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  • Clara von Krüger - Wermelskirchen - */17GM/7GP

    Clara von Krüger im Landhaus Spatzenhof - Wermelskirchen * / 17GM/ 7GP



    Die Investoren können zu Recht stolz sein, was innerhalb kurzer Zeit dort, in bergischer Abgeschiedenheit des Waldes neu enstanden ist. Das Gourmetrestaurant Clara von Krüger präsentiert sich im Thema des Landhauses mit Gemälden und Accsesoires um Clara von Krüger
    Die liebevoll eingerichteten Zimmer laden den Gast zu ausgiebigem Weinkonsum aus der attraktiven Karte ein.

    Wir waren überrascht, mit welcher Leidenschaft der Chef, Philipp Wolter mit seiner Gattin dem Gast solide, regional geprägte Küche modern präsentiert, und können nur unsere Glückwünsche bzgl. der Neubesternung bekunden.

    Der Abend gestaltete sich durch den sympathischen Sommelier äußerst kurzweilig
    Die Menüfolge stimmig und individuell
    Hr. Wolter hält persönlichen Kontakt mit Produzenten aus dem Umland und man baut dort teilweise selber Gemüse, Sprossen etc. in hoher Qualität an.

    Das Menü ist durchaus kreativ und handwerklich anspruchvoll zusammengestellt, daher liegt die Einschätzung der Führer in unserer Augen punktgenau

    Sushi *
    Flammküchlein *-
    Loempia *+

    Auster *

    Stopfleber / Feige / Rind *+

    Kaisergranat / Gurke / Apfel *-

    St. Pierre / Passepierre / Tomate / Fenchel *

    Taube / Blutwurst / Powerade *+

    Reh / Kürbis / Mole / Preiselbeere *

    Champagnersorbet *

    Malz / Muscavado / Trauben *+



    Nach einem spritzigem Winzersekt zum Aperitiv sollten jene Flaschen folgen:

    2008 Saint-Aubin Chardonnay Pierre-Yves Colin-Morey
    2000 Pommard Domaine Roblet-Mannot


    Der Pommard so stark, dass auch noch eine zweite Flasche geordert wurde. Absolut treffend zum Reh!
    Gerne kommen wir wieder, Dank gilt dem Chef und seinem Team für diesen rundum gelungenen Abend
    Das Preisniveau bewegt sich bei 116,- für das 6-Gang Menü im erträglichem Rahmen.

    Fotos sind hier zu finden


    mkG
    T.


    Clara von Krüger
    Im Landhaus Spatzenhof
    Süppelbach 11
    42929 Wermelskirchen

    Tel: 02196 97590
    www.landhaus-spatzenhof.de
    Zuletzt geändert von Tofu; 08.05.2012, 00:05.

  • #2
    Ein Haus, das ich überhaupt nicht auf dem Schirm hatte! Deshalb besonderen Dank, lieber Tofu, für diese Entdeckung.

    Beste Grüße, Merlan

    Kommentar


    • #3
      Das Gourmetrestaurant „Clara von Krüger“ ist in das Restaurant „Spatzenhof“ seit 2013 integriert worden und besteht nicht mehr als eigenständige Abteilung. Man kann jetzt in allen Räumen des Hauses das Gourmetangebot oder die Landhausküche bestellen.
      eher einem „Bistrostil“: bequeme Sitze, blanke Tische, ansprechendes Porzellan und funktionales Besteck, Stoffservietten.
      Der Service ist (weiterhin) freundlich, aufmerksam und kompetent.
      Wir haben den Spatzenhof vor der Umstellung einige Male besucht. Zuerst waren wir skeptisch, ob der Verzicht auf das separate Gourmetrestaurant günstig ist. Meine Frau und ich wollten es also wissen.
      Und wir haben uns tatsächlich in der neuen Gestaltung wohl gefühlt (aber der edle Raum „Clara von Krüger“ ist schon eine Augenweide gewesen).
      Folgende Räume stehen den Gästen im Restaurant zur Verfügung:
      die Speisekammer,
      der Schlafsaal,
      die Büßerecke (schließt sich an den Schlafsaal an),
      die Besenkammer
      und die Alte Küche.
      Wir waren im „Schlafsaal“ und haben das Clara von Krüger Menü gewählt.
      Eine Hommage berühmte Persönlichkeiten in sechs Gängen.
      Zuerst wurde ein Gruß aus der Küche serviert: ein gekühltes Gurkensüppchen mit einem Sauerrahmsorbet mit feiner Kresse. Ein köstlicher Einstieg. Dazu tranken wir einen akoholfreien Cocktail und einen Winzersekt.
      Zu den Speisen nahmen wir Mineralwasser und die Weinbegleitung.
      Der erste Gang heißt „Johann Sebastian Bach“ – Lobster trifft: Hummer, Avocado, Wildkräuter. Auch hier erfreute uns die Harmonie der Zutaten. Der Weißburgunder LEU vom Weingut Korrell von der Nahe passte sehr gut und begleitete auch den nächsten Gang.
      „Marilyn Monroe“ - Verwandlung: Seezunge, Blumenkohl, Wachtelei und Beluga Kaviar überraschten uns in der Zusammenstellung.
      Der nächste Fischgang hieß „Edgar Allan Poe“ - Schwarz-Weiße Sichtweise: Steinbutt, Trüffel, Sellerie und Apfel. Chardonnay vom La Forge Estate aus dem Languedoc wurde gereicht und passte auch zum nächsten Gang.
      „Coco Chanel“ - Glanzvoller Auftritt: erfreute mit Perlhuhnbrust, Entenstopfleber, Petersilienwurzel und Petersilie.
      Der Hauptgang „Leo Tolstoi“ - Saisonaler Höhepunkt: bestand aus Hirsch, Rotkohl, Polenta, Wachholder und Birne. Das Fleisch war ein Gedicht (optisch und geschmacklich)! Teroldego Rotaliano von Elisabetta Foradori aus dem Trentino wr ein idealer Begleiter. Die Winzerin macht vielleicht den besten Wein aus dieser autochthonen Rebsorte aus Italien.
      Der süße Abschluss „Miss Marple“ - Inselflair: bestach mit Sanddorn, Buttermilch, Pistazie und Limette. Die Riesling Auslese vom Weingut Dreissigacker aus Rheinhessen bildete die Begleitung.
      Wir haben uns wohl gefühlt und bei den Speisen das hohe Niveau von Geschmack und Präsentation genossen.
      Zuletzt geändert von kgsbus; 25.03.2013, 13:24. Grund: Durch die Kommentare angeregt, habe ich meine Aufzeichnungen nochmals durchgelesen und "kleine" Fehler bemerkt.

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      • #4
        Zitat von kgsbus Beitrag anzeigen
        „Johann Sebastian Bach“ – Lobster trifft Hummer
        Diese kryptische Beschreibung macht mich jetzt ziemlich neugierig. Hat der olle Bach auch eine Hummerkantate geschrieben? Und wie trifft sich der Lobster mit dem Hummer bei einem Glas Weissburgunder?

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        • #5
          Werter glauer,

          Ihre Pöbeleien bzgl. J.S.B erschrecken mich. (Der olle!) Ganz besonders kurz nach dessen Geburtstag. Er hatte einen sehr guten Schüler namens J.L. Krebs. Aber lassen wir das. Ob er sich in direkter Nachbarschaft zu Frau Monroe wohlgefühlt hätte, mag dahingestellt bleiben. Und Weissburgunder zu Hummer und Seezunge ist ähnlich fragwürdig. Passt halt irgenwie immer, aber nie so richtig.

          Beste Grüße
          Daurade

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          • #6
            Das, werte Daurade, ist doch keine Pöbelei, sondern ein liebevoller Senioritiv. Oder suchen Sie etwa Händel?
            Ich bin gerade auf dessen Spuren in einer Stadt, wo ein gar nicht mal so unbekanntes Werk von ihm uraufgeführt wurde - und bis heute jährlich zur Aufführung gelangt. (Man liebt in dieser Stadt anscheinend die jährlichen Rituale) Beinahe wäre die Premiere damals gescheitert, weil der für die Chorsänger zuständige Dekan, auch sonst ein kauziger Vogel, der u.a. ein Werk über die menschlichen Exkremente verfaßt hat, unter dem Pseudonym Dr.Scheiß, jenen das Mitsingen verbieten wollte.
            Mit musikalischem Gruß
            Schlaraffenland
            PS: im Himmel soll es eine Skatrunde geben mit dem ollen Goethe, dem ollen Bach und Erich Ollenhauer.

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            • #7
              Das spannendere fand ich aber sowieso wie sich ein Hummer mit einem Lobster trifft... was soll man sich darunter vorstellen (und ja, ein guter Weissburgunder passt da schon).

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              • #8
                Zitat von glauer Beitrag anzeigen
                (und ja, ein guter Weissburgunder passt da schon).
                Oh ja, Danners Typ 2 aus 2010 etwa (2009 derzeit nach meinem Empfinden zu alkoholisch uns spitz) oder von Winnings Weissburgunder I, ebenfalls aus 2010.

                Da muss sich selbst ein Hummer strecken, um mitzuhalten. Nein nicht immer, aber irgendwie doch ganz schön oft.

                KG
                Besseresser
                Zuletzt geändert von besseresser; 25.03.2013, 10:59.

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                • #9
                  Seit einigen Jahren wird der Spatzenhof in Wermelskirchen unter der Leitung der Eheleute Wolter betrieben.

                  Wir haben seit der Eröffnung in unregelmäßigen Abständen dort verschiedene Speiseangebote verkostet. Es umfasste das Gourmetmenü, die Landhausküche, den Brunch.
                  Nun war einmal der Mittagslunch an der Reihe.

                  Wir haben das Restaurant in verschiedenen Entwicklungsstufen besucht. Gestartet wurde mit dem Restaurant zu dem später der Raum „Clara von Krüger“ als Gourmetangebot hinzukam. Für die Küchenleistungen wurde das Haus mit GaultMillau-Punkten und dem Michelinstern seit Jahren ausgezeichnet.
                  Heute sind in allen Zimmern (mehrere thematische Abteilungen mit eigenen Namen) Landhausküche und Gourmetkarte im Angebot. Es gibt keine räumliche Trennung mehr – es handelt sich also um ein ganzheitliches Konzept.

                  Aber es stellt sich für mich immer wieder die Frage, was kann ich von einem (Chef-) Koch bzw. einer Küche erwarten, die sehr unterschiedliche Stile parallel anbietet (in einem Lokal oder in getrennten Einrichtungen)?
                  Oder anders gesagt, schmecken die „Landhausangebote“ genau so gut wie die „Gourmetgerichte“?
                  Sind die günstigen Mittagsangebote „schlechter“ im Geschmack als die teuere Abendkarte? Muss ich das Preis-Leistungs-Verhältnis beachten? Ist das günstige Gerichte höher zu bewerten, als die gleiche Speise zu einem höheren Preis zu einer anderen Uhrzeit?
                  Jein – denke ich. Wenn mir eine Speise nicht mundet, kann mich ein kleiner Preis (auch) nicht trösten. Aber für wenig Geld kann ich keine hochwertigen Zutaten erwarten. Also gilt für mich: mein Geschmack, mein Maßstab und der ist natürlich nicht objektiv (meine Stimmung am Tage, meine Erfahrungen im Leben etc.). Doch durch die vielen Restaurantbesuche und das eigene Kochen und Ausprobieren erlaube ich mir eine Einschätzung.
                  Die „Bistroküche“ hat mich gelegentlich bei „Sternelokalen“ nicht überzeugt – und wie „bepunkte“ ich den gleichen Koch in „zwei“ Küchen (kann die „einfache“ Ausgabe die gleichen Punkte erreichen)?

                  Aber heute habe ich gemerkt, ein Koch, der sein bestes gibt, sich nie zufrieden gibt und immer weiter entwickelt, wird mich wohl nie (ganz) enttäuschen.
                  Es ist gut, dass ein Restaurant mittags geöffnet hat und ein relativ günstiges Angebot vorhält.

                  Wir haben also zu zweit den „Lunch Deluxe“ bestellt. Auf der Karte sind das drei Gänge und man kann teilweise aus Varianten wählen. Sogar vegetarische Gerichte umfasst die Mittagskarte.

                  Wir wurden freundlich begrüßt und zu unserem Platz im „Raum Küche“ geführt. Die Getränke wurden zügig serviert und der

                  Brotteller mit Frischkäsepaste

                  gebracht. Das Brot war frisch, es handelte sich um drei Sorten.

                  Es folgte der

                  Gruß aus der Küche „Geräucherte Forelle“

                  Die Nocke aus dem Fisch war delikat und schmackhaft; besonders im Zusammenklang mit den weiteren Zutaten. Als Schmuck war eine Kleeblüte angerichtet.

                  Vorspeisen

                  Wir haben zwei verschiedene Angebote probiert:

                  Sommerlicher Rucola-Tomaten-Brotsalat mit altem Balsamico

                  Dieses Gericht war deftig und die einzelnen Komponenten waren gut zu schmecken und ergaben zusammen ein gutes Mundgefühl. Das war also lecker.

                  ***

                  Geflügelbouillon mit Flädle und Gemüse

                  Diese Suppe war in Ordnung. Kann mich aber nicht begeistern. In der Brühe war reichlich Einlage – vielleicht etwas weich in der Konsistenz.

                  Hauptgerichte

                  Rosa gebratene Lammhüfte mit Rosmarinjus, Ratatouille und Rosmarinkartoffeln

                  Für mich ganz klar der Höhepunkt des Menüs. Das Fleisch war zart gegart, weich und rosa – einfach gut gemacht. Die Kartoffeln waren weich und konnten so prächtig die Soße aufnehmen. Auch das Gemüse war gut abgeschmeckt.

                  ***

                  Gebratenes Filet vom Felchen auf Oliven-Fenchel-Fregolagemüse und Krustentiersud

                  Auch dieses Gericht sah gut aus und war schmackhaft. Das Gemüse und der Sud waren lecker; der Fisch war für unseren Geschmack etwa fade gewürzt. Aber das mag daran liegen, dass wir gerne etwas „Röstaromen“ mögen und „Fleisch“ eher sanft gebraten war.

                  Dessert

                  Lauwarmer Ofenschlupfer mit Nektarinen und Vanilleeis

                  Das Obst war lecker mariniert und schmeckte angenehm fruchtig, das Eis war wie erwartet. Der „Kuchen“ war etwas trocken, ergab jedoch zusammen mit dem Obst oder dem Eis einen zufrieden stellenden Geschmack.

                  Espresso und süße Begleitung

                  Ein Kaffee gehört für uns zum Abschluss. Dazu erhielten wir helle und dunkle Pralinen. Da ich Haselnüsse und Mandeln nicht vertrage, erhielt ich ein Weißweingelee mit eingelegten Waldfrüchten – das finde ich gut und komme nicht in jedem Restaurant so gut weg (oft erhalte ich den Hinweis, dass alle Pralinen „Reste“ enthalten können und selber entscheiden soll, ob ich es probieren will).

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                  • #10
                    Lieber kgsbus, Sie sind ja in diesen Tagen enorm produktiv - vielen Dank auch und gerade für die Einblicke in die Restaurants, die man weniger kennt, aber durchaus Beachtung verdienen.

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                    • #11
                      Manche Leute fragen mich: „Warum schreiben Sie so viel über Nahrung und Essen und Getränke? - Warum schreiben Sie nicht über den Kampf um Macht und Sicherheit oder über die Liebe, wie andere es tun? Es gibt doch so viele wichtige Themen!“ ... Meine Antwort lautet, dass ich, wie die meisten anderen Menschen, oft Hunger habe und viel darüber nachdenke (die Sicht habe ich von Mary F. Kennedy Fisher übernommen, aber nicht wörtlich zitiert).

                      Ich liebe Unterhaltungen zum Thema: „Was hast du und was habe ich zuletzt gegessen oder was werden wir demnächst essen oder was hätten wir gerne gegessen“; aber die Getränke dürfen auch nicht vernachlässigt werden: „Was haben wir dazu getrunken oder was würden wir gerne ausprobieren“ (auch diese Aussage kommt inhaltlich nach A. J. Liebling: You can't have your cake and eat it, too.).

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