Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

The Table - Kevin Fehling ***

Einklappen
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Lieber QWERTZ, auch von mir vielen Dank für diese wertvolle Einschätzung! Mein Interesse ist geweckt. Wenn's klappt, werde ich 2016 mal in Hamburg vorbeischauen.

    Kommentar


    • Werter QWERTZ, auch ich schliesse mich an. Trotz aller "Vorbehalte" meinerseits über das Konzept steht ja in erster Linie der Genuss. Und was dort auf den Teller gekommen ist ,sieht spannend und lecker aus.

      Kommentar


      • Für Sept. gibt es noch freie Plätze, ich habe reserviert.
        Frage. Wo kann man in der Nähe vernünftig übernachten?
        Für Hinweise bin ich dankbar.
        calvados

        Kommentar


        • Wenn's um die Nähe geht, sind glaube ich das 25hours Hafen City oder ein paar Schritte das neue Ameron Speicherstadt valable Kandidaten. Habe aber in noch keinem der beiden genächtigt...

          Kommentar


          • Hallo Kuechenreise Danke für die schnelle Antwort. Beide Hotels waren auch bei mir in der engeren Auswahl. Werde mich für das 25hours entscheiden.
            calvados*

            Kommentar


            • Zitat von calvados* Beitrag anzeigen
              Hallo Kuechenreise Danke für die schnelle Antwort. Beide Hotels waren auch bei mir in der engeren Auswahl. Werde mich für das 25hours entscheiden.
              calvados*
              Gute Wahl, ein schönes Hotel. Das Ameron Speicherstadt hat eine etwas nüchterne Atmosphäre dagegen.

              Kommentar


              • Zitat von calvados* Beitrag anzeigen
                Für Sept. gibt es noch freie Plätze, ich habe reserviert.
                Frage. Wo kann man in der Nähe vernünftig übernachten?
                Für Hinweise bin ich dankbar.
                calvados
                25 Hours in der Hafencity oder in der südlichen Innenstadt. z.B.Mariott.

                Kommentar


                • Wenn man über den Wandrahmsteg läuft ist man gut zehn Minuten z.B. auch beim Henri - kenne ich nur dem Namen nach, sieht auch ganz stylish aus.

                  Kommentar


                  • Wir waren jetzt auch im The Table und ich kann nur sagen: große Show, ein wunderbarer Abend. In aller Kürze:

                    - Ambiente: perfekt, die Stühle bequem, Unterhaltung problemlos möglich, schönes Licht, stimmungsvolle, ganz vielleicht hier und da etwas laute Musik, der Interaktionsgedanke zwischen Küche, Service und Gästen noch besser als ich es mir vorgestellt hatte. Mit den Nachbarn kommt man ins Gespräch, man kann es aber auch lassen, wenn man will.

                    - Essen: Meine Lieblingsgänge waren bei den Amuses das Aal-Bun, der Melonen-Burrata-Macaron und die Austern, dann die Makrele, mit etwas Eingewöhnungszeit auch die Foie Gras, die Ente und bei den Desserts die Wundertüte. Die Küche ist so wie auch im La Belle Epoque unaufgeregt, innovativ, aber eher auf einer inspiriert-erzählerischen Ebene als auf einer technisch und auf Effekte aus seienden Ebene. In jedem Fall war dieses Menü über das Gesamtmenü hinweg geschmacklich eher auf der fruchtigen und mit der Süße spielenden Seite. Die große Ausnahme davon ist der Makrelengang, der mir und meiner Begleitung aber gerade deshalb am besten gefallen hat. Es gab nur einen Gang, mit dem ich Schwierigkeiten hatte, und zwar die Jakobsmuschel "LBE". Hier erschienen mir der Rhabarber und der Waldmeister insgesamt sehr dominant und der Hauptteller mit einer halben Jakobschmuschel in einer Art Waldmeistersud zu ölig und schwer. Die Jakobsmuschel hatte in allen drei Kombinationen Schwierigkeiten, zur Geltung zu kommen, wobei dies beim Carpaccio am besten gelang. Am spannendsten war eigentlich der Foie Gras Gang, der auch im Nachhinein richtig schöne Tom Kha Gai Assoziationen weckt. Ich persönlich hätte wohl zwei bis drei Elemente weggelassen (z.B. den Reis), aber im Gesamteindruck war das wirklich richtig klasse, vor allem, wenn man Herrn Fehlings Hinweis befolgt, nicht alle möglichen Einzelteile für sich zu probieren, sondern sich beherzt von allem zu bedienen.

                    - Wein: wir haben ein, zwei Schlücke aus der Weinbegleitung probiert und waren von der Auswahl angetan. Auch die Karte bietet einige schöne Flaschen. Angesichts voller Weinkeller haben wir unseren eigenen Wein (gegen ein faires Korkgeld) mitgebracht. Begonnen haben wir mit einem Krug Grande Cuvée, den wir bis einschließlich der Foie Gras getrunken haben. Den hätte man auch das ganze Menü durchtrinken können. Hier und da passte er nicht optimal (Foie Gras und Champagner passt aus meiner Sicht eigentlich nie so richtig), überwiegend aber schon. Bei der Makrele hatte der Krug seinen Höhepunkt. Dann sind wir umgestiegen auf einen 2001 Zind-Humbrecht Riesling Clos Windsbuhl, der schön gereift war, aber voller aus dem Glas springender Energie. Seine dezente Restsüße hatte er geschmacklich überwiegend abgelegt und kam auch mehr über den Gesamteindruck als über Einzelaromen. Am besten gefiel er mir erstaunlicherweise zur Ente. Zu den Desserts hatten wir dann noch eine halbe Flasche 2005 Dagueneau Jurancon Jardins de Babylone, der zu den "Oliven" nicht so gut passte (dafür umso besser die von Herrn Eitel vorgeschlagene Sauvignon Blanc Auslese), dafür zu der Wundertüte sehr gut.

                    Ich fand das Restaurant sogar noch besser als ich es mir vorgestellt hatte. Elegant, aber am Ende doch unprätentiös und locker, sehr kommunikativ, aber trotzdem unkompliziert, weil man sich nicht die ganze Zeit auf das Essen konzentrieren muss, sondern sich auch länger einfach miteinander unterhalten kann. Die Küche ist mindestens auf La Belle Epoque Niveau und hat auch ihre eigene, unverwechselbare Handschrift. Ich könnte mir vorstellen, dass das erste Menü im neuen Restaurant das schwierigste ist und dass sich die Küche in den nächsten Monaten und Jahren doch ein bisschen mehr vom LBE Stil weg entwicken wird. Am besten hat mir das Menü im The Table gefallen, wenn es etwas reduzierter wurde (wie bei der Makrele oder auch bei der Ente), aber ich denke, das einfach lustvolle Gabel- bzw. Löffelvollladen bei den Gängen mit vielen verschiedenen Elementen werde ich mit der Zeit auch noch lernen und zu schätzen wissen. The Table ist für mich ein Riesengewinn in Hamburg und ich habe gleich wieder reserviert.

                    Kommentar


                    • lieber Rocco, vielen Dank für diesen zweiten ausführlichen Eindruck, den wir hier nun im Forum haben. Ich sehe es auch so, dass das Menü einen gewissen Hang zur fruchtigen Süße hatte. Aber ich finde, dass hat ihm nicht die Spannung genommen hat.
                      Interessant finde ich, dass Dir die Muschel im Waldmeistersud weniger zugesagt hat. Mir hat sie - wie ich geschrieben habe - sehr gut gefallen, aufgrund der Kraft des Sudes und dem Säurekonter durch den Rhabarber. Ich stimme zu, dass die wunderbare Muschel etwas unterging. So ist für nachvollziehbar, dass dieser Teil des Ganges nicht jedem gefällt. Aber ich fand die Aromenfülle so überwältigend, dass sie mir sehr gut im Gedächtnis geblieben ist.

                      Kommentar


                      • Dem Geschriebenen bleibt nur wenig hinzuzufügen: Auch wir haben das The Table besucht, und das gleiche Menü wie die Vorschreiber genossen (sieht man von den minimalen Variationen - ein anderes Geschirr hier, eine kleine Variation dort, mal ab).

                        Vor unserem Besuch waren wir neugierig und auch ein wenig skeptisch - wie immer, wenn die Marketing-Abteilung lautstark die Genialität des Konzeptes und der Speisen hinausposaunt. Doch das Gebotene hat uns überzeugt.

                        Das Konzept mit dem Tisch, "The Table", geht voll auf. Der Innenraum ist im "industrial chic", die 20 Gäste (mit 2 leicht verschobenen Startzeitpunkten) gruppieren sich um diesen Tisch und können das Treiben in der Küche beobachten. Die Distanz zu den Nachbarn ist gross genug, um seine Ruhe zu haben; aber auch klein genug, um ins Gespräch zu kommen - je nach Lust und Laune. Und ja, man sitzt "auf Augenhöhe" mit dem charmanten Personal; und die Stühle sind wirklich bequem.

                        Das Essen spielt durchgängig in einer ganz hohen Liga. Der Melonen-Macaron, das Fischbrötchen und insbesonders auch der Aal-Bun haben mich bei den Startern begeistert.

                        Die Makrele zum Einstieg war fein, die fettigen Noten des Fisches in Verbindung mit der "unterschiedlichen" Schärfe von Rettich und Meerrettich-Schnee. Die Gänseleber "thailändisch" war einer meiner Lieblingsgänge - toll dieses Spiel von Schmelz, von Süsse, Säure und Schärfe!

                        Mit ein paar Kanten (und wie viele Gänge eher ins süssliche gehend) dann die Jacobsmuschen LBE - man liebt diese Kombination oder man hasst sie, aber kalt lässt sie keinen. Eher unauffällig für mich der Carabiniero mit orientalischem Couscous.

                        Die Ente zum Hauptgang überzeugt voll und ganz. Beim Süssen wird es dann zunächst "grün/Olivig & weiss/schokoladig" - ein sehr kreatives Gericht, welches seine Liebhaber finden wird, mich (bis auf das Estragoneis) nicht so völlig begeistert hat. Einfacher und mit weniger Ecken, doch vielleicht gerade deswegen ein schöner Abschluss dann die süsse "Wundertüte".

                        Meine Neugierde ist gestillt, meine Skepsis ist gewichen: Hamburg ist um ein spannendes Gastronomiekonzept, um ein Restaurant mit tollem Essen reicher!

                        Mehr mit Bildern am Blog: http://kuechenreise.com/2015/08/30/s...ble-hamburg-d/

                        Kommentar


                        • Liebes Forum,

                          "auch wir haben einen Tisch im August reserviert und freuen uns. Und natürlich sind noch (einige wenige) Plätze frei, auch am Abend.

                          KG
                          besseresser!"

                          Wie hat es Ihnen denn nun gefallen, lieber besseresser?
                          KG
                          schlaraffenland

                          Kommentar


                          • The King's Speech

                            Kommentar


                            • Lieber Schlaraffenland,

                              es hat uns sehr, sehr gut gefallen. Konzeptbedingt nicht alles, die Küche aber zu nahezu 100%. Mit den Weinen haben wir allerdings ein wenig "gefremdelt".

                              Mit Herrn Fehling bin ich so verblieben, noch nicht über unseren Besuch zu schreiben, da es ja nur erste Eindrücke aus den Eröffnungstagen sein können. Manches von dem, was wir nicht so gut fanden und vor Ort in einem angenehmen Gespräch mit Herrn Fehling auch andeuteten, kann sich ja noch ändern. Zumal es eher Kleinigkeiten waren.

                              Ich hoffe, dass das für Sie, lieber Schlaraffenland, so in Ordnung ist.

                              KG
                              besseresser

                              P.S.: Wir wollen aber wiederkommen und dann evtl. zur Feder greifen.

                              Kommentar


                              • Zitat von besseresser Beitrag anzeigen
                                Mit Herrn Fehling bin ich so verblieben, noch nicht über unseren Besuch zu schreiben, da es ja nur erste Eindrücke aus den Eröffnungstagen sein können.
                                Lieber besseresser, das finde ich, gelinde gesagt, sehr seltsam. Warum sollte man sich mit Herrn Fehling oder sonstwem darüber abstimmen, ob und was man hier im Forum schreibt? Und was spricht dagegen, hier erste Eindrücke zu schildern?

                                Gruß, mk

                                Kommentar

                                Lädt...
                                X