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Tiger-Restaurant im Tigerpalast, Frankfurt

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  • Tiger-Restaurant im Tigerpalast, Frankfurt

    Ich besuche Anfang September den Tigerpalast incl. à la carte Essen im Tiger-Restaurant. War in der letzten Zeit dort jemand zu Besuch und hat irgendwelche Anmerkungen die mir nützlich sein könnten?

    Leider ist die Note im Gault Millau nach unten gegangen, hoffe das es aber immer noch ein Erlebnis wird.

    Ist jemand an einen Bericht über den Besuch interessiert (bevor ich mir die Arbeit mache und es dann aber nur ein Selbstgespräch wird)?

  • #2
    Zitat von Hochemer Beitrag anzeigen
    Ist jemand an einen Bericht über den Besuch interessiert (bevor ich mir die Arbeit mache und es dann aber nur ein Selbstgespräch wird)?
    Das eine schliesst das andere nicht aus. Gelesen wird hier, glaube ich, fast alles mit Interesse. Zu einer Diskussion gibt es aber nicht immer Anlass. Bilden Sie sich einfach ein, ihr perfekter Bericht habe keinerlei Fragen offengelassen....und klopfen Sie sich selber auf die Schulter.

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    • #3
      Ich bin unbedingt interessiert, lieber Hochemer!
      Ich liebäugele schon länger mit einem Besuch in der neuen Wirkungsstätte von Alfred Friedrich, war/bin jedoch irgendwie skeptisch, ob es wirklich lohnt.

      Sie könnten nun das Zünglein an der Waage sein.

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      • #4
        Zitat von glauer Beitrag anzeigen
        Das eine schliesst das andere nicht aus. Gelesen wird hier, glaube ich, fast alles mit Interesse. Zu einer Diskussion gibt es aber nicht immer Anlass. Bilden Sie sich einfach ein, ihr perfekter Bericht habe keinerlei Fragen offengelassen....und klopfen Sie sich selber auf die Schulter.
        :-)

        Zitat von brigante Beitrag anzeigen
        Ich bin unbedingt interessiert, lieber Hochemer!
        Ich liebäugele schon länger mit einem Besuch in der neuen Wirkungsstätte von Alfred Friedrich, war/bin jedoch irgendwie skeptisch, ob es wirklich lohnt.

        Sie könnten nun das Zünglein an der Waage sein.
        Ok, versprochen, ich schreibe einen Bericht, aber ohne Gewähr wenn es später anders empfunden wird wie bei mir ;-)
        Zuletzt geändert von Hochemer; 20.07.2010, 08:57.

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        • #5
          Ich sitze hier und warte...

          ...

          Ich muss zugeben, dass ich auch länger keinen Bericht verfasste, aber ich habe ja auch keinen angekündigt !

          Weiß denn eigentlich jemand, was aus dem zweiten "Gourmetrestaurant" im Palmengarten wurde, welches unter Tigerpalastflagge eröffnet werden soll(te)?

          Liebe Grüße zum Spätnachmittag

          Hedonist

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          • #6
            Upps...

            - tschja, wer lesen kann, ist klar im Vorteil! :cheers:

            Danke und dann warte ich halt weiter.

            Ein demütiger Hedonist wünscht einen schönen Abend

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            • #7
              Hier nun der von mir versprochene Bericht:

              Kurzfassung:

              Ein von mir sehr geschätzter User dieses Forums antwortete mir per Mail auf meine obige Frage (normal veröffentliche ich Mailnachrichten nicht, da hier aber nichts persönliches geschrieben wurde mache ich mal eine Ausnahme) "Gut, aber nicht umwerfend *+" und diese Aussage kann ich von meiner Seite aus bestätigen.

              Langfassung:

              Seit Jahren auf meiner 'to do Liste' und nun endlich mal realisiert: Ein Besuch im Tigerpalast incl. Show und Restaurantbesuch. Zur Wahl stand ein inkludiertes Bistro-Menü oder der Besuch des à la carte Restaurants, als Mitglied dieses Forums war die Wahl natürlich schnell getroffen.

              Laut Aussage der Hotline sollten drei Stunden vor Showbeginn locker reichen um einen entspannten Besuch des Restaurants zu gewährleisten, so traten wir kurz vor sieben Uhr erwartungsgespannt im Tigerpalast ein. Bereits hier war ersichtlich, das durch die drei Gastronomiebetriebe (Bar, Restaurant, Bistro) und der zwei Shows am Abend eine ständiges Ein und Aus herrscht und das Ganze damit etwas hektisch macht, eine richtige Ruhe außerhalb des Restaurants ist am ganzen Abend nie eingetreten. Überrascht waren wir auch trotz der hohen Preise noch eine Garderobengebühr bezahlen zu müssen, es ist kein schöner Empfang gleich in die Geldbörse greifen zu müssen.

              Nach dem freundlichem Empfang im (Keller) Restaurant wurden wir zu unserem Platz geleitet, zum Glück einer von zwei Tischen in einer Art Nische, die eine Privatatmosphäre gewährleisten und nicht so gedrängt wie an den anderen Tischen. Da es keine Aperitifkarte gibt wurde auf die angebotenen Champagnermarken verzichtet (unliebsame Preisüberraschungen vermeide ich mir dadurch), an den Nebentischen wurden jedoch auch überraschender Weise Sektmarken angeboten. Auch hatten die von uns einsehbaren Tische alle ein festes Menü und kein à la carte Angebot, es scheint das es für das Restaurant auch ein Pauschalangebot angeboten wird, was aber gar nicht in unserem Sinne war und auch nicht gewollt war.

              Nun studierten wir die überraschend große Speiseauswahl und stellten uns eine Mischung aus dem Menü und der à la carte Gerichte mit vier Gängen zusammen. Sehr fair war es, das trotz der Mischung nur der normale vier Gang Preis berechnet wurde. Forumsfreundlich wie ich bin hatte ich im Vorfeld schon um eine Kopie der Speisekarten gebeten um die Gänge hier genau schreiben zu können, leider war das Menü jedoch nicht bei den Kopien dabei so dass ich leider doch nicht genau die Gerichte so schreiben wie bestellt kann.

              Zuerst wurde aber der Wein bestellt, auffällig auf der großen Karte war, das viele der günstigsten Weine (so um die 40 Euro rum, nach oben ging es bis zum vierstelligen Bereich) ausgetrunken waren, auch der erste von uns ausgewählten Wahl vom Winzer Weil war nicht mehr verfügbar obwohl nicht auf der Karte vermerkt, von der nächsten von uns gewählten Wahl war es die letzte Flasche, so dass es scheint das die Masse der Gäste sich in diesem Preisniveau die Weine aussucht und eine Nachlieferung in dieser Preissegment nötig wäre.

              Als Gruß aus der Küche kam eine Variation aus Lachs und Blumenkohl, von der Menge wäre dies bei vergleichbaren Restaurants in mehreren Gänge serviert worden, die ganzen Portionen waren sehr großzügig, meine vier Gänge plus dem Gruß waren fast zuviel des Guten, bei einem Gang mehr wäre ich geplatzt. Serviert wurde ein Lachstartar mit einem aromatischem Mousse vom Blumenkohl, ein leichtes Blumenkohlsüppchen mit einem Spieß vom gebratenen Lachs und einem Salat vom Blumenkohl mit geräuchertem Lachs, die Gerichte konnten überzeugen außer dem Spieß vom Lachs, der war einfach versalzen. Trotzdem ein schöner Einstieg in die Küche von Herrn Friedrich.

              Als erster richtiger Gang gab es kanadischer (fairerweise auch so auf der Karte erwähnt) Hummer mit Passionsfruchtsoße, ein frisches Gericht, zwei große feine Stückchen Hummer eingepackt in (Algen?) Blätter, im Nachhinein der Höhepunkt des Abends.

              Als zweiten Gang dann auf der Haut gebratenes Filet vom Saibling (falls jemand vom Restaurant mitliest, ich hoffe das ich die Gänge alle richtig wiedergebe, da mir das Menü nicht vorliegt können kleine Erinnerungsfehler auftreten), der Fisch ordentlich gebraten und von der Menge her in anderen Restaurants als Hauptgang für zwei Personen serviert (wer es denn mag, mir wäre eine kleinere Portion lieber gewesen um den Rest des Menus zu genießen), aber etwas mehr Kick hätte der Gang vertragen können, handwerklich perfekt aber ohne einen Begeisterungssturm auszulösen.

              Der Hauptgang habe ich jetzt endlich auch einmal schriftlich vorliegen: "Rücken und Bauch vom Mangalitza Schwein mit Spitzkohl und Kümmelkrapfen" und hier muss ich mich outen, ich kann mich nicht erinnern in Restaurants dieser Preisklasse (und das waren schon einige) ein Schweinegericht als Hauptspeise bestellt zu haben, aber irgendwann muss man ja mal einsteigen. Das Experiment für mich ist aber nicht ganz gelungen, keine Ahnung ob dies so sein muss, aber der Bauch war wohl knusprig gebraten aber zu geschätzten 97,6 % nur Fett. Bei meiner Begleitung waren der Fettanteil viel viel geringer und essbar, mein Teil für mich nicht. Der Rücken war ok, konnte aber auch nicht entzücken und der Kümmelanteil bei den Krapfen unterhalb der Ermessungsgrenze. Der Spitzkohl und die Soße waren in Ordnung.

              Obwohl es keine großen Hänger bei dem Serviceablauf gegeben hatte, war es nun nur noch wenige Zeit bis zum Showbeginn und es wurde etwas hektischer um allen Gästen in dem ausgebuchten Restaurant ihre Nachspeise zu servieren, bei mir war es "Sacher mit drei Texturen und Aprikose", leider sehr übersichtlich im Gegenteil zu den restlichen Gängen und schnell gegessen ohne Erinnerungswert. Da meine Begleitung den Käsegang wählte (aus Zeitgründen keine Auswahl sondern ein Teller mit acht Käsesorten) und die Verzehrung länger dauerte bat ich um ein Bällchen Ginger Ale Sorbet für die Wartezeit, dies konnte leider nicht realisiert werden da es frisch zubereitet würde und die Zeit nicht reichte, man würde es aber gerne während der Show servieren (dies war mir aber etwas zu extravagant). Gleich danach wurde uns auch schon die Rechnung überreicht ohne Frage nach Degestiv oder Kaffee etc, dazu reichte leider die Zeit nicht, schade.

              Falls es ein nächsten Mal gibt würde ich früher kommen um einen geruhsamen Abend verbringen zu können, um Schweinehauptgänge einen großen Bogen machen und wünschen das die Weinkarte aktualisiert wird, ein gelungenen Abend war es aber trotzdem.

              Da wir kein Zirkusforum sind nur kurz zur Show: 2 1/2 unterhaltsame Stunden (7 Programmpunkte plus einem Edith Piaf Verschnitt), leider aber sehr eng gestellte Tische. Eine schöne Geste war die nachträgliche Servierung der guten (unbestellten) Pralinen für den Restaurantbesuch.

              Und falls jemand wie wir auch noch übernachten will bietet sich das NH City Hotel an, ist nur paar Schritte entfernt und empfehlenswert.
              Zuletzt geändert von Hochemer; 11.09.2010, 15:57.

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              • #8
                Vielen Dank für den detailierten bericht!
                Die beurteilung und auch der stil der speisen deckt sich verblüffend mit unseren erfahrungen, obwohl wir noch zu Göschel-zeiten dort waren, kurz vor seinem weggang: alles "gut", aber nichts wirklich herausragendes dabei, die desserts enttäuschend. Bei dem preisniveau erwarte ich mehr.

                Da ich von der Friedrich-küche im Zarges recht begeistert war (siehe SF-Bericht), wollte ich eigentlich auch bald mal in den Tiger. Aber nun werde ich davon wohl erstmal absehen.

                grüße
                b.

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                • #9
                  Zitat von Hochemer Beitrag anzeigen
                  Da es keine Aperitifkarte gibt wurde auf die angebotenen Champagnermarken verzichtet (unliebsame Preisüberraschungen vermeide ich mir dadurch)
                  Sehr konsequent! Bravo!

                  Auch sonst kann ich Ihre Einschätzung der Tiger-Gastronomie uneingeschränkt bestätigen.

                  Beste Grüße, Merlan

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                  • #10
                    Werter Hochemer,

                    ich schließe mich in allem den beiden Vorrednern an. Ich investiere dann viel lieber ins Francais (oder wenns günstiger sein soll bei M. Lohninger) oder in das wunderbare Schwein -sollten Sie bitte unbedingt probieren, Sie würden nachbestellen- von Christoph Rainer in der Villa Rothschild: "Juvenil-Milchferkel x 3 - krosser Rücken / Schulter / Bauch geschmort, Säuerliche Schmorjus, Cassoulet von Bohne, Kartoffel, Sariette"
                    :hungry:

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                    • #11
                      @All

                      Vielen Dank für die Kommentare!

                      Zitat von Sphérico Beitrag anzeigen
                      ...ich schließe mich in allem den beiden Vorrednern an. Ich investiere dann viel lieber ins Francais (oder wenns günstiger sein soll bei M. Lohninger) oder in das wunderbare Schwein -sollten Sie bitte unbedingt probieren, Sie würden nachbestellen- von Christoph Rainer in der Villa Rothschild...
                      Vielen Dank für die Tipps, die Speisekarte von der Villa Rothschild liest sich sehr verlockend an (die Zimmerpreise schrecken jedoch etwas ab).

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                      • #12
                        Kurz vor dem Weggang von Alfred Friedrich, haben wir ihm im Tigerpalast nochmals einen Besuch abgestattet. Die Leistung macht Vorfreude auf das Lafleur im Palmengarten, das übrigens Mitte September eröffnen soll.

                        Beste Grüße,
                        Sf

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                        • #13
                          Seit ein paar Monaten kocht nun Andreas Krolik im Tigerpalast. Er kam vom Brenners in Baden Baden und hatte dort ** . Der Michelin hat ihm für das Frankfurter Restaurant erst einmal * gegeben. Und so wirbt aktuell der Tigerpalast für sein "Tiger-Gourmetrestaurant":

                          Küchenchef und
                          Sternekoch
                          ***
                          Andreas Krolik


                          Ein Schelm, wer Böses dabei denkt!

                          Das Tigerpalast-Restaurant wird von den gleichen Leuten betrieben, die auch das Lafleur in Frankfurt bewirtschaften. Für den dortigen Küchenchef Alfred Friedrich hatte man mit dessen vermeintlich im Berufsleben errungenen Sternen (13!) geworben, sich dabei aber nach oben hin kräftig verzählt. Vielleicht sollte man mal die Werbeagentur wechseln.

                          Beste Grüße, Merlan

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                          • #14
                            Nachdem ich schon immer mal in das Tiger-Gourmetrestaurant im Tigerpalast in Frankfurt essen gehen wollte und jetzt auch noch Andreas Krolik seit letztem Sommer dort Küchenchef ist, konnte ich nicht mehr widerstehen und musste dort einen Tisch reservieren. Nichts leichter als das und schon begann die Vorfreude auf die kulinarischen Gaumenfreuden, die uns dort wohl erwarten würden.

                            Nun war der große Tag gekommen. Nach einer sehr netten Begrüßung, wurden wir von der Empfangsdame zur Tür des Gourmetrestaurants gebracht und dort in die Hände des sehr aufmerksamen Serviceteams übergeben. Schnell wurde uns dann auch der reservierte Tisch zugewiesen. Da wir ein Überraschungsmenü gebucht hatten, warteten schon liebevoll gestaltete Menükarten auf uns, die uns beim ersten Lesen schon das Wasser im Munde zusammenlaufen ließ.

                            Schnell kam auch schon das bestellte Wasser und unsere Aperetifs, die eine perfekte Einstimmung auf den Abend sein sollten. Im Anschluss wurden auch schon zwei kleine Laibe helles und dunkles Brot mit Butter, Salz und Olivenöl an unseren Tisch gebracht. Nach kurzer Zeit kam dann auch schon das erste Amuse Bouche, ein geliertes Tatar vom Simmentaler Rind mit einem wachsweichen Wachteleidotter und einer gefüllten Teigtasche. Sehr lecker, gut gewürzt und in Kombination mit dem Eidotter perfekt harmonierend. Als zweiter Gruß aus der Küche erreichte uns dann ein Quartett von Leckereien. Zuerst eine Fischpraline mit einer warmen, cremigen Fischmus, dann eine Creme vom Stockfisch mit Pulpo, eine glasig gegarte Garnele, sowie ein Stück geräucherter Aal mit Wasabischaum. Alles köstlich und mit den einzelnen Komponenten perfekt harmonierend. So kann es gerne weitergehen.

                            Dann kam auch schon sehr rasch der erste Gang des Menüs “Roh marinierte Langostinos mit fermentiertem Knoblauch, Fenchel, Orange und Austernkraut-Meerfencheleis”. Die Langostinos waren hier wie bei einem Carpaccio dünn aufgeschnitten und dementsprechend im Kreis angeordnet. In Kombination mit den Orangenstückchen und dem Fenchel, die darüber drapiert waren, entstand hier ein harmonisches und geschmacklich perfektes Gesamtbild aus Frucht und Säure zusammen mit dem feinen Geschmack der Langostinos. Den Knoblauch schmeckte man nur einen Hauch heraus und war absolut nicht dominierend. Das Eis verhalf dem Ganzen dann noch zu einer gewissen Leichtigkeit, lecker aber geschmacklich kam es nicht zu dem Wow-Effekt, den der beeindruckende Name versprechen ließ.

                            Nach einer kurzen Pause kam dann auch schon der Hauptgang “Onglet vom Nebraska Prime Beef in getrüffeltem Oxtailsud, geschmorter Sellerie, Lauch, Sellerieravioli, fermentierte Schalotte, Ochsenbackencrunch”. Ich muss sagen mit Fleisch wurde hier nicht gegeizt und zudem war es auch das beste, das ich jemals gegessen habe. Butterzart, perfekt in Kombination mit der geschmacklich sehr intensiven Soße und den weiteren Beilagen, in diesem Fall geschmorter Sellerie, Lauch, fermentierte Schalotten sowie noch sehr leckere Sellerieraviolis. Als Zugabe gab es dann in einer extra gereichten Glastasse noch eine Kombination aus lauwarmem “Kartoffelpüree” oben und geschmortem Rindfleisch unten, in einer so intensiven Bratensoße, wie ich sie noch nicht gegessen habe, einfach nur lecker.

                            Nach diesem perfekten Hauptgang ließ das Pre-Dessert auch nicht lange auf sich warten und so erreichte uns eine Kombination aus “Mango“, Erdnuss und Banane. Ich hatte bei der Präsentation das Gefühl “Ananas” gehört zu haben, aber ich glaube es war eine dünne Scheibe von der Mango, darüber eine helle Creme mit Erdnussstückchen und einer Kugel Bananeneis. Aus meiner Sicht die perfekte Überleitung zum eigentlichen Dessert. Ganz einfach genannt “Erdbeere, Rhabarber und grüner Tee”. Das Ganze war schön angerichtet und bestand aus einer Art Erdbeercreme, gelierten Würfeln vom grünen Tee, die tatsächlich sehr intensiv nach grünem Tee schmeckten, an “Korallen” erinnernde, grüne weiche Gebilde, die aber nach nicht wirklich viel schmeckten, einem kleinen Erdbeer-Rhabarber-Ragout sowie einer Kugel Rhabarbereis, wenn ich das richtig in Erinnerung habe. Nach diesem letzten Gang gab es noch ein letztes süßes Finale. Bestehend aus einem Dreierlei von Passionsfruchtgelee, einer Praline aus fast purer Schokolade sowie einer rosa Schaumhalbkugel, die sehr süß schmeckte. Daneben gesellte sich noch eine Etagere mit leckeren Pralinen.

                            Zum Serviceteam ist zu sagen, dass hier alles reibungslos funktioniert, stets freundlich, aber diskret und zurückhaltend mit einem Lächeln im Gesicht agiert wird. Über den gesamten Abend verteilt, war das gesamte Serviceteam mal an unserem Tisch gewesen, jeder durfte mal bei uns ran.

                            Als Fazit zur Küchenleistung kann ich nur sagen, dass ich bisher noch nicht besser gegessen habe, besonders das butterzarte Onglet bleibt mir hier wohl noch lange Zeit in positiver Erinnerung. Andreas Krolik wird mit dieser Leistung hoffentlich auch seinen verlorenen zweiten Stern Ende dieses Jahres wieder zurückerobern, wenn er auf diesem Niveau weiterkocht. Eine schöne Geste finde ich auch, dass Herr Krolik Präsenz zeigt und zum Abschluss des Abends noch eine kurze Runde im Restaurant macht und sich auf einen kurzen Plausch einlässt.

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                            • #15
                              Haben Sie vielen Dank für den schönen und nachschmeckbaren Bericht. Bei einem doch relativ kurzem Menü hoffe ich, dass Sie das Essen nicht nur als geschmackvollen, sondern auch ausreichend sättigenden Genuss erlebt haben.

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