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la vie ***, Osnabrück (geschlossen)

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  • Liebe Heike!
    Ich verstehe den Unmut sehr gut, denn natürlich ist es ärgerlich, wenn man einen weiten Weg auf sich nimmt, um dann wegen dieses Missverständnisses nicht in den vollen Genuss des Menüs zu kommen. Das war auch Thema beim Gespräch mit Thomas Bühner in der Küche. Geben Sie ihm eine Chance - und lassen Sie wegen dieser Erfahrung nicht Ihre Ikarus-Serie reißen...

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    • gelöscht wg. Doppel-Post

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      • Lieber Thomas,

        ganz lieben Dank! Das werde ich so tun... und dann im Ikarus-"Heimspiel" wenig Ablenkung und sehr viel Genuss haben...

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        • Zitat von thomashaj Beitrag anzeigen
          Liebe Heike!
          Ich verstehe den Unmut sehr gut, denn natürlich ist es ärgerlich, wenn man einen weiten Weg auf sich nimmt, um dann wegen dieses Missverständnisses nicht in den vollen Genuss des Menüs zu kommen. Das war auch Thema beim Gespräch mit Thomas Bühner in der Küche. Geben Sie ihm eine Chance - und lassen Sie wegen dieser Erfahrung nicht Ihre Ikarus-Serie reißen...
          Ich schätze die Arbeit aller Köche über alle Maße, aber man kann auch die Kirche im Dorf lassen.

          Was heißt denn "eingeschränkter Genuß und Service" und vielleicht ist es im Ikarus besser ??? Sollte beides nicht uneingeschränkt gelten, unabhängig davon, ob man nun allein, als interessierte Forumstruppe oder als Kegelverein einkehrt ?
          Welches Mißverständnis ? Jenes, daß -hoppla- da ja xy sitzt und besser essen und bedient werden sollte ? Oder anders gefragt, warum sollte es außerhalb eines Forum-Menues schlechter sein ?????
          Muß man für ein optimales Erlebnis in einem ***Haus neuerdings heraushängen lassen, das man sich an irgendeinem Internetforum beteiligt ?
          Das wäre aus meiner Sicht keine *** wert und würde mich alles sehr wundern.

          Für weitere Aufklärung wäre ich (vierlleicht auch HeikeMünchen) dankbar, Ihr S.
          Zuletzt geändert von Sphérico; 05.04.2017, 13:53.

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          • Lieber Sphérico,
            das Club-Menü war im Umfang merklich erweitert. Das Missverständnis beruhte darin, das man im La Vie davon aus gegagnen war, dass dieses nur für den Club-Abend gilt und nicht wie normalerweise üblich für den gesamten Monat.

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            • Zitat von QWERTZ Beitrag anzeigen
              Das Missverständnis beruhte darin, das man im La Vie davon aus gegagnen war, dass dieses nur für den Club-Abend gilt und nicht wie normalerweise üblich für den gesamten Monat.
              Das ist genau der Punkt, ein kleinerer Menueumfang war ja nicht der alleinige Kritikpunkt vom HM.



              @HeikeMünchen: ich empfehle, es mir gleich zu tun und statt Ikarus (wieder) daheim ins Atelier, ein kulinarisches Paradies auf Erden, habe es keine Sekunde bereut.
              Hatte es bei Ihnen Ende März noch geklappt mit dem Hangar, wie waren die Wiener ? (Weincantina war abgesehen vom recht ansehnlichen Service eher medioker im Vergleich zu früher).
              Zuletzt geändert von Sphérico; 05.04.2017, 14:16.

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              • Ich glaube es tut allen nicht gut, das hier weiter auszubreiten. Heike hat das ja bereits kurz geschildert. Ich fände es gut, wenn wir es dabei belassen könnten.

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                • Zitat von QWERTZ Beitrag anzeigen
                  Ich glaube es tut allen nicht gut, das hier weiter auszubreiten. Heike hat das ja bereits kurz geschildert. Ich fände es gut, wenn wir es dabei belassen könnten.
                  Äh, wem genau "tut es nicht gut" ? Wer ist "alle" ?
                  Sorry, lieber qwertz, aber ist das eine Werbeplattform oder ein Diskussionsforum ? Vielleicht können wir wenigstens so tun, als wäre es letzteres, im Geiste von Herrn Volkenborn.

                  Recht verwundert,
                  S.
                  Zuletzt geändert von Sphérico; 05.04.2017, 14:32. Grund: Hatte noch ein "t" für die Orthographie besorgt

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                  • Sorry, lieber Sphérico, das hat nichts mit Werbeforum zu tun. Wir haben ja das erweiterte Club-Menü als Angebot für den gesamten Monat kommuniziert. Heike hat es bei uns gebucht. Vor Ort stellt sich heraus, dass das La Vie - wie dargestellt - davon ausging, dass dieses besondere Angebot nur für einen Abend gilt. Da ist doch eine gewissen Enttäuschung verständlich und für uns ist das natürlich auch ärgerlich. Und wo in diesem Punkt nun noch Diskussionbedarf ist, sehe ich einfach nicht.

                    Über die kulinarische Qualität darf natürlich gerne viel diskutiert werden.

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                    • Zitat von Sphérico Beitrag anzeigen
                      Ich schätze die Arbeit aller Köche über alle Maße, aber man kann auch die Kirche im Dorf lassen.
                      Gilt das mit der Kirche nicht auch fuer die Gaeste? Wir haben jetzt bestimmt 5 mal (gefühlt mehr, plus Facebook Pranger) von dem traumatischen Erlebnis eines nur normalen Menues hören duerfen. Manchen Leuten ist scheinbar gar nichts peinlich.

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                      • Zitat von QWERTZ Beitrag anzeigen
                        Über die kulinarische Qualität darf natürlich gerne viel diskutiert werden.
                        Hier sind wir dann wieder d´accord. Übrigens gern auch über den Service. Nun abewr wieder Back to topic, wie man heute sagt.

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                        • Es ging jedoch nicht nur um das 'Was', sondern auch um das 'Wie'... Ich denke jedoch auch, dass ich die Diskussion hier gern beenden würde.

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                          • Zitat von Sphérico Beitrag anzeigen
                            Hier sind wir dann wieder d´accord. Übrigens gern auch über den Service.
                            Selbstverständlich.

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                            • Zehn Jahre haben wir gebraucht, um ins La Vie zurück zu kommen. So lange haben wir „geschmollt“, weil bei unserem ersten Besuch kurz nach der Übernahme des Restaurants durch Thomas Bühner so ziemlich alles schief gelaufen ist, was schiefgehen konnte: Der Service wirkte arrogant, die Atmosphäre im Restaurant kühl und die Küche angestrengt. Soweit die Erinnerung, die natürlich höchst subjektiv geprägt ist und sicherlich nicht ein Abbild dessen ist, was Thomas Bühner tatsächlich schon vor zehn Jahren im La Vie geleistet hat. Aber es gibt so Gelegenheiten, die einfach nicht gut laufen; da reicht manchmal schon eine Kleinigkeit zu Beginn, und schon ist man für den Rest des Abends „bedient“ und vielleicht übersensibel. Zum Glück gibt es das aber auch umgekehrt: Schon zur Begrüßung ein besonders herzliches Wort mit einem charmanten Lächeln, und schon sieht man dem Lauf des Abends wesentlich gelassener entgegen.

                              Nun lag also Osnabrück mal wieder auf unserer Reiseroute, und warum sollte man dem Restaurant nicht eine zweite Chance geben, zumal die Küche inzwischen mit drei Sternen geehrt worden ist? Wir waren gespannt, was sich in den zehn Jahren verändert hat. Um es vorweg zu nehmen: Alles! Der Service, die Atmosphäre, die Küche!

                              Fangen wir mal mit dem Service an: Nach dem Weggang der langjährigen Gefährtin von Thomas Bühner, Thayarni Kanagaratnam, hat Nadja Siebert die Leitung des Restaurants übernommen; sie ist schon seit 2003, also schon vor Bühner, im Haus und hat die Entwicklung des La Vie von Anfang an miterlebt. Sie versieht ihre Aufgabe routiniert und unauffällig. Auch die übrigen Damen, die meist ein Stück näher am Gast sind, fallen durch ihre Freundlichkeit und Sachkunde sehr angenehm auf. Bleiben noch der Sommelier Christian Scholz und ein junger Belgier, dessen Namen wir leider nicht erfahren haben. Herr Scholz kümmerte sich nicht um uns, sondern beorderte diesen jungen Mann an unseren Tisch. Und das war für uns ein richtiger „Gewinn“ an diesem Abend, für den wir allerdings ganz schön investieren mussten. Er kommt erst einmal sehr ernst und „staubtrocken“ rüber, taut aber langsam auf, wenn es gelingt, ihn in ein Gespräch zu verwickeln. Auch das ist nicht einfach, ja, man muss ihn wirklich in ein solches „verwickeln“, aus dem er ohne Antwort nicht herauskommt. Er lächelt kaum merklich, dafür aber formuliert er in mit seinem wunderbaren Akzent überraschend überlegte Sätze, die eine hohe Sachkenntnis und ein gute Portion Humor verraten. Hat er seine Ausführungen beendet, muss man ganz schnell einhaken, will man nicht, dass er sofort auf dem Absatz kehrt macht und abdreht. Er ist für uns der „Buster Keaton der Servicebrigaden“! Wir wünschten uns mehr solcher Individualisten in der Gastronomie!

                              Und damit ist auch schon jede Menge über die Atmosphäre im Restaurant gesagt. Sie ist angenehm entspannt. Man lässt zu Beginn dem Gast Zeit anzukommen und begleitet ihn mit viel Charme durch den Abend. Dazu trägt auch Thomas Bühner bei, der seine Gäste im Laufe des Abends nacheinander in die Küche bittet und mit ihnen bei einem Drink ein paar Worte plaudert. Wir haben Herrn Bühner dabei sehr sympathisch und wesentlich lockerer erlebt als vor zehn Jahren. Eine schöne Geste, die meiner Meinung nach mehr bringt als die leidigen Honneurs des Küchenchefs am Ende des Abends. Hier scheint sich Gott sei Dank einiges zu bewegen; zuletzt haben wir in Geisels Werneckhof erlebt, dass Thoru Nakamura seine Gäste zu Beginn des Essens persönlich begrüßt. Auch sehr schön!

                              Und die Küche? Waren die Teller von Thomas Bühner vor zehn Jahren noch sehr detailreich und fordernd, so konzentriert er sich heute wesentlich mehr auf das Produkt und wie er es am besten unterstützt und präsentiert. Experimentierte er damals noch in der Weise, dass er zum Beispiel mit einer Pipette Petersiliensaft in ein Filet vom Steinbutt injizierte, so hat er heute den Mut oder auch das Selbstbewusstsein, etwa seine grandiose Etouffée Taube, die er im Wachholderrauch gegart hat, nur mit einem karamellisierten Kürbissaft zu servieren (ok, man schmeckt nicht, dass es Kürbissaft ist, und insofern wären ein paar Kürbisstückchen hilfreich gewesen, aber was soll´s?). Dieser Gang bedarf keiner Beilage, da das Optimum an Geschmack erreicht ist. Kaum eine Beilage kann diese - sorry - 99%-Leistung noch toppen. Dieser Minimalismus ist ganz große Kunst. Picasso hat für seine Taube auch nur fünf Linien und einen Punkt gebraucht, um ein wunderbares Kunstwerk zu schaffen (Friedenstaube von 1949).

                              Wenn man ein auf den Punkt gar gezogenes Stück vom Kabeljau mit einer rohen Scheibe vom Wagyu-Filet bedeckt und es weitgehend ungewürzt lässt, dann braucht es schon eines Ausrufungszeichens, um aus diesem Wagnis einen Drei-Sterne-Fischgang zu machen. Dieses gelingt Bühner mit einer Fisch-Safran-Consommé, die so wunderbar austariert ist, dass man sie bis zum letzten Tropfen auslöffeln möchte. Ob es für diesen Fischgang des Dry-aged-Rindes bedurft hätte, mag dahinstehen, da man es nicht rausschmecken konnte, aber Konsistenz und Optik hat es zweifelsohne bestimmt.

                              Ich muss, glaube ich, keine weiteren Gänge im Detail beschreiben, um das „Prinzip Bühner“ darzustellen, zumal meine Vor-Poster dies schon hinreichend getan haben und die genannten Gänge den Küchenstil von Thomas Bühner aus meiner Sicht ganz gut beschreiben. Das ist zwar alles recht unspektakulär und minimalistisch, aber zweifelsohne von großer Klasse und Präzision. Das La Vie ist für uns durchaus wieder einen Abstecher wert.

                              Unser Menü:

                              Caviar Impérial, Charentais, Kefir

                              Sardine mariniert, Ananas Coulis, Senfkohl, Dim Sum

                              Wagyu japanisch 30 d dry aged, salad, Kabeljau-Consommé

                              Red Gamba, BBQ, grüne Mandel, Curry, Lychee

                              Octopus, Wildschwein-Emulsion, Kimchi, Apfel

                              Etouffée-Taube, Wacholderrauch, karamelisierter Kürbissaft

                              Tonkabohne & Edelweiß, geeist, Selleriemilch, Dill


























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                              • Zehn Jahre haben wir gebraucht, um ins La Vie zurück zu kommen. So lange haben wir „geschmollt“, weil bei unserem ersten Besuch kurz nach der Übernahme des Restaurants durch Thomas Bühner so ziemlich alles schief gelaufen ist, was schiefgehen konnte: Der Service wirkte arrogant, die Atmosphäre im Restaurant kühl und die Küche angestrengt. Soweit die Erinnerung, die natürlich höchst subjektiv geprägt ist und sicherlich nicht ein Abbild dessen ist, was Thomas Bühner tatsächlich schon vor zehn Jahren im La Vie geleistet hat. Aber es gibt so Gelegenheiten, die einfach nicht gut laufen; da reicht manchmal schon eine Kleinigkeit zu Beginn, und schon ist man für den Rest des Abends „bedient“ und vielleicht übersensibel. Zum Glück gibt es das aber auch umgekehrt: Schon zur Begrüßung ein besonders herzliches Wort mit einem charmanten Lächeln, und schon sieht man dem Lauf des Abends wesentlich gelassener entgegen.

                                Nun lag also Osnabrück mal wieder auf unserer Reiseroute, und warum sollte man dem Restaurant nicht eine zweite Chance geben, zumal die Küche inzwischen mit drei Sternen geehrt worden ist? Wir waren gespannt, was sich in den zehn Jahren verändert hat. Um es vorweg zu nehmen: Alles! Der Service, die Atmosphäre, die Küche!

                                Fangen wir mal mit dem Service an: Nach dem Weggang der langjährigen Gefährtin von Thomas Bühner, Thayarni Kanagaratnam, hat Nadja Siebert die Leitung des Restaurants übernommen; sie ist schon seit 2003, also schon vor Bühner, im Haus und hat die Entwicklung des La Vie von Anfang an miterlebt. Sie versieht ihre Aufgabe routiniert und unauffällig. Auch die übrigen Damen, die meist ein Stück näher am Gast sind, fallen durch ihre Freundlichkeit und Sachkunde sehr angenehm auf. Bleiben noch der Sommelier Christian Scholz und ein junger Belgier, dessen Namen wir leider nicht erfahren haben. Herr Scholz kümmerte sich nicht um uns, sondern beorderte diesen jungen Mann an unseren Tisch. Und das war für uns ein richtiger „Gewinn“ an diesem Abend, für den wir allerdings ganz schön investieren mussten. Er kommt erst einmal sehr ernst und „staubtrocken“ rüber, taut aber langsam auf, wenn es gelingt, ihn in ein Gespräch zu verwickeln. Auch das ist nicht einfach, ja, man muss ihn wirklich in ein solches „verwickeln“, aus dem er ohne Antwort nicht herauskommt. Er lächelt kaum merklich, dafür aber formuliert er in mit seinem wunderbaren Akzent überraschend überlegte Sätze, die eine hohe Sachkenntnis und ein gute Portion Humor verraten. Hat er seine Ausführungen beendet, muss man ganz schnell einhaken, will man nicht, dass er sofort auf dem Absatz kehrt macht und abdreht. Er ist für uns der „Buster Keaton der Servicebrigaden“! Wir wünschten uns mehr solcher Individualisten in der Gastronomie!

                                Und damit ist auch schon jede Menge über die Atmosphäre im Restaurant gesagt. Sie ist angenehm entspannt. Man lässt zu Beginn dem Gast Zeit anzukommen und begleitet ihn mit viel Charme durch den Abend. Dazu trägt auch Thomas Bühner bei, der seine Gäste im Laufe des Abends nacheinander in die Küche bittet und mit ihnen bei einem Drink ein paar Worte plaudert. Wir haben Herrn Bühner dabei sehr sympathisch und wesentlich lockerer erlebt als vor zehn Jahren. Eine schöne Geste, die meiner Meinung nach mehr bringt als die leidigen Honneurs des Küchenchefs am Ende des Abends. Hier scheint sich Gott sei Dank einiges zu bewegen; zuletzt haben wir in Geisels Werneckhof erlebt, dass Thoru Nakamura seine Gäste zu Beginn des Essens persönlich begrüßt. Auch sehr schön!

                                Und die Küche? Waren die Teller von Thomas Bühner vor zehn Jahren noch sehr detailreich und fordernd, so konzentriert er sich heute wesentlich mehr auf das Produkt und wie er es am besten unterstützt und präsentiert. Experimentierte er damals noch in der Weise, dass er zum Beispiel mit einer Pipette Petersiliensaft in ein Filet vom Steinbutt injizierte, so hat er heute den Mut oder auch das Selbstbewusstsein, etwa seine grandiose Etouffée Taube, die er im Wachholderrauch gegart hat, nur mit einem karamellisierten Kürbissaft zu servieren (ok, man schmeckt nicht, dass es Kürbissaft ist, und insofern wären ein paar Kürbisstückchen hilfreich gewesen, aber was soll´s?). Dieser Gang bedarf keiner Beilage, da das Optimum an Geschmack erreicht ist. Kaum eine Beilage kann diese - sorry - 99%-Leistung noch toppen. Dieser Minimalismus ist ganz große Kunst. Picasso hat für seine Taube auch nur fünf Linien und einen Punkt gebraucht, um ein wunderbares Kunstwerk zu schaffen (Friedenstaube von 1949).

                                Wenn man ein auf den Punkt gar gezogenes Stück vom Kabeljau mit einer rohen Scheibe vom Wagyu-Filet bedeckt und es weitgehend ungewürzt lässt, dann braucht es schon eines Ausrufungszeichens, um aus diesem Wagnis einen Drei-Sterne-Fischgang zu machen. Dieses gelingt Bühner mit einer Fisch-Safran-Consommé, die so wunderbar austariert ist, dass man sie bis zum letzten Tropfen auslöffeln möchte. Ob es für diesen Fischgang des Dry-aged-Rindes bedurft hätte, mag dahinstehen, da man es nicht rausschmecken konnte, aber Konsistenz und Optik hat es zweifelsohne bestimmt.

                                Ich muss, glaube ich, keine weiteren Gänge im Detail beschreiben, um das „Prinzip Bühner“ darzustellen, zumal meine Vor-Poster dies schon hinreichend getan haben und die genannten Gänge den Küchenstil von Thomas Bühner aus meiner Sicht ganz gut beschreiben. Das ist zwar alles recht unspektakulär und minimalistisch, aber zweifelsohne von großer Klasse und Präzision. Das La Vie ist für uns durchaus wieder einen Abstecher wert.


                                Unser Menü:

                                Caviar Impérial, Charentais, Kefir

                                Sardine mariniert, Ananas Coulis, Senfkohl, Dim Sum

                                Wagyu japanisch 30 d dry aged, salad, Kabeljau-Consommé

                                Red Gamba, BBQ, grüne Mandel, Curry, Lychee

                                Octopus, Wildschwein-Emulsion, Kimchi, Apfel

                                Etouffée-Taube, Wacholderrauch, karamelisierter Kürbissaft

                                Tonkabohne & Edelweiß, geeist, Selleriemilch, Dill


                                Schönen Gruß, Merlan



























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