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  • QWERTZ
    antwortet
    Wie ich von einem Kollegen höre, war im Januar die Online-Reservierung im Gourfleets erst ab Februar möglich... klingt alles hochprofessionell.

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  • glauer
    antwortet
    Zunaechst mal gehoert derjenige gefeuert, der sich diesen daemlichen Namen ausgedacht hatte. Auf mich hat sowas ja doch Wirkung und in HH waere es fuer mich ganz automatisch ganz unten auf der Liste gelandet.

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  • rocco
    antwortet
    Zitat von Sphérico Beitrag anzeigen
    Lieber passepartout, Danke für Ihre spitze Feder. Aber unter Berücksichtigung Ihrer professionellen Einschätzung in den voherigen Sätzen ist es ja nicht die Frage der Größe, sondern (um im Bild zu bleiben und Herrn Kahn zu zitieren) ob man die Eier hat, eine Flaute nach dem Hin und Her auch mal auszusitzen.
    Ob nun klein oder groß oder Eier...

    Vielleicht war das Hotel-Management auch einfach der Ansicht, dass das Gourfleets auch mit langem Atem und Michelin-Stern nicht den Effekt haben wird, den sich das Hotel wünscht (Prestige fürs Hotel zum Beispiel). Jedenfalls nach meiner Ansicht ist das Steigenberger Hotel auf der Fleetinsel kein Hort der Gemütlichkeit, eher ein funktionales Business-, Veranstaltungs- und Touristenhotel, vielleicht vergleichbar mit dem Interconti in Berlin. Ich war zwar noch nicht im Restaurant unten, aber die Beschreibung auf dem Blog Trois Etoiles hört sich so an, als könnte dort wer auch immer kochen, es käme trotzdem keine rechte Freude auf. Wenn trotz Spitzen-Küche die Auslastung schlecht bleibt, was will man da noch machen? Monat für Monat Geld verbrennen? Dafür schien mir das Projekt dann doch nicht ambitioniert genug.

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  • Sphérico
    antwortet
    Zitat von passepartout Beitrag anzeigen
    aber es ist mal wieder ein feines Beispiel von jemandem der was Großes will aber nen Kleinen hat.
    Lieber passepartout, Danke für Ihre spitze Feder. Aber unter Berücksichtigung Ihrer professionellen Einschätzung in den voherigen Sätzen ist es ja nicht die Frage der Größe, sondern (um im Bild zu bleiben und Herrn Kahn zu zitieren) ob man die Eier hat, eine Flaute nach dem Hin und Her auch mal auszusitzen.

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  • Sphérico
    antwortet
    In der Tat sehr schade für den Raum Hamburg. Wäre ich vor Ort, mich hätte J3Ds toller Bericht sofort dorthin gezogen.
    Es ist immer wieder erstaunlich, wie Schließungen erklärt werden. Mal unabhängig von der Tatsache, daß der Grund ja auch garnicht öffentlich diskutiert werden müßte...

    MkG, S.

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  • passepartout
    antwortet
    aus dem Stand nen Stern kochen ist teuer und wer meint sofort nach der angestrebten Auszeichnung wäre das unterfangen lukrativ ist ein idiot. wer aber noch vor dem Erscheinen des wichtigsten Führers die Hosen voll hat, die Brigade feuert und dann wenn das Ergebnis doch kommt zurück rudert hat die Hose gestrichen voll. und wenn dann noch einer glaubt dass jetzt binnen 14 Tagen die gästezahlen stimmen und die Brigade nach wie vor sehr sorgfältig mit den zur Verfügung gestellten Ressourcen umgeht, der ist nicht mehr zu retten. im Pur ist es wohl ordentlich zu Ende gegangen aber vielleicht fragt man als foodbtante respektive Onkel mal beim Ritz nach, was im Vitrum zum Ende hin mit der foodcost los war.

    die angestellten tun mir leid aber es ist mal wieder ein feines Beispiel von jemandem der was Großes will aber nen Kleinen hat.

    Gute Nacht

    Passepartout

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  • Jürgen3D
    antwortet
    Zitat von QWERTZ Beitrag anzeigen
    dass in den Köpfen der potenziellen Kunden überhaupt bekannt ist, dass es das Gourfleets gibt.
    Ich hatte von der Existenz des Gourfleets vor der Sternevergabe auch nichts mitbekommen.

    Zitat von quartalsesser Beitrag anzeigen
    "ah ja, der Schreiber mit seiner euro-asiatischen Küche, war ich zuletzt vor >5 Jahren
    Genau so sah es bei mir auch aus.

    Ich hatte da ohnehin ein schlechtes Gefühl und wollte den reservierten Termin nicht verschieben, deshalb war ich alleine dort. Trotzdem finde ich es schade, die Küche hätte mehr Erfolgt verdient gehabt.

    Gruß
    Jürgen

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  • quartalsesser
    antwortet
    Kein Widerspruch - meine Mutmaßungen sind durchaus auch als Gründe lesbar, warum es dass "Gourfleets" nicht über die Wahrnehmungsschwelle (inkl. Medienberichterstattung) geschafft hat. Und Stichwort Speicherstadt: Hilft am Standort Steigenberger natürlich auch nicht, wenn wenige Ecken weiter ein Besuchermagnet in Gestalt eines neuen Stadtviertels wächst - da wird im Zweifel der touristische Schauwert höher priorisiert als die kulinarische Qualität.
    Von 100 kulinarisch grundsätzlich interessierten Hamburgern hätten beim Stichwort "Steigenberger-Restaurant" wahrscheinlich 70 ratlos mit den Schultern gezuckt, 25 gesagt, "ah ja, der Schreiber mit seiner euro-asiatischen Küche, war ich zuletzt vor >5 Jahren" und max. 5 wären auf das Gourfleets gekommen 4 davon mit dem Zusatz "ist schon wieder geschlossen, oder?"

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  • QWERTZ
    antwortet
    Lieber Q. - Ihre Gedanken setzen vorauss, dass in den Köpfen der potenziellen Kunden überhaupt bekannt ist, dass es das Gourfleets gibt. Das ist nach meinem Empfinden nicht der Fall. Das Problem fing schon mit dem Namen an. Zeitglich hat in der Speicherstadt ein Restaurant mit fast gleichem Namen aufgemacht usw.

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  • quartalsesser
    antwortet
    Mit diesen Link sollte es funktionieren: http://mobil.abendblatt.de/hamburg/a...n-das-Aus.html

    Ich könnte mir vorstellen, dass dem Ganzen einfach zu wenig Zeit gegeben wurde. Um das grundsätzlich Sterne-affine Publikum zu gewinnen, waren vielleicht auch die Aufwertungen im Norden in der letzten Zeit zu zahlreich und dann im Vergleich zum "Gourfleets" einfach spektakulärer (*** für Fehling). Für die große kulinarische Oper mit Hotel-Background gibt es in HH inzwischen drei Adressen mit **, deren Ausstrahlung zudem weniger aseptisch ist als die des Steigenbergers. In der Rubrik "jung und ambitioniert" haben es in einer Großstadt hingegen m. E. Restaurants außerhalb von Hotels leichter (Küchenwerkstatt, chezfou). Und dass das Restaurant quasi unmittelbar nach Sternvergabe erst mal geschlossen war, war mit Sicherheit verheerend.

    Grüße
    Q.

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  • QWERTZ
    antwortet
    Der Artikel ist leider nicht direkt einsehbar, daher kurz die Zusammenfassung: in der Tat soll bereits im November das Aus beschlossen worden sein, die Folge waren die hier schon diskutierten "Betriebsferien". Mitarbeiter sollen zurückgeholt worden sein und der stellvertretende Restaurantleiter wird mit der Aussage zitiert, die Wiedereröffnung soll damals auf Dauer angelegt gewesen sein. Dann verweist die Unternehmenssprecherin noch auf die hohen Kosten und darauf, dass der Bau einer Terasse zu spät gekommen sei.

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass das Problem war. Auch die "hohen Kosten" können ja niemanden überraschen. Ich denke eher, dass die Martplatzierung nicht funktioniert hat, was leider die Mitarbeiter im Restaurant am wenigsten zu verantworten haben.

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  • rocco
    antwortet
    "Unser" Jürgen3D scheint mit der letzte Gast im Gourfleets gewesen zu sein: http://www.abendblatt.de/hamburg/art...n-das-Aus.html

    Das Konzept mit der nordisch-regionalen Küche fand ich prinzipiell gut. Selber hätte es mich wahrscheinlich in nächster Zeit nicht ins Gourfleets gezogen. Schade ist es gleichwohl, wenn in Hamburg noch eine weitere potenziell interessante Adresse schließt.

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  • rocco
    antwortet
    Zitat von Mohnkalb Beitrag anzeigen
    Ihr Bewertungssystem finde ich intuitiv sehr einleuchtend, da es die Realität gut abbildet. Mal isst man hier und mal isst man da - unter Bedingungen, die einfach nicht vergleichbar sind. Was dann als lecker zählt, hängt dann zu Recht von den verschiedenen Erwartungshaltungen ab. So funktioniert Sprache nun mal. Ein großer Mann kann ein kleiner Basketballspieler sein, ein hoher Couchtisch ein niedriges Möbelstück. Und sicherlich hat Rocco nur deshalb explizit nachgefragt, da hier so viele (mich eingeschlossen) Ihr Bewertungssystem so originell und brauchbar finden.
    Stimmt. Ich hatte nachgefragt, da mir nicht klar war, dass die Einschätzungen "Ganz lecker" usw. jeweils innerhalb der relevanten Kategorie zu betrachten sind. Pardon, lieber Jürgen, dass wir so oft darauf rumreiten, aber es ist einfach tatsächlich so originell. Ich muss auch sagen, dass ich für solch ein eigenes System, das jeweils innerhalb einer Kategorie zu sehen ist, große Sympathie habe. So wie zum Beispiel im Guide Hachette (französischer Weinführer) Weingüter/Weine jeweils innerhalb ihres Gebietes bewertet werden. Drei Sterne (von drei) und ein Coup de Coeur (wurde in der deutschen Fassung mit "Liebeserklärung" übersetzt) für einen Sancerre Rouge sind also nicht vergleichbar mit drei Sternen und einem Coup de Coeur für einen Richebourg, obwohl beide aus Pinot Noir erzeugt werden. Ich finde allerdings manchmal ein einfaches, gut gemachtes Essen im Bistro sogar besser als ein mittelmäßiges Sterne-Menu.

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  • Mohnkalb
    antwortet
    Zitat von Jürgen3D Beitrag anzeigen
    Mein Bewertungssystem ist vielleicht nicht leicht zu verstehen, vielleicht ist es auch etwas unlogisch aber ich vermeide so absolute Noten. Wenn ich Essen gehe erwarte ich immer das es sehr lecker ist, egal ob ich in einer Imbißbude, einer Pizzeria, beim Chinesen, in gehobener Gastronomie oder in einem Sternerestaurant esse.
    Ihr Bewertungssystem finde ich intuitiv sehr einleuchtend, da es die Realität gut abbildet. Mal isst man hier und mal isst man da - unter Bedingungen, die einfach nicht vergleichbar sind. Was dann als lecker zählt, hängt dann zu Recht von den verschiedenen Erwartungshaltungen ab. So funktioniert Sprache nun mal. Ein großer Mann kann ein kleiner Basketballspieler sein, ein hoher Couchtisch ein niedriges Möbelstück. Und sicherlich hat Rocco nur deshalb explizit nachgefragt, da hier so viele (mich eingeschlossen) Ihr Bewertungssystem so originell und brauchbar finden.

    Grüße, mk

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  • lagomaggiore
    antwortet
    Zitat von Jürgen3D Beitrag anzeigen
    Nein, nein, das ist überhaupt nicht vergleichbar, das Gourfleets war um Klassen besser. (...)

    Gruß

    Jürgen

    Werter Jürgen,
    wie ist das zu verstehen? Was macht denn dann den Unterschied für Sie aus, wenn einfache "bäuerliche" Küche und feinste Gourmet-Küche gleich lecker für Sie sein kann?
    Aus all Ihren -auch dieses Mal wie immer- sehr interessanten und inspirierenden Menübeschreibungen kann ich als Wertungsdimension außer der Leckerheits-Dimension "lecker" versus "nicht lecker" (oder gar ekelhaft?) keine einzige Wertungsdimension erkennen, die es erlauben würde, zwischen sog. einfacher Küche und Gourmet-Küche zu unterscheiden.
    Aber trotzdem schreiben Sie, dass das Essen im Gourfleets überhaupt nicht vergleichbar gewesen sei mit demjenigen im Cristinas.
    Sie erwähnen noch die Dimension "aromatisch" versus "nicht-aromatisch". Aber auch darin vermag ich nicht unbedingt ein Unterscheidungsmerkmal zwischen den beiden Küchen-Kategorien zu erkennen.
    Aber es muss ja doch etwas Bedeutsames, sehr Unterscheidendes geben, sonst würden Sie und ich und alle anderen nicht mit Begeisterung in teure Gourmet-Restaurants gehen, sondern stattdessen lieber gleich und ausschließlich in preiswerte Gaststätten mit gleich leckeren und gleich aromatischen Speisen, oder?
    Was mag das sein?
    Zuletzt geändert von lagomaggiore; 30.01.2013, 21:07. Grund: Grammatik

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