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Restaurant Amador, Langen

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  • #31
    Na toll, wir haben für am Samstag einen Tisch reserviert und wollten morgen los fahren um noch eine Nacht in Frankfurt zu sein und jetzt dieser Schnee in Deutschland... Ich hoffe die Sache beruhigt sich ein wenig bis morgen damit wir doch noch fahren können...

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    • #32
      Nächste Woche bin ich nun auch endlich zu Gast im Amador:hungry:
      Bin sehr gespannt ob das Restaurant meine durchaus hohen Erwartungen erfüllen kann.
      Bericht folgt

      Grüße
      ossobuco

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      • #33
        Lieber ossuboco,

        ich wünsche Ihnen, dass Ihre Erwartungen erfüllt werden und Sie einen in vollem Umfang wundervollen Abend haben werden.
        Auf Ihren Bericht bin schon sehr gespannt!


        Mkg, Schmackofatz

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        • #34
          Da schließe ich mich an, ich freue mich immer, etwas aus dem Amador zu hören. Gerne auch mit Bild

          Beste Grüße,
          bar

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          • #35
            Hallo zusammen,

            meine Erinnerung an den Abend in Langen vor mehreren Jahren ist immer noch präsent und höchst erfreulich. Im Zusammenhang mit den Beiträgen an dieser Stelle habe ich mich im Internetauftritt des Hauses umgeschaut und zu meiner Verblüffung festgestellt, dass die Weinkarte einer geradezu revolutionären Veränderung unterzogen wurde. Damals konnte man sich noch ein wenig über große Namen aus dem Bordelais mit noch größeren Preisen amüsieren, heute dominieren bis auf die Franzosen in der schäumenden Abteilung Deutschland und Spanien. Wer hätte das gedacht? Mir gefällt die Karte, man kann genau das finden, was man zu der Art zu kochen braucht.

            Viel Vergnügen und alles Gute (denken Sie (beim Dinieren) nicht zu viel und genießen Sie in vollen Zügen)

            Daurade

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            • #36
              So, mittlerweile liegt mein Besuch im Restaurant Amador auch schon wieder einige Wochen zurück. Eins vornweg, ich könnte nicht viele Dinge nennen die man verbessern könnte.
              Nach einer sehr freundlichen, herzlichen Begrüßung wurde ich zu meinem Tisch gebracht und einen Augenblick später, hatte ich auch schon einen leckeren Riesling-Sekt als Aperitif und viele kleine Tapas vor mir. (Ja ich musste trotz Vorankündigung hier im Forum für den Sekt zahlen)
              Die Tapas waren alle gut, aber noch nichts Außergewöhnliches.
              Nach einer kurzen Pause startete dann auch schon der erste Teil des Menüs mit dem Namen "Les Froids". Vier hauptsächlich kalte Vorspeisen.
              Der erste Gang: Geeiste Beurre Blanc mit Caviar, Haselnussmilch und Malzbrot, war ein wunderbar stimmiger Gang. Das Eis hatte eine schöne Weißwein/Zwiebelsäure die perfekt mit den Malzbrotkrümeln und der relativ neutralen Haselnussmilch harmonierte. Ergänzt vom salzigen Caviar und Schnittlauch.
              Danach kam der Austen-Raviolo mit Algen, Soja, Sesam und Yuzo.
              Ich bin kein großer Austern-Freund, deswegen war ich froh dass die Auster pochiert war, so war ihr Geschmack zurückhaltender und passte gut zu den Asiatischen Aromen. Nur das Meerwassergelee hätte ich nicht gebraucht.
              Sepia, Bisque Noir, Olivenöl und Pomelo war der Name des nächsten Gangs.
              Der Sepia war in dünne Streifen geschnitten, die aber ineinander gebunden waren. Ich glaube der Sepia war nur an der oberen Seite kurz abgeflämmt/angegrillt, und sonst roh. Aufjedenfall war er wunderbar zart und wurde durch einen schwarzen Sud, der deutlich nach Olivenöl schmeckte ergänzt.
              Es folgte Tatar vom hessischen Ochsen.
              Dies war wohl einer der besten Gänge meines bisherigen Lebens. Das Tatar war relativ zurückhaltend mariniert, so dass der Eigengeschmack des Ochsen gut durchkam. Es lag auf einem Stück Foie Gras, die wiederum auf einer Schicht gelierter Soubisse lag. Auf dem Tatar war noch ein lauwarmes Wachtelei in einem Brotchip. Ergänzt wurde das ganze von Roter Beete als Dip und roh mariniert, und einem Senfeis. Was soll man sagen, für mich perfekt:hungry:
              Als erster von fünf Hauptgängen:
              Kaisergranat "Naturel"
              Der Kaisergranat war als Tatar mariniert und lag auf einer Schicht Granny Smith Gelee. Zusätzlich waren noch Würfel gebratener Entenleber und Ziegenkäse auf dem Teller. Das Apfelkernöl hätte ich nicht heraus geschmeckt. Der Gang war wie auch die vorherigen unglaublich harmonisch. Die Zutaten sind immer perfekt aufeinander abgestimmt. Der einzig winzig kleine Kritikpunkt den ich hier hätte, ist dass ich die Menüfolge hier nicht ideal finde. Zweimal Tatar, zweimal Leber hintereinander. Auch wenn sehr unterschiedlich zubereitet.
              Weiter ging es mit der Seezunge in Mandelmilch gegart mit Broccoli und Nussbutter.
              Von der Mandelmilch schmeckte ich zwar nichts, trotzdem war die Seezunge top. Der Brocoli war in Form von einer Creme, roh geraspelt und als CousCous auf dem Teller. Wobei mir letzterer zu kalt und Neutral war. Zusätzlich war noch eine für meinen Geschmack zu süße Mandelcreme auf dem Teller. Doch das machte alles nichts, weil mir die Seezunge mit der grandiosen Nussbutter auch gereicht hätten. Die Nussbutte war schätzungsweise mit einem Krustentierfond oder ähnlichem verfeinert. Jedenfalls war ich froh, dass noch genügend Brot auf dem Tisch stand.
              Als nächsten Fischgang gabs St. Pierre mit Ochsenmaul in Beeftea.
              Hier war ich begeistert davon, wie sich der St. Pierre doch so gut gegen die kräftige Rinderbrühe und das Ochsenmaul behaupten konnte. Ergänzt wurde das ganze durch die Frisch vom Rettich. Einer meiner Lieblingsgänge des Abends.
              Jacobsmuscheln, Kalbsbries, Perigord Trüffel, Bohnen und Birne.
              Zwar nicht ganz so gut wie die vorherigen vier Gänge, trozdem immernoch sehr gut. Trüffel und Jacobsmuscheln passen ja sowieso sehr gut zusammen, und das Kalbsbries brachte noch was zusätzlich herzhaftes in das Gericht. Der Bohnensud war wunderbar. Farblich und Geschmacklich.
              Der Hauptgang: Mieral Taube auf Holzkohle gegart mit Aprikosen, Buchenpilzen und Nougat.
              Ich habe selten so gutes Geflügel gegessen. Das perfekt gegarte Fleisch mit dem doch kräftigen Wildgeschmack, ergänzt von einem intensiven, aber nicht übertönenden Holzkohle Aroma passte perfekt zur süße der eingelegten Aprikosen. Das Nougatbisquit war geschmacklich eher Neutral, aber schön zum Soße auftunken. Ein würdiger Abschluss der Hauptgerichte.
              Als erstes Dessert folgte ein Käsegang. Cabrales mit Weißer Schokolade, Quitte und Kernöl. Alles im einzelnen sehr kräftige Aromen die wieder wunderbar kombiniert waren. Zu meiner Freude, war der Blauschimmel Geschmack sehr zurückhaltend.
              Langener Rübli Torte, Olivenöl Karotte und Orange.
              Eine Neuinterpration der bekannten Torte. Und man dachte beim ersten Bissen wirklich sofort an die Torte. Sie bestand aus einer Bisquitschicht, einer Orangencrem und einem Karottensorbet/Schaum. Vom Olivenöl merkte ich nichts.
              Cheesecake und Cookies Nitro war wohl eher als ein Gag gemeint. Trotzdem angenehm leicht und mit einer schönen Säure durch den Käsekuchenschaum.
              Bei dem Gericht wird ein Cheescake-Espuma auf einen durch Stickstoff gekühlten Stein gespritzt. In den auf einer Seite gefrorenen Schaum wird dann ein Cookie gesetzt.
              Als letzten Gang gab es wieder eine Interpretation. Diesmal den Cocktail White Russian. Bestehend aus einem Rahmeis und einem Wodka Pudding. Dazu Espresspo Tupfer. Nette Idee und ein schönes Ende.

              Abschließend gab es zum Espresso noch zahlreiche, sehr gute Petit Fours. Besonders die Macarons hatten es mir angetan.
              Zu sagen ist noch das jeder angerichtete Teller ein Kunstwerk war und jeder Gang perfekt ausbalanciert war. Bis auf ein-zwei Airs hatte jedes Produkt seine genaue Rolle auf den Tellern. So dass wirklich nicht mehr reduzierbar wär.
              Der Service war wie erwartet sehr freundlich und das Menü war seinen durchaus hohen Preis wert. Die Getränke waren auch sehr fair kalkuliert, dass habe ich schon in *-Restaurants anders erlebt.
              Ich werde bei meinem nächsten Frankfurt Aufenthalt wohl wieder kommen:hungry:

              Grüße
              ossobuco

              ps. Fotos folgen

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              • #37
                Werter ossobuco, vielen Dank für diesen Bericht.
                Anhand Ihrer Beschreibung kann ich mir die einzelnen Gänge recht gut vorstellen, bin aber dennoch auf Ihre Bilder sehr gespannt ( wenn Sie schon mal welche gemacht haben ).

                Was gab es denn zu trinken? Haben Sie die Weinbegleitung gewählt und wenn ja, wie haben Ihnen die einzelnen Weine zu den Gängen gefallen?


                Mkg, Schmackofatz
                Zuletzt geändert von Schmackofatz; 09.03.2011, 19:13. Grund: Schreibfehler

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                • #38
                  Vielen Dank für die präzisen Beschreibungen, trotzdem freue ich mich auch schon auf ein paar Bilder und - wenn möglich - ein paar Infos zum Thema Wein.

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                  • #39
                    Vielen Dank für den Bericht, auch ich freue mich auf die Bilder !
                    bdl

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                    • #40
                      http://www.flickr.com/photos/1991graz/sets/

                      Hier finden Sie schonmal die Bilder.
                      Ich hoffe die Qualität ist einigermaßen befriedigend.
                      Zum Wein: Es gab eine Weinbegleitung mit 7 verschiedenen Weinen. Einen für die Vorspeisen, dann 5 für die Hauptgänge und dann noch einen Süßwein. Da mir dass aber zu viel Wein gewesen wäre, trank ich zu den Vorspeisen noch meinen Rieslingsekt weiter (leider Winzer vergessen).
                      Dann trank ich einen speziell für das Hause Amador angebauten Riesling. Riesling ist sowieso mit Abstand meine Lieblingsrebsorte und dieser hat mir besonders gefallen. Ich meine dieser hier war es:
                      http://www.amador-shop.de/osc/catalo...?cPath=227_260
                      Zur Taube trank ich ebenfalls einen Weißwein. Ich glaube einen Grauburgunder. Oder doch ein Chardonnay. Tut mir leid, bei Wein bin ich noch auf der Suche nach meinem Geschmack:cheers:

                      Grüße
                      ossobuco

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                      • #41
                        Vielen Dank für den Bericht !:cheers:

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                        • #42
                          Aus für das Amador!

                          Guten Morgen verehrtes Forum,

                          auch wenn einige schon gemunkelt und es geahnt haben, hier die Sensation des Tages!

                          http://www.fienholdbiss.de/aktuelles...ant-in-langen/

                          Damit haben wir nur noch 8 3-Sterne Restaurants in Deutschland!

                          Ich wünsche Herrn Amador viel Glück für die Zukunft und bin sicher, dass es nicht lange dauern wird, bis er wieder in den Olymp der 3 Sterne aufsteigen wird.

                          Auf ins Amesa heisst es dann wohl demnächst!

                          Ich freue mich auf eine spannende Diskussion und wünsche allen ein schönes Wochenende!


                          Schmackofatz

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                          • #43
                            Bemerkenswert, dass es keine geeignete Immobilie in Frankfurt gab.

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                            • #44
                              Mein Mitgefühl für Herrn Amador, dass es so gekommen ist. Aber so, wie der Artikel klingt, ist die Entscheidung, nach Mannheim zu gehen, vermutlich die beste.

                              Ich wünsch ihm auf jeden Fall viel Glück.

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                              • #45
                                Langen trägt Trauer! Und wir wohnen in der Nachbarschaft! :heulen:
                                Hoffentlich macht Eric Beuerle alias Eric Decastro (Künstler) wieder was aus diesem schönen Objekt!

                                Beste Grüße, Merlan

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