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Restaurant Tim Raue**

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  • Ein kulinarischer Berlin-Besuch ohne einen Lunch im Restaurant Tim Raue ist möglich, aber sinnlos – auch wenn die Einschränkung des Mittagsbetriebs vor der Corona-Zeit die Möglichkeiten dazu eingeschränkt hat. Dieser Besuch fand unter Corona-Bedingungen statt, die damals noch in Berlin eine Schließzeit für Restaurants um 23 Uhr vorsahen. Dies hatte zur Folge, dass natürlich auch mittags zu einer sinnvollen Zeit das Restaurant geleert werden musste, damit es wieder für den Abend vorberietet werden dann. Dies hat dann doch, obwohl wir die letzten Kleinigkeiten bereits kurz nach 14 Uhr verspeist hatten, negative Auswirkungen für uns. Wir hatten statt eines Kaffees eine Kanne Tee bestellt und saßen dann so zwar nicht auf dem Trockenen, wurden fortan aber derart vom Service aktiv übersehen, dass sich der Besuch bis 14:45 Uhr hinzog. Der Versuch, Blickkontakt aufzunehmen, scheiterte mehrfach, der Hinweis an eine nicht für uns zuständige Kellnerin, dass wir zahlen möchten, kam bei „unserem“ Kellner nicht an. Wir sahen, dass Küche und Service voll auf die Tische konzentriert waren, deren Menüs noch in vollem Gange waren. Bei allem Verständnis für diese Situation und die Umstände, war dies jedoch etwas ärgerlich für uns. Insgesamt schien mir der Service zu dem Zeitpunkt etwas hektisch.

    Ganz im Gegensatz dazu das Essen. Da die Lunchkarte sich ja nicht häufig ändert, erspare ich mir eine ausführliche Beschreibung der Gerichte. Wir wählten:
    hamachi mit melone und holunder (aus dem Gedächstnis zitiert)
    zander sangohachi, grüner rettich & sake -
    wasabi kaisergranat
    dim sum „har gau, krustentiere & bambu
    spanferkel eisbein, gelbe erbse & ingwer
    kiwi, kokosnuss & shiso

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    Der Auftakt ins Menü war wie gewohnt vielteilig. Den dünn geschnittenen Schweinebauch habe ich vermisst, aber das Spießchen ist nicht minder geschmackvoll. Der Hamachi spielt mit einer fruchtigen Schärfe schön seine sommerliche Wirkung aus. Der Zander ist süffiger und vollmundig. Der Kaisergranat ist einfach einer perfekter Klassiker mit Schärfe und schöner Saftigkeit von Fleisch. Die Dim Sum Portion ist nicht nur üppig, sondern die Sauce ist auch sehr intensiv. Das Spanferkel ist perfekt knusprig. Sie Aromen fügen sich auch irgendwie zu einer Säure und Schärfe zusammen, die europäische Assoziationen an europäischen Senf weckt. Insgesamt ist es mir eine Spur zu cremig. Das Dessert ist mehr vom Kokos und Shiso als von der Kiwi bestimmt. Dadurch ist es eher cremig-exotisch als straff und sauer.

    Kulinarisch war dies ein perfekter Lunch. Die Küche von Tim Raue macht – auch wenn sich in den vergangenen Jahren nicht mehr so viel verändert hat – Spaß. Sie hat ihre Balance in Bezug auf Süße, Säure und Schärfe, sowie auf Aromen- und Produktwirkung gefunden und bestätigt dies bei diesem Besuch erneut.

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    • Zitat von QWERTZ Beitrag anzeigen
      Ein kulinarischer Berlin-Besuch ohne einen Lunch im Restaurant Tim Raue ist möglich, aber sinnlos – auch wenn die Einschränkung des Mittagsbetriebs vor der Corona-Zeit die Möglichkeiten dazu eingeschränkt hat. […]
      Eine sehr treffende Aussage. Ich war dieses Jahr zweimal in Berlin (im März und im Juli) und beide Male zum Lunch dort. Die Berichte folgen. Der Service kam mir bisher sehr umsichtig vor, aber vielleicht war es einfach eine ungewohnte Situation, die auch an anderen Stellen zu unrunden Restaurantbesuchen geführt hat. Sie haben selbst die Einschränkungen durch die abendliche Schließungszeit um 23 Uhr angeführt. Zumindest Ende Juli – ohne diese Vorgabe – habe ich den Service wieder wie gewohnt erlebt.

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      • Ja, davon gehe ich auch aus, deswegen habe ich es auch der kulinarischen Beschreibung abgetrennt, aber es war schon so auffällig, dass ich es nicht unerwähnt lassen wollte.

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