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Berggasthaus Niedersachsen in Gehrden

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  • Berggasthaus Niedersachsen in Gehrden

    Werter Passepartout,

    falls Sie am Samstag gerätselt haben wer Sie da „heimgesucht“ hat oute ich mich mal als „Täter“. Wenn man so wie ich Fotos und Notizen macht fällt man natürlich auf. Ich war schon lange nicht mehr in Hannover und so habe ich unseren Aufenthalt in der Ole Deele genutzt Sie zu besuchen.





    Das Berggasthaus Niedersachsen liegt idyllisch in der Trip’sche Parkanlage auf dem Köthnerberg.

    Ich hatte das 7 Gänge "Empfehlungsmenü" für 79,00 €, meine Frau hatte etwas a la carte.



    Als Amuse Gueule gab es eine Wachtelbrust mit Balsamicolinsen. Die Wachtel war zart und aromatisch, die Linsen hatten durch den Balsamico eine feine Säure. Sehr lecker.

    Oktopus "Nizza Art"



    Der erste Gang war eine Interpretation des Salade niçoise. Neben dem Oktopus enthielt er Kartoffeln, Rührei, grüne Bohnen, Zwiebeln und dünne Scheiben geräucherten Thunfisch (den meine Frau als Vorspeise hatte). Der Oktopus war zart mit angenehmen Biß und hatte ein feines Aroma. Sehr lecker.

    Gebratene "Faux Gras" mit Portweinäpfeln und Trüffel



    Die gebratene ungestopfte Gänseleber war aussen leicht kross und innen sehr zart, sie hatte ein feines Aroma. Dazu gab es kleine Apfelwürfel, denen ein bischen Säure fehlte und fast geschmacklose Sommertrüffel. Aufgrund der Qualität der Leber trotzdem noch sehr lecker.

    Langustine mit schwarzem Reis und Artischocke



    Die Langoustine war zart und hatte noch etwas Biß, dazu gab es schwarzen Reis mit kleinen Artischockenwürfeln und eine aromatische Krustentiersauce mit feiner Säure. Sehr lecker.

    Saint Pierre mit Gambatortellini und Bouillabaissegemüse



    Der gebratene Saint-Pierre war auf einer Seite kross mit feinen Röstnoten, er war aber schon fast etwas durchgegart. Dazu gab es für Bouillabaisse typisches Gemüse (u.a. Tomaten, Karotten, Sellerie) in einem aromatischen Sud, kleine Muscheln und ein mit Gambas gefülltes Tortellino. Sehr lecker.

    Rehrücken und -wirsingroulade mit Preiselbeeren und Kartoffelterrine



    Der Rehrücken war zart und aromatisch, dazu gab es noch eine mit gut gewürztem Rehhack gefüllte Wirsingroulade, etwas Preiselbeermarmelade, eine mit etwas Rehragout gefüllte, locker schaumige Kartoffelterrine und etwas Sauce. Sehr lecker, nur die Sauce konnte nicht ganz überzeugen.

    Reblochon mit Hagebutte und Sommertrüffeln



    Der Reblochon war perfekt gereift und hatte ein feines Aroma (sehr lecker, Klasse). Dazu gab es leicht säuerliche Hagebutten und, zum Glück geschmacklose, Sommertrüffel. So blieb der Reblochon alleiniger Star des Gerichtes.

    Haselnussmerengue mit Reineclaude und Pfirsichsorbet



    Als Dessert gab es Haselnuss Merengue mit Schlagsahne, ein schön aromatisches Pfirsichsorbet und etwas Reineclaudenkompott. Sehr lecker.

    Der Service war freundlich und zuvorkommend. Das Berggasthaus Niedersachsen bietet eine gute bis sehr gute Küche. Meine Frau hatte ein Zungenragout mit Zunge, Fleischklößchen und kleinen Würstchen und war auch sehr zufrieden.

    Viele Grüße

    Jürgen

  • #2
    Werter Jürgen,

    vielen Dank für den Besuch und die wohlwollende Dokumentation des Erlebten. Ich hoffe sie waren wirklich zufrieden und nicht bloß höflich. ( Details gern via PM :-) )

    Dass sich dieses Essen hier im Forum wieder finden wird, verriet mir die Mimik ihrer Frau als ich den Saint Pierre aushob und nach einem Gang über den Parkplatz war recht sicher, dass sie es sind.

    Zwei Anmerkungen zum Lebergang möchte ich noch hinzufügen.

    Die Faux Gras ist ein Gimik, eine Illusion für den Gast und eine Fingerübung für mich, ich koche sie aus gewöhnlicher, frischer Gänseleber. Umsomehr freut es mich, dass die Beschaffenheit des Hauptproduktes den Gang "rettete". Sommer- und Herbsttrüffel nutze ich gern als erdige Texturkomponente, kostet zwar ein paar Cent mehr, ist aber wenig Arbeit und sie müssen wissen, dass wir äußerst faul sind. :-)

    Zudem hatte ich gehofft, dass wir es so lange ohne Tellerfotos schaffen, bis es einen Maßstabsfaktor in Form von relevanten Bewertungen gibt, da die Optik in der Rangfolge der Prioritäten, irgendwo zwischen 4 und 5 steht. Glücklicher Weise finde ich das Ergebnis nun doch recht annehmbar, weswegen ich die Bilder klauen und für eigene Zwecke benutzen werde. Sie haben mich auch nicht gefragt ob sie knipsen dürfen :-))

    Viele Grüße

    Passepartout

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    • #3
      Zitat von passepartout Beitrag anzeigen
      vielen Dank für den Besuch und die wohlwollende Dokumentation des Erlebten. Ich hoffe sie waren wirklich zufrieden und nicht bloß höflich. ( Details gern via PM :-) )
      Ich beschreibe die Essen immer so wie ich sie empfunden habe.

      Zitat von passepartout Beitrag anzeigen
      Dass sich dieses Essen hier im Forum wieder finden wird, verriet mir die Mimik ihrer Frau als ich den Saint Pierre aushob und nach einem Gang über den Parkplatz war recht sicher, dass sie es sind.
      Warum haben Sie nicht einfach gefragt? So haben wir beide irgendwie die Chance verpasst ein Gespräch anzufangen.

      Zitat von passepartout Beitrag anzeigen
      Zudem hatte ich gehofft, dass wir es so lange ohne Tellerfotos schaffen, bis es einen Maßstabsfaktor in Form von relevanten Bewertungen gibt, da die Optik in der Rangfolge der Prioritäten, irgendwo zwischen 4 und 5 steht. Glücklicher Weise finde ich das Ergebnis nun doch recht annehmbar, weswegen ich die Bilder klauen und für eigene Zwecke benutzen werde. Sie haben mich auch nicht gefragt ob sie knipsen dürfen :-))
      Es freut mich das Ihnen die Fotos gefallen. Mir sind gute Fotos wichtig und ich versuche immer, im Rahmen der vorhandenen Beleuchtung, das Beste herauszuholen. Das war Mittags aber kein Problem. Beim ersten Foto habe ich Ihre Mitarbeiterin gefragt. Sie waren, ich vermute mal, in der Küche. Ich räume Ihnen aber gerne die Nutzungsrechte ein sofern Sie mich als Quelle nennen.

      Viele Grüße

      Jürgen

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      • #4
        Auch wir haben einen Samstag auf der Durchreise genutzt gut essen zu gehen. Für mich war es eine sehr gute Bistroküche im a la minute Stil.

        Da unsere Zeit begrenzt war gab es zwei Gänge,

        Schneckenfrau war begeistert und bestellte hannoveranisches (oder hannoveraner?) Zungenragout und Kalbsleber (?) Berliner Art. Ersteres sehr süffig und genau richtig aber intensiv gewürzt, die Kalbsleber sehr fein als kleine Schnitzel serviert. Einzig der Kartoffelstampf war etwas lasch im Geschmack.

        Für mich gab es Rosenkohl mit Parmesan/Pecorino und Trüffel - der Kohl in Blättern perfekt - leicht Knackig gegart - tolle Kombination und Fasan - perfekt saftig gebratene Brust, wunderbar süffiges Fasanenragout dazu Schwarzwurzeln (in Sauce? vielleicht nur Sahne? durchgeschwenkt - egal war super) und Graupen risotto - dies fand ich etwas zu säuerlich.

        Der Service ist zuvorkommend ohne den Gast zu drängeln oder ihn zu vernachlässigen.

        Die Aperitivkarte wird nicht gereicht - diese ist bereits am Tisch - tolle idee. Die Weinkarte hat eine schöne und völlig ausreichende Weinauswahl.

        Mein Fazit ist eindeutig - Ein völlig verdienter Bib.

        Viele Grüße Schnecke

        P.S. Sie haben tolle Gäste - der Gastgeber einer Gesellschaft am Nachbartisch entschuldigte sich vorab für seine eventuell zu lauten Gäste - und lobte 5 Minuten später die Weinempfehlung des Wirtes.

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        • #5
          Es ehrt Sie, lieber Passepartout, dass Sie den Michelin-Thread nun für die Sterne freigeben wollen.

          Deshalb komme ich mal schnell in "Ihrem Thread" um die Ecke, damit ich auch meine Gratulation mit den besten Wünschen für Sie, Ihre Familie und Ihr schönes Gasthaus noch los werden kann, bevor der Bib schon wieder Alltag geworden ist.

          Wir kennen uns ja nun schon wirklich sehr lange - leider bisher nur virtuell - und haben so manch erbauende Diskussion miteinander gehabt. Bewahren Sie sich Ihre Offenheit und Aufrichtigkeit, lieber Passepartout, dann wird Ihr Weg auch weiterhin erfolgsversprechend sein.

          Mit den besten Grüßen, Ihr Merlan

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          • #6
            Herzlichen Glückwunsch, lieber Herr Gerasch, an Sie und Ihr Team. Cynara

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            • #7
              Einen ganz herzlichen Glückwunsch auch von meiner Seite, und bereichern Sie bitte weiterhin sowohl die Gäste mit gutem Essen als auch dieses Forum mit Beiträgen! kuechenreise

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              • #8
                Es gehört schon etwas Mut dazu, aus dem sicheren Hafen eines etablierten Restaurants in der Landeshauptstadt in die Region zu wechseln und an etwas abgelegener Stelle auf einem Hügel mit Blick auf den Deister ein Fachwerkhaus zu erwerben. Dort gab es zwar auch schon immer ein angesehenes Gasthaus, aber für einen Großstädter wie mich war die Entfernung dann doch immer ein gewisses Hindernis. Für eine Taxifahrt eigentlich zu weit, mit öffentlichen Verkehrsmitteln – zumal abends - nur mühsam zu erreichen. Nach Standortvorteil klingt das für mich erst mal nicht.

                Umso überraschter bin ich an diesem Sonntag Mittag, ein voll besetztes Haus zu erleben. In einem etwas abgetrennten Raum eine Familienfeier und auch alle übrigen Plätze sind belegt. Spontanbesucher ziehen im Akkord wieder von dannen, Cordula Gerasch trägt mehr als einmal das Reservierungsbuch an Tische, um neue Buchungen aufzunehmen. Im vergangenen Jahr hatte man im Sommer auf der Homepage eine beeindruckende Liste von Tagen mit geschlossenen Veranstaltungen gepostet. Auf dem Köthnerberg werden scheinbar gerne Hochzeiten gefeiert. Das Risiko hat sich also offenbar ausgezahlt für Oliver Gerasch und seine Frau. Es läuft.


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ID: 59890
                Außenansicht

                Die Karte weist einige mehrheitsfähige Gerichte auf, die sowohl Mediterranes als auch Deutsches und Regionales abdecken. Daneben gibt es ein saisonales und ein größeres Empfehlungsmenü, wobei alle Gerichte auch á la Carte bestellt werden können. Aus beiden Menüs treffen wir unsere Wahl.

                Als Gruß schickt die Küche dünn aufgeschnittene Champignons auf einer Schwarzbrotmasse mit einer Petersiliencreme. Diese Kleinigkeit balanciert originell zwischen kräutrig und süß – sehr schön.

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ID: 59885
                Amuse Bouche: Champignons, Schwarzbrot, Petersilie

                Wir starten beide mit Oktopus, Apfel, Birne, Bottarga, der Vorspeise aus dem großen Menü. Der Tintenfisch ist zart gegart, mit Petersilie und Zwiebeln nicht überladen abgeschmeckt. Ungewohnt, aber durchaus passend, ist zunächst die fruchtige Einfassung mit Äpfeln und Birnen. Allerdings sind die Früchte und auch das Sorbet recht süß, so dass sich das Gericht mit der Zeit für mich zu sehr in die Richtung verschiebt. Daran kann auch der separat dosierte Bottarga nicht viel ändern. Meinem Mann gefällt der Gang so, wie er ist. Ich persönlich hätte mir noch eine frische, säurebetonte Komponente gut vorstellen können.

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ID: 59886
                Oktopus mit Apfel, Birne und Bottarga

                Mit einer klassischen Wildkraftbrühe geht es auf der anderen Seite weiter. Dampfend heiß, mit Juliennes von Wurzelgemüse und einem Eigelb ist das geschmacksintensiv und beweist klassisches Handwerk.

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ID: 59892
                Wildkraftbrühe mit Eigelb und Wurzelgemüse

                Ganz großartig ist mein Teller. Ein prächtiges Exemplar eines Kaisergranats von ausgezeichneter Qualität thront auf Kalbskopf-Aprikosengraupen, dazu eine cremige Sauce mit herzhaft würzigem Speckaroma. Besonders gut gefällt mir die Graupenbeilage. Oliver Gerasch wählt kleine Graupen, so dass sich zusammen mit dem Kalbskopf und den Aprikosen eine recht homogene Masse ergibt, in der die Einzelkomponenten aufgehen und den süffigen Charakter noch zusätzlich unterstreichen.

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ID: 59891
                Kaisergranat mit Speckrahm und Kalbskopf-Aprikosengraupen

                Der Zander meines Mannes ist perfekt kross gebraten, Blattspinat und Kartoffelpüree traditionelle und tadellose Beilagen. Hervorragend die Pommery-Senf-Sauce. Hier gibt es überhaupt nichts zu meckern.

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ID: 59888
                Zander mit Pommery-Senf-Sauce, Blattspinat und Kartoffelpüree

                Für mich gibt es kurz gebratene Rehmedaillons. Wenn es nicht auf der Karte stünde, könnte man glatt annehmen, dass es sich um edle Rückenstücke handelt. Tatsächlich aber ist es Fleisch aus der Keule – verblüffend. Preiselbeeren dazu sind zwar klassisch, aber noch nie wirklich mein Favorit gewesen. Das kann hier niemand wissen, tut mir aber auch nicht weh. Schön hingegen die Buchenpilze im Rahm und auch für mich das Kartoffelpüree. Angegossen wird noch eine sehr aromatische Schmorsauce, die erfreulicherweise am Tisch verbleibt. Auf dem Teller ist noch etwas Weißkohlgemüse. Wenn es als Sauerkraut gedacht war, fehlt definitiv Säure und auch ansonsten ist es sehr mild abgeschmeckt. Mir ist das einfach zu laff und ich hätte es bei der Anzahl der übrigen Mitspieler auch nicht benötigt. Davon abgesehen ist das ein runder und gut schmeckender Gang.

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ID: 59887
                Kurz gebratene Rehkeule mit Buchenpilzen, Weißkohl und Kartoffelpüree

                Beim Dessert wählen wir erneut aus beiden Menüs. Zum einen gibt es Rosmarinmerengue mit Quitte als Kompott und Eis sowie eine Calvadoszabaione. Die Merengue sind hier bereits in kleine Stücke portioniert, was klug gemacht ist, zumal sie, wie oft anderswo erlebt, auch gerne mal in großen Stücken serviert werden und dann ein eher klebriges Mundgefühl hinterlassen können. Nicht so hier. Das ist texturell abwechslungsreich und schön in die Jahreszeit passend.

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                Rosmarinmeringue mit Quitte, Cassis und Calvadoszabaione

                Ich entscheide mich für den Granatapfelbrownie mit schaumigem Joghurt und einem Sorbet von exotischen Früchten. Letzteres gefällt mir gut. Der Brownie ist einen Tick zu trocken geraten, schmeckt aber, gerade auch in Verbindung mit den Granatapfelkernen, gut.

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                Granatapfelbrownie mit Joghurt und Sorbet von exotischen Früchten

                Das war ein sehr angenehmer Mittag. Dass es auch bei vollem Haus und gleichzeitiger größerer Gesellschaft keine Wartezeiten gab, spricht für die exzellente Organisation und den sehr aufmerksamen und freundlichen Service.

                Die Küche ist im besten Sinne gut bürgerlich mit einem erkennbaren Faible für Ausflüge nach Italien und auch den ein oder anderen kreativen Schlenker erlaubt man sich. Zum Zeitpunkt unseres Besuches hätte man aber durchaus auch noch Ente oder Gänsebraten haben können. Ich habe keinen Zweifel, dass auch das sehr schmackhaft gewesen wäre. Das passt also alles sehr gut zusammen und handwerklich gut gemacht ist das sowieso. Meine kleinen Anmerkungen zum Finetuning an der ein oder anderen Stelle fallen hier insgesamt nicht ins Gewicht.

                Mit dem sehr angemessenen Preisniveau erfüllt das Berggasthaus tatsächlich alle Kriterien, die den Bib Gourmand vom Michelin mehr als rechtfertigen.

                Da ich mir ein paar alkoholfreie Wochen auferlegt hatte und daher den Fahrer gab, konnte ich nicht von der kleinen, aber ausreichenden und fair kalkulierten Weinkarte probieren. Der Pfälzer Chardonnay aus dem Barrique, den mein Mann hatte, war aber zumindest in der Nase so vielversprechend (und nach seinen Worten auch so lecker), dass wir zum nächsten Besuch entweder die Rollen tauschen müssen oder doch mal schauen, wie man mit dem ÖPNV am besten auf den Berg kommt. Es lohnt sich.


                Bericht auch unter: http://tischnotizen.de/berggasthaus-...chsen-gehrden/

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                • #9
                  Sehr geehrter Herr HAJ,

                  vielen Dank für die sehr differenzierte Kritik, ich freue mich über ihr durchaus positives Fazit.

                  Denn auch wenn es sicherlich etwas übermütig war, einen im besten Sinne brennenden Laden im Regierungsviertel der Landeshauptstadt, gegen eine "Waldgaststätte" zu tauschen,
                  haben ich die Entscheidung bisher nur an einem einzigen Mittwoch der fast zweieinhalb Jahren bereut. Der Ort an dem wir nun leben und arbeiten, ist schlicht besonders, einzigartig.

                  Selbstverständlich war es sehr selbstbewusst, eher arrogant von mir zu glauben, zu erwarten, hier oben binnen weniger Monate eine ähnliche a la Carte Auslastung, auch bei Sturm und Regen und unter der Woche, zu realisieren, wie es mir in Hannover gelungen war, dies ist selbst nach über zwei Jahren und trotz diverser Auszeichnungen noch nicht gelungen.

                  Aber wir werden ruhig bleiben, das Niveau halten und an ruhigen Tagen ein bisschen das Leben genießen.

                  Viele Grüße vom verschneiten Berg

                  Passepartout

                  PS: Bilder zur Geschichte gibt es auch ohne Login auf Instagram :-)

                  https://www.instagram.com/berggasthausniedersachsen/

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