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la vie ***, Osnabrück (geschlossen)

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  • @QWERTZ: Sie haben durchaus Recht mit ihren Anmerkungen, dass die Gänseleber mit Coca-Cola-Gelee sowie der Kartoffelschaum wohl zu den bühnerschen Klassikern gerechnet werden müssen und keineswegs als neue Kreationen tituliert werden dürfen. Es kann aber ja durchaus sein, dass Herr Bühner vor Jahren, als er diese Gerichte entwickelt hat, eine noch etwas puristischere Linie verfolgt hat, dann in eine Phase eintrat, in der kleinteilige Kompositionen mit verschiedensten Elementen vorherrschten (wie wir es z.B. bei unserem letztjährigen Besuch noch erleben konnten), und sich nun wieder den etwas stringenter durchkomponierten Kreationen mit eher wenigen Hauptprodukten auf dem Teller verschrieben hat. Mein Vergleich bezog sich ausschließlich auf den Besuch vom letzten Jahr, in den Jahren davor mag es durchaus anders bzw. so ähnlich wie beim diesjährigen Besuch ausgesehen haben!

    @wi: Schön, dass sie anscheinend auch gegenteilige Erfahrungen gemacht haben und deutlich zum Ausdruck bringen, dass man als Service in solchen (auch für ihn vielleicht nicht ganz befriedigenden) Situationen auch ein wenig entspannter reagieren kann!

    @fluenz: Wir haben zwar nicht das große Menü, sondern "nur" den viergängigen Gourmet-Lunch geordert, der aber im Verlauf des Essens mit zahlreichen Vor- und Zwischengängen auf ein veritables Acht-Gänge-Menü anwuchs. Wir haben uns um 13.00 Uhr im Lokal eingefunden (also keineswegs besonders spät für ein Mittagsmahl) und haben von unserer Seite nicht für Verzögerungen gesorgt, etwa in der Hinsicht, dass wir z.B. zwischen Hauptgang und Dessert eine längere Pause eingefordert hätten. Der Service hätte also durchaus (auf eigenen Erfahrungswerten basierend) damit rechnen können, dass solch eine Gangabfolge einschließlich Aperitif, Digestif und Kaffee diesen zeitlichen Rahmen erfordert. Wenn also eine längere zeitliche Verweildauer im "La Vie" zur Mittagszeit anscheinend nicht erwünscht ist, soll man halt die mannigfaltigen Zwischengänge einsparen oder die Gäste bei der Reservierung auffordern, schon um 12.00 Uhr einen Tisch zu buchen.

    Was den Ausklang in der Lounge angeht (beim letzten Besuch wurde uns diese Option noch angeboten und wir haben dieses Angebot damals auch gerne wahrgenommen), so hätten wir diese Option auch liebend gerne wieder genutzt, wenn sie uns denn offeriert worden wäre...
    Zuletzt geändert von El Grande Gourmet; 17.04.2014, 10:58.

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    • Ich finde es sehr mutig, ein Zusammenhang zwischen Gastfreundlichkeit eines Restaurants und der Restaurantschließung herzustellen. Ich dachte immer, dass eher nicht vorhandenes Respekt den Gästen gegenüber zu wirtschaftlichen Problemen führen kann.

      Klar, jedes Restaurant ist ein Betrieb, und als solcher muss es effizient und gewinnbringend arbeiten. Aber wir sprechen hier immer noch von "Gastgewerbe" und jeder Restaurantmitarbeiter ist ein Gastgeber. Dabei möchte ich als Gast gar nicht "betüddelt" werden. Es ist eher das Gefühl willkommen zu sein. Dabei macht es für mich durchaus ein Unterschied, ob der Service einfach nicht besser weiß / kann, denn man kann ja immer dazu lernen. Viel schlimmer finde ich es, wenn Arroganz und Gleichgültigkeit durchsickern.
      Ich bin auf jeden Fall froh, dass bei meinem Besuch in "La Vie" der Service sehr zuvorkommend war. Zwei solche patzigen Bemerkungen hintereinander wären für mich ein absoluter Grund, das Restaurant nicht mehr aufsuchen zu müssen. Da hilft kein exzellentes Essen mehr. Denn ein Restaurantbesuch ist ein Gesamterlebnis, auf jeden Fall für mich.

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      • Vielen Dank für den interessanten Bericht aus Osnabrück. Gerade die etwas unterschiedlichen Erfahrungen verschiedener Berichterstatter zur Kleinteiligkeit und Komplexität der aktuellen Gerichte von Thomas Bühner finde ich dabei sehr interessant.

        Dass nun eine größere Gruppe getrennte Rechnungen verlangt halte ich in Deutschland für durchaus nicht unüblich. Eigentlich kann man auch nicht davon ausgehen, dass jeder Gast weiß, wie und wann der Service die Speisen in der Kasse bongt und wann nun der beste Zeitpunkt für einen Hinweis diesbezüglich ist. Wenn nun das nachträgliche Erstellen getrennter Rechnungen wirklich einen erheblichen Mehraufwand darstellt, halte ich eine Frage von Seiten des Service zu Beginn des Essens für die eleganteste Lösung. Das von El Grande Gourmet geschilderte Service-Zitat erscheint in diesem Zusammenhang dann doch eher unprofessionell.

        Auch dass die Gäste das Essen noch ein wenig ausklingen lassen wollen und dazu noch im Restaurant verbleiben ist in Deutschland (im Gegensatz zu manchen anderen Ländern) ebenfalls üblich. Die Gäste quasi mit dem Espresso vor die Tür zu setzen ist da schon eine Ansage und sicherlich nicht die beste Lösung. Dabei ist der angesprochene Umzug in Lounge nach dem Dessert doch eine veritable Alternative für beide Seiten. Der restliche Service kann problemlos Vorbereitungen für den Abend treffen, während die Gäste ohne Stress noch etwas trinken können.

        Warum sollte dieses Angebot wirtschaftlich schädlich sein? Der Service ist doch zum Vorbereiten des Abends im Haus und muss nur gelegentlich nach den Gästen schauen. Zudem liegt der wirtschaftliche Gewinn (gerade beim Mittagsmenü) doch in den Getränken und die werden in der Lounge doch auch meist noch bestellt.

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        • Natürlich ist es für den Service sehr aufwändig, bei einem grossen Tisch getrennte Rechnungen zu erstellen. Unüblich und damit komplett überraschend ist das im deutschsprachigen Raum aber nicht. Und etwa statt einem grossen 12er Tisch 4 kleine 2er Tische zu haben (für mehr ist dann nicht Platz), ist auch deutlich aufwändiger als eine Rechnung und bringt weniger Ertrag.

          Wie ist das eigentlich Trinkgeld-technisch? Meine Vermutung wäre, dass das Trinkgeld in % bei einer hohen Rechnung eher geringer, bei vielen kleinen Rechnungen eher höher ist. Oder täusche ich mich da?

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          • Mit folgender Vorgehensweise hatten wir noch nie Probleme: die Rechnung kommt, der Ober tritt mit drei Kreditkarten ab und bucht jeweils ein Drittel des Gesamtbetrages pro Kreditkarte ab, Trinkgeld in bar aufs Tellerchen.

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            • Sollte ich aus Ihrer letzten Reaktion, lieber El Grande, eine gewisse Verärgerung über einige kritische Töne herausgelesen haben, so bitte ich um Nachsicht, aber ein wenig Actio und Reactio, Parade und Riposte sollten auch in unserem "weichgespülten" Forum schon möglich sein. QWERTZ hat da mal wieder ein besonders sensibles Gespür bewiesen:

              Zitat von QWERTZ Beitrag anzeigen
              Auch wenn es hier etwas direktere Worte waren, die man vielleicht als unangebracht empfinden kann, sind die von Mohnkalb genannten Formulierungen zwar in den Worten freundlicher, aber in der Aussage die gleichen.
              Nein, auch direktere Worte sollten hier nicht gleich als unangebracht empfunden werden! Wir paar Schreiberlinge gehen doch eigentlich ganz pfleglich miteinander um!

              Und schließlich haben Sie eine hochinteressante Diskussion ausgelöst! Nix für ungut!

              Schönen Gruß, Merlan

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              • Zitat von wi090365 Beitrag anzeigen
                Zwei solche patzigen Bemerkungen hintereinander wären für mich ein absoluter Grund, das Restaurant nicht mehr aufsuchen zu müssen. Da hilft kein exzellentes Essen mehr. Denn ein Restaurantbesuch ist ein Gesamterlebnis, auf jeden Fall für mich.
                Ich sehe das ehrlich gesagt ganz genauso.
                Und eine andere Tonlage wäre sicher für den Gast angenehmer gewesen. Wie sagt man so schön, der Ton macht die Musik.
                @qwertz: selbstverständlich ist es doch für den Gast angenehmer, denselben Inhalt mit aber freundlicheren Worten zu hören, oder etwa nicht ?

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                • Zitat von wi090365 Beitrag anzeigen
                  Dabei möchte ich als Gast gar nicht "betüddelt" werden. Es ist eher das Gefühl willkommen zu sein. Dabei macht es für mich durchaus ein Unterschied, ob der Service einfach nicht besser weiß / kann, denn man kann ja immer dazu lernen. Viel schlimmer finde ich es, wenn Arroganz und Gleichgültigkeit durchsickern.
                  Vollkommene Zustimmung!

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                  • So langsam kann einem hier der Kamm schwellen. Dieser thread wird ja zu einem Kesseltreiben. Ich bin in den letzten Jahren mehrfach im „La Vie“ gewesen, sowohl zum Mittagslunch- menue als auch abends. Unabhängig von der Qualität der Menues sind mir Herr Oetzel und Frau Karaganatnam immer als stets höfliche. aufmerksame und gesprächsbereite Gastgeber begegnet. Auch die fehlende Eignung zur „Kommunikationstalentschmiede“ beim weiteren Personal kann ich überhaupt nicht bestätigen.
                    Zu den Feststellungen: „patzige Bemerkungen“; „ Viel schlimmer finde ich es, wenn Arroganz und Gleichgültigkeit durchsickern“ gilt für mich immer noch die alte Erkenntnis: „Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus!“
                    Und wenn hier schon als Gegenbeispiel zur Verweildauer das „nicht mehr existierendes Restaurant“ in Paris zitiert wird: „Wie sind denn Ihre Erfahrungen in Frankreich, wenn Sie da nach dem Essen mit 6 Personen getrennte Rechnungen verlangen? Womöglich noch mit dem Zusatz: „Das ist bei uns in Deutschland durchaus nicht unüblich!“?

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                    • Warum so agressiv, geehrter Kornkammer?! Sie hatten gute Erfahrungen in "La Vie" gemacht, dass ist sehr schön, es ist ja auch eines der besten Restaurants im Lande. Die anderen Gäste haben etwas enttäuschende Erfahrungen gemacht, und dürfen darüber berichten.

                      Die Frau Karaganatnam und Herr Oetzel sind mit Sicherheit Profis genug, um ein bißchen Kritik zu vertragen. Ohne Kritik sind keine Änderungen oder Verbesserungen möglich.

                      Zu Ihrer Frage bzgl getrennte Rechnungen in Paris, da muss ich Sie leider enttäuschen. Wir speisen öfter mit Freunden, in Paris, in Deutschland, oder auch woanders, da passiert es auch häufig, dass wir nach den getrennten Rechnungen fragen. Wir haben mehrmals erlebt, dass es offensichtliches Widerwillen seitens der Personal hervorgerufen hat. Jedoch hatten wir kein einziges Mal ein Spruch ähnlich s. oben gehört.

                      VG
                      Wi

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                      • Werte(r) Kornkammer, wir sind hier bestimmt alle dankbar für jeden Diskutanten, vor allem, wenn er, wie Sie, aus einem gewissen Erfahrungsschatz heraus argumentieren kann. Sollte er dann noch gewieft sein im Bereich "Actio und Reactio, Parade und Riposte", tant mieux.
                        Um das von Ihnen eingeworfene „Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus!“ ging es hier in dieser munteren Unterhaltung, teilweise mehr oder weniger zwischen den Zeilen, von Anfang an. Ich z.B. vermute mal, daß Frau wi, die patzige Antworten nicht ertragen möchte, eben diese patzigen Antworten nicht ertragen müßte, einfach, weil sie sie gar nicht bekommen würde.

                        Ein "Kesseltreiben" kann ich hier überhaupt nicht erkennen. Eher läßt sich mal wieder feststellen, daß Argumente, die mit einer gewissen Empörung und geschwollenem Kamm vorgetragen werden, nicht allein dadurch schon mehr an Kraft gewinnen.
                        MkG
                        s

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                        • Werter Kornkammer, dass Ihnen angesichts des Threads der Kamm schwillt, hat ja auch durchaus sein Gutes - es hat Sie (der Sie ja bereits seit knapp zwei Jahren registriert sind) zu Ihrem ersten Beitrag hier provoziert. Das freut mich! In diesem Sinne: Wilkommen im Forum! Vielleicht mögen Sie ja sogar einmal über Ihre positiven La Vie-Erfahrungen berichten?

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                          • Zitat von Mohnkalb Beitrag anzeigen
                            Werter Kornkammer, dass Ihnen angesichts des Threads der Kamm schwillt, hat ja auch durchaus sein Gutes - es hat Sie (der Sie ja bereits seit knapp zwei Jahren registriert sind) zu Ihrem ersten Beitrag hier provoziert. Das freut mich! In diesem Sinne: Wilkommen im Forum! Vielleicht mögen Sie ja sogar einmal über Ihre positiven La Vie-Erfahrungen berichten?
                            Auch von mir ein herzliches Willkommen im Forum, werte Kornkammer.
                            Bestimmt stehen Sie auch nicht in privater oder beruflicher Verbindung mit dem genannten Restaurant, so daß wir uns auf den einen oder anderen Bericht von Ihnen freuen dürfen ?
                            Mit dem Schallen, dem Rufen und dem Wald verhält es sich übrigens hier im Forum genauso.
                            Da überwiegen die geschwollenen Hände vom Schreiben die geschwollenen Kämme vom Lesen deutlich.

                            MkG, S.


                            P.S.
                            1. auch durch Ihren Erstbeitrag wird der Bericht von El Grande gourmet in eine etwas falsche Richtung gerückt. Es war ja nicht die Rede davon, der Service im Restaurant xy sei insgesamt miserabel, sondern es wurde eine spezielle Konstellation und die Servicereaktion daraus aufgegriffen und diskutiert. Sicher ist der dortige Service meist exzellent.
                            2. wenn ich ein anderes Konzept als das eines *** mit entsprechendem Service fahren will, brauche ich nur ein Schild "Busse willkommen" vor die Tür stellen, dann weiß der Gast, worauf er sich einläßt.
                            3. mir persönlich ist niemand bekannt, die/der offensichtlich gezwungen worden ist, im Dienstleistungsbereich zu arbeiten (nun ja, außer die Mitarbeiter meiner Autowerkstatt, aber das ist eine andere, wenn auch amüsante Geschichte)
                            Zuletzt geändert von Sphérico; 18.04.2014, 15:57.

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                            • Sie haben wohl alle recht mit Ihren Erwiderungen. Ich sehe diesen thread und meinen Beitrag aber auch in Verbindung mit dem immer noch und immer wieder, gerade auch hier im Umfeld von Os, kursierenden dummen Geschwafel über die unseligen „Roten Karten“ – wenn auch im Erstbeitrag von „El Grande Gourmet“ mit smiley versehen. Also: Asche auf mein Haupt!

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                              • Jaja, die rote Karte, eine Seuche. Nimmt hier aber keiner ernst (außer natürlich die Köche/Restaurateuere wgeen evtl. Einbußen), glauben Sie mir.

                                MkG, S.

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