Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Vendome ***, Bergisch Gladbach

Einklappen
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • #31
    Im Vendome gibt es im Juni und Juli ein Jubiläumsmenue.

    http://www.schlossbensberg.com/de/ju...hloss-bensberg

    PS: Allerdings ist mir nicht klar, was genau das Menue von der kleinen Entdeckungsreise unterscheidet - ausser den besonderen Weinen und einem reduzierten Preis. Aber vielleicht habe ich ja noch etwas übersehen.
    Zuletzt geändert von Zeitblom; 01.06.2010, 09:24.

    Kommentar


    • #32
      Mich würde interessieren, woher diese ausgeprägte Neigung zu Doppelpunkten kommt.

      Kommentar


      • #33
        Jubiläumsangebote liegen offenbar derzeit im Trend. In Wolfsburg gibt es vier Gänge aus zehn Jahren und in Leipzig im Falco zehn Gänge aus fünf Jahren.

        Kommentar


        • #34
          Hallo an alle. War den schonmal jemand mittags im Vendome und hat dort den Lunch ausprobiert?

          Kommentar


          • #35
            Zitat von foodfreestyler Beitrag anzeigen
            Hallo an alle. War den schonmal jemand mittags im Vendome und hat dort den Lunch ausprobiert?
            Ja
            Allerdings muss man da schon Abstriche machen.
            Nicht in Bezug auf Qualität, Perfektion und Service, aber sehr wohl in Bezug auf die Kreativität.
            Alles gekonnt, aber irgendwie normal.
            Eben nicht Wissler in Reinkultur.

            Empfehlenswert für alle, die preiswert im Vendome essen wollen, aber nicht die oft überbordende Kreativität Wisslers einfordern.


            Gruß!

            Kommentar


            • #36
              Zitat von fragolini Beitrag anzeigen
              Allerdings muss man da schon Abstriche machen.
              Nicht in Bezug auf Qualität, Perfektion und Service, aber sehr wohl in Bezug auf die Kreativität.
              Alles gekonnt, aber irgendwie normal.
              Eben nicht Wissler in Reinkultur.
              gilt für die à la Carte Gerichte eine ähnliche Einschätzung?

              Kommentar


              • #37
                Zitat von Zeitblom Beitrag anzeigen
                gilt für die à la Carte Gerichte eine ähnliche Einschätzung?
                Für die "normalen" Menüs gilt das natürlich nicht, da wird das selbe wie Abend angeboten.
                Obige Einschätzung gilt nur für das Lunch-Angebot.


                Gruß!

                Kommentar


                • #38
                  Zitat von fragolini Beitrag anzeigen
                  Für die "normalen" Menüs gilt das natürlich nicht, da wird das selbe wie Abend angeboten.
                  unter einem "normalen" Menue wuerde ich im Vendome die Entdeckungsreisen verstehen. Diese schätze ich sehr (die Mittlere Entdeckungsreise ist für mich vom Umfang ideal).

                  Meine Frage bezog sich nicht auf diese Menues sondern auf die à la Carte-Gerichte. Gibt es zu diesen Einschätzungen hier im Forum?

                  Kommentar


                  • #39
                    Die alc Gerichte sind im Vergleich zu den Menus etwas klassischer, deutlich größer portioniert, aber nicht unspannend. Einige Klassiker finden sich hier wieder wie etwa der mascarponeravioli oder die tafelspitzspaghetti.

                    Anyway, viel Spaß
                    Zuletzt geändert von ifs2008; 28.07.2010, 11:44.

                    Kommentar


                    • #40
                      Zeitweise hat es doch keine a al carte mehr gegeben.
                      Hat sich das wieder geändert oder täusche ich mich da generell?


                      Gruß!

                      Kommentar


                      • #41
                        Zitat von fragolini Beitrag anzeigen
                        Ja
                        Allerdings muss man da schon Abstriche machen.
                        Nicht in Bezug auf Qualität, Perfektion und Service, aber sehr wohl in Bezug auf die Kreativität.
                        Alles gekonnt, aber irgendwie normal.
                        Eben nicht Wissler in Reinkultur.

                        Empfehlenswert für alle, die preiswert im Vendome essen wollen, aber nicht die oft überbordende Kreativität Wisslers einfordern.


                        Gruß!

                        Als wir zum Lunch dort waren, bestand unser Menü zum größten Teil aus Gerichten von der großen Entdeckungsreise und einem Gericht aus dem ALC.
                        Man hat also nicht die komplette Bandbreite von Eindrücken, aber die Kreativität wird in meinen Augen nicht heruntergeschraubt, da es die Gerichte in gleicher Form ja auch im "großen" Menü gibt. Der Umfang ist halt einfach kleiner.

                        Gruß Keboli

                        Kommentar


                        • #42
                          @ Keboli
                          War definitiv bei mir nicht so.

                          Ich hatte 2 Abende vorher die Entdeckungsreise und das war absolut nicht zu vergleichen.


                          Gruß!

                          Kommentar


                          • #43
                            Hallo!

                            Seit dem 06.04. ist die neue Karte online.

                            http://www.schlossbensberg.com/de/sp..._vendome_koeln

                            War schon jemand seitdem dort und kann ggfls. berichten?

                            Bei mir wird es mindestens noch bis Juni dauern... :heulen:

                            mkG
                            T.

                            Kommentar


                            • #44
                              Hallo Forum,

                              wir haben gerade unseren Moselurlaub beendet und davon gibt es einiges zu berichten. Die Fahrt an die Mosel war zwar eine spontane Idee aber ich hatte genug Vorlaufzeit um daraus auch ein kulinarisches Erlebnis zu machen.

                              Anfangen möchte ich mit unserem letzten Restaurantbesuch (auf der Heimfahrt) im Vendome. Ich hatte das Menü Frühling 2011 medium mit 10 Gängen.

                              Amuse Bouche


                              Als Amuse Bouche gab es im Löffel eine Korianderbeerencreme mit Taschenkrebs, sehr lecker. Ein Krabbenbrot mit einer eingelegten Sardine und roter Beete, ganz lecker obwohl das Krabbenbrot schon etwas pappig war. Ein Limettenamarant mit einem Gin Tonic Schnee, sehr kalt im Mund so dass sich die Aromen nur schwer entfalten konnten.



                              Separat gereicht wurde ein Zitronenhörnchen mit Saiblingkaviar und Kokos, ebenfalls sehr lecker.

                              GÄNSELEBER [Sushi „kross“ : rehydrierte Gurken]


                              Dann kam auch schon der erste Gang. Die Gänseleber war auf einem Boden aus Puffreis angerichtet. Sie hatte eine cremige Konsistenz und ein feines Aroma, ergänzt wurde sie durch ein Stück Gurke das für eine frische Note sorgte. Dekoriert war das Gericht mit einer Jasminblüte. Als Unterlage diente ein Stück gefaltetes Papier das auch als Besteck fungieren sollte, dass war eher unpraktisch und so war die Speise nur mühsam in den Mund zu befördern.

                              SEPIA [Tatar : gegrillter Frühlauch : Oktopusbouillon]


                              Das Tatar von der Sepia war mit gegrilltem Frühlauch und schwarzem Aioli kombiniert. Das Tatar hatte zwar ein interessantes Aroma aber ein eher unangenehmes Mundgefühl (seifig glitschig ?). Dekoriert war das Gericht mit ein paar Kräutern und Sprossen.



                              Separat dazu wurde eine Oktopusbouillon mit einem mit schwarzem Aioli gefüllten Ravioli gereicht, aromatisch und lecker.

                              WILDKRÄUTER [aus Boltenhagen : getrüffeltes Landei]


                              Das Champignontatar mit einer Kräutercreme und dem Eigelb war in der Mitte des Tellers angerichtet, die verschiedenen Kräuter (vom Gutshaus Boltenhagen (Essbare Landschaften)) am Rande. Die Kräuter wurde mit etwas deutschem Speck ergänzt. Darüber war Trüffel gehobelt der aber nicht sehr geschmacksintensiv war (wahrscheinlich Sommertrüffel). Am Tisch wurde noch eine Champignonessenz mit etwas Estragonöl angegossen. Das flüssige Eigelb verband alles zu einer interessanten Sauce, sehr lecker.

                              BACHFORELLE [süsser Senf : Hanfsamen : Aalschmalz]


                              Die Bachforelle war perfekt gegart, sehr zart und aromatisch. Durch den Aalschmalz bekam sie eine leicht rauchige Note. Als Beilage gab es eine Art Cous Cous aus Hanfsamen mit etwas Meerrettich. Am Tisch wurde noch etwas Petersilienöl zugeträufelt. Dekoriert war das Gericht mit einem Roggenbrotchip und ein paar Kleeblättern. Grosse Klasse.



                              Dazu wurde separat ein Buchweizencracker mit Forellen-Kaviar und einer Kräutercreme gereicht. Die Buchweizenkörner wurden durch etwas Karamell zusammengehalten das eine süßliche Note mitbrachte.

                              SUPREME [vom Holzberghof – Schwein : Gillardeau - Austernsaft]


                              Dieses Gericht bestand aus zwei konträren Komponenten, einem Supreme vom Schwein (Schweinekinn) und einer Gillardeau Auster. Die Auster war im eigenen Saft gegart und geliert und behielt dadurch ihren natürlichen Eigengeschmack. Ergäzt wurde die Auster durch ein Algenblatt. Das Schweinekinn war sehr zart und aromatisch und wurde durch ein Stück krosse Schweinehaut und etwas Grieben ergänzt. Als Beilage gab es eine Gewürzlinsencreme und ein Cassoulet von dicken Bohnen die mit der Liebstöckelsauce hervorragend zum Schweinekinn passte. Das konnte man von der Auster nicht sagen, es ist mir nicht gelungen da einen geschmacklichen Zusammenhang herzustellen, von einer geschmacklichen Harmonie ganz zu schweigen.

                              GEEISTER [Tomaten - Kräutersalat]


                              Als Zwischengang gab es eine Mascarponecreme mit einem Granitée von weißem Tomatensaft mit getrockneten Tomatenkernen und getrockneter Zwiebelhaut. Die Sauce mit Olivenöl und Balsamessig war mit etwas Vanille abgeschmeckt und passte sehr gut dazu. Sehr erfrischend und lecker, nur die getrocknete Zwiebelhaut erinnerte in ihrer Konsistenz etwas an Pergamentpapier.

                              KALBSBRIES [Schwarzwurzel : Trüffelerde]


                              Das Kalbsbries war hervorragend gegart, zart und aromatisch. Die dazu gereichte Misocreme war eher dezent gehalten und passte so gut zum Kalbsbries. Als Beilage gab es noch etwas Schwarzwurzel mit Trüffelspänen, Trüffelerde (mit Trüffel aromatisierte Pumpernickelkrümel) und ein paar Pfifferlinge. Alles sehr schön harmonisch aufeinander abgestimmt, große Klasse.

                              REHBOCKRÜCKEN [Essenz des Waldes]


                              Der Rehrücken war perfekt gegart, sehr zart und aromatisch. Neben dem Rehrücken gab es noch ein Stück geschmortes Reh mit einem intensiven Aroma aber einer etwas festeren Konsistenz. Als Beilage gab es eine Petersiliencreme, Mousseron Pilze (kleiner Knoblauchschwindling) und gegrillter Chicorée. Durch die Mousseron Pilze entströmte dem Teller eine erdige Waldnote, die separat gereichte "Essenz des Waldes" hätte ich nicht gebraucht. Dieses Gericht war ganz große Klasse, mit den zwei Fleischgängen kam endlich Begeisterung auf.



                              Die "Essenz des Waldes" wurde am Tisch aus einer Essenz und Öl in einem Burgunderglas zusammengemischt, für mich eine eher überflüssige Komponente.

                              KOPFSALAT [Stiele : grüner Apfel : Kondensmilch – Cremeeis]


                              Das erste Dessert war eher ein Salat mit Kopfsalatstielen, Kopfsalatherzen, Apfelscheiben, einem Kondensmilch-Cremeeis und einer Marinade vom Kopfsalat. Sehr lecker mit frischen grünen Aromen. Auch das Cremeeis von der Kondensmilch hatte ein sehr feines Aroma. Als Pre Dessert wäre es perfekt gewesen, so fehlte mir bei den zwei Desserts eine schokoladige Komponente.

                              PFIRSICH [auf Holzkohle gegrillt : Joghurt – Lavendelsorbet]


                              Der mallorquinische Pfirsich war über Holzkohle gegrillt und hatte ein feines Aroma. Dazu gab es ein sehr leckeres Buttermilch-Lavendel-Sorbet. Am Tisch wurde noch ein Verbene Aufguß mit etwas Thymianöl angegossen. Alles sehr lecker obwohl man den Aufguß mit Thymianöl vorsichtig dosieren mußte damit der Pfirsich noch zur Geltung kam.



                              Gleich nach dem Menü wurden ein paar Süßigkeiten gereicht. Es gab einen "Negerkuss" mit einer Süßholzcreme, ein Magnum nach Art des Vendome mit einem Buttermilch-Ananas-Eis und weißer Schokolade, ein Birkenblattravioli auf einem Weizengraschip und ein Gelee von Aprikose und Holunder.
                              Alles sehr lecker, das Magnum hatte ein feines dezentes Ananasaroma, beim Birkenblattravioli mit dem Weizengraschip dominierten grüne grasige Aromen mit einer leichten Süße. Aufgrund seiner filigranen Struktur war es ohne Besteck aber schwierig zu essen, zum Glück konnten wir die Holzstiele des Magnums als Spatel benutzen. Das Gelee hatte ein intensives Aroma von Holunderblüten mit einer leicht bitteren Note.

                              Anschließend gab es noch eine Pralinenauswahl.

                              Der Service war sehr nett und zuvorkommend. Der Ablauf des Menüs war leider von großer Hektik geprägt. Sicher zum Teil unsere Schuld, wir hatten um 13:00 reserviert und uns um 20 min verspätet da wir auf der Autobahn wegen eines Unfalls im Stau standen. Die Verspätung hatte wir aber telefonisch angekündigt (zumal das Restaurant Mittags von 12:00 – 14:00 geöffnet hat). Die Hektik fing schon an als die Amuse Geules und die Menükarten fast gleichzeitig auf den Tisch gestellt wurden. Da auch eine geeiste Komponente dabei war mußte die Menüauswahl etwas warten. Die einzelnen Gänge wurden dann in schneller Folge serviert. Nach einem Gang möchte ich die Eindrücke noch einen Moment auf mich wirken lassen, außerdem mache ich mir ein paar schriftliche Notizen. Meist hatte ich noch den Kugelschreiber in der Hand als der nächste Gang kam.
                              Mein Wunsch, zwischen den Gängen etwas längere Pausen zu machen, wurde zwar zur Kenntnis genommen, ihm wurde aber leider nicht entsprochen. Da wir mittlerweile die einzigen Gäste im Restaurant waren hatte ich den Eindruck von der Küche kam die Order uns möglichst schnell abzufertigen damit man endlich Pause machen kann. Das gipfelte darin, das am Nebentisch schon die Petit Fours bereitgestellt wurden während wir das zweite Dessert aßen.
                              Da ich mich trotz der zwei herausragenden Fleischgänge nicht wirklich mit dem Kochstil von Joachim Wissler anfreunden kann wird es sicher der einzige Besuch im Vendome bleiben. Von den von uns im Urlaub besuchten Sternerestaurants landet das Vendome auf dem vierten Platz. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist im Vergleich zu den anderen Restaurants auch nicht gerade berauschend.
                              Zumindest wurden wir beim Verlassen des Restaurants herzlich verabschiedet, von der Dame, die uns auch am Tisch betreut hatte. Die Restaurantleitung hatte sich auch schon zurückgezogen.

                              Gruß
                              Jürgen

                              Kommentar


                              • #45
                                Zitat von Jürgen3D Beitrag anzeigen
                                ...rehydrierte Gurken
                                Verzeihen Sie die Nachfrage, werter Jürgen, aber ist das ein Tippfehler oder hieß das wirklich so? Wenn ich an die legendären "dekaramelisierten Zesten" von Jürgen Dollase denke, wäre so ein Einfall auch nicht aus der Welt, oder?

                                Beste Grüße, Merlan

                                Kommentar

                                Lädt...
                                X