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Tantris **, München

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  • Nun ja, werter S.: Die Qualität der Gemüse war durchweg sehr gut. Zudem waren eigentlich alle Zutaten der Gerichte, soweit nötig, ganz vorbildlich auf den Punkt gegart. Weine ordentlich, aber nicht mehr:
    Silvaner von Stahl, Franken 2011 "Best of".
    2008 Cotes de Castillon, Clos Puy Arnaud
    Vin de Bugey, Cerdon Rosé Demi Sec, Dom. Philippe Bottex, Savoie (tolle rote Farbe!)

    Grüße, mk

    Und, indeed, Herr Leone spricht fließend Deutsch - und zwar in hohem Tempo! Jedenfalls in unseren Gesprächen, die sich natürlich ums Thema Wein drehten.

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    • Zitat von Mohnkalb Beitrag anzeigen
      Nun ja, werter S.: Die Qualität der Gemüse war durchweg sehr gut. Zudem waren eigentlich alle Zutaten der Gerichte, soweit nötig, ganz vorbildlich auf den Punkt gegart. Weine ordentlich, aber nicht mehr:
      Silvaner von Stahl, Franken 2011 "Best of".
      2008 Cotes de Castillon, Clos Puy Arnaud
      Vin de Bugey, Cerdon Rosé Demi Sec, Dom. Philippe Bottex, Savoie (tolle rote Farbe!)

      Grüße, mk

      Und, indeed, Herr Leone spricht fließend Deutsch - und zwar in hohem Tempo! Jedenfalls in unseren Gesprächen, die sich natürlich ums Thema Wein drehten.

      Ich darf vielleicht noch zur Leber ergänzen:

      2004er Riesling Grand Cru Schlossberg Cuvée Sainte Catherine, Domaine Weinbach, Elsass
      bzw.
      1999er Riesling Süssenberg, Weingut Nikolaihof, Wachau

      Und zu Herrn Leone: Ja, er steht und spricht.

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      • Nur mal so nebenbei: Das Tantris ist jetzt ein Denkmal, denn das Landesamt für Denkmalpflege hat das Gourmetrestaurant in seine Denkmalschutzliste aufgenommen. Damit gehört es zu den wichtigsten Zeugnissen der Nachkriegsarchitektur in München. (Der Denkmalschutz, so höre ich schon aus Kalau, bezieht sich aber nicht auf die Küche...)

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        • "Unser Gastgeber Rakhshan Zhouleh möchte sich wieder verstärkt seinem Leidenschaftsthema Wein widmen und wird uns daher Ende Juli verlassen. Tantris-Gäste und Mitarbeiter schätzen ihn für sein profundes Fachwissen und sein untrügliches Gespür für große Gastfreundschaft. Inhaber-Familie Eichbauer dankt Herrn Zhouleh für mehr als vier Jahre Herzblut, Zuverlässigkeit und Feingefühl. In dieser Zeit perfektionierte er das Zusammenspiel zwischen Gast, Service und Küche. "Es war immer eine erfolgreiche, ehrliche und harmonische Zusammenarbeit mit Ihnen", bedankt sich Küchenchef Hans Haas bei Herrn Zhouleh. Unsere Serviceleiter Christian Pachl und Klaus Hafner werden die Aufgaben von Herrn Zhouleh zukünftig mit übernehmen."
          KG
          Chess

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          • Der volle Bericht mit allen Bildern wie immer auf kuchenreise.com:
            http://kuechenreise.com/2013/05/26/r...ris-munchen-d/

            Teil 2 unserer München Reise - das Tantris: Unsere Erwartungen waren gesetzt: Design im Stil der 70er, sehen & gesehen werden, Menschen mit Freude am Genuss, tolles Essen auf 2-Sterne Niveau.

            Die ersten drei Erwartungen, dies sei vorweggenommen, wurden erfüllt. Beim Essen waren wir enttäuscht. Eine "Enttäuschung in Orange…"

            Doch gehen wir einen Schritt zurück: Wir haben bei unserer München-Reise einen Lunch im Tantris geplant. Den Samstag Mittag Lunch, um genau zu sein. 4 Gänge stehen da auf dem Programm (EUR 100), auf Wunsch mit Weinbegleitung (dann in Summe EUR 130). Und es wurde wie folgt serviert:


            Gruss aus der Küche

            Branade vom Lachs und Kartoffeln auf Gurkensalat - fein abgeschmeckt und gut gelungen.


            Variation vom Thunfisch mit mariniertem weissem Spargel

            Dei Variationen vom Thunfisch - eine Scheibe vom rohen Thunfisch (toll), ein Tatar (ansprechendes) und ein Mousse (etwas farblos). Dazu weisser Spargel (absolut perfekt zubereitet, wunderbar mariniert) mit Ei - für uns der eigentliche Hauptdarsteller. Kein sonderlich komplexes Gericht, doch ein sehr wohlschmeckendes.


            Gebratener Seewolf mit Tomatenravioli und Olivenfonds

            Danach gebratener Seewolf der Fisch ist sehr, sehr heiss. Und er scheint zwei Tode gestorben zu sein - den zweiten in der Küche.

            Der Fisch wirkt auf uns mehr als komplett durch, die Haut scheint alle Krossheit schon wieder verloren zu haben. Moderne Küchentechnik erlaubt es, vorzubereiten und nicht alles sekundengenau anzurichten, doch hier scheint das misslungen.

            Dazu ein beliebig wirkendes Spinatgemüse, ein für uns belanglos scheinender Tomatenravioli und ein eigentlich gelungener Olivenfonds. Wir sind enttäuscht.


            Médaillon vom Rehrücken mit Spitzkraut, Selleriepüree und Trompetenpilzen

            Der Rehrücken ansprechend, doch für uns hätte er ein wenig mehr gewürzt sein können. Das Spitzkraut passend, die Trompetenpilze geschmacklich für uns etwas zu im Hintergrund bleibend. Die Nocke Selleriepüree wiederum war sehr heiss. Für uns zu heiss (wir können nur Vermutungen anstellen - in separatem Behältns zu stark erhitzt und dann kurz vor dem Service am Teller platziert? Vielleicht aber auch so gewollt…).

            Die Sauce - nun, am Rand schien sie schon etwas angetrocknet zu sein. Das mag vielleicht an den Eigenheiten der Sauce liegen. Es kann jedoch auch passieren, wenn die Sauce lange warmgehalten oder am Teller 'regeneriert' wird.


            Griessknödel mit Erdbeeren, Rhabarber und Schokomousse in der Hippe

            Der süssen Abschluss. Ansprechend der Griessknödel, fein das Spiel der Süsse und Säure in den Erdbeeren und im Rhabarber. Toll die mit Schokomousse gefüllte Hippe! Ein gutes, "geerdetes" Dessert ohne viel an Kompliziertheit. Ein Dessert, welches auf uns im Rahmen eines 2-Sterne Restaurants doch eher schlicht wirkt.


            Unser Resümee:

            Viele Eindrücke an diesem Mittag. Verwundert und auch enttäuscht verlassen wir das Tantris. Unsere Erwartung war Küche auf 2 Sterne Niveau - doch wir fühlten uns eher wie bei einem Nobel Caterer oder einem Gourmet-Festival mit kleinen Missgeschicken. Vom Gedanken der guten Vorbereitbarkeit und reduzierten Komplexität getragen, um schnell eine grosse Anzahl von Gedecken zum Gast zu bringen.

            Vielleicht war es eine Eintagsfliege, vielleicht ein Ausreisser - es sind unsere subjektiven Eindrücke von diesem Besuch. Vielleicht wird am Abend auch engagierter aufgekocht - auch angesichts der Preisgestaltung würden wir aber auch Mittags "mehr" erwarten.

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            • Entscheidend jedoch, so dɔnaˈsjɛ̃ alˈfɔ̃ːs fʀɑ̃ˈswa, maʀˌkidəˈsad] (* 2. Juni 1740 in Paris; † 2. Dezember 1814 ) ist der Zugriff am Stil; ob lechts oder rinks, das bleibt unerwähnt.
              PS: heieiei, ich bin im falschen thread gelandet; wo war das nochmal mit dem Weinglas rechts oder links?

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              • Werte Küchenreise,

                danke für die Eindrücke. Die klassische Küche hat es derzeit nicht leicht im Forum.

                Wir müssen gestehen, dass es in der Tat immer schwerer fällt, sich in der Küche so gar nicht zu verändern. Insbesondere da sich in München klassisch mit Les Deux, modern mit Esszimmer und Werneckhof sowie Atelier (letzteres wohl eher moderne Klassik) einiges tut.

                Eine Erklärung mag sein, dass die volle Leistungsfähigkeit einer ** Küche nicht – wie schon genannt – mit dem „relativ günstigen Mittagsmenü“ bewertet werden kann, sondern das große Abendmenü die Referenz ist. Zumal es auch bekannt ist, dass Herr Haass doch oftmals gerade Samstag mittags in seiner Kochschule ist.

                KG Chess

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                • Die Berichte zum "Tantris" sind mir schon seit Jahren zu durchwachsen. Mutig, werte kuechenreise, dass Sie dennoch dort waren - und prompt ebenfalls enttäuscht wurden. Ich fühle mich also darin bestärkt, das "Tantris" lieber zu meiden - und so auch die ewigen Glasteller (siehe auch die Antiliste 2010 der Herren Sternefresser, Punkt 6).

                  KG

                  Tobler

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                  • Danke für die Kommentare.

                    Ja, eine Menge Diskussionen um die klassische Küche. Doch um etwa den Vergleich mit dem intensiv diskutierten Sonnora zu ziehen - im Sonnora empfinde ich die Küche als sehr klassisch (das mag man als gut oder schlecht ansehen), doch mit komplexen & mit viel Aufwand zubereiteten Gerichten und auf technisch sehr hohem Niveau. Im Tantris schien mir der Fokus eher auf Einfachheit zu liegen, und die Präzision in der Umsetzung schien nicht immer vorhanden.

                    Sicherlich ist das grosse Abendmenü die Referenz. Doch mit EUR 100 für 4 Gänge Mittags vergleicht man das Resultat dann z.B. mit dem Münchner Esszimmer (Herzstück Menü abends 4 Gänge EUR 90) z.B. oder mit Tim Raue (mittags 4 Gänge EUR 48) oder gar dem La Vie (mittags 4 Gänge EUR 89). Und hat das Gefühl, dort deutlich mehr für weniger Geld zu bekommen...

                    Glasteller - dem Kommentar schliesse ich mich an ;-)

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                    • Ich war vor einigen Wochen ebenfalls im Tantris, habe aber einen sehr schönen Abend erlebt, allerdings ist die Küche auch nur dann auf ** Niveau wenn Sie handwerklich absolut perfekt ist. Tolle neue Ideen durfte ich nicht erleben und das ist für jemanden wie mich der dann so seine 6 - 10 Sterne besuche im Jahr macht einfach zu langweilig.

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                      • Zu meinem großen Vergnügen bekam ich letzten Freitagabend (9.8.2013) eine Einladung ins Tantris. Waren schon wieder über zwei Jahre seit meinem letzten Besuch ins Land gezogen, freute ich mich entsprechend sehr auf ein Wiedersehen. Daher war ich erstaunt, dass vom alten "Personal" nur ein bekanntes Gesicht auftauchte! Klar hatte ich mitbekommen, dass Sommelière Paula Bosch den Abschied genommen hat, aber ihrer herrlich bewundernswerten ehrlichen, offenen, oft sehr direkten aber sehr netten Persönlichkeit konnte Stefan Peter aus meiner Sicht nicht das Wasser reichen. Auch wenn er mit einem sehr außergewöhnlichen Anzug stark ins Auge fiel. Meine Abendbegleitung formulierte es so: "Nachfolger Stefan Peter setzte mit einem ausgefallenen, rotkarierten, die orange Deko-Beleuchtung aufnehmenden und noch verstärkenden Anzug ein optisches Highlight, wobei seine Weinempfehlung mit einem grünen Veltliner aus dem Rheingau (!) in Originalität kaum nachstand." 

                        Aber nun zum Menü. Zu unserem großen Glück offerierte uns Hans Haas ein Spezialmenü welches mit zwei wundervollen Grüßen aus der Küche startete.
                        Wer Hans Haas kennt, kennt auch viele seiner Grüße :-) Also brauche ich die Gaumenfreude nicht weiter zu beschreiben. Ach ich kann es nicht lassen, ein Satz sei erlaubt, die Kartoffelsuppe war wirklich unschlagbar, die kleinen getrockneten Tomaten in der Gazpacho merke ich mir und die Kombination von beidem: herrlich!

                        Starten wir also mit dem 1. Gang des regulären Spezialmenüs:
                        Kaviarkartoffel mit Schnittlauchcreme, welch einfache Zutaten und welch köstlicher Geschmack!
                        2. Ragout von Flusskrebsen mit Ravioli im Sud, wieder eine phantastische Kombination!
                        3. Sautierte ausgelöste Froschschenkel mit geschmorten Zwiebeln, ich gestehe Froschschenkel sind schon nicht mein Geschmack und dann noch Zwiebeln, da stand ein Gangwechsel an :-) Die Überraschungsalternative traf dagegen deutlich mehr meinen Geschmack.
                        4. St. Petersfisch mit Sepiagnocchi und Bouillabaissecreme, ein wunderbares Fischgericht. Ich war immer etwas der Meinung einem weißen Fisch kann man keine großen Gaumenfreuden entlocken, aber dieser Gang war der Gegenbeweis :-)
                        5. Kross gebratenes Spanferkel auf Spitzkraut, dies war wirklich der einzige Wehrmutstropfen für mich. Ja die krosse Kruste war ganz fein und ganz köstlich! Aber das Fleisch bestand zu 90% aus Fett. Hier ließ ich zu meinem großen Bedauern, Speisen auf dem Teller liegen, davon ab, dass auch das Spitzkraut nicht optimal passte.
                        6. Medaillon vom Rehrücken mit frischen Pfifferlingen, hier zeigte sich wieder der wahre Meister! Ein Fleischstück zart wie Butter!
                        7. Dessert an Wachauer Marillen mit Grießsouffle Marillen aus seiner Heimat kombiniert mit den bekannten köstlichen Haas Souffles ein Genuss pur :-)

                        Sei noch erwähnt, dass wir auch wunderbarerweise unterhalten wurden, weil ausgerechnet an diesem Abend, die Hausherrin Frau Eichbauer ihren Geburtstag im Trantris feierte und regelmäßig vier hochtalentierte und auch noch gutaussehende Saxophonistinnen aufspielen und uns vergnügten!

                        Ein rundum gelungener Abend! Ich danke an dieser Stelle herzlichst für die Einladung und freue mich schon auf den nächsten Besuch :-)


                        Beste Grüße
                        Fois gras

                        P.S. zu meinem großen Bedauern schaffe ich es nicht die ausgesprochen appetitlichen :-)Fotos einzufügen, lassen sie einen doch noch zusätzlich schon auf den nächsten Besuch freuen :-)

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                        • Danke für den Bericht, werte(r) foie gras, der wieder einmal deutlich macht, wie klassisch doch im Tantris gekocht wird. Wenn man bedenkt, dass das Tantris einmal die Wiege der "neuen Küche" war, muss man Jahrzehnte später wohl anerkennen, dass der seinerzeitig gefestigte Wohlgeschmack in diesem verbliebenen Tempel kultiviert wird.

                          Beste Grüße, Merlan
                          Zuletzt geändert von merlan; 20.08.2013, 18:47. Grund: mir die Option offen gelassen, ob foie gras männlich oder weiblich ist

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                          • Zunächst noch einmal ein chapeau für den gelungenen Einstand von foie gras. Mal sehen, welches Geschlecht foie gras annimmt ;-) In der Tat wird die Küche auch aus meiner Sicht zutreffend beschrieben. Andererseits gebührt aus meiner Sicht Herrn Haass (wie keinem in Deutschland!) größte Hochachtung, dass er die schiere Menge an sehr gutem Essen auf etwa ** Niveau jeden Abend und Mittag bewältigt und das schon über Jahrzehnte. Ob das auch andere Topköche könnten oder ob Herr Haass umgekehrt sich z.B. in einem kleinen, aber feinen Umfeld wie die Schwarzwaldstube nicht doch einen *** erkocht hätte, wird wohl leider nie geklärt.
                            KG
                            Chess

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                            • Zitat von chess Beitrag anzeigen
                              ob Herr Haass umgekehrt sich z.B. in einem kleinen, aber feinen Umfeld wie die Schwarzwaldstube nicht doch einen *** erkocht hätte, wird wohl leider nie geklärt.
                              Interessanter Gedanke, werter chess, aber man kann auch umgekehrt fragen, wieso Haas nicht das geschafft hat, was sein Vorgänger Heinz Winkler vorgelegt hat, nämlich *** ins Tantris zu holen. Ich denke schon, dass er mit diesem Anspruch angetreten ist, es aber - aus welchen Gründen auch immer - nicht erreicht hat. Nun rechnet keiner mehr damit, erwartet es wohl auch niemand mehr von ihm, so dass er gelassen seine eingespielte Wohlfühl-Küche zelebrieren kann; ich denke, damit geht er auch irgendwann in Rente.

                              Mit besten Grüßen, Merlan

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                              • Na ja, der Vergleich ist vielleicht etwas unfair, da Winkler für damalige Verhältnisse in allerbestem klassischen Stil *** erkochte und diese ja aktuell auch nicht mehr halten konnte. KG Chess

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