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Fritz Essensart

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  • Fritz Essensart

    Nach einem Besuch in Düsseldorf wollten wir unbedingt auf dem Heimweg Essen gehen. Nach der Lektüre von verschiedenen Restaurant-Kritiken im Internet und der Auswertung der Homepage fiel die Wahl auf Fritz Essensart.

    Wir waren sehr gespannt.

    Von außen ist das Restaurant sehr unscheinbar; es liegt an einer Straße in einem reinen Wohngebiet. Am Straßenrand fanden wir leicht einen Parkplatz.

    Die Begrüßung war freundlich. Der Tisch war schön eingedeckt. Wir bekamen schnell einen Gruß aus der Küche und auch schon Brot. Ein Aperitif wurde ebenso sofort serviert. Dann kam eine Pause. Die Karte wurde präsentiert und die Bestellungen aufgenommen. Nachdem wir das Degustationsmenü gewählt hatten, wurden alle Besteckteile für das Essen nachgelegt. Danach folgten die Speisen in angenehmer Folge.
    Nach meinem Geschmack waren die Einrichtung und die Verteilung der Tischgruppen gut gewählt.
    Alles war gut gepflegt und tadellos. Die WC-Anlage war im Keller. Sie war relativ eng. Am Waschbecken gab es nur kaltes Wasser - aber schöne kleine Gästehandtücher.

    Nun zu den Speisen, dem wesentlichen:

    REHCONSUME
    mit Pilzquiche

    Die klare Brühe war kräftig, die Quiche schmeckte nach Waldpilzen. Schon dieser Gruß aus der Küche stimmte uns froh.

    * * *

    Nussbrot und Focaccia
    mit Kräuterbutter, Olivenöl und Salz

    In der Zeit bis zur Bestellung des Fünf-Gang-Menüs aus der aktuellen Karte haben wir uns das frische Brot mit den Beigaben schmecken lassen.

    * * *

    RINDERFILETRÖLLCHEN
    mit Zucchinikaviar, Olivencrumble und Balsamicozwiebelmousse

    Dieser Gruß zum Menü sah sehr gut aus und war fein gewürzt.

    * * *

    SELLERIE-BIRNENSÜPPCHEN
    mit gebratener Riesengarnele

    Das war nun der erste Gang und wurde in einem Einmachgläschen serviert. Am Tisch wurde der Deckel abgehoben und neben das Gefäß platziert. Die Suppe hatte eine angenehme Konsistenz und ein feines Gemüsearoma. Die Gamba war sehr schmackhaft und von feinem Birnenkompott umgeben.
    Dazu wurde ein Riesling (Villa W, Mosel) gereicht, der fruchtige Aromen verbreitete und das Gericht gut unterstützte.

    * * *

    VARIATION VON GELBER UND ROTER BETE
    mit Ziegenkäsepäckchen

    Das Gericht sah wunderbar aus – und schmeckte auch so. Beim Verspeisen musste man etwas aufpassen, dass die krossen Teile des Päckchens nicht davon flogen. Dieser Gang hat mir sehr gut geschmeckt und war raffiniert gemacht: gefüllte Scheibe Rote Bete, Chips, Stroh, Mousse, würziger Ziegenkäse. Die Noten des Sancerre runden den Gang ausgezeichnet ab.

    * * *

    ZANDER AUF CREME VON KOHLRABI,
    Meerrettichsauce, Frühlingszwiebel und Lauchstroh

    Auch diese Speise war äußerst fotogen. Der Zander war prächtig auf der Haut gebraten. Das Lauchstroh war duftig auf den Fisch gelegt. Am Gaumen klebte der Lauch etwas an und war erstaunlich weich im Mund. Ich liebe Weine von Alois Lageder. Sein Chardonnay begleitete den Gang.

    * * *

    Eine feine Überraschung und sehr erfrischend war nun das Sorbet: Bitterorangeneis auf Pistazien, Kumquat und Minzeblatt.

    * * *

    HIRSCHRÜCKEN MEDALLIONS MIT LEBKUCHEN-HAUBE,
    zweierlei Topinambur und Preiselbeerjus

    Das Fleisch war ein Gedicht – schon die Grundqualität war ausgezeichnet, die Zubereitung war jedoch ebenbürtig: innen rosa, weich, würziger Lebkuchenmantel. Dazu gab es den Rotwein Valpolicella classico ripasso "il Vegro", der mir gut gemundet hat.


    * * *

    BIRNEN-ZIMT-CRUMBLE
    mit Printenparfait und Vanillemousse

    Wieder in einem Töpfchen war das ausgezeichnete Birnenkompott. Der große Birnenchip war schön anzusehen und lecker. Auch die übrigen Komponenten schmeckten ausgezeichnet. Der Monbazillac-Süßwein erfreute ebenso.
    Der Abschluss-Espresso ist ein Muss. Aus der Brennerei Vallendar probierten wir noch den Kakao- und den Haselnussgeist. Dazu gab es noch eine kleine feine Praline.
    Wir haben glücklich und satt das Haus verlassen – es wäre sehr schade, wenn wir dieses Lokal nicht kennen gelernt hätten und empfehlen gerne den Besuch.

    Die Stadt Haan verfügt über mindestens zwei lohnenswerte Häuser.
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