Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

la vie ***, Osnabrück (geschlossen)

Einklappen
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Man kann konstatieren, daß das Forum in letzter Zeit bisweilen skurrile Blüten treibt.
    In keinem Falle, werter Doppelbucht, wollte ich uncharmant sein.
    Ansonsten will ich mich zur Aktualisierung dieses Threads nicht einbringen, es gibt gerade Wichtigeres...

    MkG, S.

    Kommentar


    • In einer fröhlichen Sechserrunde haben wir vor wenigen Tagen zum zweiten Mal den „Mittagstisch“ im ehrwürdigen „La Vie“ in der Osnabrücker Altstadt genossen. Im Gegensatz zum letzten Genuss des „Gourmet-Lunches“, der so ziemlich genau ein Jahr zurücklag, kann ich ganz klar konstatieren, dass viele der diesmal verkosteten Kreationen deutlich entschlackter, teilweise sogar bühneruntypisch fast puristisch an den Tisch kamen. Beispielhaft für diese Kehrtwende stand z.B. der Fischgang, der nur aus einem perfekt gegarten Wildlachs in Olivenöl bestand, der ausschließlich von kaum auszumachenden Miniaturcroutons und Fenchelstreifen bedeckt war. In eine ähnliche Richtung gingen auch die Vorspeise, bei der sich – orientiert man sich an den bühnerschen Verhältnissen – recht wenige Elemente (Mousse und Eis von der Gänseleber, überzogen mit einem dezenten Coca-Cola-Gelee) auf dem Teller befanden, sowie ein Zwischengruß aus der Küche, der sich aus einem herrlich leichten, lauwarmen Kartoffelschaum und einem in diesen eingebetteten Curryeis, also nur sage und schreibe zwei Komponenten, zusammensetzte. Einzig und allein die Desserts erinnerten in ihrer Kleinteiligkeit noch an die „alten“ Zeiten im letzten Jahr.

      Herr Bühner scheint sich also die doch recht breit vorgetragene Kritik vor allem von Bloggerseite zu Herzen genommen zu haben und hat seine Kreationen in Bezug auf die Komponentenfülle deutlich reduziert, sodass nun bei den meisten Gerichten nicht mehr bis zu 20 Einzelelemente um die Aufmerksamkeit des Gastes konkurrieren, sondern teilweise nur noch zwei oder drei Komponenten in den Mittelpunkt eines Tellers gerückt werden. Mir persönlich hat dieser neue Stil gut gefallen, bin ich doch beim letztjährigen Besuch mit einigen Kompositionen doch ein wenig überfordert gewesen; andere werden vielleicht den ehemals bühnertypischen Stil vermissen und vorbringen, dass er durch den Verzicht auf die Komponentenfülle und Kleinteiligkeit als Alleinstellungsmerkmal seine unverwechselbare Handschrift verloren hat.

      Eine kleine Anmerkung noch zur Serviceleistung, die wahrscheinlich vor allem den werten fragolini interessieren dürfte, der dieses Etablissement – soweit ich seine kryptischen Andeutungen hier an anderer Stelle richtig gedeutet habe – wohl über die Ostertage zu besuchen gedenkt: Bis kurz vor Ende unseres Besuchs kann ich nur von einem ausgezeichneten Service berichten. Freundlich, zugewandt, unaufdringlich, professionell beratend, also insgesamt so, wie man es sich wünscht. Unser Abschied aus dem Lokal wurde leider aber von einigen Misstönen begleitet: Zum einen war der Sommelier Herr Oetzel „not amused“, als wir ihm deutlich machten, dass wir getrennte Rechungen wünschten (O-Ton: „Das hätten sie uns auch vorher mitteilen können, wir haben hier nicht ewig Zeit“), zum anderen mussten wir unsere Espressi in Starbucksmanier in uns hineinschütten, da die Gastgeberin Frau Kanagaratnam uns um 16.45 Uhr mit den Worten „Ich müsste sie jetzt wirklich bitten zu gehen, wir müssen den Raum nun für den Abendservice herrichten“ aus dem Speisesaal hinauskomplimentierte. Dies markierte ein eher unschönes Ende eines eigentlich bis dato sehr gelungenen Gesamterlebnisses, denn wenn man ein Mittagsmenü mit mannigfaltigen Amuses, Zwischengängen und Predesserts anbietet (was ja für den wirklich mehr als fairen Preis von 89 Euro eigentlich allerehrenwert ist) und dann auch noch ausführlich den Digestifwagen vorfährt und erläutert, sollte man aber vielleicht auch damit rechnen, dass solch ein Essen nicht nach 90 Minuten beendet ist. Immerhin waren wir beim Verlassen des „La Vie“ dann aber doch froh, für unser ungebührendes Verhalten nicht noch die „rote Karte“ vorgehalten bekommen zu haben...

      Kommentar


      • Danke für den Bericht, der Appetit macht und die Vorfreude steigert.

        Etwas schockierend finde ich aber die zitierten Aussagen. Das geht ja gar nicht. So etwas habe ich ja noch nie gehört.
        Zweifelsohne sollte man getrennte Rechnungen vorher melden, trotzdem muss ein guter Service elegant über so etwas hinweggehen. Da nahezu pampig zu reagieren finde ich schon sehr unpassend.


        Gruß!

        Kommentar


        • Zitat von El Grande Gourmet Beitrag anzeigen
          Herr Bühner scheint sich also die doch recht breit vorgetragene Kritik vor allem von Bloggerseite zu Herzen genommen zu haben und hat seine Kreationen in Bezug auf die Komponentenfülle deutlich reduziert, sodass nun bei den meisten Gerichten nicht mehr bis zu 20 Einzelelemente um die Aufmerksamkeit des Gastes konkurrieren, sondern teilweise nur noch zwei oder drei Komponenten in den Mittelpunkt eines Tellers gerückt werden.
          Wie in der Presse zu lesen war, gab es für diese Kritik damals Hausverbote für die Blogger. Da stellt sich für mich schon die Frage: Ist Herr Bühner tatsächlich so dünnhäutig oder hat die Zeitung hier übertrieben?

          Zitat von El Grande Gourmet Beitrag anzeigen
          O-Ton: „Das hätten sie uns auch vorher mitteilen können, wir haben hier nicht ewig Zeit“
          Bei sechs Personen und sechs Rechnungen/Tisch kann ich diese Verärgerung kurz vor Serviceende sehr gut verstehen. Aber es kommt eben auf die Weise der Übermittlung an.

          Zitat von El Grande Gourmet Beitrag anzeigen
          „Ich müsste sie jetzt wirklich bitten zu gehen, wir müssen den Raum nun für den Abendservice herrichten“
          s.o. Ein verständliches Anliegen, aber warum nicht: "Es wäre für uns hilfreich, wenn wir diesen Raum nun für den Abendservice herrichten könnten. Hätten Sie etwas dagegen, wenn wir Ihnen deshalb den Kaffee in der Lounge servieren?"

          Kommentar


          • Das Essen war wohl sehr gut gewesen, fünf Gänge in einem, wenn man dem Michelin glauben darf, der besten Lokale der Welt für 89 €, der Service ausgezeichnet, freundlich, zugewandt ... Die Zeit: bald 17 Uhr, nun sollte es doch kein großes Problem sein, dieses Gelage friedvoll und in gegenseitigem Einverständnis zu beenden. Aber nichts zu wollen, bisschen Nahkampf muss schon noch sein, das sogenannte après-Dessert.
            Dass an dieser absoluten Überflüssigkeit natürlich nur der Andere Schuld hat, und zwar zu einhundert Prozent, versteht sich von selbst

            Kommentar


            • Werter Schlaraffe,

              wie Mohnkalb schon ganz richtig erkannt hat, waren die Reaktionen seitens der Gastgeber vom Kern der Sache her mit Sicherheit nicht ganz unberechtigt (wobei es "nur" drei statt sechs Rechnungen am Tisch waren ), was aber sehr negativ herüberkam, war der Ton, in dem diese Reaktionen vorgetragen wurden. Mit Sicherheit hätte man im Vorfeld auf getrennte Rechnungen hinweisen und auch das Restaurant ein wenig früher verlassen können, aber da beides nun einmal leider von unserer Seite ausgeblieben ist (ich übernehme dafür die vollste Verantwortung, mea maxima culpa), hätte man doch in einem Etablissement mit einem solchen Anspruch (auch und vor allem an den Service) im mohnkalbschen Sinne ein wenig souveräner und gelassener reagieren können.
              El Grande Gourmet
              Gourmet aus Leidenschaft
              Zuletzt geändert von El Grande Gourmet; 15.04.2014, 17:38.

              Kommentar


              • Ein Kommunikationslehrfilm für Gäste und Service: "Die fröhliche Sechserrunde und das ***-Restaurant".

                Ich vermute mal, dass die Kommunikationsprobleme nicht erst um 16.45 Uhr angefangen haben, werter El Grande, wobei ich die nonverbale Kommunikation meine, die wohl bei Sender und Empfänger nicht auf einer Wellenlänge stattgefunden hat.

                Auch ich habe das La vie nicht gerade als "Kommunikationstalentschmiede" kennen gelernt und bin auch der Meinung, dass man mit der Situation souveräner hätte umgehen können, doch habe ich Verständnis dafür, dass ein Service um kurz vor 17 Uhr schon einmal nervös wird, wenn ab 19 Uhr die Abendgäste vor der Tür stehen und die immer noch fröhliche Sechserrunde vom Mittag kaum Anstalten macht, aufzubrechen und dann auch noch die sicherlich bereits vorbereitete Gesamtrechnung in typisch deutscher Manier "aufdröseln" will.

                Sie übernehmen mit Ihrem letzten Posting "die vollste Verantwortung"; gut so, aber Ihr wenig schmeichelhaftes Eingangsposting steht!

                Schönen Gruß, Merlan

                Kommentar


                • Zuächst will ich mal auf den kulinarisch relevanten Teil des Berichts kommen.

                  Zitat von El Grande Gourmet Beitrag anzeigen
                  (Mousse und Eis von der Gänseleber, überzogen mit einem dezenten Coca-Cola-Gelee) auf dem Teller befanden, sowie ein Zwischengruß aus der Küche, der sich aus einem herrlich leichten, lauwarmen Kartoffelschaum und einem in diesen eingebetteten Curryeis, also nur sage und schreibe zwei Komponenten, zusammensetzte. Einzig und allein die Desserts erinnerten in ihrer Kleinteiligkeit noch an die „alten“ Zeiten im letzten Jahr.
                  Ich wäre vorsichtig mit der Einschätzung, was hier alt und was neu ist. Die Gänseleber mit Coca-Cola-Gelee ist - wenn ich das richtig sehe - ein ziemlich altes Gericht aus dem La Vie. Ich erinnere mich, dass diese Kombination bei meinem ersten Besuch dort vor gut drei Jahren schonmal auf der Karte war. Und der Kartoffelschaumgruß ist auch schon - in verschiedenen Varianten - länger im Einsatz. Ich habe die große Kleinteiligkeit nie als so dominierend empfunden, wie es in den Blogger-Berichten im vergangenen Jahr beschrieben worden ist, vielleicht weil ich diese speziellen Menüs nicht gegessen habe.

                  Nun möchte ich auch noch zu dem Abschluss des Mittagsmahls meinen Senf dazu geben. Ich sehe das ähnlich wie es merlan schreibt. Auch wenn es hier etwas direktere Worte waren, die man vielleicht als unangebracht empfinden kann, sind die von Mohnkalb genannten Formulierungen zwar in den Worten freundlicher, aber in der Aussage die gleichen. Ich meine, wer eine großartige Gastlichkeit wünscht, sollte sich auch wie ein guter Gast verhalten. D.h. rechtzeitig selber erkennen, dass es irgendwie nicht so toll ist, den Mittagsservice bis 16,45 Uhr auszudehnen, bzw. den Wunsch Rechnungsaufdröselung diskret gleich anzumelden. Sie haben es ja schon selber angesprochen, deswegen rolle ich den ausgestreckten Zeigefinder gleich wieder ein.
                  Zuletzt geändert von QWERTZ; 16.04.2014, 01:18.

                  Kommentar


                  • Ohne eine oder andere Seite beurteilen zu wollen, ein Beispiel:

                    ein leider nicht mehr existierendes Restaurant in Paris, 2 *. Wir waren mehrmals da, fast immer genossen wir Mittagsmenü, 11 Gänge. Wir haben es kein einziges Mal geschafft, vor 17:00 Uhr das Restaurant zu verlassen. Und wir waren keineswegs die letzten Gäste, die gingen. Der Chef und seine Küchenbrigade hatten sich normalerweise gegen 16:00 verabschiedet. Der Service war immer da, freundlich und ohne Hektik. Einmal fragten wir gegen 16:30 ob wir nicht noch ein Glas Champagner zum Abschluß bekommen könnten, ob es nicht zu spät ist. Völliges Unverständnis seitens der Personal. Zu spät wofür? Sie können auch eine Flasche trinken, wenn Sie möchten. Wir haben es nicht eilig...

                    VG
                    wi

                    Kommentar


                    • Ich zitiere jetzt mal einfach völlig aus dem Zusammenhang gerissen und wertfrei

                      Zitat von wi090365 Beitrag anzeigen
                      ... ein leider nicht mehr existierendes Restaurant in Paris... Völliges Unverständnis seitens der Personal. Zu spät wofür? ... Wir haben es nicht eilig...

                      *duck und wech*

                      Kommentar


                      • Zitat von joern_ribu Beitrag anzeigen
                        Ich zitiere jetzt mal einfach völlig aus dem Zusammenhang
                        In der Tat, wehrter joern_ribu. Sollte es eine Anspielung darauf sein, dass das Restaurant nicht mehr existiert, nun, schliessen die Restaurants bekannterweise aus unterschiedlichsten Gründen. In diesem Fall wurde das Restaurant verkauft, und der Nachfolgerchef konnte die 2* leider nicht halten und deswegen letztes Jahr schliessen. Viele Forumianer wissen, um welches Establissment es geht.
                        VG
                        Wi

                        Kommentar


                        • Zitat von wi090365 Beitrag anzeigen
                          In der Tat, wehrter joern_ribu. Sollte es eine Anspielung darauf sein, dass das Restaurant nicht mehr existiert, nun, schliessen die Restaurants bekannterweise aus unterschiedlichsten Gründen. In diesem Fall wurde das Restaurant verkauft, und der Nachfolgerchef konnte die 2* leider nicht halten und deswegen letztes Jahr schliessen. Viele Forumianer wissen, um welches Establissment es geht.
                          VG
                          Wi
                          Ach, liebe Wi, nehmen Sie es einfach als Anspielung darauf, dass es für manches Restaurant (natürlich nicht der von Ihnen erwähnte und so vielen Forumianern ja bestens bekannte 2* in Paris - wie könnte ich nur solch einen Zusammenhang konstruieren wollen, wo doch jeder, der sich nur ein wenig auskennt, genau weiß wie die Geschichte wirklich war, aber genug OT), nein, also einfach für ein x-beliebiges Sterne-Restaurant eventuell nicht so gut fürs Überleben ist, wenn der Service meint, bei seiner kundenorientierten Dienstleistung nicht auch den Zeitaspekt im Auge haben zu müssen.

                          Mir ist jedenfalls ein geöffneter Dreisterner in Deutschland lieber als ein geschlossener Zweisterner in Paris, auch wenn der Service des Ersteren noch in manchen Situationen an der Kommunikation der ihm auferlegten zeitlichen Zwänge arbeiten sollte.

                          Beste Grüße und nichts für ungut,

                          Jörn

                          Kommentar


                          • Werter joern_ribu,
                            so schön Ihr Text auch geschrieben ist, es bleibt mit unklar, was Sie genau sagen wollen.
                            Könnten Sie das bitte für mich nochmals in eindeutiger Weise formulieren; das Thema an sich ist ja hochinteressant.
                            MkG
                            s.

                            Kommentar


                            • Zitat von Schlaraffenland Beitrag anzeigen
                              Werter joern_ribu,
                              so schön Ihr Text auch geschrieben ist, es bleibt mit unklar, was Sie genau sagen wollen.
                              Könnten Sie das bitte für mich nochmals in eindeutiger Weise formulieren; das Thema an sich ist ja hochinteressant.
                              MkG
                              s.
                              Werter Schlaraffe,

                              ich fürchte das führt jetzt etwas weg vom La Vie, aber gut, das können die Moderatoren dann ja ggf. verschieben o.ä.

                              Wis erster Beitrag reizte mich einfach dazu, den Zusammenhang zwischen dem Nicht-Überleben eines Restaurants und der vom Gast als besonders positiv erlebten Hinwendung über das Normale hinaus herzustellen - sozusagen Gästezufriedenheit über alles, koste es, was es wolle. Denn das wird ja offensichtlich als etwas Besonderes wahrgenommen und bleibt haften, selbst über die Lebenszeit des Restaurants hinaus.

                              Service im Gourmetrestaurant ist aber, denke ich, auch immer Gratwanderung zwischen dieser individuellen besonderen Hinwendung zum Gast (die den Servicekräften ja auch antrainiert wird, bzw. die sie schon mitbringen müssen, um ihre Ausbildung überhaupt erfolgreich zu bestehen) und den ökonomischen Zwängen eines effizienten Restaurantmanagements, bei dem ja sicher Kennzahlen wie Servicekräfte pro Tisch pro Stunde genau verfolgt werden und Öffnungs- wie Servicezeiten genau kalkuliert und gemanagt werden.

                              Und ich als Gast habe ja langfristig leider nichts davon wenn ich zwar (Achtung, ich übertreibe bewusst) einmal bestens individuell rund um die Uhr "betüddelt" wurde, dann aber das Restaurant dieses Serviceniveau entweder nicht halten oder gar wegen übertriebenem Personalaufwands nicht mehr weitermachen kann. Dann ist mir ein Service lieber,der klar (und in angemessenem Ton und Auftreten - also anders als im vorliegenden Fall individuell erlebt) die Grenzen des Möglichen deutlich macht, dabei aber immer noch ein außergewöhnliches positives Genusserlebnis begleitet; und das in zuverlässiger Art und Weise auch über viele Jahre hinweg gleichbleibend professionell. Hier die richtige Balance zu treffen trägt sicher zum ökonomischen Überleben eines Restaurants bei, in welchem Ausmaß vermag ich aber aus der Gastperspektive nicht hinreichend zu beurteilen.

                              Ich hoffe Ihnen (und anderen Mitlesern) meine Gedanken beim Verfassen der kurzen Replik auf Wis Beitrag nun verständlicher dargelegt zu haben.

                              Kommentar


                              • Herrlich dieses Thema – vor allem so gut versteckt, dass man es später auch nicht mehr wiederfindet. Das liebe ich ja so an Internetforen – die besten Rezepte mit Erdbeeren finden sich immer noch unter den Überschriften mit Himbeeren. Ist jetzt nicht ironisch gemeint – ich finde das wirklich charmant, weil ein wenig Chaos in unserer überregulierten Welt.

                                Jetzt aber zum Thema.

                                Getrennte Rechnungen:
                                Falls gewünscht, so sagen wir dies stets vorher – werden aber meist (wenn Gruppe größer als 2) auch vorher vom Service gefragt. Die Frage des Service finde ich absolut o.k. – auch wenn es natürlich beim Besuch eines Sterne-Lokals nicht ums Geld geht; es ist ja eigentlich ein Kunsthappening und das Wirtschaftliche ist ja immer ein wenig peinlich und man will ja nicht schon am Anfang die schöne Stimmung verderben indem über den schnöden Mammon geredet wird.

                                Verweildauer:
                                In der Diskussion betroffen scheinen ja nur wir arme Mittagesser zu sein – abends kommen solche Diskussionen ja nicht auf – zumindest hat der Service nicht die Ausrede der Notwendigkeit den Abendservice einzudecken. Wir sind dann auch noch Schuld, wenn die Häuser Pleite gehen.
                                Bitte klopfen sie mal ihre Argumente in dieser Richtung ab - und da ja hier teilweise sehr genau gerechnet wird – natürlich noch die Nachtzuschläge einrechnen
                                Wir nehmen aber auch i.d.R. mittags das große Menü und da ist 17 Uhr absolut normal – bei einem ausgewiesenen Mittagsmenü darf schon von einem früheren Schluss ausgegangen werden.
                                Um den Service zu entlasten, verlegen wir – wo immer möglich – nach dem Dessert in Lounge/Vorraum etc. Für uns gehört ein gemütlicher Ausklang, ein Nachspüren des Erlebten einfach dazu. Im Regelfall ist dann auch nur noch eine Servicekraft übrig, es besteht ja auch nicht mehr wirklich viel Handlungsbedarf. Wir haben so stets gute Erfahrungen gemacht.

                                Gruß
                                fluenz

                                Kommentar

                                Lädt...
                                X