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  • Spießbräter
    antwortet
    Zitat von Klaudiosa Beitrag anzeigen
    Meiner Frau wurde dort letztens dort vor der Tür eine Handtasche gestohlen. So ein Schmuckstück und die Bedienung hatte das gesehen. Also mal abgesehen vom wechselhaften Essen ist wenigstens die Bedienung gut. Denn die haben sofort reagiert und die Polizei etc. gerufen und eine Aussage gemacht. Einer der bediensteten hatte sogar versucht den Dieb noch zu stellen. Immerhin guter Service ;-)
    Was soll denn der Quatsch mit dem Handtaschen-Link? Haben Sie das nötig oder trägt das in irgendeiner Form zum Thema bei? Wohl kaum.

    Ansonsten kann ich die schwankende Küchenleistung nur bestätigen, weshalb meine letzter Besuch auch schon lange zurück liegt, d.h. mich zog es dort nicht mehr hin und ich bin auch nicht traurig über das vorläufige Ende der Rach'schen Kochkunst. Den Spagat zwischen Küche und Fernsehen hat er m.E. nicht hinbekommen.

    Zu Zeiten des Tafelhauses am Holstenkamp empfand ich die Küche und deren Leitung als konsistent sehr gut - zeitweilig sogar zu sehr zivielen Preisen. Beides ist inzwischen vollkommen anders.
    Zuletzt geändert von Hannes Buchner; 19.08.2011, 17:00.

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  • Klaudiosa
    antwortet
    Meiner Frau wurde dort letztens dort vor der Tür eine Handtasche gestohlen. So ein Schmuckstück und die Bedienung hatte das gesehen. Also mal abgesehen vom wechselhaften Essen ist wenigstens die Bedienung gut. Denn die haben sofort reagiert und die Polizei etc. gerufen und eine Aussage gemacht. Einer der bediensteten hatte sogar versucht den Dieb noch zu stellen. Immerhin guter Service ;-)
    Zuletzt geändert von Hannes Buchner; 19.08.2011, 17:00.

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  • malbouffe
    antwortet
    Zitat von Tobler Beitrag anzeigen
    Man hat bei der Lektüre des Beitrags aber doch das Gefühl, dass die qualitative Heterogenität der Gänge ein Zeichen des Rach'schen Abschieds von der "Tafelhaus"-Bühne sind (oder war das schon immer so?). Der Chef ist halt doch ein ganz eigener Kopf (was ihn ja besonders sympathisch macht, wie ich finde) und vielleicht nicht entschieden genug, auch ein dauerhaft besternter Koch zu werden. Schade eigentlich...
    Um auf Ihre Frage zu antworten: Sowohl die einschlägigen Führer als auch Hamburger Freunde berichteten mehrfach über die Wechselhaftigkeit der Rach'schen Küche im Laufe eines Abends - ein Phänomen, das wohl schon einst am Holstenkamp für Irritation gesorgte.

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  • Tobler
    antwortet
    Ein einmal mehr sehr differenzierter und "miterlebbarer" Bericht, lieber wanderin_star. Vielen Dank dafür! Interessant vor allem, wie auch dort die Gemüsegänge auf dem Vormarsch zu sein scheinen und damit nicht dem schlechtesten aller Trends folgen.
    Man hat bei der Lektüre des Beitrags aber doch das Gefühl, dass die qualitative Heterogenität der Gänge ein Zeichen des Rach'schen Abschieds von der "Tafelhaus"-Bühne sind (oder war das schon immer so?). Der Chef ist halt doch ein ganz eigener Kopf (was ihn ja besonders sympathisch macht, wie ich finde) und vielleicht nicht entschieden genug, auch ein dauerhaft besternter Koch zu werden. Schade eigentlich...

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  • Schlaraffenland
    antwortet
    Wenn der Wermutstropfen das Einzige war, was zum Trinken angeboten wurde, sollte man meinen, die Lokation läge eher in der Atacama als am Elbstrande.
    s.

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  • wanderin_star
    antwortet
    …hier im Forum finde ich keinen brauchbaren Bericht zu dieser Lokation.
    Tatsächlich schließt das Tafelhaus seine Pforten Ende September 2011.
    Ich habe mich erkundigt, was denn danach anstehen soll bzw. wird.
    Hierauf konnte mir bei meinem Besuch letzten Donnerstag (11.8.11)
    keine Antwort gegeben werden.

    Nichts desto trotz hier ein kurzer kulinarischer Bericht:
    Vorne weg gleich einmal zwei Punkte.
    Die Lokation an und für sich ist sehr schön, direkt
    an der Elbe gelegen. Modern eingerichtet, warme Holztöne
    kombiniert mit viel Glas, Stahlkonstruktion und Betonflächen
    die von der nächtlichen Außenbeleuchtung der Hafenanlagen
    angenehm unterstüzt wird – bin gespannt wer hier zur Nachmiete
    vorstellig sein wird…
    Der Service, vielbeinig, aufmerksam, aufgeschlossen und
    freundlich, ich fühlte mich gut aufgehoben.

    Das Menü
    Vor- und Nachspeise waren wählbar,
    zwei Menüs standen zur Auswahl
    siehe auch www.tafelhaus.de

    Als Gruß aus der Küche wurde zum Erraten
    vier kleine Häppchen, ein Gelee, eine Creme, eine Kugel
    und eine feste mousse kredenzt.
    Es handelt sich um Büffelmozzarella in Vinigrette und Schnittlauch (Kugel)
    Gelee aus Tomate, sehr fruchtig
    Creme aus Balsamico, sahnig, cremig, mayonnaise-artig, dennoch locker
    Mousse vom Basilikum intensiv und fast schon wie Pistazen-Mousse schmeckend.
    nette Idee und wohlschmeckend.

    Tofu, Gemüsesalat und Rote Beete
    Wacholder marinierter Tofu mit eingelegten Gemüsen,
    frischem Rahm und Rote Beetejus

    für mich die Rote Beete Jus das Beste am Gang,
    der Tofu, wirklich reiner Tofu, der erst im Zusammenspiel
    mit den weiteren Zutaten interessant wurde, so soll es sein,
    dennoch, so finde ich kann man schon mit dem Tofu
    allein aromentechnisch wesentlich mehr anstellen…?!

    Kräuter, Thunfisch und Ingwer
    Rahmsuppe aus frischen Gartenkräutern mit
    Thunfisch-Sashimi und süß- sauer eingelegtem Ingwer

    ein toller Gang vom Chef höchstpersönlich serviert, der vorallem durch
    die Geschmacksfülle der Kräutersuppe brillierte.
    Der Thunfisch-Sashimi der auf einem fritierten ungewürztem Kartoffel-Chip
    serviert wurde köstlich. Vom Mengenverhältnis zur Suppe hin,
    hätten hier ruhig drei Thunfisch-Sashimi-Chips liegen können.

    Kräuterseitlinge, Kokos und Wiesenkräuter
    gebratene Kräuterseitlinge mit Kokos-Kartoffelmousseline,
    vegetarische Jus und marinierte Wiesenkräuter

    Interessant in diesem Gang die Kokos-Kartoffelmousseline,
    die mir allerdings geschmacklich mehr hätten bieten dürfen.
    Die Kräuterseitlinge zart und wohlschmeckend, einzig die zwei
    beigelegten Heidelbeeren haben sich mit ihrer Süße in Kombination
    zu diesem Gang mir nicht erschlossen. Auch die Wiesenkräuter
    waren geschmaklich nur wenig präsent.

    Kabeljau, Hummer und Safran
    gebratenes Filet vom Kabeljau mit
    Hummer- Safran Mille-feuille,
    konfierte Zitronen- Kartoffeln und Hummerjus

    Ein toller Fischgang. Der Kabeljau auf den Punkt gegart,
    genauso der Hummer, vorallem die Hummer-Safran Mille-feuille
    schon für sich alleine spitze. Hier passte alles und war auch vom
    Salz her genau richtig abgeschmeckt.

    Junge Poularde,
    Pfefferaromen und Gemüserelish
    Brust von junger Poularde im Ofen geröstet
    und geschmortes Keulenfleisch mit Pfefferaromen,
    zweierlei von der Süßkartoffel und
    marinierte Sommergemüse mit Stachelbeeren

    Im Anschluss der Hauptgang. Die Poularde zart und fleischig,
    gerade richtig, die Zutaten im Zusammenspiel
    herrlich asiatisch und der Gang von den Zutaten her fast schon herbstlich interpretiert
    (zum Wetter hat es gepasst). Die Portion war auch großzügig
    bemessen, so dass man jegliche Varianten beim Kombinieren der
    Beilagen durchexerzieren konnte. Ein Höhepunkt hier
    für mich eine kandierte eingelegte Zitronenschale,
    frei von jeglichen Bitterstoffen und daher sehr dicht
    im Zitronenaroma – toll. Einziger Wermutstropfen war eine
    eingelegte Knoblauchzehe, die vom Alter her meiner Meinung
    nach nicht mehr auf den Teller zum Verzehr gehört.
    Diese schmeckte schlicht "alt" und war als einziges geschmackliches
    Übrigbleibsel auch noch zehn Minuten nach diesem Gang
    im Mund präsent. Schade für diesen Top-Gang.

    „Gaperon“,
    der Buttermilchkäse aus der Auvergne
    Rohmilchkäse mit Knoblauch und schwarzem Pfeffer affiniert,
    dazu geschmorte Nektarinen und Cerealien

    Beim Nachtisch hatte ich mich ausschließlich
    für eine salzige Variante entschieden.
    Der Gaperon, serviert als aufgeschlagene Creme
    in Form einer Kugel schmeckte sehr fein, dicht und cremig.
    Darüber gestreut war gepoppter Amaranth, damit konnte ich nichts anfangen.
    Die beigelegten Salatblätter waren eigentlich geschmacksfrei.
    Die geschmorten Nektarinen, die zu dieser Angelegenheit die Synthese
    hätten bilden sollen, waren fest im Fleisch, aber geschmacklich
    gerade zu nichtssagend. Dieser Gang war für
    mich schlicht enttäuschend, den nur der Gaperon alleine
    war für einen Nachgang mir zu viel und ohne Kombinationsmöglichkeiten
    dann doch zu einseitig…

    Die offenen Weine waren in Preis und Qualität top = allesamt ausgewogen.
    (siehe auch Webseite)

    Fazit:
    Ich weiß ja nicht, in welcher Form Herr Rach sein gastronomisches Dasein
    nun weiterführen wird. Wir werden sehen. Der Besuch hier bleibt mir insgesamt in guter
    Erinnerung, wobei dies ebenso meine Kritikpunkte betrifft, welche für mich nicht unwesentlich sind
    und meinen Gesamteindruck sicher getrübt haben. Vorallem der Knoblauch
    und der Käse-Nachgang empfand ich bei einer Küche
    die Wert auf ein gehobenes Niveau legt, als ärgerlich.
    Die Gemüsegänge, die ich an und für sich sehr schätze, hätten
    meiner Meinung nach auch noch kräftiger abgeschmeckt sein dürfen!
    Als echte Entdeckung für mich nehme ich die "Hummer-Safran Mille-feuille"
    und die "kandierte eingelegte Zitronenschale" mit nachhause.
    Und, wie ich bereits erwähnte, die Lokation und auch die Belegschaft
    empfand ich fachlich und menschlich als sehr angenehm!

    Und wem das wichtig ist, Herrn Rachs medienpräsenz findet nicht
    nur im Fernsehen statt – er selbst war viel im Lokal unterwegs,
    locker und freundlich, allerdings nicht nur zum kurzen Schnakk,
    sondern vorallem zum Servieren seiner Speißen & Gerichte…
    Zuletzt geändert von wanderin_star; 14.08.2011, 01:02.

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  • andrecis
    antwortet
    Ich würde sagen, Herr Rach ist so konsequent zu schließen, bevor er abgeschossen wird... so kann er sich zumindest auf sein Consulting und TV-machen konzentrieren ... und ach ja: sicherlich auf die Familie...

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  • INGWER
    antwortet
    Wenn es wirklich so ist, wie im WELT- Bericht, dann hat Rach das dem M "noch" nichts gesagt. Poletto hatte ja auch schon letztes Jahr schließen wollen und hat dann noch eine "Verlängerung" gemacht.
    Für mich war die Küche nicht *mäßig, also kein Verlust.

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  • Spießbräter
    antwortet
    Ich bin vor allem mal wieder sehr erstaunt, dass Rach seine Bewertungen halten kann - sowohl im GM als auch im Michelin.

    Meine Erfahrungen und auch die vieler Anderer sind davon abweichend ...

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  • INGWER
    hat ein Thema erstellt Tafelhaus 1*.

    Tafelhaus 1*

    Tafelhaus in Neumühlen am Hafen schließt zum Jahresende 2010
    Rach will neue Wege gehen. RTL??
    Rach & Richi (Steak/Porter Restaurant) soll weiterlaufen.
    Quelle: DIE WELT
    INGWER
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