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Facil**

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  • Tobler
    antwortet
    Werter calvados*,

    wollen Sie Ihren Bericht hier noch etwas spezifizieren? Ich war vor einem Jahr im "Facil" jedenfalls sehr angetan. Wie ging es Ihnen? Ich ahne nur: vom Hocker gerissen hat Sie das Menü nicht unbedingt.

    Und wie haben Sie den (in seiner Art etwas eigenen) Sommelier Felix Voges – sofern er im Einsatz war – erlebt?

    Kulinarische Grüße

    Tobler

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  • calvados*
    antwortet
    Nach unserem Besuch im Restaurant Margaux war eigentlich das neue Zwei Sterne Restaurant „reinstoff“ angesagt. Aber wie schon so oft gesagt: Wer so spät kommt…… Drei Tage vor unserem Besuch in Berlin scheiterte der Versuch im „reinstoff“ noch ein Tisch für zwei Personen zu bekommen. Also hieß es um zu planen. Meine Wahl fiel schließlich auf das * Sternerestaurant Facil am Potsdamer Platz. Mein erster und letzter Besuch im Facil lag schon fast acht Jahre zurück.

    Das Restaurant, gelegen im fünften Stock des “The Mandala” Hotels, ist eine Oase der Ruhe im hektischen Berlin. Drei Seiten des Raumes sind verglast, ebenso das Dach. Mitten im Raum plätschert ein kleiner Brunnen vor sich hin. Die Tische haben untereinander einen entsprechenden Abstand, so dass man sich seinen Partner ungestört unterhalten kann.

    Die Begrüßung an diesen Abend fiel relativ kurz und fast geschäftsmäßig aus. Nachdem wir Platz genommen hatten, kam natürlich die Frage nach einem Aperitif auf. Nach längerer Zeit, bestellten wir wieder einmal einen Sherry. Die Wahl fiel auf einen Fino, Fernando de Castilla. Ein feiner fruchtiger Sherry, aber wir hätten ihn etwas kühler gewünscht. Verschiedene Sorten Brot und Butter sowie Aufstriche standen relativ schnell auf dem Tisch.

    Aus dem Menüvorschlag wählten wir jeweils ein Vier Gänge Menü aus:

    1.Taube aus der Lausitz
    2.Felsenoktopus
    3.Müritz Lammrücken
    4.Dessert
    Sowie
    1.Felsenokptopus
    2. Kabeljau
    3. Bisonfilet
    4 .Dessert

    Folgende Weine wurden für dieses Menü ausgewählt:

    2009 Gotes 0.1 Portal de Priorat

    2009 Halbstück Weißburgunder 0.1 Weingut Friedrich Becker

    2004 Cuvée X 0,375 – Weingut Knisper.

    Alle ausgesuchten Weine passten sehr gut zu dem einzelnen Gängen.

    Zum Abschluss des Abends noch einen Espresso sowie eine Marille aus der Brennerei Leismüller.

    Fazit: Alle Gericht fein abgestimmt und gewürzt, aber das Ah! Erlebnis wie am Abend vorher im Margaux stellte sich nicht ein.

    Bilder wie immer unter 29alwi.wordpress.com/2012/05/01/restaurant-facil-berlin/

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  • bsteinmann
    antwortet
    Das, werter merlan, ist schwer zu beantworten.
    Besonders, wenn man wie ich, erst den zweiten Besuch im Facil hatte.

    Aber schauen Sie sich doch noch einmal den Artischockengang an, das hatte schon was. Keine komplizierten Zutaten und doch ein kulinarisch gelungener Gang.

    bst

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  • merlan
    antwortet
    Zitat von bsteinmann Beitrag anzeigen
    Kempf ist mit dem Gezeigten für mich in Berlin im Augenblick klar die Nummer 2 hinter Christian Lohse.
    Vor knapp einem Jahr habe ich einmal formuliert, dass Kempf sich entscheiden muss, ob er mehr will oder ihm das Erreichte genügt. Interpretiere ich Ihre o.g. Aussage, lieber Herr Steinmann, richtig, dass sich der Gute irgendwie zwischen den Sternen befindet und nach dem zweiten schielt, oder hatten Sie eher den Eindruck, dass er sich mit der Rolle des primus inter pares zufrieden gibt und weiterhin auf solidem *-Niveau kocht (und damit m.E. aber auch in seiner Entwicklung stagniert)?

    Beste Grüße, Merlan

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  • bsteinmann
    antwortet
    Zitat von merlan Beitrag anzeigen
    Ihr Fazit deckt sich mit meiner Einschätzung.
    Werter merlan,

    lange habe ich darüber nachgedacht, die Küchenleistung von Michael Kempf mit anderen Berliner Köchen zu vergleichen.
    In meinem Blog habe ich davon Abstand genommen.
    Da wir hier jedoch unter uns sind, :cheers:kann ich es ja sagen:

    Kempf ist mit dem Gezeigten für mich in Berlin im Augenblick klar die Nummer 2 hinter Christian Lohse.

    KG
    bst

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  • merlan
    antwortet
    Zitat von fragolini Beitrag anzeigen
    Ich möchte hier im Forum lesen und mich austauschen.
    Ich sehe das nicht so eng. Ein Klick und ich kann den Bericht lesen, ein Klick zurück und ich kann mich austauschen.

    Im Übrigen ist die direkte Verlinkung ein "Goodie" für Club-Mitglieder. Also auch ein Anreiz für Blogger Mitglied zu werden. Win-Win nennt man das wohl. In Ordnung!

    Beste Grüße, Merlan

    PS: Ach ja, lieber Herr Steinmann, danke für Ihren Bericht nebst anschaulichen Fotos; Ihr Fazit deckt sich mit meiner Einschätzung.
    Zuletzt geändert von merlan; 23.07.2011, 13:59.

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  • fragolini
    antwortet
    Zitat von bsteinmann Beitrag anzeigen

    Mehr hierzu und die Bilder wie üblich hier.

    bst
    Auch wenn ich mich wiederhole würde ich es sehr begrüßen, wenn Sie zumindest den wesentlich Teil Ihres Berichte hier im Forum veröffentlichen. Ich möchte hier im Forum lesen und mich austauschen.
    Als Moderator sollte Ihnen das Forum näher stehen als jede andere www-site.

    Nichts für ungut.


    Gruß!

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  • malbouffe
    antwortet
    Kommt es nur mir als Leser/Betrachter so vor oder hat die Küche tatsächlich einen (programmatischen) Schritt Richtung Margaux gemacht?

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  • bsteinmann
    antwortet
    ---------------------------
    Zuletzt geändert von bsteinmann; 08.12.2012, 09:24.

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  • Federer
    antwortet
    Ich bin ein großer Freund des Facil. War schon mehrfach dort und kehre gerne zurück. Zuletzt war ich vor zwei Wochen dort, als ich geschäftlich in Berlin war. Das Wetter war absolut scheußlich, aber als man das Restaurant betrat, hat die angehnehme Atmosphäse aus Glas und Licht für ein gutes Gefühl gesorgt. Ich weiß noch, wie ich bei meinem ersten Besuch überrascht war so etaws angenehmes am Potsdamer Platz zu finden, fabelhafte Architektur.

    Mein Geschäftspartner und ich entschieden uns für drei Gänge der Mittagskarte. Die Bedienung war sehr aufmerksam und dennoch zurückhaltend, ein ideales Gleichgewicht. Der Sommelier hat uns ausgezeichnet mit außergewöhnlichen, aber treffenden Weinvorschlägen durch die drei Gänge begleitet, die mein Geschäftspartner und ich uns gönnten. Ich erinnere mich gerne an einen trockenen roten Südafrikaner zum Labskaus. Klingt komisch, funktioniert aber blendend. Als Nordlicht kenne ich Labskaus gut. Dieses war allerdings viel raffinierter, als meine Kindheitsspeise. Die ingwerige Note vom Galgant hat dem alteingesessenen etwas exotisches gegeben.

    Auch das Beuscherl vom Hirsch hat mir sehr gefallen. Ich habe mich nötigen lassen, Hirsch zu nehmen, da ich sonst kein Freund von Eingeweiden oder Wild bin, doch es hat sich gelohnt. Die strenge Note wurde von dem Sauerrahm neutralisiert und das Gericht war vorzüglich.

    Schließlich das Dessert: Die knusprigen Feigen auf Banyuls Cremeeis, war mir alles in allem etwas zu süß, aber das ist selbstverschuldet, denn man hätte es sich von der Zusammenstellung her zusammenreimen können. Das Eis war hervorragend, die ummantelte Feige ebenfalls; es war die Kombination, die mir einfach zu viel war. Für Genießer mit einem Zuckerzahn sicherlich die richtige Wahl. Ich glaube ich hätte mich für das Topfensoufflé entscheiden sollen.

    Gesättigt bin ich zurück zur Messe, freute mich allerdings, dass ich Abends noch genug Platz im Magen hatte die selbstgemachte Quittenmarmelade der überaus gastfreundlichen Vermieterin meiner Ferienwohnung (hier gefunden) zu probieren. Sehr zu empfehlen.

    Das wird mit Sicherheit nicht das letzte Mal gewesen sein, dass man mich im Facil gesehen hat, denn ich war mal wieder hellauf begeistert. Einzig meine Fehlentscheidung war mein eigenes Manko; eine Problem, das mir nicht selten begegnet.

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  • Tobler
    antwortet
    Ohne Zweifel stellen wanderin stars Ergänzungen zum gemeinsam genossenen Menü eine Vervollkommnung der Eindrücke dar, insbesondere hinsichtlich der "Weinreise". Und dass Herr Voges aus guten Gründen ein wenig milder betrachtet wurde, als ich dies tat, sei dem braven Mann auch gegönnt (siehe die Passage "Blödsinnskommentare am Nebentisch").

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  • wanderin_star
    antwortet
    …sehr zufrieden!

    Ein, zwei Anmerkungen habe ich, zu dem Bericht von Tobler noch hinzuzufügen. Immerhin war ich einer der drei Teile dieser illustren Tafelrunde.

    Alles in allem hat Tobler die Abfolge treffend beschrieben.

    So waren die zwei Amouse bouches eben genau das was man als Eröffnung zu unserem großen Menü erwarten darf – schlicht köstlich.

    Der erste Gang, also die Jakobsmuschel, war bei mir im Gegensatz zu Tobler, genau richtig. Wohlschmeckend, schöne Konsistenz, der Gang fein im Aroma und gut auf die einzelnen Zutaten abgestimmt.

    Der Flussbarsch war eine gelungene Fortführung. Mein Fisch auch cross gebraten, mir nicht zu dunkel und heiß serviert – die B-B-S-Beilage sehr schön darauf abgestimmt. Bei Tobler war da wohl zum zweiten Mal etwas schief gelaufen, er kam gar nicht dazu zu monieren – wir waren mit Essen, Wein und Gespräch zu sehr vertieft und beschäftigt… bei kaltem Fisch wäre es wohl kein Problem gewesen, diesen Gang zurück gehen zu lassen…

    Wie auch immer. Auch ich empfand den Gemüsegang als eine absolute Bereicherung in der Menüabfolge. Da Gemüse richtig zubereitet doch sehr nuancenreich im Geschmack sein kann, was hier bewiesen wurde. Auch die Holundergazpacho war sehr elegant abgeschmeckt. Erstaunt war ich über die Falaffel, die mir vom Geschmack fast schon zu gewöhnlich waren – schmeckten sehr gut, aber eben nur so wie ich sie bisher auch immer gegessen habe.

    Die Calamaretti & Risotto = ein Traum. Tobler ist hier nichts hinzuzufügen.

    Den Hirschrücken fand ich umwerfend gut, selten so zart gegessen. Sehr schön vorallem in Kombination zum Spätburgunder, von dem ich mir gleich noch einmal habe nachschenken lassen (zum Wein im Anschluss gleich mehr).

    Das Beuscherl, ich bin ein ausgewiesener Beuscherl-Fan, fand ich sehr interessant. Wobei ich dieses Gericht nicht zu der Kategorie Beuscherl gezählt hätte. Mir schmeckt das Beuscherl am besten, wenn es die notwendige Säure und Sämigkeit hat. Das war hier nicht der Fall. Dennoch war das feingehackte Hirschklein samt Zutaten ein sehr schöner Schlussakkord zu den Warmspeißen. Der Corbières dazu war als Wein interessant gemacht, das Barrique mir jedoch nicht gut genug eingebunden, geschmacklich zu vordergründig – solcherlei Tropfen gefallen mir nicht wirklich.

    Darüber hatte ich mit Herrn Voges kurz diskutiert, der das anders sah und mich auf den nachfolgenden Kuhn Riesling verwies wo das Barrique doch viel extremer zu Tage treten würde. Hier stimmte ich ihm zu, aber es war besser montiert, unterstützte die Gesamtnote ohne dabei federführend sein zu wollen…

    Kurze Anmerkung: bis auf den Corbières fand ich die Weinauswahl Voges klasse und ich habe kein Problem damit auch einmal "andere" Tropfen zu trinken, die bei mir zuhause nicht ins Glas kämen. Mit der eher reservierten Art Herrn Voges kam ich gut zu recht – wobei es sicher Sommeliers gibt die ihren Job mit mehr kommunikativer Hingabe verrichten, Geschmacksache eben. (Allerdings habe ich während unseres Menüs ein, zwei Kommentare über die ausgeschenkten Weine an unseren Nebentischen aufgeschnappt, die Herrschaften dort tranken die gleichen Tropfen wie wir. Was da zum Teil an Blödsinn verzapft und eben dies mit Herrn Voges zu thematisieren versucht wurde – ich kann ihn verstehen, wenn er sich lieber des öfteren vornehm zurück hält und seinen Job macht!

    Den Käsegang fand ich einfallsreich und schön als Übergang zum Nachtisch gewählt. Cremig, würzig, angenehm scharf und in Kombination mit dem Riesling sehr ansprechend.

    Der Nachtisch
    war toll. Den Süßwein sparte ich mir und blieb noch mit einem Glas mehr beim Kuhn.

    Fazit: hohe Kochkunst im Facil und auch wenn nicht jeder Gang ein Ausreißer nach oben war, war ich bei keinem Gang unzufrieden – im Gegenteil! Ich fühlte mich hier in jeder Hinsicht sehr gut aufgehoben (vorallem wenn ich diesen Tag mit meinem letzten Besuch von vor vier Wochen im Fischers Fritz vergleiche, würde ich Kempf höher, weil ideenreicher und besser abgeschmeckt einstufen wollen). Der zum Teil etwas schnippige Ton einer Servicekraft sollte wohl Berliner Stil sein, locker wirken – kam trotzdem anders an, na ja und auch das Servietten-in-den-Schoß-legen empfand ich auch als komplett daneben solcherlei Bevormundung hat mit Service nichts zu tun… das sei aber nur am Rande erwähnt. Ich komme sehr gerne wieder und ich hoffe in Kürze schon!
    Zuletzt geändert von wanderin_star; 08.11.2010, 00:22.

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  • merlan
    antwortet
    Zitat von Daurade Beitrag anzeigen
    Verschreiber des Monats?
    Touché, werter Daurade!

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  • Daurade
    antwortet
    Zitat von merlan Beitrag anzeigen
    mehr Feinschlief in Küche und Service Beste Grüße, Merlan
    Verschreiber des Monats?
    Beste Grüße
    Daurade

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  • Tobler
    antwortet
    Um mehr Personal ginge es im Fall des "Facil" ja nicht einmal, sondern um das "richtige"! Wie erfrischend anders es sein kann, sieht man z. B. in der "Weinbar Rutz" oder, laut Hörensagen, im "Reinstoff".

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