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MA – Tim Raue

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  • Daurade
    antwortet
    @andrécis: Das ist doch schön, dass Sie von meinem Tipp profitieren konnten und eine erfreuliche Fortsetzung in der Oranienburger Strasse genossen haben. Den Rückflug scheinen Sie gut erwischt und überstanden zu haben. Die Weinbar ist auch immer wieder ein schöner Anlaufpunkt, um einen Abend in der Philharmonie oder in einer der Kulturstätten beim Gendarmenmarkt dort bei Blutwurst und Riesling ausklingen zu lassen. Probieren Sie es beim nächsten Berlin-Besuch.

    Beste Grüße
    daurade

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  • Rouget
    antwortet
    Zitat von andrecis Beitrag anzeigen
    @ Rouget: ... finde ich es doch undankbar das ganze als reines "Geschwafel" anzusehen - Ich denke auch, dass das grundsätzliche Potential an Köchen / Koch da wäre ... nur die Motivation nicht
    O.k., o.k., war vielleicht etwas abwertend formuliert. Aber diesen Popanz um die Heiligen Drei Sterne finde ich einfach albern. Keiner solch intensiven Disskussion wert. Leute, macht doch nicht immer alles an diesen dämlichen Maccarons fest! Da wird die Wichtigkeit des Michelin wieder einmal künstlich aufgebauscht. Vermutlich sogar unbeabsichtigt. Morchel hat es neulich mit ihrem "Einsterne-Restaurant mit der Dreisterne-Küche" schön rübergebracht. Hier in Berlin gibt es mittlerweile eine Vielzahl großartiger Restaurants mit hervorrragender Küche. Ein paar davon ganz stark. Der Michelin hat eben andere Präferenzen. Basta. Nach deren Kriterien gibt es einfach keine Dreisterne-Küche. Das ist auch für jeden ohne wenn und aber nachvollziehbar der die übrigen Dreisterne-Küchen in Deutschland kennt. Und nochwas...so lange Köche und Foodies sich hier in Deutschland so verkrampft an die Michelinsterne klammern, wird es nie was mit einer trendsettenden Küchenströmung made in germany. Das Niveau der Küche in D hat mächtig zugelegt, das ist völlig richtig. Die Marschrichtung wird aber in Skandinavien, Belgien und Nordspanien vorgegeben.

    Schönen Feiertag wünscht,

    Rouget

    P.S. @andrecis: Ein sehr schöner Bericht über die Küche von Herrn Raue, den ich meinerseits so nur bestätigen kann.

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  • andrecis
    antwortet
    Erst mal danke für das positive Feedback

    @ Kimble: der Artikel ist äußerst ausladent und ich denke der Autor hat alle Aspekte eingebracht - also...
    @ Rouget: ... finde ich es doch undankbar das ganze als reines "Geschwafel" anzusehen - Ich denke auch, dass das grundsätzliche Potential an Köchen / Koch da wäre ... nur die Motivation nicht

    Zitat von Daurade Beitrag anzeigen
    Haben Sie denn bei Rutz noch ein schönes Gläschen gefunden? Mir gefällt dort besonders die Korkgeld-Regelung.
    Daurade
    Tja ... wenn es blos bei einem Gläschen geblieben wäre Ich kann nur sagen, dass Billy Wagner und Marco Mülller äußerst sympatische sehr kommunikative Menschen sind ... das war spätestens um 04.00 morgends klar :cheers:

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  • Daurade
    antwortet
    @LazyLobster: Die Weinkarte listet zwei Preise auf. Einen Verkaufspreis sozusagen zum Mitnehmen, denn rutz ist auch eine Weinhandlung und daneben die summe mit +€18.- als Preis in der Weinbar. Der Vorteil: Je teurer die Flasche -und damit geht in aller Regel die höhere Qualität einher - desto einladender wird der Preis in der Weinbar selbt. Beispiel: Eine Künstler-Hölle 1. Gewächs 2008 ksotet Sie zu € 35.-, im Restaurant dann € 53. Es macht einem einfach Spass, schauen Sie sich mal die Karte an.
    http://www.rutz-weinbar.de/downloads...nt20100413.pdf

    Beste Grüße
    Daurade

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  • LazyLobster
    antwortet
    @Daurade

    Die lautet/funktioniert wie?

    @Andre Cis

    Danke fuer den Bericht, sehr ansprechend.

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  • Daurade
    antwortet
    Danke für den schönen Bericht, lieber andrécis. Seinerzeit fanden wir den Abend ähnlich. Sehr erfreulich eigentlich und schade, dass bald Schluss ist. Haben Sie denn bei Rutz noch ein schönes Gläschen gefunden? Mir gefällt dort besonders die Korkgeld-Regelung.

    Beste Grüße
    Daurade

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  • QWERTZ
    antwortet
    Falls jetzt jemand ganz aufgeregt zum Kiosk rennt, der Artikel ist aus der März/April-Ausgabe, die neueste liegt seit dieser Woche in den Zeitschriftenregalen (da ist dann ein Interview mit Tim Raue drin, in dem er eine seiner Kreationen näher vorstellt, der aber auch hier nachzulesen ist.

    @Rouget
    Das "Geschwafel" ist für mich nur die eine Seite, die Sie ansprechen. Man kann ja auch fragen, warum kein 3-Sterne-Koch in die Stadt geht bzw. geholt wird und da liefert der Artikel für mich zumindest einige schlüssige Argumente.
    Zuletzt geändert von QWERTZ; 30.04.2010, 17:38.

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  • Rouget
    antwortet
    Zitat von Kimble Beitrag anzeigen
    Ein, wie ich finde, sehr interessanter Artikel zu dem Thema aus der neuen Effilee

    Warum gibt es in Berlin kein Drei-Sterne-Restaurant?
    Mon dieu! Warum bloß gibt es hier in Berlin kein Drei-Sterne-Restaurant? Seitenlanges Geschwafel, dabei ist die Antwort ganz einfach: Weil bei uns in Berlin kein Koch auf diesem Level kocht. Hoffmann mag am nähsten dran sein, aber eine 3-Sterne-Küche ist das eben auch nicht.

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  • Kimble
    antwortet
    Ein, wie ich finde, sehr interessanter Artikel zu dem Thema aus der neuen Effilee

    Warum gibt es in Berlin kein Drei-Sterne-Restaurant?

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  • quartalsesser
    antwortet
    Werter André,

    über Ihre Restaurantberichte freue ich mich immer besonders, weil sie so eine - mir fällt gerade kein besseres Wort ein - Behutsamkeit zeigen, eine Wertschätzung fürs Gegenüber, die aber keinesfalls zu Lasten der fachlichen Kritik geht. Der Ton Ihrer Berichte trägt zur Vielstimmigkeit des Forums bei; ich finde das sehr wichtig.

    Beste Grüße,
    Q.

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  • fragolini
    antwortet
    Danke, geehrter Andre für diesen schönen Bericht, der Lust und Laune gemacht hat, Raue einmal selbst zu besuchen.

    Klingt für mich als Fan asiatischer Küche sehr verlockend.


    Gruß!

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  • andrecis
    antwortet
    André bei Tim Raue

    Wieder frisch zurück mach 18 h in der deutschen Bundes-Hauptstadt hier nun meine Eindrücke zum Ma Tim Raue

    Prominent im Stadtzentrum von Berlin gelegen findet sich der "Ma-Restaurant Komplex" rückwärtig zum Hotel Adlon. Eine aalglatte Fassade empfängt mich, mit Flatscreens hinter den Scheiben, die Eindrücke aus dem Inneren vermitteln sollen

    Beim Eintreten stellt sich bei mir relativ unmittelbar dieses "Dubai-Feeling" ein... ja - erst mal "wow" - bzw. "wahnsinn" - was für ein grandioses, edles Design... Der "Geld spielt keine Rolle" Gedanke drängt sich unweigerlich auf - zumindest im mittleren Osten hat jener aber schon ordentlich getäuscht

    Etwas ungeschickt finde ich die Tatsache, dass der "Ma-Gast" entweder durch das "Uma" bzw. den "Krug-Room" spatzieren muss, um an seinen Tisch zu gelangen respektive um später dann die Toiletten aufsuchen zu können - ist doch irgendwie unfein für die anderen, speisenden Gäste.
    Der "Ma" Raum selber präsentiert sich in angenehmen Farbtönen in einer Art "Hinterhof" des Gebäudekomplex. Das monumentale Pferd auf dem Sockel in der Mitte des Raumes springt sofort in's Auge. Angenehme Sitzmöblitur, Blick in die Schauküche und gekonnter (alk-freier) Apero-Cocktail aus der "Sochu-Bar" leiten den Abend alsdann aufs angenehmste ein


    Die Speisekarte besteht aus Raue's "Unique-Menü" welches eine Zusammenstellung seiner Signature Dishes ist, einer à-la-carte Sektion die ein - sagen wir - mutiges Preisniveau fährt und seperat gereichter Karte mit dem sog. "Taiwan Menü". Letzteres klingt für mich spannender - € 118,-- für 6 Gänge erscheinen angesichts der teils selben Gerichter auf der ac-Karte geradezu wohlfeilst kalkuliert.

    Ich breite die edle, sehr groß dimensionierte Serviette auf meinem Schoß aus und schon kommt der 1. Gruß der Küche: ein leckeres Kürbis-Ingwer-Süppchen mit Lauch. Der Gang ist hilfreich, um sich auf das "Schärfe-Profil" von Hrn. Raue einzustellen, welches ich im übrigen als angenehm empfand (da ich gerne auch etwas schärfer essen). Ich kann aber durchaus nachvollziehen, dass dieses Essen im Gesamten alleine schon der Schärfe wegen nicht so massentauglich ist. Der eher unauffällige 2. Gruß der Küche ein Tartar im Wasabi-Maccaron...


    Ich habe zum Essen um eine Tee-Begleitung gebeten, etwas was ich Ihnen im Nachhinein sehr ans Herz legen möchte! Ich bin überzeugt, in unseren Breitengraden sind derartige Kompetenz und die Möglichkeit, so viele verschiedene, hochwertige Tees verkosten zu dürfen, enden wollend. :cheers:


    hummer, tomate & anis präsentiert sich als Sashimi vom Hummer im Tomatensud mit einer in der mitte drappierten Cocktailtomate, welche mit leicht geschärfter Hummer-Mayonaise gefüll ist. Zusätzliche Würze bekommt das Gericht von winzigen Sternanis-Baisers und Goa-Kresse - weltklasse!
    Ein blumiger "Mandarin Jasmin" Grüntee rundet das ganze vollendet ab.


    königslachs, spargel & pomelo werden von einem herben "Sencha Fukuyu" aus Japan begleitet. der Leicht angeflämmte Fisch wird gekonnt begleitet von einer Miso-Mayonnaise sowie Spargel in Stückchen und als Sud, dazu etwas Estragon sowie hauchdünne Pomelo-Stückchen - gekonnt!


    kalamar, rockefeller & eisbergsalat Roher Kalamar ist drappiert auf einem würzigen Rockefeller-Püree (sehr fein nach Staudensellerie im Geschmack) dazu eine Eisbersalat-Rolle gefüllt mit süßsaurer Zwiebel und Kapern sowie einem Meerrettischschaum. Zusätzlich bietet ein Jalapeno-Gelee spannende Würzmögichkeiten. Interessante Kombination, begleitet von einem "Chinese Vert Pi Lo Shun".


    dorade, grüner tee & soja Bestechende Produktqualität der Wildfang-Dorade welche gut mit Bambuspilz und Sojabohnen schmeckt, ein Grüntee-Sud und Zitronenschale sowie Zitronengelee würzen gut. Dazu ein "Jardin des Tuileries"


    makrele, entenleber & mirin entpuppen sich zusammen mit einem betörend floralen "Iskandar" als grandioser Hauptgang! Der Fisch schmeckt in Kombination mit der Entenleber-Terrine sowie Sesam wunderbar, zusätzlich sorgt die Sauce aus Entenfüßen und Mirin, sowie Stückchen Gai-Lan (chin. Broccoli) für ein tolles Aromenspektrum - bravo!


    Die Einstimmung auf das Dessert bildet ein Eis am Stiel von Mandarine in Grüntee-Schokolade


    Den Abschluss des Menüs bildet dann
    banane, koriander & limette, begleitet durch einen "Bjoern und Lisa" Cocktail aus der Bar. Von Links nach Rechts auf Dem Teller befinden sich Limettengelee, Limettensorbet, ein Bananen-Relisch in einer Boden-losten Praline, oben auf Bananen-Chip mit Kardamom und Koriander sowie etwas Espresso-Likör/Creme. Alles in allem nicht so überzeugend, hier war vor allem der Koriander eher dominant.

    Deshalb beschloss ich kurzerhand noch mal einen Blick in die Desserkarte zu werfen und Bestellte dann noch eine 2. Süßspeisen-Kreation mit "Blutorante, Anis und Schokolade 33 %". Auch diese ließ ich gekonnt mit einem weiteren alk-freien Cocktail begleiten.

    Dieses Dessert präsentierte sich dann überzeugender mit einem Schokoladengelee sowie 2erlei Eis von Sternanis und Orange und getrockneten Oragenscheiben - wie alle anderen à la Carte Nachspeisen für € 24,--


    Fazit:
    Tim Raue kocht eine eigentständige Autorenküche und überzeugt durch "anderswertige" und präzise Geschmacksbilder. Die Küche ist wunderbar leichtfüßig; Säure, Schärfe und Süße als Eckpfleiler sind gut austangiert. Bis auf das Menü-Dessert haben alle Gänge restlos begeistert!!
    Die Gesamtsumme mit € 225,-- ist summa summarum gut veranlagtes Geld - für mich war das Essen auf 2* Niveau.

    ps.:
    Später gab es dann noch einen interessanten Whiskey?-Cocktail mit Rosmarin in der Sochu-Bar, umrahmt von stimmungsvoller Live-Musik.
    Auf meinem Weg zur Rutz-Bar durchstreifte ich auch das "Dussmann" - danke nochmals für's aufsperren!
    Zuletzt geändert von andrecis; 30.04.2010, 09:48.

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  • Hannes Buchner
    antwortet
    Tja...von solchen Öffnungszeiten können wir in Bayern nur träumen.
    mfg Hannes Buchner

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  • andrecis
    antwortet
    Hehe hätte ich mal lieber auf der Website die Öffnungszeiten nachgeschlagen ... *räusper*

    Ich bedanke mich auf artigste weise werter Schlaraffenland...

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  • Gast-Avatar
    Ein Gast antwortete
    Ich hab' das für Sie geregelt; die bleiben morgen bis 24 Uhr geöffnet.
    Gruß s.

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