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Supperclub 34, Hannover

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  • Supperclub 34, Hannover

    Zugegeben: Wir lieben es, in einem Restaurant am Tresen zu sitzen und den Köchen bei der Arbeit zuzuschauen. Auch in Hannover, unserer Heimatstadt ist dies jetzt möglich. Mario Hassa, umtriebiger Gastronom, hat aus dem „Milano“, einem alteingesessenen italienischen Ristorante, mit dem „Supperclub 34“ eine trendige Location gemacht, in der Gäste wahlweise an Tischen, in Nischen oder eben am Tresen zur offenen Küche sitzen können.

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    Außenansicht

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    Interieur

    Die Karte ist so angelegt, dass man aus den etwa 20 Gerichten (7-18€) nach Lust und Laune bestellt, wahlweise für sich alleine oder zum Teilen. Lässt man Daniel Stertios, dem Küchenchef, freie Hand bei der Auswahl kann man zwischen 5, 7 oder 9 Gängen wählen (69€ / 89€ / 108€). Am Konzept hat ebenfalls kein Unbekannter mitgearbeitet. Benjamin Meusel, zuletzt Nachfolger und Küchenchef von Norbert Schus Gourmet-Institution „Die Insel“, bis die „Aspria“, Betreiber und Eigentümer von Nobel-Fitnessstudios, das Restaurant nur noch ihren Mitgliedern zugänglich machte, zeichnet verantwortlich für das Crossover-Sharing-Prinzip.

    Wir starten mit einem Mix aus dreierlei Sorten Brot und einem würzigen tomatenbasierten Aufstrich und zweierlei Fine de Claire Austern, von denen eine pur und eine mit einer Bloody Mary-Sauce kommt. Den Gang lasse ich meinem Mann, probiere aber zumindest die geschmackvolle Sauce.


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    Brotmix mit Dip
    Duetto von der Fin de de Claire I Bloody Mary I Nature

    Ausgezeichnet präsentiert sich die gebackene Risottopraline mit schönem Schmelz vom Kern aus Entenleber und Käse auf einem aromatischen Paprikasugo. Dazu gibt es marinierte Chili mit Bröseln. Gefällt mir sehr gut.


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    Risottopraline gebacken | Entenleber | Paprikasugo

    Von den vegetarischen Gerichten, die mehr als ein Viertel der Karte ausmachen, wählen wir die Ochsenherztomate mit geräucherter Burrata. Hierfür mixt Daniel Stertsios Scamorza und Burrata als Schaum und setzt sie auf die abgeflämmte Tomate. Frittierte Kräuter, Kräuteröl und Nüsse komplettieren das abwechslungsreiche Ensemble, in dem ich lediglich die Dörrobststücke mit ihrer arg kaubedürftigen Konsistenz etwas überflüssig finde. Ansonsten ist das kräftig und stimmig abgeschmeckt.


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    Ochsenherztomate I Geräucherte Burrata I Nüsse

    Das Tatar vom Weiderind mit konfiertem Eigelb und Waffelkartoffeln für den Knusper ist zwar keine große Innovation, aber kräftig und senflastig gewürzt. Es hat noch etwas Biss und ist eine solide Ausführung dieses Klassikers.


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    Tatar vom schottischen Weiderind I Eigelb I Waffelkartoffel

    Eigenwillig finde ich das Tatar vom Saibling auf einer Limette. Nicht so sehr, weil ich den angekündigten Caipirinha-Geschmack nicht wirklich ausmache oder weil die Kombination im Green Egg gegart wurde. Vielmehr irritiert mich die Anweisung, man möge direkt in die Limette beißen, um den Gesamtgeschmack mitzukriegen. Abgesehen davon, dass das von der Größe nahezu unmöglich ist, lässt sich das auch kaum unfallfrei essen, denn spätestens mit dem ersten Bissen rutscht das Tatar von der Limette, von der ich eh kaum ein ganzes Stück essen mag. Grundsätzlich ist das erneut kräftig abgeschmeckt, aber was die Essbarkeit angeht, würde ich mir eine andere Lösung wünschen.


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    Saibling I Caipirinha I Kandierte Limette

    Auch beim folgenden Gang will zunächst die Optik beeindrucken, denn die Scheiben von der Rote Bete sind auf einem Plastik-Eisblock platziert. Naturgemäß funktioniert der Geschmacksakkord Rote Bete und Meerrettich, hier als Espuma, sowieso hervorragend. Der besondere Kick kommt vor allem durch das Pecorino-Eis, wobei sich dieses nicht aufdringlich in den Vordergrund spielt, sondern harmonisch einfügt. Wirklich gelungen, wobei es die effektvolle Präsentation gar nicht gebraucht hätte.


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    Rote Bete I Meerrettichschaum I Pecorino-Eis

    In der nächsten Runde widmen wir uns den warmen Gerichten, die am ehesten den Charakter von Hauptgängen haben. Die Iberico-Bäckchen sind super zart geschmort, das Erbsenpüree klassisch, ebenso die Schmorsauce. Das kommt ohne großes Getue aus und ist einfach gut.


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    Iberico-Bäckchen BBQ I grüner Apfel I süße Erbsen

    Auch die sorgfältig gegarten Wachtelbrüstchen mit Salat von dünn geschnittenen Champignonscheiben und grünen Bohnen wissen zu gefallen. Zwar bleibt der dünn gehobelte Trüffel auch geschmacklich ziemlich blass und die Himbeeren wären für mich nicht zwingend nötig gewesen, aber für den fruchtigen Säurekick sind sie ganz ok.


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    Waldchampignons I Wachtel I Himbeere

    Als Abschluss der herzhaften Gänge entscheiden wir uns für die Spaghetti Carbonara mit Garnele und veganem Speck. Vor allem auf letzteren sind wir neugierig. Die Carbonara selbst ist cremig zubereitet, die Garnele in Stücken setzt schöne Akzente, ebenso der Parmesanchip. Und der vegane Speck? Hat in der Tat eine Anmutung von Speck – kann man machen. Aber das Original kann es trotzdem für uns nicht wirklich ersetzen.


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ID: 71400
    Spaghettini Carbonara I Riesengarnele I Veganer Speck

    Der Sättigungsgrad ist danach gut erreicht, aber ohne wenigstens ein Dessert probiert zu haben, wollen den Abend nicht beschließen. Am Tresen sitzend können wir beobachten, dass nahezu alle Gäste an diesem Abend die Zuckerwatte mit Popcorn-Eis bestellen. Und in der Tat sieht das üppige Gebilde von frisch zubereiteter Zuckerwatte beeindruckend aus. Aber wir sind beide keine Freunde von konzentriertem Zucker ebenso wenig wie von Vodka Red Bull, das die Hauptrolle im zweiten Dessert spielt. Und so widmen wir uns Meusels Käsekuchen, der mit Beerenkompott und Schokoblatt grundsolide und ohne großen Schnickschnack auf den Teller kommt. Käsekuchen kann ja gerne auch mal recht massig geraten. Hier allerdings ist die Creme recht leicht, so dass sich das noch gut bewältigen lässt. Insgesamt unspektakulär, aber gut.


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    Meusels Käsekuchen

    Der „Supperclub 34“ ist eine Bereicherung für die hannoversche Gastroszene. Die Gerichte spannen einen Bogen von eher klassischen zu kreativen Gerichten, die häufig Crossover-Elemente oder einen anderen überraschenden Twist enthalten. Das Konzept, ob Gäste nun teilen oder nicht, verspricht auf jeden Fall einen geselligen, abwechslungsreichen Abend.
    Der aufmerksame und jederzeit liebenswürdige Service hat daran seinen nicht unwesentlichen Anteil.
    Daniel Stertsios kann es an diesem Abend relativ ruhig angehen lassen. Es ist Mittwoch, draußen sommerlich heiß und vermutlich verbringen mehr Gäste die Zeit im Freien. So ist man zu zweit in der Küche und arbeitet die Bestellungen routiniert und ruhig ab. Die Handgriffe sitzen, so dass man nicht meinen möchte, dass das Restaurant erst wenige Wochen geöffnet ist.
    Außenplätze sind auch noch geplant und dass hier am Wochenende deutlich mehr los ist, wie uns Stertsios verrät, will ich gerne glauben. Dann soll es zu späterer Stunde wohl auch etwas party-mäßiger zugehen.
    Ob wir das auch noch austesten, werden wir sehen. Aber dass wir auch beim nächsten Mal wieder am Tresen sitzen werden, ist jetzt schon ausgemacht.


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Größe: 2,68 MB
ID: 71394


    Bericht wie immer auch auf meinem Blog: http://tischnotizen.de/supperclub-34-hannover/
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