoch nur optisch auszumachen. Spannend war dafür die Bohnenbutter welche sehr gut umgesetzt war. Man schmeckte sowohl die Butter als auch das grüne Gemüse - toll.

          Da es neben den Häppchen kein Amuse Bouche gab, starteten wir gleich mit dem ersten Gang:

          Wildsaibling mit Rettich und Quitte

          Der Saibling war leicht gegart, sehr gut gewürzt und hatte ein absolut tolles Geschmacksbild welches uns irgendwie an Sushi erinnerte. Das süsse Quittenchutney passte ebenfalls sehr gut zum wunderbaren Fisch. Der Rettich war sehr gut zubereitet, jedoch (absichtlich) kalt und masslos überdimensioniert – so konnte keine Symbiose mit dem Fisch entstehen. Desshalb assen wir den Rettich nach dem ersten Versuch getrennt vom Saibling – so konnte der Fisch sein tolles Aroma richtig entfalten. Trotzdem sehr schade wenn man sieht, dass man mit nur leichten Optimierungen, ein erstes Highlight hätte servieren können.

          Rotkohl mit Basilikum

          Beim nächsten Gericht diente als Basis ein sehr gut zubereiter Kartoffelstock-Tupfer. Darauf wurden Ringe vom rohen Rotkohl sowie ein paar Blätter Basilikum aufgestapelt. Das Ganze lag in einem See aus Joghurt und Basilikumöl. Ein feiner aber auch sehr eindimensionaler Gang der uns nicht zu begeistern vermochte. Er war zwar optisch sehr schön angerichtet aber geschmacklich zu belanglos. Wir mögen sowohl Basilikum als auch Rotkohl doch es reicht nicht diese beiden Zutaten in roher Form auf den Teller zu legen um zu begeistern. Da konnte auch die charakterlose Joghurtsauce nichts retten.

          Zander mit Brokkoli

          Kaum stand der Teller auf dem Tisch, stieg auch schon der aufregende Duft von Mandeln in die Nase und liess die Sinne jubilieren. Die Sauce war auch im Gaumen absolut Spitze auch wenn sie den schön zubereiteten Fisch etwas zu stark dominierte und dieser somit seinen Eigengeschmack nicht ganz zur Geltung bringen konnte.

          Der Haufen Brokkoli-Carpaccio war reich an Aroma – richtig genial war aber das Püre darunter. Es war super abgeschmeckt, geschmacksintensiv und absolut süchtig machend – genial. Da hätte man sich den hellgrünen Traubengelee getrost sparen können. Dieser war nämlich nur glitschig und schmeckte nach Nichts.

          Grünkohl mit Meerrettich

          Das ominöse Gelée hatte auch im nächsten Gericht seinen Aufritt. Diesmal in weisser Form und mit Meerrettich Aroma – so stellte man es uns zumindest vor, denn auch hier musste man viel Fantasie haben um das wirklich zu schmecken. Der Grünkohl war sehr frisch und knackig und hatte vor allem in Verbindung mit der darunter liegenden Grünkohlcreme einen intensiven Geschmack. Während die Fenchel- und Apfel-Stückchen zum Geschmacksbild nichts beitragen konnten, begeisterten uns die tollen Brotcroutons welche zuvor in Randensaft eingelegt waren. Dennoch, im Ganzen blieb dieses vegetarische Gericht hinter unseren Erwartungen zurück.

          Reh mit Petersilienwurzel

          Bereits der Duft in der Nase liess geniales erahnen. Zuerst probierten wir das äusserst zarte Stück vom bayrischen Reh. Dieses wurde mit Anis gebraten und hatte eine richtig geniale Glassur! Dazu gab es Dreierlei von der Petersilienwurzel: Während das Mus leider total misslang (schmeckte lediglich nach Crème fraîche), gefielen uns die gebratene Version und vor allem die gehoblte Variante – denn diese wurde vom Küchenteam mit weissem Mohn verfeinert und bereicherte das Menü um ein weiteres Highlight. Solche klaren Aromen hatten wir an diesem Abend in allen Gerichten erwartet.

          Im ‘Essigbrätlein’ gibt es weder Käse noch Pré-Dessert, deshalb ging es anschliessend zum Hauptdessert:

          Zitrat-Zitrone mit Bananeneis

          Das Dessert war fein aber weit davon entfernt uns nochmals zu begeistern. Die Kombination zwischen dem Bananeneis und den eingelegten Zitronenstückchen harmonierten überhaupt nicht. Dazu kam, dass die Zitrone auf einem Vollmilschokoladenboden lag welcher weich und brüchig wurde und mit seinem Eigengeschmack nicht gegen die intensiven Zitronenstückchen ankahm. Wie schon der Rotkohl-Basilikum-Gang liess uns auch dieser Teller etwas ratlos zurück.

          Friandises

          Das wahre Desserthighlight wurde zum Kaffee serviert: Fünf verschiedene Schokoladen hergestellt aus Valrhona Couverturen. Geschmacklich am gewagtesten war die Variante mit der Kaffir-Füllung – doch das Wagnis hat sich gelohnt, wir waren begeistert. Auch die Schokolade mit den Kernen freien Trauben und die mit Himbeeren waren überzeugend. Ebenfalls toll die weisse Schokolade mit einem Hauch von Kubeben-Pfeffer. Das Highlight war aber klar die Schokolade mit der karamelisierten Nussmischung – absolute Spitze!


          Fazit:
          Die ersten zehn Minuten im ‘Essigbrätlein’ waren paradisisch – ruhig und sehr gemütlich. Dies änderte sich aprupt nach dem die grosse Gruppe das kleine Restaurant regelrecht gestürmt hatte. Nun war es viel zu laut und auch der Service wirkte etwas gestresst. Den Eindruck wurde dann später durch den Somelier Ivan Jakir bestätigt in dem er uns offen sagte, dass diese Leute die ganze Stimmung kaputt machen würden. Da hatte er zwar Recht, doch die Schuld auf die Gruppe zu schieben wäre etwas gar kurz gegriffen. Schlussendlich darf man in einem Restaurant, dass gerade einmal 22 Gästen Platz bietet, keine Reservation für eine 10er Gruppe annehmen. Und falls doch, müsste man fairerweise alle anderen Gäste vorab über diese grosse Gruppe informieren. Uns taten jedenfalls alle Pärchen leid die sich auf einen gemütlichen Abend freuten und dann eher eine Bierzelt-Stimmung ertragen mussten.

          Zum Glück erlebten wir diesen Umstand in einem Restaurant in dem die Küche auf hohem Niveau arbeitet und wir somit dank besonderen Gerichten in eine andere Welt eintauchen und den Lärmpegel um uns herum vergessen konnten. Von diesen besonderen Gerichte gab es ein paar: Der Saibling, der Zander, das Reh aber auch die Friandises.

          Es gab aber auch Gänge die zwar im Ansatz gefielen, welche uns aber nicht ins schwärmen bringen konnten. Wir denken da vor allem an das unspektakuläre, ja sogar banale Rotkraut Gericht, aber auch an den nicht stimmigen Grünkohlsalat und an das unharmonische Dessert. Diese Gerichte wirkten unbalanciert und unfertig. Versucht das Team um Andree Köthe krampfhaft seinem Ruf, sehr originell zu sein, gerecht zu werden? Diese Frage stellten wir uns aber auch bei gewissen Elementen bei sonst überzeugenden Gerichten. Zum Beispiel beim grünen Trauben-Gelée auf dem Broccoli Gericht aber auch bei der Petersilienwurzelcème beim Hauptgang. Uns erschloss es sich nicht weshalb man auf solche Elemente nicht komplett verzichtet.

          Das ‘Essigbrätlein ist ein sehr charmantes und sehr intimes Restaurant mitten in Nürnberg. Wir hatten kulinarisch einen sehr schönen Abend obwohl wir uns mehr Gerichte auf dem Niveau des Hauptganges erhofft hatten. In einem 2 Sterne / 18 Punkten Haus erwarten wir ein durchgängig hohes Level auf dem man uns von Beginn weg begeistert. Gerade im Vergleich zu den beiden letzten Restaurantbesuchen im ‘Adelboden‘ und ‘Stucki‘ ist es für uns unklar weshalb sich das ‘Essigbrätlein’ mit dieser hohen Auszeichnung schmücken darf – bei unserem Besuch war das Essen zwar sehr toll, aber nicht auf dem erwarteten, ganz hohen Niveau.
          Zuletzt geändert von Screamer; 06.03.2012, 20:54.

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          • #80
            Vielen Dank für Ihren präzisen Bericht, werter Screamer!

            Schade, dass Sie einen so ungünstigen, da lauten Abend für Ihren Besuch erwischt haben. Das Essigbrätlein ist im Grunde ein Wohnzimmer, und wenn da eine Gruppe von zehn ausgelassenen Zechern die Flasche kreisen lässt, ist an ein besinnliches Dinner mit gedämpften Stimmen natürlich nicht mehr zu denken. Ich verstehe Ihren Bericht so, dass Ihnen die laute Atmosphäre leider auch ein wenig den Genuss verhagelt hat.

            Zitat von Screamer Beitrag anzeigen
            Der Rettich war sehr gut zubereitet, jedoch (absichtlich) kalt und masslos überdimensioniert – so konnte keine Symbiose mit dem [Saibling] entstehen. .../ Die Sauce war auch im Gaumen absolut Spitze auch wenn sie den schön zubereiteten [Zander] etwas zu stark dominierte und dieser somit seinen Eigengeschmack nicht ganz zur Geltung bringen konnte.
            Zu diesen beiden Fischgerichten, die ich in jüngster Zeit auch zwei Mal gegessen habe (zuletzt vor wenigen Tagen), vielleicht noch eine kleine Anmerkung. Ob hier die Beilage bzw. die Sauce den Fisch zu stark dominiert, was man durchaus so sehen könnte, scheint mir allerdings auch eine Frage der Perspektive zu sein. Je öfter ich das Essigbrätlein besuche, desto klarer wird mir, mit welchen Mitteln der Küchenstil subtil auf Verweigerung gebürstet ist. Der Rettich-Saibling ist in meinen Augen ein typischer Fall, bei dem sich das vermeintliche Beiwerk, also hier der Rettich, anmaßt, das Hauptprodukt sozusagen ein wenig zu pieksen. Mal gelingt das wunderbar, mal nicht so. (Ich fand's hier eigentlich ganz schön.)

            Hatten Sie eigentlich die Weinbegleitung? Sie ist von Herrn Jakir ist in der Regel sehr gut abgestimmt.

            Grüße, mk

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            • #81
              Natürlich war die Stille schöner als das laute Gerede, wir konzentrierten uns aber klar aufs Essen und störten uns nicht daran. Wie geschrieben taten uns aber die verliebten Paare leid, deshalb auch die Kritik ans Reservationsteam die eine solche Gruppe aufnehmen - eigentlich steht ja dafür ein Zimmer im oberen Stock zur Verfügung doch dieser ware besetzt.

              Ich weiss nicht ob der Rettich immer so dick portioniert ist (auf dem Bild erkennbar) - bei unserer Version wurde der Fisch extrem erdrückt. Aber wie geschrieben, hätte man den Rettich dünner aufgeschnitten hätte es super gepasst.

              Richtig, die Weinbegleitung war sehr toll!!

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              • #82
                Werter Screamer,

                vielen Dank für Ihren Bericht, der mich zugegebenermaßen auch überrascht hat. Keine Rote Bete, keine Bohnenbutter, keine "Zigarre" als Amuse. Es scheint, wie wenn man da nach jahrelanger Optimierung des Status Quo's plötzlich doch - innerhalb des Konzepts - neue Wege geht. Das erklärt mir auch die teilweise unausgereiften Gänge, wenn ich Ihre Meinung jetzt einfach mal verkürzt darstellen darf. Aber irgendwie klingt das für mich auch spannend. Völlig neue Gerichte. Ich glaub, ich muss wieder mal hin ;-)

                M.

                PS: Über das Ambiente wurden ja schon viel Worte verloren. Legendär für mich, als am Nebentisch eine Geliebte ihrem Lover ihre Situation erklärt hat. Hat ja auch einen Unterhaltungswert ;-)

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                • #83
                  Zitat von Morchel Beitrag anzeigen
                  Bericht, der mich zugegebenermaßen auch überrascht hat. Keine Rote Bete, keine Bohnenbutter, keine "Zigarre" als Amuse. Es scheint, wie wenn man da nach jahrelanger Optimierung des Status Quo's plötzlich doch - innerhalb des Konzepts - neue Wege geht. Das erklärt mir auch die teilweise unausgereiften Gänge, wenn ich Ihre Meinung jetzt einfach mal verkürzt darstellen darf. Aber irgendwie klingt das für mich auch spannend. Völlig neue Gerichte. Ich glaub, ich muss wieder mal hin ;-)
                  Na ja, werte Morchel, ganz so rosig sieht's dann vielleicht doch nicht aus - vergangene Woche gab es jedenfalls rote Bete, wenn auch in einem neuen Gericht mit Kirsche. Und natürlich gab es auch Bohnenbutter und Karottenbrot. Nur die Zigarre, die ist tatsächlich weg. Unausgereift waren die Gänge allerdings auch nicht - im Gegenteil, ich wage sogar die Behauptung, dass ich im Essigbrätlein noch nie besser gegessen habe als bei meinem letzten Besuch.

                  Grüße, Mohnkalb

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                  • #84
                    Zitat von Morchel Beitrag anzeigen
                    PS: Über das Ambiente wurden ja schon viel Worte verloren. Legendär für mich, als am Nebentisch eine Geliebte ihrem Lover ihre Situation erklärt hat. Hat ja auch einen Unterhaltungswert ;-)
                    Ja, ja, da hat man schon so manches – selbstredend unfreiwillig – belauscht... Aber Screamer und seine MitgenießerInnen tun mir trotzdem Leid, denn einfallende Horden wie die von ihm beschriebenen wären mir ein Graus! Man will's ja dann doch gediegener und keine Situation, in der man akustisch etwas ausblenden muss, wie eben hier der Fall.

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                    • #85
                      Zitat von Mohnkalb Beitrag anzeigen
                      vergangene Woche gab es jedenfalls rote Bete, wenn auch in einem neuen Gericht mit Kirsche. Und natürlich gab es auch Bohnenbutter und Karottenbrot. Nur die Zigarre, die ist tatsächlich weg.
                      Ups, danke für die Klarstellung. Dann mal schaun. Rote Bete mit Kirsche, aha. Hauptsache, der Kümmelkaramell ist weg, und die mundverbrennende Zigarre ;-)

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                      • #86
                        @ Morchel Vielen Dank für den Hinweis mit der Bohnenbutter - dieser Teil inkl. Bild ist wirklich vergessen gegangen. Der Bericht wurde jetzt aber aktualisiert.

                        @ Tobler Vor allem wenn man allein für das Essen pro Person 116 € bezahlt darf man etwas Ruhe verlangen. Es kann immer störende Gäste geben, aber mit der Annahme der 10er Gruppe ist das irgendwie schon vorprogrammiert. Aber ich nehme an, dass dies eine Ausnahme war - dem Service war es jedenfalls auch unangenehm.

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                        • #87
                          Es soll ja auch Gruppen geben, die sich zu benehmen wissen...

                          Kommentar


                          • #88
                            Ich seh schon, ich muss mich zeitnah opfern. :heulen:


                            PS: Alles im Dienste des Forums. Und jetzt off.

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                            • #89
                              "Schlussendlich darf man in einem Restaurant, das(s) gerade einmal 22 Gästen Platz bietet, keine Reservation für eine 10er Gruppe annehmen"
                              Dieser Sreamer'schen Grundlegung zur Metaphysik der Sitten kann und will ich mich nicht anschließen. Wie oft haben wir, zugegebenermaßen häufiger in Frankreich oder Italien als hierzulande, erlebt, daß sich an - gelegentlich auch rasch zusammengeschobenen - Nachbartischen Großfamilien oder auch fröhliche Runden niedergelassen hatten... und, sofern wir dadurch nicht durch den Service vernachlässigt wurden, nie haben wir das als Belästigung empfunden. Aufschneiderische Redensarten, mit mehr als notwendiger Lautstärke geführt, dies aber meist an 4er Tischen, ja, das kann mich quälen; herablassender Umgang mit verunsicherten Servicekräften, da könnt' ich zum Bakunin werden.
                              s.
                              PS: war das Grüne zum gebeizten Eigelb tatsächlich Senf, oder womöglich doch Spinat?
                              Zuletzt geändert von Schlaraffenland; 06.03.2012, 21:46.

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                              • #90
                                Zitat von Schlaraffenland Beitrag anzeigen
                                nie haben wir das als Belästigung empfunden.
                                d'accord - auch herumlaufende Kinder, Senioren mit Pappnasen, schreiende Babys und schlafende Hunde finde ich im Restaurant völlig in Ordnung. Denn der Tobler'sche Maxime,

                                Zitat von Tobler Beitrag anzeigen
                                Man will's ja dann doch gediegener
                                kann ich mich eigentlich nicht anschließen. Und Ihre -im Anbetracht der ausgemalten Umstände durchaus angebrachte- Anarcho-Nummer, werter Schlaraffe, die würde ich bestimmt auch genießen!

                                Grüße, mk

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