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La Forge*, Bad Nenndorf

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    La Forge* (6 Gusto)

    Im La Forge, das fernab allen Trubels im beschaulichen Dörfchen Riepen liegt, sitzt man sehr gemütlich hinter Butzenscheiben. Die Räumlichkeiten strahlen eine gewisse Festlichkeit aus, und leise Musik beschallt das Restaurant. Hier bin ich in den letzten Jahren schon einige Male gewesen, immer wieder gerne, und jetzt berichte ich endlich auch mal. An diesem Maiabend waren beinahe alle Tische besetzt, und es gab ein sechsgängiges Menü:

    Frühlingssalat mit Trüffeln
    Ein buntes Beet aus weichen bis knackigen Gemüsen wurde durch Trüffel in drei Präsentationsweisen abgerundet: als Scheiben, Gelee und im Blätterteig. Ein schönes Aromen- und Texturspiel. Sehr lecker.
    Thunfisch, Calamaretti, weiße Zwiebeln, Safran-Muschelschaum
    Auf dem süffigen Safran-Muschelschaum kam der Thun daher, der pointiert mit Orangenöl und Zitronensalz abgeschmeckt war. Raffiniert ein Stück Fenchel, das in Safransud gegart wurde. Lediglich die kleine, frittierten Zwiebelelemente könnten vielleicht einen Hauch dezenter ausfallen. Ansonsten sehr stimmig.
    Perlhuhn/Fasan/Ente und Morchelrahmsuppe
    Ein interessantes Texturspiel auch hier. Die drei Geflügelbrustscheiben wurden von einem krossen Sellerieelement begleitet und saßen auf einem schlotzigen Gorgonzolaspinat. Das geschmackliche Highlight des Gangs war allerdings die beigestellte sahnige Morchel-Kartoffel-Suppe mit Gänseleberschaum. Klassisch und köstlich – nicht zuletzt durch die perfekte Begleitung durch einen sehr guten 96er Chardonnay aus dem Burgund.
    Rehbockrücken mit Cassisjus, Mispeln und Sellerie
    Ein sehr gutes Fleisch auf den Punkt gegart mit köstlichem Jus. Dazu wieder ein Texturspiel aus verschiedenen Gemüsen. Sehr lecker.
    Vanilleeis auf Rhabarberkompott
    Fast eine Mischung aus Pre-Dessert und Käsegang, denn hierzu gab es ein fluffiges Soufflé aus bestem regionalen Ziegenquark. Köstlich.
    Erdbeeren und Pistazien
    Das eigentliche Dessert fiel ebenfalls recht lecker aus, klassisch und saisontypisch.

    Fazit: Eine klassische Küche mit modernen (Gemüse-)elementen, der man anmerkt, das der Koch, Ernst-August Gehrke, viel vom Handwerk versteht und sich auch nach 24 Jahren Michelin-Stern noch immer weiterentwickelt. Sein Bruder Andreas leitet kompetent und mit viel Humor den Service, kümmert sich auch um den großen Weinkeller. Seinen Empfehlungen kann man nach meiner Erfahrung blind vertrauen. Es gibt noch immer zwei grandiose Weinkarten (900 Positionen) und das gute PLV, insbesondere bei den Bordeaux-Weinen, hat ja schon JD letztes Jahr in seiner FASZ-Kolumne herausgestrichen.

    Grüße, Mohnkalb

    P.S. Ausnahmsweise hätte ich diesmal sogar einige Fotos von den Gerichten, wüsste aber nicht, wie ich - als Nicht-Clubmitglied - sie hier zugänglich machen könnte.

  • #2
    Werter Mohnkalb,

    vielen Dank für Ihren Bericht. Ans La Forge erinnere ich mich aus alter norddeutscher Vorzeit und dementsprechend bruchstückhaft - werden immer noch die Reservierungsschilder aus mit Silberstift betitelten Lorbeerblättern gebastelt? Bad Nenndorf ist nicht der Nabel der welt, so dass ich immer wieder bewundere, dass Gehrke sein Publikum zu finden scheint.

    Herzliche Gruß

    m.

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    • #3
      Zitat von malbouffe Beitrag anzeigen
      werden immer noch die Reservierungsschilder aus mit Silberstift betitelten Lorbeerblättern gebastelt?
      Ganz genau. Never change a running gag.

      Gruß, mk

      Kommentar

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