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Das Marktrestaurant *, Andreas Hillejan, Mittenwald

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  • Das Marktrestaurant *, Andreas Hillejan, Mittenwald

    Meinen diesjährigen Wanderurlaub habe ich in Mittenwald verbracht und möchte daher mal einen kurzen Bericht zu einem bereits seit 4 Jahre besternten, hier aber noch nicht besprochenen Restaurant teilen. Konkret geht es um "Das Marktrestaurant", das dieses Jahr den 10. Geburtstag feiert und wo Andreas Hillejan in einem entspannten Ambiente gehobene Wirtshaus- und regionale Gourmetküche verbindet.

    Am ersten Abend gab es somit ein wirklich sehr tolles Wiener Schnitzel, am zweiten Abend dann das 6 Gänge umfassende "Wirtshaus mal anders" - Menü für sehr faire 105 Euro:


    Nach einigen kleinen Küchengrüßen beginnt dieses mit einer „Brotzeit“: Backe / Schwarzbiereis / Kalbszunge / Gurke / Radi /Bratkartoffelcreme
    Dieser Gang ist ein buntes "Sammelsurium" verschiedenster Geschmacksrichtungen und Konsistenzen, die vollkommen dem Namen des Gerichtes entsprechen. Auch wenn es für mich fast etwas zu viele Eindrücke sind, ergibt sich in der Kombination dennoch ein stimmiges Gesamtbild, das schon mal auf die folgenden Gänge einstimmt.

    Weiter geht es wunderbar erfrischend mit "Tomate & Wassermelone“: Tomatenraviolo / grüne Tomate / Wassermelone /Saubohne/Obsiblue Garnele
    Ein echter Sommergang zum Wohlfühlen, der vor allem von dem guten Zusammenspiel zwischen Garnele und Tomate lebt. Der Ravioloteig sorgt indes dafür, dass es nicht zu wässrig wird.

    Es folgt mit „Blumenkohl“: Gebratener Blumenkohl / Trauben / Karottensud / Curry
    eine ganz andere, geschmacklich fast schon gegensätzliche Kombination. Das Hauptaugenmerk liegt hier auf dem tollen Blumenkohl, der durch Sud und Curry gut ergänzt wird. Die Trauben sorgen zwar für die notwendige Frische, sind allerdings für meinen Geschmack in zu geringer Anzahl vorhanden.

    Als Fischgericht folgt als nächstes „Geräucherte Kartoffel & Aal“: Nussbutterschaum / Haselnuss / Sommertrüffel / Kaffee
    Ich freuen mich immer, wenn es in Gourmetrestaurants auch mal Kartoffeln gibt. Der Sommertrüffel, von dem ich sonst nie ein so großer Fan bin, kommt als Topping gut zur Geltung und der Aal stellt unerwartet ein sensationelles Gegenstück dar.

    Der Hauptgang kommt als „Poltinger Lamm“: Zwetschgen / Süßkartoffel / Lauch / Mole
    Eigentlich ein typisches Hauptgericht, wie man es auch in anderen besternten Häusern findet. Allerdings sind hier für mich besonders die Zwetschgen ein kleines Highlight. Obwohl oder gerade weil diese teils sehr süß sind geben sie dem Gericht das gewisse Etwas.

    Zum Dessert gibt es "Waldheidelbeeren – Zartbitterschokolade - Milch“ Heidelbeerbsorbet / Mousse / Toffee
    Hier ist man dann mit heimischen Produkten wieder auf relativ klassischen Pfaden unterwegs. Macht aber nichts, da ich so einem schnörkellosen Wohlfühldessert persönlich immer etwas abgewinnen kann.

    Kurz erwähnen möchte ich auch noch die Weinbegleitung, die mit ca. 7-8 € je Glas preislich sehr ansprechend, allerdings auch geschmacklich stimmig ist.


    Zusammenfassend wurden meine Erwartungen vollends erfüllt und ich habe durch die Regionalität ein paar neue Eindrücke und Facetten erhalten und kennengelernt. Sicher gibt es hier und da noch Optimierungspotential, aber der Spaßfaktor war wirklich extrem hoch und das ist mir aktuell fast wichtiger als Perfektion auf dem Teller.

  • #2
    Danke für den Bericht. Der erste Gang klingt in der Tat nach etwas viel "Durcheinander" oder wurden dort mehrere kleine Gerichte auf einzelnen Tellern serviert, wie die Bezeichnung Brotzeit vermuten lässt?

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