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Königshof: * oder 18 GM-Punkte?

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  • Tobler
    antwortet
    So weit die Vorstellung, ein Restaurant zu besuchen, derzeit noch entfernt sein mag – über die Nachricht, dass der schon lange (wieder mal) leer stehende Markgräfler Hof von Martin Fauster übernommen wird, freue ich mich trotzdem kolossal! Das wird eine grandiose Bereicherung für das kulinarische Freiburg werden! Vielen Dank also für den Stimmungsaufheller, lieber QWERTZ.

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  • QWERTZ
    antwortet
    Was macht eigentlich Martin Fauster? Hier kommen die Infos:
    Wiedereröffnung des Markgräfler Hofs im Winter geplant

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  • Junggaumen
    antwortet
    Ich blende alle potenziellen Schließungen aus, als ich mich zum Lunch in den nahezu antik herrschaftlich anmutenden Speisesaal des Königshof begebe. Oft war ich schon hier und trotzdem bekomme ich einfach nie genug von dieser produktfokussierten Küche. Nicht zu viel ist die Maxime des Mittags, da wir Abends noch den Garden Table von Geisels Werneckhof besuchen wollen.

    Prompt steht Martin Fauster bei uns am Tisch und fragt auf was wir denn Lust hätten. Er hätte heute eine frische Languste da, die er uns ins zwei Gängen servieren könnte. Da sagen wir natürlich nicht nein. Immer wieder großartig wie sehr sich auch das Angebot im Königshof daran orientiert, welche Produkte oft tagesabhängig in bester Qualität zur Verfügung stehen.
    Zum Start gibt es eine vorzügliche Gemüseterrine mit Oktopus-Tartar und frittierter Sardine. Die Gemüseterrine ist frisch und fruchtig, das Oktopus-Tartar mit tollem Schmelz und dazu die knackig würzige Sardine – äußerst gelungen.
    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte AnsichtName: dscf1078.JPGAnsichten: 1Größe: 59,0 KBID: 61212

    Passend zum Produktfokus der Küche bringt uns Simon Adam das Prachtexemplar an den Tisch. Eine Augenweide.
    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: dscf1076.JPG Ansichten: 1 Größe: 124,1 KB ID: 61213Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: dscf1077.JPG Ansichten: 1 Größe: 101,9 KB ID: 61214

    Im ersten Gang gibt es den Körper der Languste. Die Qualität ist erhaben, das Fleisch wird auf gelben Linsen serviert. Dazu ein Schälchen mit einer cremigen Curry-Sauce zum selbst löffeln. Beide Zutaten unterstützen perfekt das süßliche Aroma und den Biss der Languste.
    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte AnsichtName: dscf1086.JPGAnsichten: 1Größe: 46,1 KBID: 61216

    Als zweiten Gang bekommen wir die ausgelösten Beine und Fühler. Das Fleisch wurde zu Tartar verarbeitet. Dazu frische Tomaten, Krustentier-Mayonaisse und Avocado. Ein traumhaftes Zusammenspiel aus der Frische der Tomaten und der Cremigkeit von Avocado, Mayonaisse und dem Langustenfleisch. Beide Langusten Gänge ein absoluter Traum.
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    Perfekter Begleiter dazu eine halbe Flasche Puligny Montrachet Les Garennes 2013 von Pierre-Yves-Cloin-Morey.
    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: dscf1097.JPG Ansichten: 2 Größe: 45,0 KB ID: 61219

    Im Hauptgang bleiben wir bei Fisch und genießen einen kleinen Seeteufel mit Artischocken.
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    Im Dessert gibt es einen absoluten Klassiker – Kaiserschmarrn mit Marillen und Vanilleeis. Klingt einfach, aber in dieser absoluten Perfektion war das mit Abstand der beste und fluffigste Kaiserschmarrn den ich je hatte und daher ein großartiger Abschluss des Lunch im Königshof.
    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte AnsichtName: dscf1099.JPGAnsichten: 1Größe: 54,2 KBID: 61221

    Für mich ist und bleibt dieser Ort absolut einmalig. Mit seinen herausragenden Produkten, der klar fokussierten Küche, der Mischung aus traditionellem österreichischem und französischem Einschlag, dem super sympathischen Service und der hohen Weinkompetenz. Ich freue mich jetzt schon auf das nächste baldige Wiedersehen.
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  • Smörebröd
    antwortet
    Es sieht leider nicht gut aus… schade! Man möchte das kaum glauben, dass nicht in oder um München sich eine Location hätte finden lassen. Die Kosten aber sind wahrscheinlich doch nicht annähernd zu erwirtschaften.
    https://www.sueddeutsche.de/muenchen...chen-1.4075339

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  • QWERTZ
    antwortet
    Das ist wahrscheinlich mal wieder viel zu pragmatisch gedacht. Aber wer weiß...

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  • Jürgen3D
    antwortet
    Wäre nicht das Dallmayr nach dem Weggang von Herrn Urbansky eine Alternative?

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  • QWERTZ
    antwortet
    Laut der SZ sieht es nicht gut aus für ein Ausweichquartier des Königshof -Restaurants.
    Laut der Süddeutschen Zeitung hat sich eine Möglichkeit für ein Interim für Martin Fausters Team zerschlagen

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  • Mohnkalb
    antwortet
    Im Restaurant sagte man mir, es werde fieberhaft nach einer Lösung für das Restaurant, d.h. nach geeigneten Ersatzräumlichkeiten gesucht - bis jetzt leider ohne Erfolg.

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  • Junggaumen
    antwortet
    Am besten einfach hingehen und selbst fragen - offizielles gibt es glaub ich nicht.

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  • HeikeMünchen
    antwortet
    Weiß jemand schon, was in 2019 passiert? Hat Herr Fauster eine "pop-up"-Alternative? Das würde ich mir sehr wünschen.

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  • Junggaumen
    antwortet
    Das wäre fatal! Königshof is the Shit. Hingehen hingehen hingehen - dass ich dieses Restaurant liebe muss ich ja nicht mehr sagen. Freut mich lieber Mohnkalb, dass du meine Passion teilst. Hach ich würde gleich morgen am liebsten wieder hin.

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  • Mohnkalb
    antwortet
    Glänzend habe ich kürzlich im Königshof à la carte gegessen, nach langer Zeit mal wieder. Es gab Hummer Thermidor und im Hauptgang Kalb in zwei Gängen (Bries, Kotelett). Nach meinem Gefühl passt dort alles stimmig zusammen wie selten: Ambiente, Speisen, Service. Vom goldenen Gardinenhalter über die Sauce béarnaise bis hin zum französischen Akzent des Sommeliers. Selbstbewusste Klassik mit einem Hauch Routine. Man sitzt dort an der Tafel wie zuletzt im Jahr 1914. Dazu passt auch ganz ausgezeichnet der nahende Untergang, der Abriss des Königshofs und die nach wie vor ungewisse Zukunft des Gourmetrestaurants. Ach, wär' das schade!

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  • Junggaumen
    antwortet

    Neuer Ausflug in den Königshof. Diesmal mit einem besonderen erklärten Ziel: jede Menge Weine von Arnaud Ente trinken. Arnaud Ente ist geradewegs auf dem Weg dazu, der nächste Superstar im Burgund. Seine Weine sind rar, schwer zu bekommen und werden nur in kleinen Mengen produziert – das schlägt sich heute leider schon in horrenden Preisen nieder. Umso einmaliger die Gelegenheit verschiedene Weine und Jahrgänge an einem Abend zusammen zu verkosten. Für unsere Verkostung haben wir zusammen mit Martin Fauster ein passendes Menü zusammengestellt.
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ID: 60380

    Zum Start zwei Grüße aus der Küche, gebeizte Makrele mit Gurke und Rettich und Erbsensuppe mit Aal. Dazu trinken wir Arnaud Ente Meursault 2014. Schon der „einfache" Village hat jede Menge klasse, einen tollen Schmelz, schöne Länge. Der Jahrgang 2014 ist weniger ist dabei weniger reduktiv als sein Meursault 2011, den ich vor gut einem Monat hatte.

    Zu einem traumhaften eingelegten Spargel mit Taschenkrebs, Crevetten und Garnele öffnen wir dann gleich zwei Flaschen, die wir parallel blind verkosten. Meursault La Seve du Clos 2007 und 2010. 2007 ist deutlich präsenter in Nase und Gaumen und geht direkt im Mund direkt auf mit Kräuter und weißen Blüten. 2010 bleibt über lange Zeit noch ziemlich verschlossen zeigt aber ein ungeheures Potenzial. Sicherlich wird dieser Jahrgang in ein paar Jahren noch richtig groß werden.
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ID: 60376

    Bei dem seltenen Genuß von Aalrutte, Aalrutten-Leber, Spinat und Apfel genießen wir die Weine weiter und verfolgen gerade beim 2010er Jahrgang sehr gespannt seine Entwicklung im Glas.

    Einen vertrauten und unvergleichlichen Genuß bietet dann das für mich beste Hummergericht auf diesem Planeten: Hummer Thermidor. Der ausgelöste in der Karkasse gegarte Hummer wird mit Spinat, Pilzen und Hollandaise serviert. Dazu noch ein kleines Hummertartar. Zum Gericht gibt es im Glas den Star des Abends. Arnaud Ente Meursault La Goutte d’Or 2009 aus der Magnum. Dieser Wein spielt in einer anderen Liga, schon beim ersten Duften und beim ersten Schluck entfaltet sich ein unvergleichliches Zusammenspiel komplexer Aromenwelten. Das ist ganz großes Kino. Spannend ist dabei zu beobachten welchen Unterschied hier die Flaschengröße macht, wobei wir uns immernoch in derselben Domaine befinden.

    Fast ein bisschen traurig nehme ich den letzten Schluck aus dem Glas. Martin Fauster zaubert uns mit dem nächsten Gericht Kalbsbries Rumohr einen gustatorischen Traum auf den Teller. Das Gericht ist ursprünglich ein Klassiker von Eckart Witzigmann. Das Bries wird als Roullade mit Gänseleber, üppigen Trüffelscheiben und Lauch gegart und mit einer ätherisch duftenden Trüffelsauce serviert. Das Gericht schmeckt so dekadent, üppig und lecker – ein Traum. Voll und ganz mithalten, kann bei diesem Hochgenuss der Meursault Les Petits Charrons 2011, den wir ebenfalls aus der Magnum trinken. Auch hier gilt wieder, dass die Magnum nochmal einen unglaublichen Qualitätssprung bietet. Der Wein ist fast noch einmal auf dem schwindelerregenden Niveau des Goutte d’Or.
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ID: 60377

    Nach den fünf Flaschen (2 Magnum) beenden wir unsere Reise durch die Weinwelt von Arnaud Ente – aber noch nicht unseren Abend. Weiter geht es mit Perlhuhn, Morcheln, Spinat-Bärlauch Ravioli und Gänselebersauce. Auch das ein Hochgenuss. Wunderbar passend dazu der rote Wein des Abends Rossignol-Trapet Chapelle-Chambertin Grand Cru 2009.
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ID: 60378


    Nach etwas Käse vom Wagen und dem wie immer traumhaften Dessert im Königshof mit Mandelsoufflé, Rhabarber, Schmand und Buttermilcheis verlassen wir beim Wein die Region Burgund und trinken eine 1990 Auslese von Egon Müller.
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ID: 60379

    Ein Abend der in Erinnerung bleiben wird, die großen Weine die ich in dieser Form höchstwahrscheinlich nicht mehr wieder erleben werde, der einmalige Genuss in meinem persönlichen Wohlfühltempel Königshof und die Erkenntnis, dass es manchmal eben doch auf die Größe ankommt.

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  • Muck
    antwortet
    Lieber Junggaumen,

    danke für den Bericht! Es war wieder großartig. Während des Umbaus müssen wir uns halt eine Alternative überlegen. MUC bietet ja viel.

    BG
    M

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  • Junggaumen
    antwortet
    … und Antworten.

    Meines Wissens gibt es das große Menü auch standardmäßig am Mittag – nur nicht standardmäßig wird die entsprechende Karte gereicht, auf Rückfrage ist das aber ohne Probleme möglich.

    Wir hatten nicht das reguläre große Menü, sondern carte blanche. Meiner Erfahrung nach lohnt es sich aber auch vor Ort ruhig mal zu fragen, ob gerade was Besonderes außerhalb der Karte da ist.

    2019 wird der Königshof ja umgebaut, das Restaurant soll eine temporäre Bleibe bekommen, wie es danach weitergeht ist wohl nocht nicht klar. Daraus sollte man vor allem eine Konsequenzen ziehen, sicherheitshalber jetzt noch so oft wie möglich in den KH gehen!

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