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Lafleur**, Frankfurt

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  • #16
    In aller Kürze: konnte dem LaFleur spontan einen Mittagsbesuch abstatten und mir schon einmal einiges an Vorfreude für den im Sommer bevorstehenden Clubabend holen. Schönes Mittagemenü mit Hamachi-Tatar, Kalbsrücken und -bäckchen und einer Dessert-Variation aus Schockolade, Erdbeere und Ananas. Dazu ein freundlich umsorgender Service unter Miguel Martin.

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    • #17
      Wir waren seinerzeit Ende Februar im Lafleur und haben sehr gut gegessen.
      Leider war die Atmosphäre von Anfang bis Ende mehr als steif, einzig der Sous-Maitre konnte dies etwas abfangen.
      Die identische Erfahrung haben zu einem jüngeren Zeitpunkt auch Freunde gemacht.

      Aktuell war ich wieder im Francais, hier sind die Gerichte bei bekamnnter Aromenstärke noch komplexer und für mich interessanter geworden (Gänseleber mit Litchi, Algen und grünen Tomaten großartig, ebenso z.B. das sous-vide Ei mit pulled pork (in Cola mariniert, sic) und heimischen Pilzen usw.

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      • #18
        Zitat von Sphérico Beitrag anzeigen
        Leider war die Atmosphäre von Anfang bis Ende mehr als steif, einzig der Sous-Maitre konnte dies etwas abfangen. Die identische Erfahrung haben zu einem jüngeren Zeitpunkt auch Freunde gemacht.
        Verstehe ich überhaupt nicht! Sicherlich ist Herr Martin etwas zurückhaltender als vielleicht der, wie Sie ihn nennen, "Sous-Maitre", aber kommen Sie mit ihm mal ins Gespräch, dann ist er ein höchst kommunikativer und angenehmer Gesprächspartner, mit dem man- wenn man will - vom Hölzchen aufs Stöckchen kommen kann. Ich empfinde die anfängliche Zurückhaltung eines Maitre als absolut angemessen und sehr angenehm; er muss schließlich erst einmal abschätzen, welche Ansprache der Gast zulässt. Kommen von dort keine entsprechenden Signale, dann mag die Zurückhaltung von dem einen oder anderen als "steif" empfunden werden. Ich sehe darin eher professionelles Verhalten!

        Schönen Gruß, Merlan

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        • #19
          Lieber merlan,

          ich verstehe gut, was Sie meinen. Die Maitres waren jedoch garnicht der Grund. Es war insgesamt im Restaurant eine "Gourmettempelatmosphäre", wie man sie aus vergangener Zeit kennt und v.a. die jungen Servicedamen wirkten aufgesetzt und auswendig Gelerntes aufsagend. Interessanterweise wurde mir, ohne daß ich davon erzählte, von einem Bekannten Identisches berichtet.
          Um hier nicht die "Bekannten-Diskussion"! loszutreten, darf ich Ihnen eine PN schicken.
          Wir haben jedoch zweifelsohne sehr gut gegessen, klassisch mit modernen Akzenten.

          Beste Grüe, S.

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          • #20
            Verstehe, lieber Sphérico, da kann ich nicht mitreden, da wir es bis jetzt nur mit einer Servicedame zu tun hatten, und die war ausgesprochen charmant.

            Schönen Gruß, Merlan

            PS: ...und danke für die zusätzlichen Erläuterungen.

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            • #21
              Da es uns Im September wahrscheinlich zeitlich nicht möglich sein wird, nach Frankfurt ins "Lafleur" zu kommen, waren wir gestern abend dort. Das Restaurant war bis auf den letzten Platz besucht, Gäste fast jeden Alters und unterschiedlicher Nationalität. Der Service von der Begrüßung bis zur Verabschiedung freundlich, gastzugewandt und in keinster Weise "steif". Auch die Atmosphäre im Restaurant selbst hatte nichts von "Gourmettempel"; es war recht laut und lebhaft.
              Wir kennen Herrn Krolik noch von Baden-Baden und vom Tigerpalast und in der Tat : er entwickelt sich stetig weiter und es gab keinen Gang, den wir nicht genossen hätten. Was uns allerdings den Genuß etwas verdorben hat, waren die sehr langen Wartezeiten zwischen den Gängen. Wir hatten den Eindruck, dass ab einem gewissen Moment die Küche die Gäste "synchronisierte", unabhängig davon, wann sie gekommen waren. Für vier bzw. fünf Gänge drei Stunden: das wurde dann für uns doch zur Geduldsprobe.
              Gewünscht hätten wir uns auch eine größere Auswahl zum Aperitif. Zwei Champagner: das war´s, dazu mit 22€ bepreist. Und wenn ich bei der Weinauswahl zu erkennen gebe, dass ich an einen Wein in der Preisklasse zwischen 50€ und 60€ denke, ist eine Empfehlung eines Weines für 100€ nicht unbedingt hilfreich.

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              • #22
                War auch vor kurzem im Lafleur.
                Es war ein überaus erfreulicher Besuch mit ein paar kleinen Einschränkungen.

                Negativ
                Champagnerauswahl sehr eingeschränkt und teuer. Hier fehlt ein guter deutscher Sekt.
                Teures Mineralwasser
                Weinkarte sehr hochpreislich mit wenigen guten und preiswerteren Weinen, die dazu noch oft ausgetrunken waren.

                Positiv
                Schöne Räumlichkeiten
                Top Service, persönlich und locker
                Tolles Amuse Bouche ohne 1.000 Variationen
                Herausragende Leistung der Küche
                Hervorragende vegetarische Küche

                absolute Highlights waren:
                Hamachi mit Ingwer-Limonenvinaigrette roh mariniert
                Pak Choi, Apfel, Radieschen und Austernkrauteis
                Ein perfektes Sommergericht. Kühl, zitronig, frischester Fisch. Eine geniale Kombination

                Gebratener Carabinero mit Schinkencrunch in Krustentierbisque,
                Erbsen mit Minze, handgerollter Blumenkohl-Couscous, fermentierte Yuzu
                Reichlich Bisque (zum Glück) und scheinbar zu viele Zutaten. Aber jede Kombination eröffnete neue Aromen. Ein genialer Gang, der an das La Vie erinnerte.

                Auberginen Cannelloni, Artischockensauce mit Kapern, Bohnen und gerösteten Artischocken
                Einer dieser vegetarischen Gänge, die auch jeder bekennender Fleischesser liebt. Aromatik vom allerfeinsten.

                Insgesamt ein durchgängig sehr hohes Niveau im oberen **Bereich.

                Jederzeit gerne wieder.


                Gruß!
                J.F.

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                • #23
                  Ach, ich bin für solche Updates immer so dankbar, lieber fragolini! Deshalb ein schnelles, positives Feedback: Merci!

                  Schönen Gruß, Merlan

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                  • #24

                    Das Restaurant Lafleur liegt im Botanischen Garten Frankfurts, wie gemacht für einen lauen Sommerabend. Der Abend unseres Club-Besuchs war allerdings ein eher hochsommerlich warmer Abend. Wir saßen mit unserer Zwölf-Personen-Gruppe nicht im Hauptgastraum, sondern der Lounge, die ebenso einen schönen Blick auf den Eingang des Gartens bietet. Mit der Größe unserer Gruppe war das Zimmer gut gefüllt.
                    Aufgrund der Verkehrssituation um Frankfurt herum, begann unser Abend mit leichten Verzögerungen – Herr Krolik begrüßte uns bereits zu Beginn und der Delamotte Champagner Blanc des Blances überbrückte, bis wir schließlich mit den Aperos starten konnten: das Apfel-Staudenselleriesüppchen mit Paprika-Apfelweinschaum war gleich eine ausdrucksstarke Visitenkarte des Stils von Andreas Krolik – intensive und durchaus üppige Aromen, die sich sehr harmonisch miteinander verbinden. Auch bei dem gebackenen Sellerie mit Trüffelcreme war der Sellerie so geschmacksintensiv, dass er genau mit der Trüffelcreme auf eine Intensitäts-Ebene erreichte.

                    Mit dem Amuse gab es die für meine Begriffe filigrante Komposition des Abends: Tatar vom mild geräucherten Seesaibling, Apfel, Rettich, Eis vom Bamberger Hörnchen, Seesaiblingskaviar zeigte alle Aromen sehr und fächerte diese aus – auch durch die Kühle des Eises und des Saiblings.

                    Ähnlich differenziert baute sich der erste Gang auf: Gekühltes, klares Tomatensüppchen mit Kreuzkümmel und Basilikum Cous Cous Salat, Oliven, Mandeln und Avocado-Kräutereis. Für mich ein ziemlich perfekter Gang. Der Tomatengeschmack war intensiv und die Säure war präsent. Die Avocado, deren Nuss-Aromatik sehr schön herausgeschmeckt hat, war klar wahrnehmbar. Dies wurde aromatisch wie texturell durch die Mandeln und den Cous Cous unterstützt. Dazu gab es einen 2014er Riesling trocken von Robert Weil, der vor allem mit etwas Restsüße die Säure der Tomate gut aufnahm und gleichzeitig leicht genug wirkte, um die Aromenkonstruktion auf dem Teller nicht zu übertönen.

                    Mit Hamachi mit Inger-Limonenvinaigrette roh mariniert, Pakchoi, Apfel, Radieschen und Austernkrauteis erhielten wir einen zweiten ersten Gang. Unser Club-Menü war eine Mischung aus dem vegangen und dem Fisch/Fleisch-Menü des Lafleur und man merkte diesem Gang an, dass er wie der vorhergehende für die erste Stelle eines Menüs gemacht ist. Dieser Eindruck wurde vor allem durch das Austernkraut befördert. Der Hamachi wirkte sowohl als Tatar als auch in Sashimi schön und wurde aromatisch üppig umrahmt. Die beiden Varianten waren in sich stimmig, aber eine schlüssige Kombination habe ich nicht gefunden. Das machte es etwas schwer für mich den Gang als ein geschlossenes geschmackliches Konstrukt zu sehen. Der 2014er Silvaner pur mineral von Fürst konnte sich meines Erachtens zu dem Essen nicht richtig zeigen und blieb eher im Hintergrund.


                    Der zweite vegane Gang des Abends war Fenchel, Gewürzkarotte und Rübchen mit warmen Karottensud mit Orangenöl, fermentierte Yuzo und knuspriger Quinoa. Dieser bestand aus einer Vielzahl von Aromen, die bereits ein vielschichtiges Bild erzeugten, auch ohne dass der leicht süßliche., intensive Kartottensud dazu kam. Dieser verband diese Aromen sehr gut, nivellierte aber in gewisser Weise auch das Spiel der Aromen. Allerdings muss ich dazusagen, dass ich persönlich Orangenöl immer als sehr durchdringend empfinde. Aber die Harmonie von Kartte und Fenchel hat gut funktionoiert und der Gang war kräftig genug, dass man weder Fisch noch Fleisch vermisst. Der 2015er Dr. Loosen Wehlener Sonnenuhr, Riesling Kabinett war sehr schön dazu. Die Restüße und die Aromenkraft des Weins passte in der Intensität optimal zu dem Gang.

                    Danach folgte Getauchte schottische Jakobsmuschel, getrüffelt Muschelveloute, junger Sellerie, Steinpilztapenade, Vogelmiere, Haselnuss. Die Muschel war sehr fleischig und von schöner Qualität. Sehr gut gefiel mir die Tapenade, die ein aromatisches Gegenstück zu der Süße der Muschel bildete und sie so mit den übrigen Aromen verband. Aufgrund des Tellers und sich daraus ergebenden Art, wie man den Teller natürlicherweise leert, gewann die Velouté zunehmend an Präsenz. Dadurch verlor der Gang gegen Ende etwas von seiner Vielschichtigkeit. Als Wein bekamen wir zu diesem und dem folgenden Gang den 2015er Weißburgunder & Chardonnay Stückfass von Dönhoff. Leider war der Wein noch zu kühl im Glas und hätte auch etwas mehr Luft vertragen können, um zu diesem Gang überzeugen zu können.

                    Pochiertes Schwarzfederhuhn mit Bio Ei in Geflügeldashi mit Bohnenkraut, Oliven-Hühnerhautcrunch mit Zitronenschale war ein sehr gelungener, erneut harmonischer Gang. Die ergänzenden Aromen umspielten und unterstützen das Eigenaroma des Huhns sehr gut brachten seine Fleischigkeit schön zu Geltung. Dazu passte das Dönhoff Cuvée deutlich besser, auch da er mit Luft zulegte.

                    Ein Süppchen vom Kalb mit einem Gänseleberraviolo war eine gelungene Einstimmung auf den Hauptgang.

                    Gegrillte Tranche vom Kalbsrücken „Dry Aged“ mit Schalottenbutter und glasiertes Kalbsbries, Thymianjus, Dreierlei von Artischocken mit sautiertem Zwiebellauch, getrockneter Ziegenfrischkäse, Pfifferlinge – puh das klingt nach vielen Aromen. Aber auch hier wirkten sie wieder harmonisch zusammen. Im Vordegrund standen das Fleisch und die Pilze. Der Jus, der nicht so stark reduziert war, hat mir sehr gut gefallen, da er einen klaren Fleischgeschmack hatte. Der 2009er Tiroldigo von Elisabetta Foradori war nicht nur sehr passend ausgewählt, sondern überzeugte auch solo.

                    Nach einem erfrischenden Predessert….

                    folgte Allerlei Beeren, Tropfencreme, Sauerampfereis, Cassisgel, Pekanuss ein „ruhigeres“ Dessert. Das Eis lies vor allem die Säurekomponente der Beeren gut wirken. Die Nüsse gab noch etwas mehr geschmackliche Breite. Die hierzu ausgewählte 2014er Schreurebe Spätlese von Hermann Zöller aus der Pfalz war nicht zu intensiv-fruchtig und in der Süße reduziert, was sehr gut zur Intensität des Desserts passte. Allerdings fehlte dem Wein einfach die Länge, um einen überzeugenden Eindruck zu hinterlassen, auch sonst wirkte er relativ schwefelig, um Struktur anzudeuten. Um es offen zu sagen, war er qualitativ für mich nicht gut genug für ein solches Dessert.

                    Herr Krolik nahm sich zum Abschluss noch einige Zeit für ein nettes Gespräch und er führte uns auch durch seine Küche und den Festsaal des Palmengartens. Dabei erklärte er uns, dass er seine Küche auf die Harmonien abstellt und Kontraste nicht seine Sache sind (er nannte den Kollegen Schnurr als ein Gegenstück zu seiner Küche). Dies ist durchaus ein passender Vergleich. Denn die Kreationen von Andreas Kroliks bestehen ebenfalls aus einer Vielzahl von Aromen. Diese fügen sich aber ohne, dass es einer größeren Anstrengung für den Esser bedarf, stets zu einer funktionierenden Harmonie zusammen. Die hohe aromatische Intensität und viel Umami ist nach meiner Einschätzung dafür verantwortlich, dass seine vegetarischen bzw. veganen Gerichte genauso gut funktionieren, wie die Fisch- bzw. Fleischgerichte. Teilweise ergab die Vielzahl der Komponenten und dem hohen Detailgrad der Gerichte trotzdem einen runden und eher gefälligen Gesamtgeschmack, so sehe ich es jedenfalls, aber ich persönlich schätze ja auch durchaus eher Kontraste auf dem Teller...
                    In der Welt der auf Harmonie ausgerichteten Küchen ist Andreas Kroilik sicher einer der Köche, der es besonders gut versteht, auch mit kräftigen Aromen zu arbeiten.

                    Etwas zulegen könnte meines Erachtens die Weinbegleitung, die für meinen Geschmack sowohl in der Harmonie als auch in der Qualität der Weine durchaus schwankte, obwohl ja – mit Ausnahme des Süßweins – Weine von durchaus auf gängigen und für Qualität stehende Produzenten serviert wurden - aber nicht jeder Wein kam perfekt zu Geltung. Hier hat mir etwas die Liebe zum Detail gefehlt.

                    Trotz der genannten Kritikpunkte war dies für mich ein gelungener Abend zum Zurücklehnen – dies ist beim Genuss der Kreationen von Andreas Krolik überhaupt kein Problem. Wer dies sucht, ist im Lafleur bestens aufgehoben, auch wenn man mal auf Fisch und Fleisch verzichten möchte.
                    Angehängte Dateien
                    Zuletzt geändert von QWERTZ; 20.09.2016, 11:23.

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                    • #25
                      Danke für den schönen Bericht und die schönen Bilder eines wiedermal gelungenen Clubabends.

                      Ich hatte auch lange mit mir gerungen, wieso mich die Weinbegleitung - trotz großer Namen - nicht immer "berührt" hat. Mit der Liebe zum Detail hast du hier ins Schwarze getroffen. Ergänzen möchte ich aber noch, dass es für den Abend ein wirklich tolles Angebot gab und auch sehr großzügig aus- und nachgeschenkt wurde, sodass man sich hier sicher auch an wirtschaftlichen Rahmenbedingungen orientierten musste und es nicht vergleichbar mit der vorschädigenden Begleitung aus dem AQUA ist - bei der ja schon alleine für die Weinbegleitung mehr veranschlagt wurde, als hier für das gesamte Menü.

                      Auch aus meiner Sicht setzt Andreas Krolik auf eine durchaus komplexe Kombinatin starker Aromen, die sich aber am Ende zu einem runden Gesamtbild fügen. Gerade bei dem genialen Tomatensüppchen, der getauchten Jakobsmuschel und dem Dry Age Kalb kam das für mich eindrucksstark zur Geltung und hat mir sehr viel Spaß gemacht. Ich liebe beide Welten, die der Kontraste und die der Harmonie, sodass ich jederzeit - wenn in Frankfurt - wieder im LaFleur einkehren würde. Die aktuelle Bewertung des Guide halte ich für zutreffend.

                      Schöne Grüße
                      Junggaumen

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                      • #26
                        Ja, mit Liebe zum Detail meine ich folgendes: es waren Weine namhafter Erzeuger und an sich waren sie auch von guter Qualität. Auch die Rebsorten waren grundsätzlich passend zu den Gerichten. Aber vor allem der Dönhoff, aber auch der Fürst wirkten für mich zu verschlossen in der Kombination. Ob die Weine zu wenig Luft hatten, wegen des warmen Wetter kühler als sinnvoll serviert wurden, oder einfach noch zu jung waren, kann ich nicht einschätzen. Aber das ist eben der letzte Schliff, der nicht unbedingt was mit dem preislichen Gegenwert der verwendeten Weine zu tun hat.

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                        • #27
                          Es freut mich sehr, lieber QWERTZ, dass Sie neben Ihren stets so trefflichen Zeilen über das Essen auch die gereichten Getränke nicht unerwähnt lassen. Einige der o.g. Weine kenne ich, wohl auch weil sie in der Mehrzahl m.E. sehr im Bereich "Standardqualitätsware" anzusiedeln sind. Ganz persönlich finde ich es sehr schade, dass ein solch wunderbares Essen - zumindest an der ein oder anderen Stelle - nicht spezieller begleitet wird. Zumal bei einem Clubtreffen doch eher mit "interessierten" Genusstrinkern zu rechnen gewesen wäre. Vielleicht ist es aber auch eine Frage des Budgets.

                          Dass nicht wenige - auch mehrfach besternte Häuser - beim Thema Wein nicht in jeder Hinsicht am Gast orientiert arbeiten, habe ich erst unlängst wieder erfahren. Auf meine Bitte, die Weinkarte vorab elektronisch (gerne auch nur in Auszügen) zu bekommen wurde mit der Antwort beschieden, dazu sei man technisch leider nicht in der Lage. In der Küche aber werkelt der Pacojet....

                          KG
                          Besseresser

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                          • #28
                            Es muss ja nicht immer ganz verrücktes Zeug sein, wie Naturweine oder Orange Wine, die inzwischen ja genauso "Standard" sind. Auch auf ein GG, viel zu jung, kann ich gut verzichten. Es ging mir bei meinem Bemerkungen vor allem um die Art und Weise, wie sich die Weine für mich in Verbindung mit den Speisen gezeigt haben.

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                            • #29
                              Ich habe Sie schon verstanden. Von "immer" und "verrücktem Zeug" hatte ich ja auch nicht gesprochen. Das Thema "gereiftes GG" deuten Sie ja selbst an. Oder einfach einmal etwas, was nicht bei Käfer, Seckler & Co. ohnehin im Regal steht...Zumal bei einem Clubtreffen!

                              Dass der gereichte Wein "perfekt" serviert wird, ist für mich in Häusern mit Anspruch und idR ambitionierter Getränkepreisgestaltung ohnehin klar. Wenn der Service hier unkundig oder uninteressiert zu Werke ginge und den Wein nicht angemessen bis zum letzten Tropfen begleiten würde....

                              Vielleicht gehe ich u.a. auch deshalb lieber gerne mittags zum Genuss, weil dann alle ein wenig mehr Zeit haben.

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                              • #30
                                Ja, ich wollte nur sagen, dass aus meiner Sicht auch gegen gängige Weine von üblichen Händlern nichts einzuwenden ist, wenn sie perfekt zum Gericht passen.

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