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Emma Metzler

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  • Emma Metzler

    Das futuristisch weisse Ambiente des Museums für angewandte Kunst ist der Rahmen. Im Sommer erlaubt der Park, im freien zu geniessen; im Winter findet man sich im minimalistischen Restaurant ein. Wer mit dem Auto anreist, die Metzlerstrasse bis zu ihrem Ende fahren, dort befindet sich die Einfahrt zum Parkplatz des Restaurants. Und dann den Weg durch die Momentane Baustelle finden…

    Der Gault Millau vergibt (hohe) 16 Punkte. Der Website höchst minimalistisch und gibt nicht viel preis. Wir entschlossen uns bei einem Glas Champagner für die "Chef’s and Cellar’s choice’ – ein viergängiges “Überraschungs”-Menü mit Weinbegleitung.

    Gemüsesushi auf Algensalat

    Nun ging es Schlag auf Schlag, nahezu sofort ein Gruss aus der Küche, Gemüseshushi mit gut abgeschmecktem Algensalat.

    Tatar mit Trüffelmayonaise

    Nur kurz danach dann der erste Gang, ein Tatar mit Trüffelmayonaise, im Tatar ein süsser Apfelchip und darauf Kressesalat. Das Tatar gut angerichtet, mit den Aromen der Trüffelmayonaise schön verschmelzend; der Salat gab die Säure und Knickrigkeit dazu. Begleiter war ein weisser Burgunder.

    Zanderfilet mit Champagnerkraut und Gänseleber

    Als Fischgang folgte dann ein Zanderfilet auf Champagnerkraut, mit gebratener Gänseleber, Pinienkernen, Speckcroutons in guter Sauce. Schöne, wenn auch nicht spektakuläre Kombination. Dazu eine Riesling Spätlese.

    Preiselbeersorbet

    Als Zwischengang nun ein Preiselbeersorbet (sehr kalt), schone leicht bittere Aromen; dazu Heidelbeeren sowie eine Art gerösteter Schokoladestengel umgeben von einer “Zuckerschlange”.

    Rindsfilet und Kalbsbries mit Plaumen-Lauch-Gemüse und Portweinrisotto

    Nun der Fleischgang: Das Rindsfilet, sehr schön rosa gebraten und wohl mundend; liess jedoch ein wenig Salz vermissen. Es war platziert auf einem wunderbaren Lauchgemüse mit kleinen Plfaumenstückchen. Dazu ein sehr gutes Kalbsbries sowie ein Portweinrisotto; letzteres für unseren Geschmack zu "hart" (wir meinen nicht das erwünschte bissfest) und zu wenig "schlotzig". Ein 2006er Bordeaux wurde dazu gereicht.

    Lebkuchentiramisu mit Granny Smith Sorbet

    Der Abschluss ein wunderbares Lebkuchensorbet mit Birne; darauf ein sehr feines Granny Smith Sorbet. Die Himbeere optisch zwar schön, erinnerte jedoch an langweilige Tiefkühlkost. Eine schön buttrige Hippe ergänzte das ganze. Die Weinbegleitung - ein Riesling Spätlese.


    Alles in allem: Gute Küche in minimalistischem Design, ohne Ecken und Kanten. Polarisierende Kochkunstwerke würden wir hier nicht erwarten… Für Business oder Familienevents bestens geeignet; es wird jedem schmecken. Dennoch - ein wenig mehr Mut zur Kreativität hätten wir uns gewünscht!

    Bilder zum Bericht (diesmal leider in nicht sonderlich guter Qualität) unter: http://kuechenreise.com/2011/12/11/e...r-frankfurt-d/

  • #2
    Danke schön! Für mich klingt das so, wie wenn es im Großraum deutlich spannendere Adressen gibt.

    Schönen Abend noch,
    M.

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    • #3
      Mich würde noch folgendes interessieren: wieviel haben Sie bezahlt? erschien Ihnen der Preis (in etwa) in Ordnung? haben Sie die Weine noch etwas detaillierter in Erinnerung? und werden Sie dort, eventuell sogar in baldiger Bälde, wieder einkehren?
      MkG
      s.
      PS: der Schoko-Stängel mit Zuckerschlange war aber nicht ernst gemeint, oder doch?

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      • #4
        Werter Schlaraffenland, das Menü ist für EUR 58 / mit Weinbegleitung für EUR 78 je Person vom Preis her durchaus angemessen. Die Weine sehr anständig, wenn auch keine "Überflieger" - auch hier 4 Glas für in Summe 20 EUR preislich attraktiv (leider keine Notizen mehr zu den genauen Weinen).

        Was uns gefehlt hat, war die Kreativität / die Überraschungsmomente, wie wir sie bei 16 GM Punkten sonst oft sehr schätzen. Aber für manche Anlässe (mit "konservativen" Mitessern) ist das ja auch genau das richtige...

        Ihr Küchenreise

        P.S. Der Schoko-Stängel mit der Zuckerschlange (ein dünner Zuckerfaden, vermutlich auf einem Stab getrocknet und dann um den Stängel gegeben) - schwer in Worte zu fassen und daher kommt die Beschreibung sicher falsch rüber... doch ja, den gab's...

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        • #5
          Zitat von kuechenreise Beitrag anzeigen
          Alles in allem: Gute Küche in minimalistischem Design, ohne Ecken und Kanten. Polarisierende Kochkunstwerke würden wir hier nicht erwarten… Für Business oder Familienevents bestens geeignet; es wird jedem schmecken. Dennoch - ein wenig mehr Mut zur Kreativität hätten wir uns gewünscht!
          So ist es!

          Ich dachte, wenn der halbe Gourmet-Club in San Sebastián von einem Drei-Sterner zum nächsten pilgert und die übrige Zeit mit Tapas überbrückt, tröste ich mich mal mit ´was Grundsolidem. Das hat "formal betrachtet" auch funktioniert und dennoch verlässt man das Restaurant Emma Metzler am Frankfurter Museumsufer nicht so, als hätte man gerade ein besonderes kulinarisches Erlebnis erfahren. Küchenreise hat das schon sehr treffend beschrieben.

          Für den, den es interessiert, hier das Menü, das uns serviert wurde:

          Mousse und Tatar von der Taunusforelle mit Schnittlauchschmand

          Saiblingsfilet mit Spargelrisotto und Kirschtomaten

          Brust vom Schwarzfederhuhn auf Peperonata und Rosmarinkaroffeln

          Rumbaba mit marinierten Beeren und Tahiti-Vanilleeis


          Alles handwerklich ohne Fehl und Tadel gemacht, von Amuse bouche und Past-Dessert eingerahmt und einem aufmerksamen, souveränen Service an den Tisch gebracht.

          Und dennoch resümiert man hinterher, dass man zwar gut, aber nicht bemerkenswert gegessen hat. Emma Metzler hat aber auch so gar nichts mit Elena Arzak gemein!

          Beste Grüße, Merlan

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          • #6
            Zitat von merlan Beitrag anzeigen
            Ich dachte, wenn der halbe Gourmet-Club in San Sebastián von einem Drei-Sterner zum nächsten pilgert und die übrige Zeit mit Tapas überbrückt,
            Na ja, wenn Sie's noch nicht mal bis nach Nürnberg schaffen.

            PS: SCNR

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            • #7
              Touché, liebe Morchel!

              Schönen Gruß, Merlan

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