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Grill Royal, Berlin

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  • Grill Royal, Berlin

    Wie schon im Borchardt-Thread angedeutet, kommt nun ein kleiner Bericht zum Grill Royal.

    http://budisfoodblog.wordpress.com/2...-royal-berlin/

    Nachdem in Berlin das Borchardt besucht wurde, entschied ich mich, noch am selben Tag ins Gril Royal zu gehen. Schließlich soll dieses ja mittlerweile dem Borchardt den Rang ablaufen (was zu heftigen Konversationen zwischen alteingesessenen Borchardt-fans und Grill Royal-Gängern führen soll).

    Das am Spreeufer gelegene Restaurant, welches erst seit 2007 hier anzutreffen ist, präsentiert sich vergleichsweise sehr schick und hat viel von einer Club-location.

    Neben ausgestopften Pfauen, vielen Bildern und einen in rot-grau-Tönen gehaltenem Interieur, ist es vor allem der sehr abgespacte Gang zum WC, welcher mit seinem Schwarzlicht überrascht.

    Ich muss zugeben, dass mir das Ambiente sehr gefallen hat. Man kann hier sehr angenehm viel Zeit verbringen.



    Ein weiterer Anziehungsfaktor stellt neben einem riesen verglasten Weinklimaschrank, welcher viele große Weine wie Dom Perignon, ’95er Kurg, F.X. Pichler und co beherbergt, die Präsentation der Waren dar. Das Grill Royal ist Treffpunkt für Steaks und Meerestiere. Man findet hier eine Großzahl an Premiumfleisch vor. Vom Roastbeef aus Irland über Entrecôte vom Angus Rind, T-Bone Steak, Bisonfilet, bis hin zum Wagyu, bekommt man hier jedes fleischliche Vergnügen.



    Die Fischkarte präsentiert z.b. eine im Pergament gegarte Dorade, Seezunge oder ganz klassisch den ganzen Hummer, welchen man relativ selten vorfindet (Wenn man diesen nicht unbedingt im Fischers Fritz zu dreistelligem Preis genießen möchte).

    Durch die Theken kann der Gast sich selber einen Überblick von der Frische und Qualität der Produkte überzeugen, welche sich zeigen lassen kann. Heinz Horrmann behauptet hier sein bestes Wagyu Steak Berlins gegessen zu haben, was die Internetpräsenz auch gerne vorzeigt. Lustigerweise findet sich hier auch eine Aussage aus dem Gault Millau 2009 wider: „Grill banal“. Das Grill Royal ist eben ein absolut polarisierender und kontroverser Ort.



    Doch im Grill Royal sind nicht nur die Leute auf Schau aus, was die Sicht auf die Arbeit in der Küche belegt. Hinter Glas kann man den Köchen beim Steaks auflegen zuschauen, was zugegeben sehr eindrucksvoll erscheint.



    Was die Gäste und den Service angeht:

    Das Grill Royal ist vorerst ein Szenetreff, wie das Borchardt. Man findet hier tatsächlich eine enorm hohe Zahl an Promis, vorwiegend aus der Medienbranche vor. Man kann Udo Jürgens genau so antreffen, wie z.b. Benjamin von Stuckrad-Barre. Im Vergleich zum Borchardt, sitzen hier vermehrt schräge Vögel und gnadenlose Selbstdarsteller, weniger Touristen. Der Service ist bemüht, aufmerksam und wenn man den richtigen Kellner zugewisen bekommt, kann man hier einen zuvorkommenden Service erleben. Doch die Serviceleute können auch anders, sofern der Gast es so will.



    Die Gerichte und Weine sind sorgfältig ausgewählt. Man bekommt, wenn man will, neben Wagyu auch mehrere Wochen luftgereiftes Färsenfleisch vom Rittergut Temmen in Bio-Qualität oder Käse vom Affineur Waltmann. Das Grill Royal schafft damit ein sehr lockeres Ambiente zum Genießen, wenn auch zu deftigen Preisen.

    Dabei werden die hervorragenden Produkte nicht verfeinert, nicht zu vollem Ausdruck gebracht, wie man es von Sterneetablissementes gewöhnt ist. Hier stehen einfach die Produkte an sich im Vordergrund.



    Der ganze Hummer vom Grill wird simpel mit Cocktailsauce serviert. Anbei gibt es saftigen Blattspinat. Zum Steak kann man die tpischen Beilagen wählen, wie Vichy Karotten, Röstkartoffeln, pommes allumettes oder grünen Bohnen. Alle Beilagen werden in sehr heißen kleinen Gußeisenschüsseln serviert. Das Fleisch kommt auf dem großen Speiseteller, ohne Verzierung, nur das reine Stück Fleisch.



    Steaks sind optimal zubereitet, was nicht wirklich verwunderlich ist, wenn Mitarbeiter mit Fleischqualitäten arbeiten müssen,die teilweise das Kilo im dreistelligen Preisbereich angesiedelt sind. Die Desserts sind überschaubar und bieten gewohntes, jedoch kommt man nach einem ordentlichen Steak nicht immer zum süßen Vergnügen.

    Um auf die aktuelle Bewertung des Grill Royals im Gault Millau zurückzukommen:

    Mit 12/20P wird das Restaurant hier ziemlich abgewertet. Auch wenn man zugibt, das Gargrade und Qualitäten hier stets zufriedenstellend sind, wird von einer simplen Küche gesprochen, jedoch im abwertenden Sinne.

    Gerade hier greift meinem Erlebnis nach, das Bewertungssystem nicht. Der Guide stellt fest, dass hier eben so gekocht wird, wie es in einem Steakhouse üblich ist (mal abgesehen davon, dass man hier hervorragendes Fleisch bekommt). Dies dann abzuwerten, ist jedoch völlig lächerlich. Denn das Grill Royal setzt diesen Küchenstil bewusst um, nur eben auf qualitativ sehr hohem Niveau. Man versucht hier gar nicht neue Geschmackserlebnisse zu bieten oder eigenständige große Kompositionen, geschweige denn Gourmetküche.

    Doch daran ist nicht all zu viel auszusetzen, denn ist es nicht auch gut, wenn es auf einem hohen Niveau Restaurants gibt, die die Lücke zwischen Sternerestaurant und einfacher Wirtsstube schließen?

    So kann man über das Grill Royal und sein Klientel zwar geteilter Meinung sein. Was das Speisen – und Weinangebot angeht, gibt es rein objektiv betrachtet jedenfalls (für ein Grill house), weniger zu bemängeln, als viele Bewertungen es auszudrücken scheinen.

    Man findet hier vielleicht einen der attraktivsten Treffpunkte vor, welcher die Verbindung von guter Küche, In-location, Treffpunkt, lässigem Ambiente und Qualitätsbewusstsein gelingt. Leider sitzt man hier aber auch nicht gerade unter vielen Sympathisanten.



    Grill Royal

    Friedrichstraße 105b

    10117 Berlin

  • #2
    Sehr interessanter Bericht.
    Finde ich gut, dass sie dem Grill so aufgeschlossen gegenüberstehen.

    "Grills" der gehobenen Art lassen sich meiner Ansicht nach in das selbe Schema pressen wie Gourmetsrestaurants, auch wenn es oft besser schmeckt.
    Ein gutes Steak esse ich am liebsten im Steakrestaurant und nicht im Gourmet, denn da ist meist das Fleisch nicht so schmackhaft.


    Gruß!

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    • #3
      Zitat von Budi Beitrag anzeigen
      Man versucht hier gar nicht neue Geschmackserlebnisse zu bieten oder eigenständige große Kompositionen, geschweige denn Gourmetküche.
      Genau deshalb, denke ich, sollte man die Küchenleistung eben auch nicht zu hoch bewerten. Eine klare Linie bzw. gute Produkte sind ja hübsch, doch Innovation und Verfeinerung dürfen - so sagt der verwöhnte Feinschmecker in mir - nicht ganz vergessen werden!

      Zitat von Budi Beitrag anzeigen
      Leider sitzt man hier aber auch nicht gerade unter vielen Sympathisanten.
      Welche Sympathisanten?


      Besten Dank jedenfalls, lieber Budi, für Ihren anschaulichen Bericht (und die guten Fotos)!

      Grüße,
      Mohnkalb

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      • #4
        Ein Grill kann ähnlich wie z.b. ein Kabinetts Riesling, bei Bewertungen die theoretische Höchstzahl niemals erreichen.
        Doch nichtsdestotrotz, man trinkt ja nicht auch nur ausschließlich TBAs oder Eiswein, weil diese automatisch die höchsten Bewertungen bekommen. Ein einfacher Riesling mit Ansiedlung in den hohen 80er Punkten, tut doch auch mal genau so gut. Hier sagt ja dann auch keiner: "Gut, schmeckt nur nicht wie ein Süßwein, der Kabinett".

        Genau deshalb verstehe ich den Gault Millau hier nicht komplett. Von mir aus, sollen doch die 12/20 gerechtfertigt sein. Doch warum dann ein derartig vernichtender Text, mit Intention: "Keine Gourmetküche", irritiert mich.

        Es ist ein Grill, wäre der Gast nicht viel unzufriedener, wenn er dann hier gar keinen vorfindet?

        Deshalb greifen hier 12/20 Punkten gar nicht. Was fängt man damit nun an? Wenn ich hier erstklassige Steaks bekomme, gewohnte Zutaten und einen geschulten Service in eigenständigem Ambiente und dazu für ein Steakhouse noch eine verblüffend gute Weinkarte, was will ich dann mehr (von einem Steak house).
        Innovation wird hier ja auch kaum erwartet.

        Zum Publikum: Nun ja, muss jeder selber wissen, eben wie beim Borchardt (teils). Wenn man da so stark drauf achtet, sitzt man vermutlich sowieso mit der falschen Person am Tisch.

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        • #5
          Zitat von Budi Beitrag anzeigen
          Ein Grill kann ähnlich wie z.b. ein Kabinetts Riesling, bei Bewertungen die theoretische Höchstzahl niemals erreichen.
          Doch nichtsdestotrotz, man trinkt ja nicht auch nur ausschließlich TBAs oder Eiswein, weil diese automatisch die höchsten Bewertungen bekommen. Ein einfacher Riesling mit Ansiedlung in den hohen 80er Punkten, tut doch auch mal genau so gut. Hier sagt ja dann auch keiner: "Gut, schmeckt nur nicht wie ein Süßwein, der Kabinett".
          Ein Kabinett kostet aber üblicherweise auch weniger als eine TBA oder ein Eiswein. Im Übrigen ist das Grill Royal aus meiner Sicht kein Riesling Kabinett, sondern ein mittelmäßiger Barossa Valley Shiraz - "hedonistisch", leicht verständlich, aber irgendwie auch ein bisschen plump .

          Ich kann die Kritik im GM nachvollziehen. Der Maßstab ist die absolute Qualität der Küche und des Restaurants. Ich denke, der GM vergleicht auch mit Restaurants in der gleichen preislichen Kategorie. Die Qualität der Küche hat den GM nicht überzeugen können. Mich persönlich hat sie übrigens auch nicht überzeugt, als ich vor ca. 5 Jahren mal dort war. Es schmeckte alles gut, so richtig gut aber nichts. Außerdem könnte es das Restaurant (außer in Bezug auf seine Gäste) überall auf der Welt in dieser Form geben.

          Persönlich denke ich, dass das Restaurant seine Berechtigung hat, die sich ja alleine an seiner Popularität zeigt. Hingehen will ich persönlich jedoch trotzdem nie wieder, wenn es sich vermeiden lässt.

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          • #6
            Zitat von fragolini Beitrag anzeigen
            Sehr interessanter Bericht.
            Ein gutes Steak esse ich am liebsten im Steakrestaurant und nicht im Gourmet, denn da ist meist das Fleisch nicht so schmackhaft.
            Hmmm... also ich war letzte Woche im Grill Royal und kann nur sagen, dass mir das American Porterhouse sehr gemundet hat

            Auch sonst war ich sehr vom Interieur und Ambiente angetan... hat etwas "clubbiges"... toll fand ich auch, dass man den Köchen hinter einer Glaswand bei der Arbeit über die Schultern schauen konnte!!!!

            Ich habe die Zeit, das Essen und den exklusiven Hennessy Cognac dort sehr genossen.
            Zuletzt geändert von karlson; 12.08.2011, 15:36.

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            • #7
              Ich habe dort auch schon mal gespeist war sehr positiv überrascht. Gefunden habe ich das Restaurant übrigens, indem ich auf
              lieferheld Postleitzahl angegeben habe um nach Restaurants zu suchen.
              Es sind jede Menge guter Restaurants auf dieser Seite registriert, so dass nicht verhungert
              Nur so als Tipp, falls jemand nicht weiß wo er essen gehen soll oder mal etwas Neues ausprobieren möchte.
              Zuletzt geändert von QWERTZ; 14.09.2011, 21:57. Grund: werblicher Link

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              • #8
                Ja genau, weil dieses Restaurant ja auch sooo unbekannt ist, dass man es nur durch eine Suchmaschine findet.:heulen: Ich habe den Link mal entfernt, da dies ja im weitesten Sinne eine Konkurrenz zu dieser Seite darstellt. Ich würde mich freuen, wenn Sie sich auch künftig mit Beiträgen beteiligen würden, die zu diesem Forum passen.
                Zuletzt geändert von QWERTZ; 14.09.2011, 22:02.

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                • #9
                  Reine Werbung....schade, wenn es so beginnt.

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                  • #10
                    Gerade gesehen, dass es ja einen separaten Thread für den Grill gibt. Insofern passt mein Bericht wohl besser hierhin:

                    Ich wollte es für den Januar ja erst einmal ruhig angehen aber nach einem sehr verkaterten Jahresbeginn und guten Freunden in der Stadt: Was eignet sich besser als ein Steakhaus, um zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen? Wir machen uns also abends auf den Weg in den berühmt-bekannten aber auch berüchtigten Grill Royal. Ich steht offenkundigen Szenerestaurants die konzeptionell auf Steaks zu hohen Preisen setzen kulinarisch ja skeptisch gegenüber aber bei meinem Erstbesuch letzten Sommer war ich angenehm überrascht - war ja gar nicht übel und auch gar nicht so teuer wie gedacht (damals ca. €200 für drei inklusive glasweisen Weinen). Kann man wiederkehren. Die Weinkarte ist zudem ebenfalls ansprechend, zwar hier und da etwas teuer aber mit viel Auswahl und z.B. auch mit bekannteren Weißwein-Flaschen ab €40 (ich meine J.J. Prüm Kabinett - nageln Sie mich bitte nicht fest).

                    An der Speisekarte (ich habe den ganzen Tag nichts gegessen und ausgeprägten Appetit) kann ich mich anfangs gar nicht sattsehen: Brust & Keule von der Ente, Roh marinierter Ostsee-Dorsch in Ceviche, klassisches Rindertatar, Plateau de fruits de mer, Hummerbisque (auf Wunsch mit halbem Hummer), usw. Das klingt alles toll und die letzte Hummerbisque oder Krustentier-Fond ist bei mir auch schon länger her.

                    Ich entscheide mich als Vorspeise für den "Roh marinierten Ostsee-Dorsch - Ceviche - mit Limette, Knoblauch, Chili und Koriander" (€15). Dieser kommt in einem tiefen Teller mit dem Dorsch leicht gekocht aber in ansprechender Qualität. Ein klassischer Start mit dem man selten etwas falsch macht und der auch hier sehr gut schmeckt - wobei mir das Ceviche im 893 Ryotei noch besser gefällt, da dort Pulpo und Zwiebel noch mehr Abwechslung reinbringen. Einzig das hier kein Löffel gebracht wird finde ich etwas unglücklich - am Ende kommt man so nämlich nicht mehr an die Vinaigrette ran.

                    Danach warten wir mehr als eine Stunde auf unsere Hauptgänge (der Grill ist so ca. halb bis dreiviertel voll) und erhalten erst auf Nachfrage Brot (offenbar vergessen).

                    Ich entscheide mich für ein simples 300g-Rinderfilet (Deutsches Schwarzbuntes, €39) und als Beilagen "Baby-Pak Choi & Bimi" (€6,5) und klassische Pommes Frites (€6,5), dazu noch 2 Saucen: Eine gute Chimichurri (€4,5) und eine mäßige Béarnaise (€4,5). Der Pak-Choi ist übersalzen ("Bimi" steht für kleinen Brokkoli oder zumindest Brokkoli-ähnlich) und das ganze ist auch nicht gut abgeschmeckt, da z.B. ganz auf dem Boden eine Chili mit dem letzten Bissen doch noch gehörig Feuer einjagt. Das Steak ist qualitativ leider nicht besonders ansprechend, ich habe eher einen "Lappen" mit geringen Röstaromen erwischt. Dieser ist nicht sonderlich gewürzt oder saftig. Auch das noch. Das wirkt eher wie ein Stück Rinderfilet welches ich auch selber bei Lidl einkaufen und in der heißen Pfanne 3 Minuten von jeder Seite zubereiten könnte. Aber in meinem ausgehungerten Zustand habe ich auch keine Lust mich vor Freunden noch mit einem vergesslichen Service zu streiten oder etwas zurückgehen zu lassen.

                    Unfreiwillig komisch dazu der Service dem beim Servieren fast schon Comedyhaft beim vorgeschnittenen Chateaubriand das abgeschnittene Endstück vom Teller auf den Boden runterrollt (bei einem Kilopreis von €150 waren das dann direkt ca. €20-30 ). Entschuldigung gab es keine, auch kein neues Steak o.Ä., Kompensation dann auch erst nach explizitem Nachfragen bei der Rechnung. Bei jemand anderem von uns wurde beim Surf & Turf dann der Hummer vergessen und erst nachdem alles aufgegessen war dieser noch separat gebracht. Bei einem Restaurant dieser Preisklasse stellt man sich das dann doch etwas anders vor und hat in mir die kürzliche Erinnerung zurück gebracht wie wir im Restaurant Epicure in Paris beobachten konnten wie einem Keller beim Servieren der Amuses Bouche der "Lolli" versehentlich in das andere Schälchen gefallen ist (an sich nicht tragisch) und der daraufhin alles wieder zurück in die Küche gebracht hat, um den Gang von vorne zu starten.

                    Auf Dessert verzichte ich, in Summe schlägt der Abend für mich mit Wasser mit €67 zu Buche. Mein italienischer Freund kommentiert: "Wie für Deutschland mal wieder üblich, €7 für Wasser". Naja, andere Länder, andere Sitten ...

                    In Summe fand ich den Abend lieblos, besonders das Kernprodukt - nämlich Steak mit Beilagen und Saucen - und war von der Service-Leistung aber auch von der Produktqualität enttäuscht. Zum Glück habe ich die Hummerbisque doch nicht bestellt. Das Geld sehe ich zukünftig dann im klassischen Fine Dining doch wieder besser angelegt und mache Steak lieber selbst zuhause. Im Steaksegment mache ich bislang einzig für das Restaurant Christophorus in Stuttgart eine Ausnahme, das dann doch in einer anderen Liga als das Grill Royal spielt. Durch die lebhafte Atmosphäre kann man hier durchaus einen schönen Abend haben, aber dann liegt der Fokus eher auf "Sehen und Gesehen werden" als auf dem Teller. Aber gut, das wusste ich auch vorher.

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                    • #11
                      Ich war letztes Jahr ein paar Mal im Grill Royal (beliebt für Geschäftsessen) und war auch nie begeistert. Das ist schon alles ganz ordentlich da, aber so richtig gut auch nicht. Um richtig gutes Essen geht es beim Grill Royal aber auch nicht, eher um das große Ganze (die Gäste, den Namen, Essen, das keinem wehtut (Steak geht immer), etc.). Privat würde ich da nie hingehen, für Geschäftsessen ist es sehr gut geeignet.

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