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Tantris **, München

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  • Zeitblom
    antwortet
    Zitat von chess Beitrag anzeigen
    @Zeitblom:
    na, steht aber groß drin
    Herzlichen Dank für diese gelungene Erklärung, die die Diskussion sehr voranbringt. Wäre es evtl. möglich, die Aussage, auf die Sie sich beziehen zu zitieren?

    Daran könnten Sie dann auch Ihre Aussage, dass die"Weinbegleitung abends deutlich mehr Sinn [macht]" erklären. Ich verstehe die Aussage immer noch nicht.

    Zitat von chess Beitrag anzeigen
    Der Rest Ihrer Fragen überfordert mich
    KG
    Chess
    womit wir das Gerücht, Herr Haas wäre Mittags selterner da am besten gleich wieder vergessen.

    Zeitblom

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  • chess
    antwortet
    Zitat von Zeitblom Beitrag anzeigen
    abgesehen davon, dass ich diese Andeutung nicht finde, verstehe ich den Sinn dieser Aussage nicht. Falls dies eine allgmeingültige Aussage ist: bekommt man z.B. im Vendome abends bessere Weine als Mittags wenn man jeweils dasselbe Menue bestellt?



    ist dies ein Gerücht oder eine Tatsache? Falls letzteres der Fall ist: hat es nachgewiesene Auswirkungen auf die Qualität der Küche?
    @Zeitblom:
    na, steht aber groß drin
    Der Rest Ihrer Fragen überfordert mich
    KG
    Chess

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  • Zeitblom
    antwortet
    Zitat von chess Beitrag anzeigen
    was richtig ist, wie aber auch Budi schon andeutete, macht die Weinbegleitung abends deutlich mehr Sinn
    abgesehen davon, dass ich diese Andeutung nicht finde, verstehe ich den Sinn dieser Aussage nicht. Falls dies eine allgmeingültige Aussage ist: bekommt man z.B. im Vendome abends bessere Weine als Mittags wenn man jeweils dasselbe Menue bestellt?

    Zitat von chess Beitrag anzeigen
    und Hans Haas ist mit noch größerer Wahrscheinlichkeit selbst in der Küche!
    ist dies ein Gerücht oder eine Tatsache? Falls letzteres der Fall ist: hat es nachgewiesene Auswirkungen auf die Qualität der Küche?

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  • chess
    antwortet
    Zitat von Zeitblom Beitrag anzeigen
    Das man aber auch _Mittags_ essen kann ...
    was richtig ist, wie aber auch Budi schon andeutete, macht die Weinbegleitung abends deutlich mehr Sinn und Hans Haas ist mit noch größerer Wahrscheinlichkeit selbst in der Küche!

    KG
    Chess

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  • Zeitblom
    antwortet
    Zitat von chess Beitrag anzeigen
    Das fair kalkulierte Samstagmittagsmenü ist sicherlich für einen ersten Eindruck sehr gut geeignet. Richtig bewerten kann man die Küche aber wohl erst bei einem großen Abendmenü!
    Das man aber auch _Mittags_ essen kann ...

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  • chess
    antwortet
    @Budi: danke für den schönen Bericht!

    Das fair kalkulierte Samstagmittagsmenü ist sicherlich für einen ersten Eindruck sehr gut geeignet. Richtig bewerten kann man die Küche aber wohl erst bei einem großen Abendmenü! Gilt natürlich auch für die Weinauswahl und -beratung.

    Sicherlich werden Sie sich nach diesen ersten sehr guten Eindrücken auch noch daran wagen

    KG
    Chess

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  • Zeitblom
    antwortet
    Zitat von ossobuco Beitrag anzeigen
    Kann ich im Tantris davon ausgehen, dass ich beim Samstags-Lunch Speisen von gleicher Qualität wie beispielsweise beim Abendmenü bekomme.
    Bin mir nämlich noch immer nicht ganz sicher ob ich reservieren soll.
    Grüße
    ossobuco
    Sowohl die Idee als auch das Preis-Leistungsverhältnis gefällt mir beim Samstag-Mittags-Lunch im Tantris sehr gut. Mein letzter Besuch im Tantris einem Samstag Nachmittag liegt schon eine Weile zurück.

    Ich hatte mich gegen das Samstags-Mittags Lunch und für ein aus meiner Sicht interessanteres (aber natürlich auch teureres) Menue entschieden, das ebenfalls zur Auswahl stand. Letzendlich ist es weniger eine Frage der Qualität (auch "einfache" Gerichte wie Ravioli können etwas wunderbares sein) sondern ob Ihnen die konkrete Auswahl der Gerichte gefällt.

    Zeitblom

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  • Budi
    antwortet
    Danke!

    Bezüglich den anderen Menüs:

    Man kann natürlich ALC bestellen - es gibt aber noch das Große Samstagmenü zu 100€, jedoch ohne Wein.

    Es besteht aus 5 oder 6 (?) Gängen, wobei man bei fast jedem Gang eine Alternative angeboten bekam.

    Das Menü wird sehr sicher wechseln. Auf der Tantris Seite steht, dass täglich die Gerichte wechseln - im Internet stand sogar irgendwo von 2 verschiedenen Karten pro Tag!

    Eventuell werde ich ja wie berichtet noch einmal in der letzten Maiwoche Samstag mittag einkehren.
    Das ist nun aber leider nicht mehr ganz sicher, da es von meiner begleitung abhängt.

    Ich kann Ihnen aber nur zum Besuch gratulieren. Wenn ich es noch einmal überdenke, dann war das Tantris wirklich sehr schön.
    Ich kann mir jetzt jedenfalls gut vorstellen, wie sich das Restaurant seit Jahren auf diesem Niveau mit unvergleichbarem "Kultstatus" halten kann.


    edit:

    Ok, le_mink bestätigt es.
    Ich habe auch fast ausschließlich das Mittagsmenü an anderen Tischen gesehen.
    Ein kleiner Tip noch:

    Verzichten sie auf Champagner und Co als Aperitif - wir vier hatten alle genügend mit den im Menü enthaltenen Weinen um solch frühe Zeit zu "kämpfen"...
    Zuletzt geändert von Budi; 09.05.2010, 23:36.

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  • le_mink
    Ein Gast antwortete
    Zitat von ossobuco Beitrag anzeigen
    Nur eine Frage noch, wird neben dem Samstagsmenü auch noch ein anderes Menü zu Mittag angeboten?
    Man kann auch mittags à la carte bzw. "das Große" wählen, wenn ich mich recht erinnere. Macht aber niemand...

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  • merlan
    antwortet
    @Budi & ossobuco: Sie beide machen mir mit Ihrer Begeisterungsfähigkeit richtig Spaß! Das ist herzerfrischender als so manch übersteigerte Lobhudelei!

    Ich hoffe, dass wir noch viel Positives von unseren Youngstern hören! :cheers:

    Beste Grüße, Merlan

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  • ossobuco
    antwortet
    Danke für den Bericht und die Bilder. Sie haben mit dazu beigetragen, dass ich mir jetzt sicher einen Tisch für ende Mai reserviere. Das Menü klingt auch so als wäre es ganz nach meinem Geschmack, doch trotzdem hoffe ich dass es sich bis zu meinem Besuch ändert. Ich habe es lieber wenn ich überrascht werde.
    Nur eine Frage noch, wird neben dem Samstagsmenü auch noch ein anderes Menü zu Mittag angeboten?
    Grüße
    ossobuco

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  • Budi
    antwortet
    Hier nun mein Bericht zum Tantrisbesuch:

    Das Restaurant:


    Besucht habe ich das Restaurant im Mai, an einem Samstag-mittag. Folglich habe ich das äußerst empfehlenswerte Samstagmittag-Menü genommen.
    Hierzu gehören 4 Gänge, sowie Weißwein, Rotwein und Dessertwein zu 115€.

    Hier wurde schon viel erwähnt - z.b. die handgeschriebene Karte von Hans Haas usw., des Weiteren sollte das Restaurant, seine Geschichte usw. ohnehin bekannt sein.

    Ich möchte auch eher kurz auf den Besuch eingehen:

    Als erstes hat mir das Ambiente absolut gefallen. Ich war total begeistert vom Design und diese ewige Moderne, die das Restaurant seit Jahren ausstrahlt.
    Selbst wenn das Essen hier nicht mehr so gut bleibt, wie es momentan ist, kann ich mir vorstellen hier öfters essen zu gehen - das Ambiente lädt einfach zum langen Verweilen ein.
    Service war klasse und ohnehin merkt man, dass das Tantris schon seit längerem eingespielt ist. Hier klappt alles von der Reservierung bis zur Bezahlung problemlos.

    Ambiente:


    Weinraum:




    Nun zum Essen:

    Als erstes wurde uns ein Amuse Bouche gereicht - ich meine es war Schwertfisch, dazu Gurken usw.
    Ich muss sagen, es war wirklich lecker, schön kross und innen zart wie Butter, jedoch haben solche Gerichte in der Sterngastronomie einen leichten Beigeschmack:
    Man assoziiert automatisch Fischstäbchen mit dem Duft und Geschmack -egal wie gut das Produkt zubereitet sein mag.
    Nichtsdestotrotz ein zufriedenstellender Gruß aus der Küche.

    Amuse Bouche:



    Der erste Gang war eine "Roh marinierte gelbschwanzmakrele mit eingelegtem Frühlingsradi und Sesammarinade".
    Dazu gab es einen 2006er Burgunder Domaine Pavellot, Sauvigny-Les-Beaume.
    Der Wein klasse, das Gericht klasse.
    Ein äußerst leichter, erfrischender Gang und in Verbindung mit dem Wein ein höchst gelungener Einstieg.
    Zudem muss man sagen, dass die Portion Gelbschwanzmakrele reichlich war.

    Vorspeise:


    Darauf folgte dann der "Glattbutt mit Hummer und Ravioli in Artischocken Auberginensud".
    Tja, was soll ich sagen?
    Ein üppiges Stück Glattbutt, himmlisch zart in einem Sud der für Speichelfluss ohne Ende sorgte. Dieses Gericht war wirklich köstlich. Ravioli sehr schmackhaft, der Hummer mit seiner dezenten Süße als Kontrast zum Sud.

    Zwischengang:


    Dann wurde der Hauptgang gereicht - welcher während meine Begleitung die tolle Toilette bewunderte, warm gehalten wurde ( wir waren zu 4.).
    Dieser Gang war für mich noch eine leichte Steigerung zum ohnehin superben Gang davor:
    Médaillon vom Maibock mit frischen Morcheln, Spitzkraut und Topfenspätzle.
    Das Fleisch war derart köstlich. So zart und saftig. Das war das erste Mal, dass ich überlegte einen Gang sofort nachzubestellen.
    Mit dem Rotwein, welcher ziemlich heftig einschlug (Durch das Nachgießen verliert man sehr schnell den Überblick) ein Spitzengang für mich, da ich deftiges einfach am liebsten habe.
    Einziges Manko:
    Die Menge der Spätzle, welche vom ganzen Tisch bemängelt wurde.
    Das war äußerst schade, da der Gang für mich sont das Higlight dargestellt hätte.

    Hauptgang:


    Der Rotwein:


    Das Dessert aus Erdbeeren und Waldmeister mit Sauerrahmsoufflé unterstrich nochmals das Talent der Küche.
    Das Soufflé war endlich mal ein Soufflé und keine zähe Pampe, wie man sie oft serviert bekommt.
    Ein Hauch von nichts und trotzdem intensiv.
    Das Waldmeistereis fand ich sehr interessant in Verbindung mit den Erdbeeren. Lediglich die "Zuckergarnitur" war etwas überflüssig. Trotzdem nichts schlimmes. Das Dessert war sehr gut und auf 2-Sterneniveau.
    Dazu gab es einen süffigen Moscato d'Asti aus 2009 aus dem Piemont von Braida di Giacomo Bologna.
    Leider wurde hier nicht mehr nachgeschenkt...

    Dessert:


    Dann der obligatorische Espresso. Ich muss sagen, das war der beste Espresso - noch besser und stärker als der bei H.Wohlfahrt.
    Und ich muss zugeben, dass selbst die Petit Fours einen Tick ansprechender waren als bei Wohlfahrt.
    Kann aber auch daran liegen, dass diese hier eher cremig und feucht waren - bei Wohlfahrt eher klassischere, härtere Pralinés.

    Petit Fours zum Espresso:




    Insgesamt fällt mir keine bessere Möglichkeit ein, einen Samstagmittag schöner zu verbringen.
    Trotzdem ist die Küche im Tantris eher solide. Man wird hier jedenfalls nie enttäuscht aber auch eher weniger überrascht.
    Das Essen war in sich stimmig, die Zutaten spitze. Jedoch fehlt etwas dieses reifere wie z.b. H.Wohlfahrt es hat. Hier sind die Gerichte durchdachter, ausgeklügelter, raffinierter.
    Der Besuch war wir ich es mir vorgestellt habe und seine 2-Sterne wert.

    Für mich ist das Tantris vor allem ein Gesamterlebnis.
    Zuletzt geändert von Budi; 09.05.2010, 14:01.

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  • Budi
    antwortet
    So, komme gerade aus München. Die Tage folgt der Bericht.

    Auch wenn es mein erster Besuch im Tantris war - so möchte ich doch behaupten, dass am Samstag-Mittagmenü nicht qualitativ eingespart wird.
    So weit ich es beurteilen kann, lohnt sich dieses Menü wirklich sehr. Sollte es abends besser sein, ists mir auch egal - das Menü zu dem Preis ist immer empfehlenswert.

    Wie gesagt, der Bericht folgt.:cheers:

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  • ossobuco
    antwortet
    Eine Frage hätte ich auch, und zwar wurde mir ja vom Mittagasmenü im Fischers Fritz eher abgeraten, da dies wohl wohl keine wirkliche **-Küche ist.
    Kann ich im Tantris davon ausgehen, dass ich beim Samstags-Lunch Speisen von gleicher Qualität wie beispielsweise beim Abendmenü bekomme.
    Bin mir nämlich noch immer nicht ganz sicher ob ich reservieren soll.
    Grüße
    ossobuco

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  • fragolini
    antwortet
    Ich kann mir nicht vorstellen, dass es im Tantris im 3 Wochenabstand das selbe Menü gibt. Einige Gäste kommen ja reglemäßig an den Samstagen.
    Aber ein kurzer Hinweis ist doch nie verkehrt.


    Gruß!

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