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Rutz***

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  • #16
    Wie immer toller Bericht und tolle Bilder, dazu eine maximal treffende Beachreibung des Gutedels von Ziereisen.

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    • #17
      Werter QWERTZ, ein toller Bericht mit spektakulären Fotos. Man merkt, dass Sie gutes Essen wirklich zelebrieren.

      Ich bin Ihnen für die aktuellen Einblicke zudem sehr dankbar. Nach meinen Besuchen in den nahe gelegenen Einsunternull und Bandol sur Mer bin ich zuletzt der Stilitistik der, ich nenne sie mal,"experimentelleren" Teller etwas überdrüssig - viele Komponenten, Kombinationen die man nur erahnen kann wenn man wirklich alles kombiniert, möglichst "nicht süße" Desserts (am besten mit Schwarzwurzel, rote Beete, Sanddorn, Bucheckern, Buchholzensäften, etc.), große Teller und (so scheint es auf Ihren Fotos) verhältnismäßig immer Portionen bestehend aus 3,4 Bissen. Das wirkt mir in dieser Häufigkeit zuletzt in der Berliner Küche ein wenig verkopft?

      Ich möchte es auf keinen Fall als Kritik an Ihrem Bericht oder am Restaurant verstanden wissen! Aber ich kann mich nicht dagegen wehren beim Anblick der Fotos das Restaurants bereits in eine Schublade gepackt zu haben, die mich momentan nicht anspricht. Als Nächstes werde ich dann wohl lieber Tim Raue auf die Agenda setzen, um eine andere Stilistik in Berlin kennenzulernen.

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      • #18
        Dnke lieber frab für das Posting, denn Sie sprechen einen Punkt an, über den ich lange nachgedacht habe, wie ich ihn so in meinen Bericht einbaue, so dass er nicht falsch verstanden wird. Durch Ihre Vorlage fällt es mir jetzt leichter.
        Es gibt eine gewisse Nähe des Rutz zu dieser "reduzierten" Küche. Mir fehlt zwar das Nobelhart und das Horvath zum Vergleich. Aber in Vergleich zum reinstoff und zum einsunternull geht das Rutz diesem Gedanken am wenigsten nach.

        Für mein Empfinden werden zwar eine Aspekte aufgenommen, wie die relativ kleinen Portionen, die zu einem vielgängigen Menü führen, regionale Produkte und die Konzentration auf relativ wenige (sichtbare) Zutaten, aber hier - so mein Eindruck - geht es stärker um das Zeigen ein bestimmten Kombination, als um das "Erforschen", was man mit einem bestimmten Produkt noch alles machen kann. Es wäre also ein bisschen "brutal regiional" light - und damit sicher auch für manchen wesentlich genussorientierter.

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        • #19
          Auf "troisetoiles" gibt es einen ziemlichen Verriss zum Rutz:

          "Nach dem x-ten Gang, der zwischen*mäßig und gut schwankt, aber niemals begeistert, möchte ich jetzt nur noch ein Dessert probieren und dann bitte die Rechnung haben. Ich bin satt, aber gelangweilt."

          Interessante Gegenstimme zum positiven Bericht von QWERTZ.

          Schönen Gruß, Merlan

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          • #20
            Lieber merlan, schön, dass Sie auf den Bericht des Bloggers erwähnen. Wie Sie wissen schätze ich seine Verrisse sowieso nicht besonders, weil ich finde, er Restaurants bestimmter Stilrichtungen von einer Warte aus beurteilt, in der diese sowieso kaum eine Chance haben. Er mag's halt lieber klassisch produktorientiert und legt den Maßstab allem auf. Aber das nur am Rande.

            Zufällig saß der Herr am Abend meines Besuchs am Tisch nebenan. Dass der Abend so zu Ende ging, habe ich nicht mitbekommen, da ich in etwa als er den Lachs bekam, zum Bahnhof aufbrechen musste. In der Tat hatten sich ab ca. 20 Uhr die Wartezeiten deutlich verlängert, das Restaurant war halt voll und er kam etwas später als der große Schwung, so dass es sich vielleicht einen gewissen Engpass gab. Ich war zu dem Zeitpunkt schon kurz vor dem Hauptgang, da ist mir nicht groß aufgefallen, dass sich die Wartezeiten verlängerten.
            Auch ich habe ja berichtet, das seitens des Service die Produkte und Gerichte stets ausführlich vorgestellt wurde. Da ich allein war, fand ich das für mich als angenehm und unterhaltend. Wer aber eher sich mit seiner Begleitung unterhalten möchte, der fühlt sich da vielleicht doch eher gestört - ist, finde ich, keine unberechtigte Kritik, aber man sollte vielleicht die eigene Meinung nicht so verallgemeinern - nicht so gut, ist natürlich, dass der Service das so nicht erkennt. Nur sollte nicht gerade ein Blogger möglichst viel über ein Gericht wissen wollen, das er verspeist, weil er ja später noch darüber schreiben möchte?

            Überhaupt war der Herr W. sehr ins Gespräch mit seiner Begleitung vertieft, eigentlich redeten sie die ganze Zeit - zumindest, soweit ich es mitbekommen habe. Da habe ich mich schon vor Veröffentlichung seines Berichts gefragt, wie er überhaupt noch Details der Gerichte wahrgenommen hat und sich diese merken konnte. Meiner Meinung nach, ist es ihm auch nicht gelungen. Denn außer der Wartezeiten und der Erklärungsarie des Service beschreibt er ja kaum ein Gericht genauer.

            Mein Bericht hatte zwar einen positiven Tenor, aber ich hoffe, es wird auch deutlich, dass das Rutz höchstens im Zwei-Sternmittelfeld sehe. Auch der Hinweis, dass Aromen nicht besonders plakativ waren, machen deutlich, dass man sich schon etwas auf den Gang einlassen muss. Ich meine, es ist seinem Bericht anzumerken, dass ihm dies an diesem Abend nicht gelungen ist. Insofern überrascht mich seine Kritik nicht unbedingt. Er spricht zwei relevante Punkte an (Wartezeiten + Erklärungen seitens des Service), aber der Küche und das was auf dem Teller war, wird er meines Erachtens mit dem Bericht nicht gerecht - und das sage ich, nicht, weil die Gerichte überragend fand, sondern gerade weil sie eben "nur" gut bis sehr gut waren. Gerade da erfordert es Aufmerksamkeit zu überlegen, was fehlte und was war da.

            Ich hatte, da mir die Uhr gefühlt etwas im Nacken hing, zum Schluss auch nicht mehr die volle Aufmerksamkeit (Hauptgang und Desserts), gerade deswegen freue ich mich auf unseren Club-Abend im Juli dort, denn mein Interesse an der Küche wurde durch den Besuch geweckt.
            Zuletzt geändert von QWERTZ; 09.02.2017, 20:11.

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            • #21
              Zitat von merlan Beitrag anzeigen
              Auf "troisetoiles" gibt es einen ziemlichen Verriss zum Rutz
              Zitat von QWERTZ Beitrag anzeigen
              schätze ich seine Verrisse sowieso nicht besonders, weil ich finde, er Restaurants bestimmter Stilrichtungen von einer Warte aus beurteilt, in der diese sowieso kaum eine Chance haben. Er mag's halt lieber klassisch produktorientiert und legt den Maßstab allem auf. Aber das nur am Rande.

              aber der Küche und das was auf dem Teller war, wird er meines Erachtens mit dem Bericht nicht gerecht
              Schon interessant, dass auf diesen Blog hier in letzter Zeit so oft verdeckt oder offen Bezug genommen wird. Es ist Herrn Walther mit seiner aggressiven Wertungs-Schwarzweißmalerei offenbar gelungen, was z.B. die Sternefresser nie wirklich geschafft haben, nämlich ein echter Orientierungspunkt für die Foodie-Szene zu werden. Denn viele hierzulande scheinen ihre Eindrücke inzwischen zustimmend oder ablehnend vor allem mit denen des besagten Blogs abzugleichen.

              Dagegen wäre im Grunde nichts einzuwenden, wenn der Blog einzelne Gerichte betreffend nicht so beschreibungsarm und seine Gesamtwertungen nicht so borniert wären. Ich kann jedem nur empfehlen, Herrn Walthers Einträge mal kritisch nach guten Gründen für seine oft harschen Urteile abzuklopfen.

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              • #22
                Zitat von Mohnkalb Beitrag anzeigen
                Dagegen wäre im Grunde nichts einzuwenden, wenn der Blog einzelne Gerichte betreffend nicht so beschreibungsarm und seine Gesamtwertungen nicht so borniert wären. Ich kann jedem nur empfehlen, Herrn Walthers Einträge mal kritisch nach guten Gründen für seine oft harschen Urteile abzuklopfen.
                Genau, da ist der Rutz-Bericht bestens für geeignet.

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                • #23
                  Ich stimme grundsätzlich zu, dass die Berichte von JW seit geraumer Zeit einen sehr dogmatischen Grundtenor haben, der mitunter auch kritisch zu hinterfragen ist.
                  Auch ich hatte mal das Erlebnis, am gleichen Abend mit ihm im Restaurant gewesen zu sein. Sein Fazit damals über das Steirereck fiel auch weitestgehend verheerend aus, während wir den Abend anders erlebt und genossen haben. Aber so ist es nun mal, wenn man unterschiedliche Präferenzen hat.
                  Was ich allerdings in jedem Fall akzeptiere, ist seine Kritik an handwerklichen Schwächen wie übergartem Fisch oder dem Kalbsbries, das ich auch sehr ungern ohne Röstnoten bekommen hätte. Dass auf diese Kritikpunkte seitens des Service offenbar nicht reagiert wurde, finde ich auch nicht wirklich souverän.
                  Aber ansonsten ist ja jeder aufgefordert, auch von JW selbst, sich ein eigenes Bild zu machen.

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                  • #24
                    Falls der Fisch wirklicht übergart war und nicht nur wie bei mir eins festes Fleisch hatte (anders kenne ich Stör auch nicht).

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                    • #25
                      Schwer zu beurteilen, wenn man es nicht selbst auf dem Teller hatte... Aussage gegen Aussage halt.

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                      • #26
                        Ich sehe mich da eher auf der Seite von JW: Wenn man schon erlebt hat wie Gerichte (meistens in Dreisternern) einen aufwühlen sieht man vielleicht nicht mehr die Notwendigkeit sich auf Gerichte erst einlassen und sich dann an die wohlschmeckenden Strohhalme je Gericht klammern zu müssen und anderen dann zu unterstellen, dass diese die Gerichte schlicht nicht verstehen. Aber diese längere Diskussion hatten wir ja schon nach meinem Vendome-Bericht.

                        Aber ich beobachte zuletzt auch eine Veränderung bei JW: Es ist in den Berichten in letzter Zeit ein noch stärkerer Fokus darauf die deutsche Esskultur verändern zu wollen und gerade deutsche Restaurants einer gewissen Stilistik werden von ihm besonders kritisch "examiniert". Bzgl. der Stilistik sollten wir allerdings auch anerkennen, dass er sich z.B. über das Sosein überschwänglich geäußert hat und es bereits auf ein Zwei Sterne-Niveau heben wollte.

                        @Mohnkalb: Mir gefallen die "bornierten Wertungen", da ich nach Orientierungspunkten suche. Warum wäre ich sonst z.B. in diesem Forum aktiv? Das die Sternefresser dies nicht geschafft haben: Ich kann mich über die ganze Zeit nur an einen einzelnen wirklich kritischen Bericht erinnern (Schuhbecks Tiroler Stuben) - es wirkt auf mich (Vorsicht, jetzt wird es plakativ!) alles weichgespült und einfach nur wie eine Marketing-Plattform schöner Bilder. Wobei auch diese zuletzt mehr und mehr kritische Elemente einfließen lassen.

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                        • #27
                          Zitat von Frab Beitrag anzeigen
                          Das die Sternefresser dies nicht geschafft haben: Ich kann mich über die ganze Zeit nur an einen einzelnen wirklich kritischen Bericht erinnern (Schuhbecks Tiroler Stuben) - es wirkt auf mich (Vorsicht, jetzt wird es plakativ!) alles weichgespült und einfach nur wie eine Marketing-Plattform schöner Bilder.
                          OT: Bei den Sternefressern sollte man deren eigenen Hinweis nie außer Acht lassen: "Unser Besuch wurde vom Restaurant unterstützt."

                          Dies ist nach Bekunden von JW bei "troisetoiles" wohl nicht der Fall. Insofern ist er auch für mich eine zumindest lesenswerte Stimme, aber sicherlich kein Orientierungspunkt.

                          Schönen Gruß, Merlan

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                          • #28
                            Aus meiner Sicht hat ihm das Sosein vor allem wegen des Umgangs mit den Produkten gefallen - insofern passt es zu seiner Vorliebe und anderen positiven Besprechungen.

                            Der Punkt des Einlassens auf eine Küche geht hier aus meiner Sicht in eine ganz andere Richtung als in der Diskussion seinerzeit über Wissler.
                            Wenn man das erste Mal in ein Restaurant geht UND darüber auch noch etwas ausführlicheres im Netz publizieren möchte, benötigt man schon eine gewisse Konzentration auf das Essen. Ich stelle es manchmal nach sehr angeregten Gesprächen während eines Club-Dinners fest, dass es mir deutlich schwerer fällt, einen Gang fürs Forum konkret zu beschreiben, als bei einem Abend, an dem ich allein am Tisch saß.

                            Und dieser Bericht zeigt mir, dass ihm diese Konzentration offensichtlich fehlte, an diesem Abend. Denn es wird ja kein Gericht aus dem Rutz genauer beschrieben. Es geht um Wartezeiten, Erklärungen des Service und ein vermeintlich zu weit gebratenes Stück Fisch - das gepaart mit einer grundsätzlich kritischen Haltung gegenüber der Stilrichtung des Rutz. Was soll da rauskommen? Ist das nicht ein bisschen dünn, für jemanden der sich klar sein muss, dass er eben für viele Leute ein "Orientierungspunkt" ist und sich ganz offensichtlich auch als solchen sieht (s. Videos bei SPIEGELonline)? Und wenn man ein Orientierungspunkt ist, hat man - ob man will oder nicht - eine Verantwortung.
                            Sein Bericht halt nicht ein x-beliebiger auf TripAdviser, sondern in einem der führenden Restaurantblogs des Landes. Meines Erachtens müsste man da präziser sein, über das was auf dem Teller war, oder eben nicht war und sich nicht so an "Sekundärtungeden" aufhalten.
                            Ich finde, seine Kritik geht auch nicht vollkommen fehl - wie gesagt - das Rutz hat auch meiner Sicht eine eher mittlere Zwei-Sterne-Leistung gezeigt. Aber ich finde, so einfach, wie er es sich in dem Bericht gemacht, darf man es sich als Schreiber mit einem gewissen Einfluss nicht machen und deswegen braucht man eben mehr Aufmerksamkeit. Denn Kritiken&/Berichte schreiben ist Arbeit (eine sehr schöne, wie ich finde) und nicht einen lustigen Abend haben und dann hinterher mal eben was zusammenschreiben.

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                            • #29
                              Vielleicht sollte man auch nicht vergessen dass es bei allen angeführten Seiten ja jeweils nur um die Beschreibung eines einzigen Essens geht. JW merkt das manchmal an, aber zumindest die Leser, die sich oft nach einem Verriss auf Facebook zu Wort melden, bedanken sich meist für die hilfreiche Warnung und mit dem festen Vorsatz das Restaurant ganz meiden zu wollen. Ich finde seine Berichte oft sehr nachvollziehbar, es gibt aber unter seinen Topempfehlungen auch die eine oder andere Gaststätte wo ich (zeitnah) meine allerschwaechsten *** Erlebnisse hatte. Und ich meine wirklich schwach (nicht nur "nicht ganz mein Geschmack"). Und umgekehrt hatte ich ein sehr erfreuliches Erlebnis im Piazza Duomo, wo nach seiner Einschätzung ja das Essen generell fast ungeniessbar sein soll. Man sollte das alles als Leser (aber auch als Schreiber...) ein bisschen weniger apodiktisch sehen.

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                              • #30
                                Für Leser ohne Gusto-Zugang, im Moment ist deren Rezension eines vorherigen Menüs frei online verfügbar. Nur mal so zum Vergleich zum Trois Etolies-Bericht bzgl. kulinarischer Substanz in der Schilderung - und btw. mit 8 Pfannen+ stimme ich vollkommen überein.

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