Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Spatzenhof - Wermelskirchen

Einklappen
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Spatzenhof - Wermelskirchen

    Bevor Philipp Wolter den „Spatzenhof“ mitgründete (2009) hat er bei namhaften Köchen gearbeitet sowie sein erstes eigenes Restaurant geführt: bei Claus-Peter Lumpp als Jungkoch, bei Helmut Thieltges als Pâtissier, bei Dieter Müller als Chef de Partie, bei Wolfgang Nagler und Bobby Bräuer als Souschef.

    Die Vereinigung « Jeunes Restaurateurs d'Europe » nahm ihn 2007 als Mitglied auf.

    Das Gebäude und die Anlage haben eine lange Geschichte:

    Erbaut 1913 von Clara von Krüger als Kinderheim für Jungen, bestehend aus Schlafsälen, Aufenthalts- und Aufseherräumen.
    Umgebaut 1936 von Clara von Krüger zum Erholungsheim.
    Seit 1959 Nutzung als Hotel, Café, Pension durch Gunda vom Bovert.
    Kernsanierung und Erweiterung 2007-2010 durch Wolfgang und Elke Schmitz-Heinen.

    Der Spatzenhof besteht heute aus Hotel, Saal, Restaurant und Außenanlage.

    Das Haus liegt außerhalb von Wermelskirchen in der Hofschaft Süppelbach recht abseits im Grünen.

    Folgende Räume stehen den Gästen im Restaurant zur Verfügung:

    die Speisekammer,
    der Schlafsaal,
    die Büßerecke (schließt sich an den Schlafsaal an),
    die Besenkammer
    und die Alte Küche.

    Wir haben uns für ein Menü entschieden.

    STERNESAMMLER - 4-GANG MENÜ - 74,00 € p.P. inkl. einer Kaffeespezialität und Pralinen – Weinbegleitung (4) – 37,00€ p.P. jeden Mittwochabend.

    Für die Weinbegleitung zeigte Restaurantleiter Armin Weisenberger sich verantwortlich. Wir wurden von ihm umsichtig beraten und wir hatten angenehme Gespräche zu Spesien und Getränken mit ihm. Auch Herr Wolter kam zu uns an den Tisch und beschrieb uns die Gartechnik beim Fischgang.

    Gruß aus der Küche

    Dreierlei vom Thunfisch mit verschiedenen Melonenkügelchen und Kräutern und Blüten. Optisch schön und ein feiner Einstieg ins Menü.
    Aperitif: Lillet Red Berries auf Eis mit Himbeeren als Longdrink

    ---

    Burrata mit Salat und Chutney von vergessenen Tomatensorten, dazu violetter
    Garten-Basilikum
    Anette Closheim - Rosé trocken 2013 – Nahe - Rebsorte: Spätburgunder und Portugieser

    Das Gericht erinnerte mich an den italienischen Klassiker „Caprese“. Aber handelt sich dabei um eine schöne Interpretation des Motivs: viele kleine Stücke von mehreren Tomatensorten, Blüten, Kräuterblättchen, Basilikum-Jus, Frisee-Blättchen und Burratastücke. An einem warmen Sommertag herrlich erfrischend und aromatisch.

    ---


    Filet vom Isländischen Kabeljau mit grünen Mandelkernen auf Allerlei von der Erbse
    und Mandelbiskuit
    La Forge Estate Vin de Pays d'Oc Barrel Selection Chardonnay 2013

    Für mich ohne Mandelanteile wegen einer Allergie. Der Kabeljau wurde in einer Milchmischung sanft gegart und schmeckte vorzüglich. Über dem Fisch lag ein weißes luftiges Milchschäumchen. Kleine halbierte Erbsen, Kräuter, Erbsenpüree und Erbsensprossen bildeten die frische Beilage. Den nächsten Fisch zu Hause werde ich auf jeden Fall auch in einem Milch-Gemisch garen, habe ich mir spontan vorgenommen.

    ---

    Trocken gereiftes spanisches Rind mit kleinem Zucchini Flammkuchen auf sommerlichem gegrillten Gartengemüse und BBQ Sauce
    Chateau Prieuré Sainte-Anne 2012 Cotes de Bordeaux Cuvee aus Merlot (90%), Cabernet Sauvignon (10%)

    Beim Fleisch handelte es sich um zwei Sorten Fleisch: geschmorte Short-Rib-Stück und kurz gebratene Entrecote-Stücke. Zur Beilage gehörten feine Flammküchlein und beim Gemüse ist mir der Thai-Spargel in Erinnerung geblieben. Die kräftige Soße ergänzte den Gesamtgeschmack ausgezeichnet. Sie war so drapiert, dass sie nicht die anderen Komponenten aufweichte, aber stets zugänglich war, um aufgenommen zu werden. Auch dieser Gang war für mich stimmig und überzeugte mich voll.

    ---

    Wildrosen und Renekloden aus dem Bergischen Land mit weißem Schokoladen Parfait
    Chateau Suduiraut 1998 - premier cru classe - Bordeaux - Sauternes

    Die kleine Pflaumensorte schmeckte aromatisch und war saftig und knackig. Besonders interessant war der „Kaviar“ aus den Rosenblättern nach Art der Molekularküche erzeugt. Die Kügelchen haben mir besonders gemundet. Zum Parfait gesellten sich noch Baiserstückchen und Kräuterblättchen. Das Dessert war daher auch gelungen.

    ---

    Espresso und Pralinen

    Fazit: Warum in die Ferne schweifen, wenn das Glück so nah liegt.

    (Goethe: „Willst du immer weiter schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah. Lerne nur das Glück ergreifen, denn das Glück ist immer da.“)

    Aber auch weitere Wege lohnen einen Ausflug nach Wermelskirchen.

  • #2
    Der 20. März 2015 hatte mindestens drei Themen zu bieten:

    1) Sonnenfinsternis – war aber nix, weil überall Wolken bei uns waren – große Enttäuschung.

    2) Der Frühling fing an: Immerhin gab es am Nachmittag noch Sonne, bei ordentlichen Temperaturen - ordentlich.

    3) Und der Internationale Tag des Glücks: Ich war im Spatzenhof essen und es gab viele tolle Momente bei diesem Besuch - Volltreffer (Einen Wermutstropfen gab es nur mit der Nachricht: Der Spatzenhof stellt ab April sein Lunchangebot ein und konzentriert sich auf sein Kerngeschäft am Abend.).


    Die verkosteten Speisen

    Meine Wahl fiel auf PHILIPP WOLTERS HOMMAGE MENÜ AN BERÜHMTE WAISEN (der Spatzenhof wurde 1913 als Kinderheim erbaut und ab 1959 als Pension geführt; 2007 bis 2010 wurde die Anlage, die unter Denkmalschutz steht, aufwendig renoviert und seither als Hotel und Restaurant genutzt) in 6 Gängen und die Weinbegleitung.
    ...

    Küchengruß

    Brotteller mit aromatischen Sorten von den Bäckern Kretzer (Burscheid) und Lehmann (Hückeswagen) mit einer Currybutter

    Gruß 1

    Drei Fingerfood-Häppchen: Pumpernickel, Gurke, Forelle, Kaviar; Himmel un Äd in Chips; Brot, Senfcreme, Kottenbutter, Schnittlauchröllchen.

    Ein erfreulicher Auftakt – mit vielen regionalen Anklängen. Bekannte Gerichte im Bergischen im Miniformat.

    Gruß 2

    Bergische Quiche und Kartoffelsuppe mit Einlage

    Etwas größere Portionen von heimischen Gerichten. Hervorragend herzhaft und kräftig in der Aromen. Das machte Spaß auf die folgenden Gänge.
    ---
    LEO TOLSTOI– PETRI HEIL (der russische Dichter wurde mit neun Jahren Vollwaise)

    - Gebeizte Dhünntal-Forelle auf gegrilltem Anis-Brot, Sauerampfer und Meerrettichsorbet

    Die beiden Forellenstücke waren saftig und vorbildlich zubereitet. Das Sorbet war herrlich erfrischend, die Kräuter rundeten den Geschmack ab. Die Unterlage war ein krosses Landbrot mit reichlich Anissamen durchzogen, in Verbindung mit den anderen Komponenten ein Erlebnis. Vielleicht werde ich bei Bäcker Kretzer davon ein kleines Brot nachkaufen – durch die starken Anisnoten kann man es sicher nur zu speziellen Gerichten verwenden oder frisch pur verspeisen.
    ---
    COCO CHANEL – FRANZÖSISCH MODERNE (die französische Modeschöpferin wurde mit zwölf Jahren Halbwaise und kam in ein Waisenhaus)

    - Variation vom Eifler Kaninchen, Wildkräutersalat und Buchenpilzen mit Joghurt und Zartbitter

    Das Kaninchenfleisch war saftig und weich – zusammen mit der Creme und dem Brotmantel war es eine Freude für mich. Die winzig kleinen Pilze hatten unheimliche Power im Geschmack. Ein kleines Teil davon erzeugte im Mund eine breite Buttrigkeit und extreme Cremigkeit. Den am Tisch angegossenen Kaninchensud habe ich mit dem Gourmetlöffel bis zum letzten Tropfen aufgenommen. Ich liebe starke Brühen sehr und wurde hier voll bedient. Früchte und Kräuter will ich nicht verschweigen, weil sie auch mundeten. Dieser Teller schmeckte nicht nur sehr gut, sondern sah auch prächtig angerichtet aus.
    ---
    MISS MARPLE –BRITISH UNDERSTATEMENT (die britische Schauspielerin Margaret Rutherford wurde mit zwei Jahren Halbwaise, der Vater war psychisch krank; bis zum zwölften Lebensjahr dachte sie, Vollwaise zu sein)

    -Geräucherte Jakobsmuschel mit Petersilie und Apfel auf violettem Kartoffelschaum und knackigen Holunder-Kapern

    Jakobsmuscheln kann ich immer wieder essen. Wenn sie nicht zu Gummi gegart werden oder durch falsche Temperatur Wasser abgeben, sind sie für mich ein Genuss. Diese Muscheln überzeugten mich aber ganz und gar. Die kleinen Äpfelchen, die nicht größer als Kirschen waren, stammten aus dem eigenen Anbau, waren angedünstet und hatten noch leichten Biss. Der Kartoffelschaum war weich und gut abgeschmeckt. Ich mag aber viele Breichen, die heute fast in keinem Restaurant fehlen, nicht besonders gerne, da ich noch mit meinen Zähnen beißen kann. Aber als eine kleine Facette in diesem Gang hat mich der Schaum nicht gestört. Gut geschmeckt hat mir aber das Selleriestroh, das knackig auf den Kartoffeln lag. Holunder-Kapern kannte ich bisher nicht. Es sind gar keine Kapern, sondern noch grüne Beeren vom Holunder werden frittiert und als Dekoration und Geschmacksgeber in den Sud gegeben. Wenn ich daran denke, werde ich im Herbst einmal einige Holunderbeeren ernten und in ähnlicher Weise zu Gerichten verwenden.
    ---
    EDGAR ALLAN POE –Slow Food (der amerikanische Autor wurde mit zwei Jahren Waise, der Vater hatte schon vor dem Tod der Mutter die Familie verlassen)

    Pulled Pork (bei niedriger Temperatur langsam gegartes Schweinefleisch aus dem klassischen nordamerikanischen Barbecue-Bereich) und Presa (besonderes Stück aus dem Schulterblatt) vom LiVar Limburger Klosterschwein (Das Fleisch kommt aus der niederländischen Provinz Limburg. Das Tier ist eine Kreuzung aus alten niederländischen Landschweinen. Ausschließlich Getreide aus der Region Limburg dient als Futter, was sich auch auf den Geschmack und die Brateigenschaften auswirkt.)

    -Pulled Pork und Presa mit Sauerkraut, karamellisierten Trauben auf einer feinen Senfsoße

    Auf diesen Gang war ich besonders gespannt. Eine alte Schweinerasse aus Belgien, die von Aufzucht und Fütterung an Iberico-Schweine erinnern mag, ist für mich etwas Besonderes. Aber meine bisherigen Erfahrungen mit dem Mundgefühl von lange und sanft gegarten Fleischstücken waren sehr durchwachsen. Und das hat sich für mich auch heute nicht geändert. Ich liebe Schmorfleisch, das in einer Soße im Topf brutzelt. Aber superweiche Stücke liegen mir nicht. Heute war mir neben der Fasrigkeit auch das Fleisch am Ende zu trocken im Mund. Aber das Schulterstück gefiel mir besser. Die Aromatik des Schweines war beeindruckend. - Und das selbst gemachte Sauerkraut har ausgezeichnet geschmeckt. Die Senfsoße auf der Grundlage des Fleischsaftes war für mich köstlich. Da habe ich auch die letzten kleinen Pfützen mit dem Löffel aufgenommen und im Mund auf der Zunge zergehen lassen.
    ---
    JOHANN SEBASTIAN BACH- BERGISCHE KLÄNGE (der deutsche Komponist wurde mit neun Jahren Vollwaise)

    -Bergisches Lamm und vergessene Karotten Sorten mit Kashmir Curry (Kurkuma, Chili, Korianderkörner, Bockshornklee, Fenchel, Pfeffer schwarz, Kreuzkümmel, Zitwerwurzel, Senf, Pfeffer lang, Schwarzkümmel, Galgant, Kardamom, Macis, Zimtblüten, Gewürznelken, Sellerie) und Crumble

    Bei diesem Teller war ich mir schon im Voraus sicher, dass er mich glücklich machen wird. Bei einem früheren Besuch habe ich schon die „alten“ Möhrenarten probieren können und Lamm macht die Küche bisher immer stark. Olaf Menzel aus Kürten züchtet Schafe und er kümmert sich mit voller Hingabe dieser Aufgabe. Daher ist sein Lammfleisch sehr gefragt und auch nicht immer zu haben. Welch ein Glück, dass Philipp Wolter wieder einmal eine Lieferung erhalten hatte. Das Fleisch war großartig. Und da aus den Karkassen und viel Gemüse eine herrliche Soße entstehen kann, war diese Jus wieder etwas für mich. Gut wenn man dann noch etwas von dem köstlichen Brot hat und die Reste auftunken kann. Die Karotten waren geschmacksstark und super gegart. Dieser Teller macht süchtig.
    ---
    MARILYN MONROE–TREFFPUNKT DER KULTUREN (die amerikanische Schauspielerin wurde im Alter von 12 Tagen in eine Pflegefamilie gegeben, mit sieben Jahren kam kurze Zeit zur Mutter. Als diese psychisch erkrankte, wurde das Kind eine Sozialwaise mit Betreuung)

    -Aufgeschlagene Ganache von der Dulcey Valhrona Schokolade (eine „blonde“ Sorte) auf Rhabarber mit Tonkabohne und Streuseln

    Der Nachtisch als letzter Gang kann glücklich machen oder den ganzen Abend in Frage stellen. Die Gefahr war ausgeräumt, als der Teller serviert wurde. Ein köstlicher Anblick. Wie eine „Schlange“ oder wie ein „Zopf“ bewegte sich die Ganache vom Rand des Tellers zur Mitte hin. Die blonde Schokolade kannte ich noch gar nicht. Diese Kreation von Valhrona war schon als Grundprodukt köstlich und in der Verarbeitung genial. Die fein-säuerlichen Rhabarberröllchen passten zu der verführerischen Süße ausgezeichnet. Die Streusel gaben etwas Crunch zu der Soße. Auch dieses Gericht war vorbildlich für mich.

    6-Gang Menü 98,00 €


    Getränke ****

    -Stigler Silvaner, Baden
    -Seckinger Riesling vom Löss trocken, Pfalz
    -Sancerre Le Grand Moulin Domaine Patrick Girault, Loire
    -Weingeschwister Weißburgunder, Rheinhessen
    -Mauro Red Wine (90% Tempranillo 10% Syrah), Castilla y León
    -Thanisch Bernkasteler Badstube Riesling Auslese, Mosel

    Die Weine passten harmonisch zu den Gerichten und stellten feine Vertreter der jeweiligen Rebsorten und Regionen dar. Einige kann ich mir auch „solo“ gut vorstellen.

    Weinbegleitung zum 6-Gang Menü 59,00 € (je 0,1 l – großzügig ein- und teilweise noch nachgeschenkt)

    Brogsitter B • ICED Sekt 7,90 € (0,15 l)

    Mineralwasser 6,80 € (0,7 l)

    Espresso 3,60 €


    Fazit

    5 – unbedingt wieder

    (1 – sicher nicht wieder, 2 – kaum wieder, 3 – wenn es sich ergibt wieder, 4 – gerne wieder, 5 – unbedingt wieder – nach „Kuechenreise“)

    http://kgsbus.beepworld.de

    PS

    Der Spatzenhof macht auch beim 1. Tag der Deitschen Spitzengastronomie mit: Das Motto "Teller tauschen erwünscht".
    Zuletzt geändert von kgsbus; 22.03.2015, 12:24. Grund: Versuch Bilder einzustellen - aber misslungen.

    Kommentar


    • #3
      Wolfram Siebeck: Gutes Essen kann gesundheitsschädlich sein, schlechtes Essen ist es immer.

      Epikur: Der Weise aber entscheidet sich bei der Wahl der Speisen nicht für die größere Masse, sondern für den Wohlgeschmack.

      Paul Bocuse: Viele Menschen haben das Essen verlernt - sie können nur noch schlucken.

      Gert Fröbe: Das Erste, was man bei einer Diät verliert, ist die gute Laune.
      Christine Brombach: Vielleicht hat Platon verkannt, als er den Genuss verleugnete, dass auch ein Philosoph einen Körper hat, der nicht bloß gesättigt sein will, denn letztlich muss Essen auch schmecken, damit es gegessen wird.

      Friedrich von Schiller: Wer nicht genießt, wird ungenießbar. - - -
      Oft steckt kein böser Wille dahinter, sondern ein Mangel an positiven Erlebnissen und Vorstellungskraft. Genuss braucht Zeit (http://www.faz.net/aktuell/sport/gen...ar-111589.html).

      Meine Meinung: Wenn Essen wirklich ungesund ist, dann muss es wenigstens alle Sinne erfreuen.

      Da wir gerne mittags essen, lag der „Tag der Deutschen Einheit“ gerade richtig, denn der Spatzenhof öffnet nur sonntags und an Feiertagen zum Lunch. Für die Familie also ein prächtiger Termin, um gemeinsam zu speisen. Wir erwarten nicht mehr als ein Sternemenü mit ansprechender Weinbegleitung und kurzweilige Gespräche: drei Dinge für den perfekten Tag.
      Und das trauen wir Herrn Wolter in der Küche und Herrn Weisenberger im Service für die ersten zwei Punkte voll zu – für die Kommunikation sind wir dann mit zuständig.

      Service

      Armin Weisenberger macht seine Arbeit mit voller Hingabe. Kaum waren wir angekommen, begrüßte er uns herzlich und brachte uns zu unseren Plätzen. Ich hatte mit Herrn Wolter bereits telefonisch grob unsere Wünsche zum Essen besprochen. Daher entfiel die Suche in der Speise- und Getränkekarte. Alle Unterverträglichkeiten oder Abneigungen wurden kurz den Personen zugeordnet und festgehalten. Dann hat Herr Weisenberger passende Getränke empfohlen und die Geschmacksrichtungen erläutert.
      Zu keiner Zeit kam Eile oder eine Länge auf. Alles wurde harmonisch und fließend bewerkstelligt.

      Die verkosteten Speisen

      ÜBERRASCHUNGSMENÜ AUS UNSERER LANDHAUSKÜCHE
      3-Gang Überraschungsmenü 46 €
      Speisenunverträglichkeiten o. ä. werden gerne bei Menüzusammenstellung berücksichtigt.
      Der Spatzenhof bietet Gourmetgerichte und Landhausküche parallel an.

      Vorweg

      Nachdem die Getränke serviert waren, folgten kleine Platten mit kleinen Köstlichkeiten – ich nenne sie einmal „Bergische Tapas“: Kottenbutter, Himmel und Erde, Forelle, Kieselsteine. Alles heimische Produkte - in Fingerfood-Größe. Wir essen diese Häppchen immer wieder gerne.
      Dreierlei Brot (Weißbrot, Anisbrot, Chili-Olivenbrot) und eine Frischkäsepaste sowie Olivenöl und Salz folgten darauf. Wegen einer Allergie wurde auch glutenfreies Brot bereitgestellt.

      Hausgemachte Waldpilzcreme und Lauchkuchen bzw. Kraftbrühe und Jakobsmuschel (als laktosefreie Alternative) bildeten den Abschluss dieser Einführungsrunde. Das Pilzsüppchen war eine Aromenbombe und schmeckte separat oder in Kombination mit den Quicheschnittchen ausgezeichnet.

      Vorspeise

      Feine Scheiben vom gebeizten arktischen schwarzen Seehecht auf Mango-
      Chutney und Zitronengras mit Chili aus eigenem Anbau (eine Alternative war gebratener Dorsch)
      Der gerollte Hecht war mit Kräutern und Couscous gefüllt und erhielt dadurch eine kräftige Note ohne den Fisch zu überbieten. Der Mangosalat bildete dazu eine süß-saure Abrundung. Der Riesling war cremig im Mund und zeigte einen Geschmack von reifen, gelben Früchten mit zarten Anklängen an exotische Aromen verbunden mit einer mineralischen Säure – also genau richtig zum Chutney.

      Hauptgang

      Gebratener Rücken und geschmorte Keule vom Reh mit Pfifferlingen auf Pastinake
      mit Petersilie und gekräuterte Laugen-Serviettenknödel

      Zuerst möchte ich die ausgezeichnete Soße nennen. Sie war reichlich auf dem Teller vorhanden. Aber sie war so angerichtet, dass sie nicht die anderen Komponenten beschädigten. Ich liebe kräftige Jus – aber wenn sie über das Fleisch geschüttet wird, macht sie oft den Teller „kaputt“ (oder mit Paul Bocuse zu sprechen: Wenn ein Koch einen Fehler macht, gießt der Sauce darüber und sagt, es wäre eine neue Kreation).
      Hier war es also genau richtig. Passend zum Herbst waren Pilze und Wurzelgemüse ein herrliches Gemüse. Der Knödel gab eine rustikale Note dazu ab. Über das bergische Reh kann ich immer wieder nur sagen: wunderbar. Heute wurde ein zart-rosa gebratener Rücken von einem Schmorstück begleitet. Ich liebe Schmorbraten. Ingo Holland bemerkte schon vor Jahren, dass viele Köche die gute Tradition des langen Bratens vernachlässigen und mehr auf schnelle Gerichte setzen.
      Die Merlot-Cabernet-Cuvee aus Italien machte Freude dazu: dunkel, lilafarben. Aromen von Espresso, Schokolade, Pflaume und Kirsche. Vollmundig und saftig, mit ausgewogenen Tanninen sowie feiner Reife.

      Nachspeise

      Feiner Vanillepudding mit Waldbeeren und warmem Johannisbeersirup-Aufguss (als Alternative für Nussallergiker); Früchte-Sorbet (als Alternative für Milchallergiker);
      Haselnuss-Schokoladenschnitte mit Holunderbeeren-Parfait und Williams Birne

      Fast jeder hatte einen anderen Nachtisch. Aber alle waren in sich kleine Meisterwerke. Optisch war jedoch für mich der Teller mit der Schokoschnitte am besten. Die restsüße Spätlese schmeckte pur und als Begleitung harmonisch und ausgewogen

      Getränke

      Grape Sprizz
      PriSecco
      Mineralwasser
      Espresso

      Weinbegleitung zum 3-Gang Menü

      - Korell Johanneshof Bad Kreuznach „Paradies“ 2013 Riesling trocken
      - Costanti Calbello “Ardingo” Toscana IGT (Cuvée aus Merlot und Cabernet Sauvignon)
      - Wwe. Dr. H. Thanisch VDP „Bernkasteler Badstube“ Riesling Spätlese restsüß 2010

      Fazit

      5 – Wir haben die feste Absicht hier demnächst wieder angenehme Stunden zu verbringen.

      (1 – sicher nicht wieder, 2 – kaum wieder, 3 – wenn es sich ergibt wieder, 4 – gerne wieder, 5 – unbedingt wieder – nach „Kuechenreise“)

      http://kgsbus.beepworld.de

      Kommentar


      • #4
        Zitat von kgsbus Beitrag anzeigen
        Wolfram Siebeck: Gutes Essen kann gesundheitsschädlich sein, schlechtes Essen ist es immer.
        Hm. Ein handwerklich erbärmliches Kartoffelpüree muss ja nicht gleich gesundheitsschädlich sein.

        Zitat von kgsbus Beitrag anzeigen
        Epikur: Der Weise aber entscheidet sich bei der Wahl der Speisen nicht für die größere Masse, sondern für den Wohlgeschmack.
        Schon richtig, es sei denn, er hat ordentlich Hunger...

        Zitat von kgsbus Beitrag anzeigen
        Christine Brombach: Vielleicht hat Platon verkannt, als er den Genuss verleugnete, dass auch ein Philosoph einen Körper hat, der nicht bloß gesättigt sein will, denn letztlich muss Essen auch schmecken, damit es gegessen wird.
        Zwar weiß ich nicht, wer Christine Brombach ist - aber zumindest hat sie hier einen netten Mix aus tristen Platonklischees und einem gedanklichen Kuddelmuddel hingelegt.

        Sorry, lieber kgsbus, das sprang mich gerade so an.
        Schön, dass es Ihnen wieder so gut gefallen hat!

        Grüße, mk

        Kommentar


        • #5
          Zitat von Mohnkalb Beitrag anzeigen
          Zwar weiß ich nicht, wer Christine Brombach ist - aber zumindest hat sie hier einen netten Mix aus tristen Platonklischees und einem gedanklichen Kuddelmuddel hingelegt.
          Promotion Brombach, Christine (1998): "Ernährungsverhalten im Lebenslauf von Frauen über 65 Jahren".

          Nein, das kommentiere ich jetzt nicht!

          Schönen Gruß, Merlan

          Kommentar


          • #6
            Spatzenhof im November 2015

            Allgemein

            Am Mittwoch, 4.11.2015, konnte ich die neue Karte von Philipp Wolter im Internet betrachten und am Freitag wollten wir im Spatzenhof speisen. Das traf sich also gut.

            Es scheint mir, dass die Tage bei der Chef-Sache 2015 in Köln, nicht ohne Wirkung auf den Chefkoch und seine Gerichte geblieben sind. Dort hatte er mit Produkten der Partnerfirmen gearbeitet und Kontakte vertieft (Facebook-Eintrag vom 2.10.2015): Otto, Staub, Bos nenne ich als Beispiele.

            Über das Haus brauche ich nichts (mehr) zu sagen. Es ist eine großartige Lokation für mich und ich habe bereits alles dazu geschrieben, was ich weiß. Auf jeden Fall ist es ein Lieblingsrestaurant von uns. Wir hatten uns zu zweit angemeldet.

            Die verkosteten Speisen

            Aus dem „Hommage-Menü“ wählten wir das Vier-Gang-Angebot mit Weinbegleitung aus (73 € und 45 € p.P.).

            Aperitifgebäck

            Dhünntal Forellentatar mit Gurke und Pumpernickel, Krabbenbrot mit Selleriecreme, Speck-Maccaron mit Speckschaum

            Küchengruß

            Quiche und Kürbissuppe

            Brot

            Helle und dunkle Scheiben (in einer kleinen Cocotte warm gehalten) und Parmesanbutter

            Vorspeise

            * Roh marinierter Thunfisch und geräucherte Creme – gebackene Kapernblüten und junge Löwenzahntriebe auf Avocado

            Die Thun-Würfel waren durch die Marinade dunkel gefärbt (Sojasoße) und zeigten die bekannten Aromen. Die geräucherte Creme – in einem Gelee-Ring – schmeckte mir besonders gut. Die Löwenzahnstückchen und die Blutampferblätter harmonierten ausgezeichnet mit den hellen und grünen Cremetupfern und den krossen Kapern. Auch das „Gesamtbild“ auf dem fein-strukturierten Porzellanteller gefiel uns und machte schon optisch Freude auf die Speise.

            Zwischengänge

            * Madeira-Portwein Aufguss, Schwarzer Herbsttrüffel und Bergkäseravioli auf Knollensellerie

            Der Trüffel „tuber uncinatum“ wurde von Bosfood bezogen. Er war in der Sauce verarbeitet und als Hobelstückchen über die Ravioli verteilt. Ein erdiges Aroma und der pilzig-nussige Geschmack veredelten die cremig-gefüllten Teigtäschchen. Der Aufguss wurde vom Kellner platziert und der Rest im Kännchen uns zur Verfügung gestellt. Mit dem Gourmetlöffel und einigen Brotstückchen aus der kleinen Staub-Cocotte auf dem Tisch konnte ich jeden Tropfen der Madeira-Portwein-Trüffel-Reduktion gut in den Mund verfrachten und genießen.

            * Filet vom Wolfsbarsch und gepopptes Quinoa, gebrannte Zwiebel mit Rote Bete und Birne (hatte meine Frau gewählt, weil sie diese Kombination besonders ansprach)

            Da man ja bekanntlich auch im Sternerestaurant vom Nachbarteller kosten darf (ohne aus dem Lokal verwiesen zu werden), habe ich vom Fisch probiert. Er war köstlich kross an der Oberfläche und saftig im Inneren. Das Quinoa-Popp werden wir versuchen auch zu Hause nachzumachen, denn es ist eine herrliche Beilage.

            Hauptgang

            * Mit Whisky flambiertes Nebraska Wagyu Bürgermeisterstück von der Morgan Ranch, Hokkaidokürbis mit Rosenkohlblüten und gebackener Kartoffelkrapfen

            Dan Morgan ist einer der ersten Wagyu-Züchter in den Vereinigten Staaten und betreibt die Zucht der schwarzen Rinder schon seit 25 Jahren. Das kurzfaserige Fleisch stammt aus der Nische zwischen Hüfte und Kugel. OTTO GOURMET vertreibt es in Deutschland. Das Fleisch ist ein „Alleskönner“, denn es eignet sich sowohl zum Schmoren, Kurzbraten und zur Zubereitung von Geschnetzeltem.
            Der Kellner entzündete den Whisky (Talisker) und platzierte dann das Fleisch auf den Teller neben die Beilagen. Die Sauce stand dann wieder in einem Kännchen zum Gebrauch bereit. Wir finden es gut, dass das Fleisch so von uns selbst nach unserem Geschmack versorgt werden kann. Auch die Würze des Bratenstücks war dezent. So konnten wir den puren Fleischgeschmack erkosten. Innen war das Stück rosa gegart und außen dunkel. Ich habe dann nach und nach den Jus auf den Teller gegossen und mit dem Fleisch verbunden. Die kleinen Rosenkohlblätter hatten noch Biss und ein angenehmes zurückhaltendes Kohlaroma. Die Kürbisquader waren ebenfalls noch fest in der Struktur. Wir mögen es, wenn Zutaten nicht weich sind, denn wir haben noch Zähne und das Aroma ist auch ursprünglicher nach unseren Erfahrungen.
            Besonders delikat war für uns der fluffige und gleichzeitig krosse Kartoffelkrapfen.

            Dessert

            * Orangen-Joghurtmousse, weißes Schokoladensorbet, rote Kumquatstückchen und Mandelriegel bzw. Schoko-Erde (wegen einer Nussallergie)

            Die luftige Mousse erinnerte uns geschmacklich und farblich an Solero-Eis aber viel lockerer und cremiger. Das Sorbet mit etwas festerer Konsistenz passte prima dazu. Die Kumquatstückchen erinnerten im Aussehen an Tomatenscheiben. Die rote Farbe war für uns eine Überraschung (marinierte Kumquats). Das Aroma der herb-süßen Frucht gab dem Gericht einen Geschmack, der es komplett machte.
            Meine Frau hatte dazu noch einen Mandelriegel, der wie ein Müsliriegel aussah. Für mich gab es eine knusprige krosse Schokolade, die zu kleinen Stückchen in der Art von grobem Sand bzw. feinem Kies verarbeitet war – eine Art „Schoko-Erde“.

            Ein würdiger Abschluss für ein Sternemenü. Sicher hätte auch Helmut Thieltges, bei dem Philipp Wolter als Pâtissier gearbeitet hat, daran seine Freude.

            Getränke

            So wie ich mich der Herrn Wolters Küche gerne anvertraue, so verlasse ich mich bei den Getränken auf Armin Weisenberger, den Serviceleiter.

            Wasser Selters medium

            Lillet Red Berries

            Bitterino nach Art eines Campari (alkoholfrei)

            * Ott - Grüner Veltliner Fass 4 – 2014

            Helles Grüngelb. In der Nase zarte Anklänge von reifen Birnen, ein Hauch von Anis. Am Gaumen Apfel-Birnen-Noten, elegante Säurestruktur, angenehme Zitrusaromen.

            * Weingeschwister Erbeldinger, Weißburgunder 2013, Bechtheim, Rheinhessen

            Nicht übertrieben alkoholreich, erinnert er an dezente Früchte und hat eine angenehm erfrischende Säure.

            * Weingut Seckinger – Stufe 2 – 2013 (Ruppertsberg)

            Ein reiner Cabernet Sauvignon mit Gewürznoten in der Nase. Zur Reife kommt er in Barrique Fässer. Am Gaumen feines Tannin. Im Abgang fruchtig, lang und sehr samtig.

            * Château Rieussec «Carmes de Rieussec» 2005

            Mit frischer Zitrusfrucht, kandierten Aprikosen und sanften Pfirsicharomen passt er zu Nachspeisen und Käse.

            Doppelter Espresso macchiato


            Fazit

            5 – unbedingt wieder

            (1 – sicher nicht wieder, 2 – kaum wieder, 3 – wenn es sich ergibt wieder, 4 – gerne wieder, 5 – unbedingt wieder – nach „Kuechenreise“)

            Datum des Besuchs: 06.11.2015 – abends – zwei Personen

            Bilder bei: http://kgsbus.beepworld.de
            Zuletzt geändert von kgsbus; 09.11.2015, 16:30.

            Kommentar


            • #7
              Brot

              Helle und dunkle Scheiben ( "in" einer kleinen Cocotte warm gehalten) und Parmesanbutter.

              "von" wäre mir noch lieber gewesen!
              Gruß
              s.

              Kommentar


              • #8
                Geachteter Schlaraffe!

                Warum muss das Brot denn "adelig" sein?

                Das Brot kommt von Bäckern aus dem Bergischen. Die Scheiben waren dann in diesem "Topf" serviert, der leicht erwärmt war.

                Sollte der Satz missverständlich gewesen sein?

                Kommentar


                • #9
                  Zitat von kgsbus Beitrag anzeigen
                  Geachteter Schlaraffe!

                  Warum muss das Brot denn "adelig" sein?

                  Das Brot kommt von Bäckern aus dem Bergischen. Die Scheiben waren dann in diesem "Topf" serviert, der leicht erwärmt war.

                  Sollte der Satz missverständlich gewesen sein?
                  Keine Sorge, der will nur spielen.
                  Fuer dirty old men ist alles erfreulicherweise missverständlich.

                  Kommentar


                  • #10
                    Danke für den Hinweis.

                    Oft denke ich nur in "Küche".

                    Es gibt aber auch das Kinderspiel "Teekesselchen".

                    Wikipedia hilft mir also weiter:

                    Kokotte (frz. cocotte, kindersprachlich ‚Henne, Hühnchen‘, zu französisch coq ‚Hahn‘) bezeichnet:

                    Kokotte (Topf), feuerfester Schmortopf zum Braten und Backen

                    um 1860 übertrieben modische Personen, siehe Modenarr

                    leichtes Mädchen oder elegante Halbwelt-Dame im 19. Jahrhundert, siehe Prostituierte

                    Also: kgsbus - "Mein Teekesselchen ist aus Metall"

                    Schlaraffenland - "Mein Teekesselchen ist aus Fleisch und Blut"

                    Lösung: Es ist eine Kokotte.

                    Kommentar


                    • #11
                      http://www.rp-online.de/nrw/staedte/...-aid-1.5656957

                      Wieder einmal steht in einem Restaurant ein Konzeptwechsel an - es scheint dann nicht mehr sternemäßig weiter zu gehen.

                      Auf der Homepage werden jetzt regionale Gerichte ausgewiesen.

                      In einem weiteren Pressebericht steht, dass man nun bürgerliche Küche anbieten will. Der Investor möchte die Einnahmenseite verbessern.

                      http://www.rga.de/lokales/wermelskir...n-6040993.html
                      Zuletzt geändert von kgsbus; 27.01.2016, 18:09. Grund: neue Infos

                      Kommentar


                      • #12
                        Der Spatzenhof hat auf Wunsch seines Investors das Konzept geändert. Die Kunden die auf Sterneküche stehen, reichen wohl nicht aus, um in der Provinz die Rendite zu sichern. Es wurde Personal abgebaut bzw. nicht mehr ersetzt.
                        Die Gerichte sollen immer noch überzeugen, aber die Teller sollen weniger Komponenten aufzeigen. Die regionale Küche und die bodenständigen Speisen sollen mehr berücksichtigt werden. Der Service soll einfacher werden. Grüße aus der Küche gibt es nicht mehr.
                        Wenn der Stern im neuen Jahr wegfällt, wird das nicht als Problem gesehen.

                        Ambiente

                        Wir saßen in der „Büßerecke“. Da der Spatzenhof bei seiner Gründung ein Kinderheim war, erinnern die Namen der Räume an diese Zeit: Schlafsaal, Besenkammer, alte Küche, Speisekammer.
                        Jede Abteilung ist entsprechend dekoriert.
                        Die Büßerecke ist ein kleiner aber gemütlicher Bereich. Wir saßen zu sechs an einem Tisch. Das war für unsere Unterhaltungen recht gut, weil wir nahe beieinander saßen, für die Teller war gerade noch Platz. Service ist aber nur schwer möglich (also ideal zum neuen Konzept „Weniger ist mehr“).

                        Service

                        Der neue Gastgeber – Ronny Kabai – zeigte, dass er sein Handwerk versteht. Er hat neben der Ausbildung Restaurantfachmann auch Koch gelernt und blieb uns keine Antwort schuldig. Auch bei den Getränken zeigte er seinen Kenntnisreichtum.
                        Die jungen Damen im Service blieben dagegen etwas blass bzw. wollten keine Fehler machen und wirkten dadurch etwas gehemmt.
                        Aber Freundlichkeit zeichnete alle aus.
                        Allerdings bereiteten einzelne Aktionen bei uns Kopfschütteln oder auch Heiterkeit: Für vier Gänge das Besteck komplett legen, obwohl der Platz nicht reicht oder bei Fragen immer auf den Oberkellner verwiesen.

                        Die Karte(n)

                        Zwei Menüs sind aufgeführt: kreativ, bergisch (die Gerichte sind auch einzeln bestellbar) und die Abteilung „Klassiker“ (a-la-carte).
                        Es gibt also kein Problem bei der Auswahl. Die Karte ist übersichtlich und gleichzeitig immer noch abwechslungsreich.

                        Die verkosteten Speisen

                        Ich habe das „Kreative Menü“ (4-Gang Menü € 79,00 – Weinbegleitung 30,00 €) gewählt. In der Karte wird es der kleine Bruder des „Hommage-Menüs“ (hier waren die Gänge zur Erinnerung nach berühmten Waisen benannt, denn der Spatzenhof war bei seiner Gründung 1913 ein Kinderheim) genannt.

                        Seit der Änderung des Konzeptes des Hauses gibt es keine Grüße mehr; jedoch noch frisches Brot.

                        Ich vermisse natürlich die kleinen Köstlichkeiten aus der Küche. Es waren oft „bergische Häppchen“ wie Dhünn-Forelle, Kottenbutter oder Käsesalat dabei.

                        Wenn ich die Preise vergleiche ist das für mich auch nur schwer nachzuvollziehen. Vor sechs Monaten habe ich für ein vergleichbares Menü 73 Euro – mit den Amuse bezahlt; allerdings für den Wein 45 Euro.

                        Gebratenes Wachtelbrüstchen und Stopfleber, Pastinake und Rhabarber mit Thymianjus und Baiser

                        Das kleine Hühnchen war zart und saftig. Ich mag Gänseleber gerne – es muss nicht unbedingt die Stopfart sein – und fand sie auch lecker (Dass man die Wachtel nicht ohne die Leber bekommen kann, verstehe ich nicht – oder es war ein Kommunikationsproblem, denn eine Person wollte keine Stopfleber). Dafür wurde ein anders Gericht eingeschoben.

                        Die Leber harmonierte für mich besonders gut mit dem Rhabarber. Das Gemüse Pastinake verarbeite ich auch gerne selber zu Hause. Hier war es ein Püree. Wenn nicht bei jedem Gang ein Breichen vorkommt, ist das für mich in Ordnung. Vor allem wenn eine Sauce mit Kraft und Geschmack dabei ist, hat für mich das Gericht schon gewonnen. Und diese Jus war prächtig. Beim Anrichten war auch beachtet worden, dass das Fleisch nicht überschwemmt wird. Einzig das Baiserstückchen habe ich nicht verstanden. Der Klecks war relativ hart und klebte am Teller, für mich war es eher wie ein Zuckerguss. Ich brauche das nicht. Aber sonst war der Teller für mich ausgesprochen gelungen.

                        Dreierlei vom Hummer – Hummerschaumsuppe auf gebratenem Spargel, Hammerschwanz au Four mit Trüffel Hollandaise

                        In den Staub-Töpfchen waren die drei Gerichte nicht nur schön anzusehen, sondern wurden auch optimal warm gehalten.
                        In der Mitte war die Suppe. Sie schmeckte mir ausgezeichnet. Kraft und Aromen waren stark ausgeprägt.
                        Die knusprige Frühlingsrolle mit Hummer in der nächsten Kokotte war für mich ebenfalls gelungen.
                        Der Hummerschwanz mit Risotto war ebenso schmackhaft. Nur Graupen sind nicht meine Zutat. Trotzdem würde ich diese Komposition jederzeit wieder bestellen bzw. in einem Menü belassen. Sollte das Gericht jedoch für mich speziell erstellt werden, würde ich Philipp Wolter bitten die Graupen zu ersetzen und vielleicht etwas mehr Trüffel (im Winter) zu benutzen oder im Frühling dafür eine andere Komponente zu verwenden.

                        In Apfelbalsam geschmorte Kalbshaxe und rosa gebratenes Kalbsfilet mit Kaiserschoten, Erbsen und Kartoffelkrapfen

                        Ob Lamm oder Kalb, hier verwendet das Haus Fleisch aus der Region und von ausgezeichneter Qualität. Ich liebe sowohl Schmorgerichte als auch Kurzbratstücke und hier bekam ich beides. Die Sauce – für mich eine ganz wichtige Zutat auf dem Teller – war einfach Klasse. Das Gemüse (Schoten und Erbsen) war knackig, hatte einen feinen grünen Farbton und war zurückhaltend gewürzt; aber das ist für mich die Kunst, das Aroma der Pflanzen zu erhalten und nur leicht abzurunden.
                        Die Kartoffelkrapfen waren eine gute Begleitung. Sie waren kross gebacken, nahmen aber auch noch Jus auf. Die Reste der Sauce habe ich noch mit Brot aufgetunkt (es wurde kein Gourmetlöffel eingedeckt; es war Zufall, das noch Bot da war, denn es wurde zwar nachgereicht, war aber oft im passenden Augenblick nicht zur Hand).
                        Für mich ein würdiger Hauptgang.

                        Panna Cotta von der Erdbeere mit Marsala Ganache und Zitronensorbet

                        Panna Cotta ist ein Klassiker der italienischen Küche und kann davon (wenn sie gut gemacht ist) eigentlich nie genug bekommen. Sie muss aber cremig und locker sein; denn wenn zu viel Gelatine oder zu wenig Sahne verwendet werden, wird es auch schon mal ein Flummi. Hier war das aber alles gelungen. Und Erdbeeren kommen jetzt schon auf den Markt; Rhabarber war schon in der Vorspeise zum Einsatz gekommen.
                        Auf die Ganache war ich besonders gespannt, weil ich beim Dessert-Kurs (an dem ich teilgenommen habe) gesehen habe, wie aufwendig die Herstellung sich darstellt. Ich liebe aber auch Schokolade – und die Würzung mit Marsala war eine neue Erfahrung. Die Ganache war durch eine Presse zu Spaghetti-Nudeln geformt worden. Zu der feinen Süße kam nun noch eine leichte Säurenote durch das Zitronensorbet dazu.
                        Ein passender Abschluss des Menüs.

                        Getränke

                        Mineralwasser (6,80 €)

                        Cocktail „Spatz“ (7,20 €) als Hausaperitif

                        Der Spatz im April: Die Schlehenfrüchte wurden von einem Bauern aus der Region im vergangenen Spätherbst gesammelt. Im Spatzenhof wurden diese Früchte mit braunen Rohzucker angesetzt, passiert und mitfrischem Zitronensaft angereichert. Der "Spatz" wird dann mit Eis ins Glas gefüllt und mit Secco aufgegossen.

                        Weinbegleitung (30,00 €)

                        * VILLA JL Riesling 2013 Weingut Wolf Pfalz

                        Das Weingut Wolf gehört zum „Weinimperium“ von Ernie Loosen von der Mosel. Er übernahm 1996 den Betrieb und ergänzte damit seine Palette. Seitdem konzentriert er sich hier auf die Erzeugung trockener Weine aus Riesling, Weißburgunder, Grauburgunder und Spätburgunder. Der einfache klare Riesling hat mich durchaus überzeugt.

                        * Deja-vu 2014 Weingut Sonnenberg feinherb (Cuvee aus Riesling und Gewürztraminer)

                        Das Gut liegt im Landkreis Bad Dürkheim in Neuleiningen. Es ist ein echter Familienbetrieb (Besitzer Karlheinz Nippgen). Die feinherbe Cuvee hat mich positiv überrascht. Der Wein passte gut zur Speise und war auch pur eine schöne Erfahrung.

                        * Schlossberg Spätburgunder 2013 Weingut Seckinger Pfalz

                        Die beiden Brüder beschreiben ihre Arbeit so: „Unsere Weine werden selektiv gelesen, schonend gepresst und vorwiegend spontan vergoren. Wir arbeiten eng mit der Natur zusammen und nutzen die natürlichen ökologischen Gegebenheiten. Dabei legen wir viel Wert auf Handarbeit. Unsere naturbelassenen Weine sind alles andere als uniform.“

                        Der Spätburgunder hat mir schon pur zugesagt und er passte sehr harmonisch zum Fleisch. Von diesem Weingut habe ich schon bei früheren Besuchen Kostproben erhalten und fand die Produkte stets gelungen.

                        * Chateau Roc Amphora 2012 Cotes de Bordeaux Castillon (Cuvee aus Merlot und Cabernet Franc).
                        Die Appellation besteht als eigene Region erst seit 1989. Einige namhafte Güter aus dem Nachbargebiet Saint-Émilion haben sich danach hier eingekauft. Seither gilt die Qualität dieser Merlot-Weine als verbessert und beachtenswert.

                        Unser Gastgeber schenkte uns freundlicherweise eine Probe davon zusätzlich ein. Wir sollten uns ein Bild machen, ob der deutsche Spätburgunder oder der französische Bordeaux-Verschnitt uns besser passend zum Hauptgang erschien. Doch irgendwie konnte er uns an diesem Abend nicht überzeugen – auch nicht nach einiger Zeit im Glas. So etwas kann passieren und ist keine Katastrophe: Der Spätburgunder war ja prächtig.

                        * Carmes de Rieussec, Sauternes 2007 (Die Rebsorten sind zu 80 % auf Sémillon, 18 % auf Sauvignon Blanc und 2 % Muscadelle aufgeteilt.)

                        „Der Zweitwein des Château Rieussec entsteht auf der gleichen Grundlage wie der Hauptwein. Er zeichnet sich immer wieder durch seine herrlich aromatische Fülle aus, bei der vor allem Zitrusfrüchte vorherrschen. Der Name Carmes de Rieussec bezieht sich auf die Karmelitermönche in Langon, die im 18. Jahrhundert die Eigentümer Rieussecs waren“ (Text von der Homepage). Heute gehört das Gut zum Lafite-Rothschild-Konzern.

                        Zu Käse und Süßspeisen nehme ich gerne diese edensüßen Exemplare aus dem Bordeaux als Begleitung. Auch dieses Mal passte der Wein gut.

                        Glenmorangie Signet (4cl zu 22,40€) und eine Variante aus Sherry Fässern

                        Für den Single Malt Signet wurde regionale Gerste verwendet. Dabei wurde das Gerstenmalz stark angeröstet, so entsteht das sogenannte 'high roasted chocolate malt'. Die Abfüllung beinhaltet sehr seltene Malts, teilweise wurden die ältesten Fässer der Brennerei verwendet.

                        Herr Kabai hat da etwas Schönes ausgesucht. Die Verkostung der beiden Malts war ein perfekter Abschluss.


                        Preis-Leistungs-Verhältnis

                        Das Menü hat mir wirklich gut gemundet. Die Zutaten waren hochwertig.
                        Aber, dass es keine Grüße mehr gibt und auch beim Brot gespart wird, stimmt mich schon nachdenklich. Da muss ich Abstriche in der Bewertung machen.
                        Die Kalkulation bei den Weinen hingegen, erscheint mir günstig für den Gast zu sein. Gerade bei der Zusammenstellung der Menübegleitung war ich insgesamt mehr als zufrieden.

                        Fazit

                        Der Spatzenhof gehört zu den Lokalen, die mir grundsätzlich zusagen. Oder analog mit Boris Becker zu sprechen (Wimbledon ist mein Wohnzimmer): Hier entspanne ich, ich weiß, dass mich keine bösen Überraschungen erwarten. So komme ich vielleicht zu einer etwas „milderen“ Beurteilung als vielleicht Forianer von Restaurant-Kritik. Es ist für mich auch ein Restaurant, das ich füßläufig erreichen kann - ein wichtiges Argument für mich.

                        4 – gerne wieder. Das kreative Menü war für mich eine echte Freude.
                        Die Weinbegleitung hat mit zugesagt. Das Angebot im Bereich Aperitif ist mir groß genug (Schaumweine oder Cocktails reichen mir). Bei den Absackern ist die Breite wohl nicht so ausgeprägt. Mit Whisky, Rum oder Kaffee bin ich jedoch auch zufrieden zustellen.

                        (1 – sicher nicht wieder, 2 – kaum wieder, 3 – wenn es sich ergibt wieder, 4 – gerne wieder, 5 – unbedingt wieder – nach „Kuechenreise“)

                        Datum des Besuchs: 16.04.2016

                        Bilder bei http://kgsbus.beepworld.de
                        Zuletzt geändert von kgsbus; 25.04.2016, 17:11.

                        Kommentar


                        • #13
                          " Die regionale Küche und die bodenständigen Speisen sollen mehr berücksichtigt werden."
                          und dann gab's:
                          "Gebratenes Wachtelbrüstchen und Stopfleber"
                          "Dreierlei vom Hummer"
                          Dafür dann aber wieder keine Amuses Gueule mehr. Die Wachtel im ganzen gebraten mit ihren eigenen Innereien, das würde mir eher einleuchten.

                          Dieser Roc Amphora, heißt der nur so, werter kgsbus, oder wird der tatsächlich in Amphoren gelagert?
                          Gruß
                          s.

                          Kommentar


                          • #14
                            Geschätzter Schlaraffenland,

                            meine Wahl fiel eben auf die internationale Richtung.


                            Das Bergische Menü bestand aus:

                            - Variation vom Marienheider Schafskäse mit jungem Bärlauch Portweinzwiebeln und Wildkräutern € 16,00*

                            - Feiner Blutwurst-Kartoffelravioli auf Apfel-Sellerieragout und Rostzwiebelschaum € 13,00*

                            - Gebratener Rücken und Ravioli vom Bergischem-Bio-Lamm auf gegrillten Frühlingszwiebeln und Rosmarinjus € 34,00*

                            - „Armer Ritter“ auf Rhabarber mit Tonkabohne und Vanillesauce € 12,00*

                            *Einzelpreise

                            -Menüpreise-

                            3-Gang Menü – Ohne Ravioli € 54,00

                            4-Gang Menü € 63,00

                            Das Lamm aus Kürten habe ich schon hier verkostet. Auch die Blutwurst habe ich kürzlich in anderem Zusammenhang hier verzehrt. Und ich war sehr zufrieden gewesen.

                            Der angesprochene Wein hat nach meiner Einschätzung einen Phantasie-Namen; an diesem Tag hat er mich auch nicht erfreut, aber ich habe ich ja auch als Zugabe bekommen.

                            Kommentar


                            • #15
                              BJÖRN WESTEPPE BEERBT PHILIPP WOLTER ALS KÜCHENCHEF

                              Gerade erhalte ich die Zeitung „NEUIGKEITEN AUS DEM LANDHAUS SPATZENHOF“ und lese, dass der erste Küchenchef des Restaurants das Haus verlässt.
                              Ende Juni 2016 endet die Zusammenarbeit, ab 15.6. greifen die Veränderungen jedoch schon.

                              Wolfgang Schmitz-Heinen, der Besitzer der Gesellschaft, verkündet die Neuigkeit und spricht die Leser der Spatzenhof-Post an:
                              „Björn Westeppe ist Ihnen wahrscheinlich als Souschef oder aus der Kochschule bekannt, arbeitet er doch bereits seit Anfang 2012 an der Seite Philipp Wolters. …
                              Er ist seit zwei Jahren alleinverantwortlich für das starke Veranstaltungsgeschäft, wie Hochzeiten, Familienfeiern und Tagungen und wird nun mit seinem Stellvertreter Martin Straßburger, der seit 2014 als zweiter Souschef im Landhaus kocht und ebenfalls in der gehobenen Gastronomie groß geworden ist, auch das À-la-Carte-Geschäft federführend übernehmen. …
                              Als Chefin der Pâtisserie verstärkt die erfahrene Köchin Stefanie Keck das Team. Sie war zuletzt in einem bekannten Sporthotel in Österreich tätig, ist jedoch in unserer Region verwurzelt. …
                              Der seit Januar als Wirtschaftsdirektor (F&B-Manager) tätige Ronny Kabai wird ab dem 15. Juni 2016 unterstützt von David Schöppen als neuem Restaurantleiter sowie Jennifer Haas, die die Leitung des Frontoffice sowie des Veranstaltungsmanagements übernehmen wird. …
                              Auch wenn wir durch das Ausscheiden unseres bisherigen Küchenchefs den personengebundenen Michelin-Stern verlieren werden, ist es unser erklärtes Ziel, den Standard des Landhaus Spatzenhof auf einem hohen Niveau zu halten.“

                              So weit der Newsletter vom 11.6.2016.

                              Völlig überraschend kommt die Nachricht für mich nicht, auch wenn der aktuelle Zeitpunkt überrascht.

                              Ende 2015 waren schon der Restaurantleiter und Tanja Wolter, seine Ehefrau, aus dem Betrieb ausgeschieden. Philipp Wolter blieb aber als Küchenchef.

                              Seit 2009 war er aktiv im Spatzenhof und holte den Michelin-Stern und bis zu 17 Gault-Millau-Punkte nach Wermelskirchen.

                              Vorher war er selbständig. 2004 bis 2009 war er Küchenchef und Inhaber des „Landhaus Alte Mühle“ in Wipperfürth und führte das Restaurant zusammen mit seiner Ehefrau.
                              2007 wurde Philipp Wolter für die gelungene Verbindung aus Kochkunst und Gastfreundschaft, sowie dem Einsatz für die Qualität der Produkte, in die Vereinigung junger deutscher Spitzenköche – den Jeunes Restaurateurs d`Europe– aufgenommen.

                              Vorher hatte er Stationen bei hoch dekorierten Köchen, wie

                              • Vincent Klink "Wielandshöhe“,
                              • Claus Peter Lumpp "Hotel Bareiss“, Baiersbronn
                              • Helmut Thieltges "Waldhotel Sonnora“,
                              • Dieter Müller, Nils Henkel "Schlosshotel Lerbach“ Bergisch Gladbach und
                              • Wolfgang Nagler, Bobby Bräuer "Brandenburger Hof“ Berlin

                              Was Philipp Wolter in der Folgezeit machen wird, stand nicht im Brief. Aber der Dank für seine Arbeit wurde ihm ausgesprochen und alles Gute für die Zukunft gewünscht.

                              Kommentar

                              Lädt...
                              X