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Königshof: * oder 18 GM-Punkte?

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  • #91
    Wenn bei Hummer zäh nicht als Beschreibung ausreicht, ist gummiartig besser?
    Die roh marinierte Makrele taucht auf vielen Speisekarten auf, die Variante im Königshof hat sich nicht großartig vom Rest hervorgehoben um längerfristig im Gedächtnis zu bleiben.

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    • #92
      Scheinbar schwanken die Serviceleistungen im Königshof sehr. Bei uns war der Service so schlecht das Essen nichts mehr retten konnte.
      In einem solchen Haus sollte der Service zumindest immer gut sein. Leider scheint das nur zwischendurch der Fall zu sein. Schade!


      Gruß!
      J.F.

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      • #93
        Danke lieber Haldir auch für Ihre Eindrücke. Ich versuche mich da auch zu hinterfragen, ob ich einen Bias habe und nicht vollständig objektiv bin bei der Beschreibung des Königshof. Die Küche ist halt für den einen unaufgeregte große Klassik, für den anderen eher langweilig. Wenn die Produktqualität nicht stimmt, ist das natürlich nicht ok. Wir haben das bis jetzt dort nicht erlebt.

        M

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        • #94
          Tja, das mit den Produktqualitäten...
          Im Königshof ist es mir nicht vorstellbar, dass diese nicht stimmen können.

          Bleibt die Frage an die Hummerspezialisten: Wie schmeckt frischer Hummer und welche Konsistenzen können dabei auftreten sowie typisch sein?
          Herr Sternentor

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          • #95
            Zitat von sternentor Beitrag anzeigen
            Tja, das mit den Produktqualitäten...
            Im Königshof ist es mir nicht vorstellbar, dass diese nicht stimmen können.
            Vor allem die Tomaten, oder ?

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            • #96
              Ich glaube ich verrate kein Geheimnis, wenn ich sage, dass ich eine sehr innige Lieblingsrestaurant-Beziehung zum Königshof in München pflege. Dass das auch noch länger genauso weitergehen wird, hat sich im Dezember einmal mehr voll und ganz bestätigt. Diesmal AUSNAHMSWEISE nicht a la carte und ohne meinen treuen kulinarischen Mitstreiter muck – für die Gänge haben wir uns ganz in die Hände des Königshof begeben und ließen uns einfach überraschen.

              Los geht es mit zwei wundervollen Einstimmungen, Auster mit Mandarine und Kaviar von N25 mit Makrele.
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              Die erste Hälfte des Menüs begleitet uns eine großartige Flasche von Arnaud Ente – Puligny Montrachet Les Referts 2011.
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              Zu Beginn ein Stück Saibling mit Tapioka. Fantastische Qualität, der Fisch klar im Vordergrund.
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              Danach Aalrutte mit Aal-Leber. Unglaublich so ein Gericht noch irgendwo zu bekommen. Sehr fein im Geschmack, außergewöhnliche Zutat.
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              Darauf folgt der beste Hummergang dieses Planeten. Hummer Thermidor. Die Karkasse ist gefüllt mit Hummerfleisch, Pilzen, Spinat, Sauce Hollandaise und Basilikum. Dieses Hummergericht ist für mich unübertroffen. Kleine Anekdote, am Nebentisch entbrennt eine Diskussion die sich über den ganzen Abend zieht. Der Gast ist nicht davon zu überzeugen, dass das Scherenfleisch ebenfalls mit in der Karkasse verarbeitet war und fühlt sich um seine Scheren betrogen – Ende vom Lied ist, dass er nach seinem Menü noch einen extra Hummergang aufs Haus bekommt, bei dem ihm die Scheren sichtbar ausgelöst serviert werden. Toller Service und bestimmt oftmals gar nicht so einfach.
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              Ganz fokussiert geht es weiter mit Rotbarbe mit Paprika und Artischocken. Auch wieder ein Gericht, das sich voll und ganz auf seinen Hauptdarsteller konzentriert.
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              Beim nächsten Gang kann ich nicht anders als Lachen, als uns jeweils ein Schnitzel auf einem Teller serviert wird. Als einzigen Begleiter bekommt das Schnitzel dann doch noch eine schöne Schicht weißen Trüffel. So puristisch und dabei so dekant und nebenbei das beste Schnitzel, das ich je hatte.
              Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: IMG_4105.JPG Ansichten: 1 Größe: 36,6 KB ID: 59298Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: IMG_4095.JPG Ansichten: 1 Größe: 37,0 KB ID: 59299Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: IMG_4106.JPG Ansichten: 1 Größe: 27,0 KB ID: 59300

              Nach diesem puristischen Vergnügen wird uns in einer Pfanne eine im ganzen gebratene Kalbsniere präsentiert und am Tisch aufgeschnitten. Dieses fettig, üppige und ganz außergewöhnliche Vergnügen wird puristisch mit etwas Spinat und einer traumhaften Sauce serviert.
              Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: IMG_4082.JPG Ansichten: 1 Größe: 54,7 KB ID: 59301Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: IMG_4090.JPG Ansichten: 1 Größe: 32,8 KB ID: 59302

              Wir machen zudem eine zweite Flasche Wein auf. Chateau Clinet aus Pomerol aus 1993. Der Bordeaux ist sofort präsent an der Nase und im Gaumen. Ein ungeheures Trinkverngügen, schöne Reifenoten, tolles rundes Tannine und ein schöner Trinkfluss.
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              Als letzten fleischigen Genuss gibt es Lammkaree, Lammrücken mit Artischocken, Tomaten und Bohnen. Kein Schnickschnack einfach purer Genuss in Perfektion auf dem Teller.
              Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: IMG_4107.JPG Ansichten: 1 Größe: 59,4 KB ID: 59304Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: IMG_4078.JPG Ansichten: 1 Größe: 35,9 KB ID: 59305

              Die restliche Flasche genießen wir noch bei zwei wunderbaren Desserts und süßen Abschlüssen.
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              Nach diesem Wahnsinnsabend bleibt eigentlich nur eine Fragen offen, wann gehen wir wieder in den Königshof?
              PS.: Fotos bei Kerzenschein.
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              • #97
                Schöner Bericht. Jetzt mit mehr Unschärfe in der Tiefe der Fotos - neuer Stil bei Dir?

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                • #98
                  Ne, war notgedrungen. Ich war Abends und es war kaum mehr als Kerzenlicht. Deswegen musste ich auf 1.8er Blende und hatte leider die falsche Kamera für hohe ISO dabei.

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                  • #99
                    Sieht aber auch gut aus...

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                    • Ich bin süchtig! Süchtig nach einer Küche in der kein Platz ist für kulinarische Spielereien und Show-Effekt, in der nur allerbeste Zutaten Verwendung finden, in denen die Aromen klar und fokussiert sind die besten Produkte voll und ganz zur Geltung zu bringen – eine Küche die im Restaurant Königshof in München voll und ganz zelebriert wird und mich absolut in ihren Bann gezogen hat.

                      Mein Jahresauftakt mit meinem guten Freund muck im Königshof beginnt mit Gelbschwanzmakrele, Sesam und Tellerzwiebel. Toller Schmelz, Säure und eine knackige Textur.
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                      Eine Aal-Brandade mit Kartoffelschaum und Senfgurke hat ein rustikales Geschmacksbild und überzeugt mit einem schönen Spiel verschiedener Texturen.
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                      Dazu öffnen wir als Warmup die erste Flasche aus der Loire 2007 Savennieres Clos du Papillon von Domaine des Baumard. Der eigentlich sehr straffe Säure ist durch das Alter sehr gemäßigt. Kein Wein für jeden Tag aber einer der nur so nach Meerestier schreit.
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                      Drei kleine marinierte Petoncles sind garniert mit dem großartigen Kaviar von N25. Der Kaviar gibt den marinierten Muscheln eine wunderschöne Länge.
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                      Eine Reminiszenz an einen Klassiker sind die Schrimps mit Cocktailsauce, Salat und Champignons.
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                      Ein vermeintlich simples Gericht in Perfektion zubereitet ist ein großes Stück Waller mit einem süffig sauren Wurzel und Meerretich-Sud. Next Level Hausmannskost sozusagen…
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                      In diesem Sinne geht es auch weiter mit einer Brostuppe mit Bries, Kalbskopf, Wachtelei, Kalbstatar und Perigord Trüffel. Diese Gericht ist so süffig und wohltuend – ab dem ersten Löffel eine pure Freude.
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                      Zeit zu den ersten Fleischgängen den Wein zu wechseln. Die Wahl fällt auf Clos Rougeard Les Poyeux 2010 ebenfalls aus der Loire. Der Wein besteht aus 100% Cabernet franc und kommt mit seinen 12,5% so wunderbar schwebend elegant daher. Ganz viele Kräuter und Eukalyptus. Er ist sofort präsent und macht uns eine ungemeine Freude. Augen auf nach Clos Rougeard!
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                      An den Tisch kommt nun eine wunderschöne Milchlammkeule die auch direkt am Tisch tranchiert und dann in zwei Gängen serviert wird.
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                      Zuerst wird sie ganz puristisch mit Bohnen und Artischocken serviert. Dazu eine wunderbare Lammjus. Das Fleisch butterweich und hocharomatisch.
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                      Der zweite Teil kommt als „Gyros-Art" mit Tomaten, gerösteten Brotscheiben und Zaziki. Ebenfalls unglaublich lecker und Soulfood pur.
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                      Nach etwas Verdauungszeit geht es süß weiter mit Sweet Ananas, Tapioka, Zitronengras, Gewürzen und Kokos. Die Desserts gehören für mich hier schon immer zum Highlight. Der Fokus liegt auf den Gewürzen und der exotische Frucht, das Kokoseis ergänzt genau die Dosis Süße. Hervorragend.
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                      Nicht weniger gut ist dann das Finale mit Schockolade, Orange noir, Marzipan, Kaffee und Blutorange. Das Blutorangenaroma steht im Mittelpunkt und schlägt eine wunderbare Brücke zu Kaffee und der bitteren Schockolade.
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                      So geht er wieder einmal viel zu schnell zu Ende der Mittag im Königshof mit perfekten Produkt, sympathischem Service und einem großartigen Sommelier mit toll kalkulierter Weinkarte. Auf, dass noch viele viele Besuche folgen werden. Lieblingsrestaurant!
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                      • Lieber Junggaumen,

                        ganz herzlichen Dank für den euphorischen Bericht! Die Begeisterung kann ich beim Königshof durchaus nachvollziehen....

                        Noch eine Frage: mittags bietet der Königshof ja ein Mittagsmenü oder a la carte an. Sie hatten jedoch ein größeres Menü. Kann man das Abendmenü auch mittags bekommen? Oder war es noch ein anderes Menü? Und haben Sie da vorher angefragt?

                        Und eine weitere Frage: wissen Sie schon, wie es 2019 mit Herrn Fauster weitergeht?

                        Fragen über Fragen ....

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                        • … und Antworten.

                          Meines Wissens gibt es das große Menü auch standardmäßig am Mittag – nur nicht standardmäßig wird die entsprechende Karte gereicht, auf Rückfrage ist das aber ohne Probleme möglich.

                          Wir hatten nicht das reguläre große Menü, sondern carte blanche. Meiner Erfahrung nach lohnt es sich aber auch vor Ort ruhig mal zu fragen, ob gerade was Besonderes außerhalb der Karte da ist.

                          2019 wird der Königshof ja umgebaut, das Restaurant soll eine temporäre Bleibe bekommen, wie es danach weitergeht ist wohl nocht nicht klar. Daraus sollte man vor allem eine Konsequenzen ziehen, sicherheitshalber jetzt noch so oft wie möglich in den KH gehen!

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                          • Lieber Junggaumen,

                            danke für den Bericht! Es war wieder großartig. Während des Umbaus müssen wir uns halt eine Alternative überlegen. MUC bietet ja viel.

                            BG
                            M

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                            • Neuer Ausflug in den Königshof. Diesmal mit einem besonderen erklärten Ziel: jede Menge Weine von Arnaud Ente trinken. Arnaud Ente ist geradewegs auf dem Weg dazu, der nächste Superstar im Burgund. Seine Weine sind rar, schwer zu bekommen und werden nur in kleinen Mengen produziert – das schlägt sich heute leider schon in horrenden Preisen nieder. Umso einmaliger die Gelegenheit verschiedene Weine und Jahrgänge an einem Abend zusammen zu verkosten. Für unsere Verkostung haben wir zusammen mit Martin Fauster ein passendes Menü zusammengestellt.
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ID: 60380

                              Zum Start zwei Grüße aus der Küche, gebeizte Makrele mit Gurke und Rettich und Erbsensuppe mit Aal. Dazu trinken wir Arnaud Ente Meursault 2014. Schon der „einfache" Village hat jede Menge klasse, einen tollen Schmelz, schöne Länge. Der Jahrgang 2014 ist weniger ist dabei weniger reduktiv als sein Meursault 2011, den ich vor gut einem Monat hatte.

                              Zu einem traumhaften eingelegten Spargel mit Taschenkrebs, Crevetten und Garnele öffnen wir dann gleich zwei Flaschen, die wir parallel blind verkosten. Meursault La Seve du Clos 2007 und 2010. 2007 ist deutlich präsenter in Nase und Gaumen und geht direkt im Mund direkt auf mit Kräuter und weißen Blüten. 2010 bleibt über lange Zeit noch ziemlich verschlossen zeigt aber ein ungeheures Potenzial. Sicherlich wird dieser Jahrgang in ein paar Jahren noch richtig groß werden.
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ID: 60376

                              Bei dem seltenen Genuß von Aalrutte, Aalrutten-Leber, Spinat und Apfel genießen wir die Weine weiter und verfolgen gerade beim 2010er Jahrgang sehr gespannt seine Entwicklung im Glas.

                              Einen vertrauten und unvergleichlichen Genuß bietet dann das für mich beste Hummergericht auf diesem Planeten: Hummer Thermidor. Der ausgelöste in der Karkasse gegarte Hummer wird mit Spinat, Pilzen und Hollandaise serviert. Dazu noch ein kleines Hummertartar. Zum Gericht gibt es im Glas den Star des Abends. Arnaud Ente Meursault La Goutte d’Or 2009 aus der Magnum. Dieser Wein spielt in einer anderen Liga, schon beim ersten Duften und beim ersten Schluck entfaltet sich ein unvergleichliches Zusammenspiel komplexer Aromenwelten. Das ist ganz großes Kino. Spannend ist dabei zu beobachten welchen Unterschied hier die Flaschengröße macht, wobei wir uns immernoch in derselben Domaine befinden.

                              Fast ein bisschen traurig nehme ich den letzten Schluck aus dem Glas. Martin Fauster zaubert uns mit dem nächsten Gericht Kalbsbries Rumohr einen gustatorischen Traum auf den Teller. Das Gericht ist ursprünglich ein Klassiker von Eckart Witzigmann. Das Bries wird als Roullade mit Gänseleber, üppigen Trüffelscheiben und Lauch gegart und mit einer ätherisch duftenden Trüffelsauce serviert. Das Gericht schmeckt so dekadent, üppig und lecker – ein Traum. Voll und ganz mithalten, kann bei diesem Hochgenuss der Meursault Les Petits Charrons 2011, den wir ebenfalls aus der Magnum trinken. Auch hier gilt wieder, dass die Magnum nochmal einen unglaublichen Qualitätssprung bietet. Der Wein ist fast noch einmal auf dem schwindelerregenden Niveau des Goutte d’Or.
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ID: 60377

                              Nach den fünf Flaschen (2 Magnum) beenden wir unsere Reise durch die Weinwelt von Arnaud Ente – aber noch nicht unseren Abend. Weiter geht es mit Perlhuhn, Morcheln, Spinat-Bärlauch Ravioli und Gänselebersauce. Auch das ein Hochgenuss. Wunderbar passend dazu der rote Wein des Abends Rossignol-Trapet Chapelle-Chambertin Grand Cru 2009.
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ID: 60378


                              Nach etwas Käse vom Wagen und dem wie immer traumhaften Dessert im Königshof mit Mandelsoufflé, Rhabarber, Schmand und Buttermilcheis verlassen wir beim Wein die Region Burgund und trinken eine 1990 Auslese von Egon Müller.
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ID: 60379

                              Ein Abend der in Erinnerung bleiben wird, die großen Weine die ich in dieser Form höchstwahrscheinlich nicht mehr wieder erleben werde, der einmalige Genuss in meinem persönlichen Wohlfühltempel Königshof und die Erkenntnis, dass es manchmal eben doch auf die Größe ankommt.

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                              • Glänzend habe ich kürzlich im Königshof à la carte gegessen, nach langer Zeit mal wieder. Es gab Hummer Thermidor und im Hauptgang Kalb in zwei Gängen (Bries, Kotelett). Nach meinem Gefühl passt dort alles stimmig zusammen wie selten: Ambiente, Speisen, Service. Vom goldenen Gardinenhalter über die Sauce béarnaise bis hin zum französischen Akzent des Sommeliers. Selbstbewusste Klassik mit einem Hauch Routine. Man sitzt dort an der Tafel wie zuletzt im Jahr 1914. Dazu passt auch ganz ausgezeichnet der nahende Untergang, der Abriss des Königshofs und die nach wie vor ungewisse Zukunft des Gourmetrestaurants. Ach, wär' das schade!

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