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Tiger-Restaurant im Tigerpalast, Frankfurt

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  • QWERTZ
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    Das ist doch besonders schön, wenn aus einem Verlegenheitsmahl so ein angenehmes Erlebnis wird.

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  • merlan
    antwortet
    Was ein Sturm so alles bewirken kann, lieber rocco! Und Kompliment, dass Sie in dieser misslichen Situation gleich an so etwas gedacht haben.

    Das ist doch erst einmal eine Duftmarke, die Sie gesetzt haben, der wir Rhein-Mainer jetzt aufgrund Ihres positiven Berichts schleunigst nachschnuppern sollten.

    Ich muss gestehen, dass wir das Ambiente im Restaurant des Tigerpalastes nicht sonderlich mögen. Gerade die Fensterlosigkeit stört insbesondere in der Sommerzeit schon arg. Ich empfinde das zwar nicht als angestaubt, aber es ist halt ein Kellerlokal mit Varietépublikum drumrum.

    Nichtsdestotrotz hat es der Tigerpalst immer geschafft, gute bis sehr gute Köche zu verpflichten. Und nach dem Wechsel von Krolik ins Lafleur scheint das Engagement von Rainer ein guter Schachzug zu sein. Also, freuen wir uns darauf!

    Schönen Gruß, Merlan

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  • rocco
    antwortet
    Sturm, kein Flug und kein Zug. Kurzerhand bin ich in Frankfurt geblieben und habe spontan einen Tisch im Tigerpalast reserviert (war möglich). Das Varieté war mir kein Begriff, ins Restaurant geht es in den Keller, die Fensterlosigkeit fällt aber nicht auf. Das Ambiente wirkt ein ganz kleines bisschen angestaubt, aber im positiven Sinne. Alleine einen Besuch wert ist die Weinkarte mit allem, was Rang und Namen hat (Egon Müller, Prüm, Breuer, Leflaive, Lafon, Roumier, Ponsot, Mortet, usw.) und das zu absolut gesehen hohen, relativ gesehen fairen Preisen.

    Da es schon recht spät war, sollte es das vegetarische Menü in leicht abgekürzter Form sein. Nach ein paar ersten Häppchen kam zu einem 2007 Scharzhofberger Riesling Kabinett von Egon Müller (halbe Flasche) das Amuse Gueule auf den Tisch: Senf, Apfel, Honig, eine wunderbare Komposition aus einem Senfeis, Gurkentatar mit Dill, Apfelstückchen und unauffällig auch Honig. Gerade zu dem Riesling passte dieses erfrischende kleine Gericht hervorragend.

    Dann: Gartengurke in Texturen, Radieschen, Wildkräuter, Rettich. Wenn ich "Texturen" lese, denke ich gleich an Espumas & Co. Hier kam die Gurke als Eis, als leicht geliertes Mus mit einem Schaum obendrauf und aufgerollt, jeweils so, dass man die Gurke noch gut identifizieren kann. Zusammen mit den sehr aromatischen Kräutern und kleinen Rettichscheiben war dies ein wunderbar frisches, komplexes, aber nicht kompliziertes Gericht, das nicht nur durch den Gurkengeschmack, aber vor allem durch die an "Mixed Pickles" erinnernde Würzung überzeugte. Auch hierzu ging der Scharzhofberger ganz hervorragend.

    Sehr anders: Chicoree, Mandarinenverjus, Süsskartoffel, Frischkäse, Kaffeearomen. War die Gurke leicht und frühlingshaft, grüßte hier noch der Winter. Bitterer Chicoree und Zitrusfrüchte passen immer, so auch hier. Die ganz dezenten Kaffeearomen unterstützten den bitter-süßlichen Geschmack. Mit dem Frischkäse dazu konnte ich eher wenig anfangen. Jetzt wirkte der Scharzhofberger deutlich gehaltvoller, herber und stoffiger.

    Welch Glück, eins meiner Lieblingsgerichte auf der Karte zu finden: Grüner Spargel, Arborio-Reis, Frühlingsmorcheln, Parmesan. Dünner grüner Wildspargel, etwas weißer Spargel, ganz tolle, erdige Morcheln und ein Risotto mit Parmesan. In seiner Einfachheit ist so ein Gericht kaum zu überbieten, in seiner schlotzigen Köstlichkeit auch nicht. Hierzu gab es nach einer oxidierten und einer korkenden halben Flasche eines anderen Weins eine halbe Flasche Domaine Leflaive - 2005 Puligny Montrachet 1er Cru Clavoillon, der auch schon ganz leicht oxidativ war, aber noch genau richtig (und mit Luft immer besser wurde). Das Optimum hierzu wäre für mich ein Savagnin oxidativ aus dem Jura gewesen, aber der Clavoillon kam dem schon recht nahe und passte auch sehr gut zu ein paar nachfolgenden Käse (Anthony).

    Herausragend: Rhabarber, Griechischer Joghurt, Ouzo, Hibiskus. Ich habe schon lange kein so gutes Dessert mehr gegessen. Hier passte einfach alles zusammen, gerade der Hibiskus hob das Dessert in höchste Höhen, der griechische Joghurt war schaumig aufgeschlagen, der Rhabarber nicht zu hart und nicht zu weich, genau richtig gesüßt. Mit dem letzten Gläschen Scharzhofberger verstand sich der Rhabarber auch sehr gut.

    Ich war wirklich sehr begeistert von der Küche, die sich aufs Wesentliche konzentriert, nicht zu viel will, sich eher durch wenige Zutaten, eine gute Zubereitung und die Komposition zwar nicht klassischer, aber auch nicht avantgardistischer Elemente auszeichnet. Der Service dazu ist herzlich, eher zurückhaltend und trägt zu einem tollen Gesamteindruck bei. Beim nächsten Frankfurt-Besuch werde ich wieder hingehen.

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  • mogul155
    antwortet
    Hallo QWERTZ, Herr Krolik war noch da. Lt. Herrn Fritz ist Herr Rainer ab 1.3. tätig.

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  • QWERTZ
    antwortet
    lieber Mogul, schön, dass Der Gewinn für Sie Anlass war, sich hier einzuloggen. War bei Ihrem Besuch noch Herr Krolik für die Küche verantwortlich, oder schon Herr Rainer?

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  • mogul155
    antwortet
    Tigerpalast Frankfurt

    Über einen wunderbaren Abend im Tigerpalst in Frankfurt.

    Ich hatte diesen Abend bei der Umfrage des Gourmetclubs gewonnen.
    Überraschung gleich zu Beginn: Wir wurden vom Maitre, Dietmar Fritz,
    herzlichst begrüßt. Ich kenne Dietmar Fritz noch aus München aus seiner Zeit
    im Restaurant 181, first.
    Wir hatten ein wunderbares 5 Gänge Menü mit Weinbegeitung.
    Anschließend besuchten wir noch die Show im Tigerpalast.
    Danke an den Gourmetclub und natürlich an Herrn Krolik und Herrn Fritz

    mogul155

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  • Sphérico
    antwortet
    Ha, kommt davon, wenn man immer mit Tunnelblick auf das Forum zusteuert !
    Danke, lieber qwertz (f.k.a. uiopü+) !

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  • QWERTZ
    antwortet
    äh auf so einer Internetseite, Restaurant-Ranglisten.de heißt die, glaube ich. http://www.restaurant-ranglisten.de/...-in-frankfurt/

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  • Sphérico
    antwortet
    Zitat von merlan Beitrag anzeigen
    Es ist für mich schon eine ziemliche Sensation, dass Andreas Krolik im nächsten Jahr ins Lafleur, Frankfurt, wechselt und Christoph Rainer, vormals Villa Rothschild**, Königstein, der neue Küchenchef im Tigerpalast wird.
    Ui, hab ich was verschlafen ? Wo ist das nachzulesen ?

    Neugierig auf Chris Rainer,
    S.

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  • HeikeMünchen
    antwortet
    Ja, das sehe ich genauso!

    Das macht Frankfurt natürlich noch attraktiver. Zumal auch die Villa Rothschild das Niveau halten konnte. Ich freue mich auf den nächsten Besuch in Hessen.

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  • merlan
    antwortet
    Es ist für mich schon eine ziemliche Sensation, dass Andreas Krolik im nächsten Jahr ins Lafleur, Frankfurt, wechselt und Christoph Rainer, vormals Villa Rothschild**, Königstein, der neue Küchenchef im Tigerpalast wird.

    Angesichts der mäßigen Resonanz auf das noch relativ neue Lafleur mit Altmeister Alfred Friedrich musste der Betreiber beider Restaurants wohl die Reißleine für das Restaurant im Palmengarten ziehen. Die gefundene Lösung erscheint mir genial und äußerst attraktiv für den Standort Frankfurt.

    Schönen Gruß, Merlan

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  • Sphérico
    antwortet
    Nee, leider nicht. Mich zieht es in FfM fast immer ins Francais, wenn ich mir ein gutes Menue gönnen will. Das liegt an der äußerst freundlichen, ja freundschaftlichen Atmosphäre. Das Essen ist natürlich eine Bank und die Lage fußläufig zum Shoppen (kann ich dann besser der Gattin verkaufen).
    Wenn mir nach einfacherem ist, geht da auch das Holbeins, seit einem Jahr ja mit Lohningers Einfluß. Oder halt einfach mal das Wiener Schnitzel bei M.L. selbst.
    Vielleicht geb ich mir doch mal einen Ruck Richtung Tigerpalast.

    MkG, S.

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  • merlan
    antwortet
    Um wieder aufs Thema zu kommen: Da Sie doch auch ab und zu in Ffm. sind, kennen Sie das Restaurant im Tigerpalast?

    Gruß M.

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  • Sphérico
    antwortet
    Moin, werter merlan,

    ich bin ja zugegebenermaßen recht schreibfaul geworden, habe aber auch in Rücksichtnahme auf die Familie(-nplanung) meine Restaurant-Besuchsfrequenz erheblich heruntergefahren.
    Ansonsten sind wir in der Region geblieben, Weihnachten noch ein Krause/Schimkowitsch-Mix in Deidesheim, also schwer einzuordnen. Davor waren wir in Neustadt, insgesamt ein recht modern-spannendes Menue, seinerzeit von "wi" ausführlich beschrieben.

    Es steht aber natürlich ein Freundstückbesuch in den nächsten zwei Monaten an.

    Insgesamt bin ich aber eher geneigt, wenn ich ohnehin 45 Minuten fahre, dann für marginal mehr Investition neben der Saarbrücker Aral einzukehren, da selbe Fahrzeit, nur entgegengesetzte Richtung.

    Schöne Grüße,
    S.

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  • merlan
    antwortet
    Ach, werte Heike, früher war das noch viel lustiger hier! Aber die "Nachwuchskräfte" in diesem Forum machen mir mit ihren gelegentlichen Steilvorlagen Hoffnung, dass auch heute hier nicht alles so bierernst diskutiert wird. Schön, wenn Sie das ebenfalls mit Humor nehmen können.

    Schönen Gruß, Merlan

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