Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Gourmetrestaurant Lerbach (geschlossen)

Einklappen
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • #31
    Zitat von Morchel Beitrag anzeigen
    Auch bei mir schwirrt im Kopf: Wie genau "lecker" war es denn?
    Excellente Frage. Durch die Verwendung des Begriffes "supi lecki"© wuesste man gleich dass es *** war.

    Kommentar


    • #32
      Liebe Morchel,

      Zitat von Morchel Beitrag anzeigen
      bitte, und das ist mir wichtig, sehen Sie mein Post nicht als Kritik. Sondern eher als Rückfrage.
      Kein Problem. Lecker ist wenn es mir gut geschmeckt hat. Ich kann verstehen wenn Ihnen das nicht differenziert genug ist, das erwarte ich ja eigentlich von jedem Restaurant. Wenn mir etwas nicht gefallen hat bringe ich das auch deutlich zum Ausdruck.

      Zitat von Morchel Beitrag anzeigen
      Und genau diesen Unterschied find ich bei Ihren Berichten nicht. Mag auch an mir liegen.
      Wenn ich richtig begeistert bin und alles perfekt und stimmig war füge ich noch „große Klasse“ hinzu, wie hier beim Loup de Meer, beim Schweinebauch und beim Rehbock. Das kommt aber, auch bei 3 Sternern, nicht so häufig vor. Siehe auch mein Bericht zum Vendome.

      Einige hier im Forum bewerten ja jede Gänge mit ***, **, **+, **-, das vermag ich leider nicht. Solche absoluten Bewertungen sind natürlich einfacher.

      Gruß
      Jürgen

      Kommentar


      • #33
        Lieber glauer,

        ich bin nicht der Meinung, dass die Gleichung Gourmet = Sprachfetischist ein Absolutum ist. Deshalb wollte ich für mich einfach ein wenig nachbohren. Ohne Arroganz wohlgemerkt. Das war mir wichtig.

        M.

        Kommentar


        • #34
          Zitat von Jürgen3D Beitrag anzeigen
          Wenn ich richtig begeistert bin und alles perfekt und stimmig war füge ich noch „große Klasse“ hinzu, wie hier beim Loup de Meer, beim Schweinebauch und beim Rehbock. Das kommt aber, auch bei 3 Sternern, nicht so häufig vor. Siehe auch mein Bericht zum Vendome.

          Cool. Danke, dann weiß ich Bescheid. Hat ja jeder sein eigenes Bewertungssystem.

          Kommentar


          • #35
            Zitat von Morchel Beitrag anzeigen
            Lieber glauer,

            ich bin nicht der Meinung, dass die Gleichung Gourmet = Sprachfetischist ein Absolutum ist. Deshalb wollte ich für mich einfach ein wenig nachbohren. Ohne Arroganz wohlgemerkt. Das war mir wichtig.

            M.
            Liebe Morchel

            ich wollte auch gar nichts unterstellen. Es ist nur gerade so unglaublich heiss hier, da war ich zu mehr Inhalt nicht faehig. Und ich hatte mich natuerlich auch gefragt, wie lecker denn nun lecker war....

            Kommentar


            • #36
              Zitat von bernard Beitrag anzeigen
              Die Amuse-Bouche-Variante erlaubt es, mit einem Mittagessen einen Querschnitt des Schaffens von Nils Henkel zu schmecken. Das ist sehr interessant. Und ich sehe keinen Unterschied zur sonstigen Qualität, also lt. Michelin 3*. Ob man das im Detail teilt, ist vom einzelnen Gericht und individuellen Vorlieben abhängig. Ich sehe da das ganze Spektrum von * -***.
              Da sind wir ja einer Meinung.

              Zitat von bernard Beitrag anzeigen
              Mir hat übrigens besonders die Melonen-Kaltschale mit Hummer und Hummer-Eis gefallen.
              Da sind wir nicht einer Meinung, die Geschmäcker sind halt verschieden. Das relativiert auch absolute Bewertungen.

              Zitat von glauer Beitrag anzeigen
              Excellente Frage. Durch die Verwendung des Begriffes "supi lecki"© wuesste man gleich dass es *** war.
              Sie dürfen gerne meine Formulierung „große Klasse“ oder „ganz große Klasse“als *** interpretieren.

              Gruß
              Jürgen

              Kommentar


              • #37
                Na, das hab ich doch jetzt ergebnisorientiert erfragt. Wenn noch "große Klasse" dabei ist, dann ist wirklich fein. Ist doch ein Anhaltspunkt. Ich kann damit leben.

                Es geht grad ein wenig durcheinander. Aber ich finde Jürgens Bewertungssystem jetzt transparent. Meine Meinung halt.

                Kommentar


                • #38
                  Ich würde gerne die Frage aufwerfen, wer das Amuse bouche Menu so essen würde? Wobei es mir nicht auf die einzelnen Gänge, sondern auf die Frage ankommt ob drei unterschiedliche Gerichte auf einmal wirklich Sinn machen und wie die Frage nach der Wärme des Essen ( was Jürgen D ja auch schon anmerkte) beurteilt wird.

                  Alle Gänge einzelnd hatte ich einmal in Spanien, was ich dann sehr gehetzt fand obwohl es eher fünfzehn waren. Warme und kalte Gerichte in einem Gang ist für mich als jemand der warmes bis heißes Essen lieb schwierig, weil ich gerne erst das kalte und dann das warme Gericht zu mir nehme.
                  Wenn der letzte von drei Tellern nicht mehr heiß bleibt fände ich das auch nicht besonders gut.

                  Kommentar


                  • #39
                    Zitat von schnecke Beitrag anzeigen
                    Ich würde gerne die Frage aufwerfen, wer das Amuse bouche Menu so essen würde? Wobei es mir nicht auf die einzelnen Gänge, sondern auf die Frage ankommt ob drei unterschiedliche Gerichte auf einmal wirklich Sinn machen und wie die Frage nach der Wärme des Essen ( was Jürgen D ja auch schon anmerkte) beurteilt wird.
                    Ich fand die 3 Gänge auf einmal eigentlich nur im Hauptgericht störend, weil es gerade bei Wild oder Lamm darauf ankommt, dass die Gänge heiß gegessen werden.
                    Bei den anderen Gängen empfand ich das nicht als störend.

                    Muss aber dazu sagen, dass ich mein damals gegessenes Menü generell nicht auf 3* einstufen würde. War für mich ehr im gehobenen 1* Bereich bis maximal 2*.


                    Gruß!
                    fragolini
                    Leidenschaftlicher Gourmet mit Profession
                    Zuletzt geändert von fragolini; 14.07.2011, 11:56.

                    Kommentar


                    • #40
                      Zitat von schnecke Beitrag anzeigen
                      Alle Gänge einzelnd...
                      ...na ja, jedenfalls besser als alle zusammend!

                      Nix für ungut, Merlan

                      Kommentar


                      • #41
                        Zitat von schnecke Beitrag anzeigen
                        Ich würde gerne die Frage aufwerfen, wer das Amuse bouche Menu so essen würde? Wobei es mir nicht auf die einzelnen Gänge, sondern auf die Frage ankommt ob drei unterschiedliche Gerichte auf einmal wirklich Sinn machen.
                        Klare Antwort: nein! Dabei steht Nils Henkel auf meiner "Restaurant-Beliebtheitsskala" weit oben. Aber ich bin überhaupt keine Freundin von "+/- 19 Gänge Amuse Bouche Menüs". Die "Portiönchen" sind doch viel zu klein, um richtig schmecken und genießen zu können! Ein nochmaliges Probieren ist mangels "Masse" (bitte richtig verstehen!) nicht möglich, ebenso wenig ein verschiedenes Kombinieren der Produkte. Und schon muss sich die Zunge den zwei weiteren gleichzeitig servierten "Gängelchen" widmen. Zudem kommt mir manchmal das "Dreigespann" ein wenig willkürlich in seinem Miteinander vor. Ein "Amuse Bouche Menü" ist für mich lediglich ein Schnelldurchgang durch die Küche, der ihre Leistung aber nur erahnen lässt - mehr nicht. Kann man überhaupt von *- oder** oder gar ***-Amuse Bouche Menüs sprechen? Die wahre Küchenkunst mit all ihren Facetten und Finessen bleibt auf der Strecke.

                        Das erste "Amuse Bouche Menü" habe ich vor Jahren als "Großes Adleressen" in der Adlerwirtschaft von Franz Keller in Eltville gegessen. Frische Produkte, lecker zubereitet. Es ist etwas für Personen, die in netter Atmosphäre einen unterhaltsamen Abend erleben wollen. Dort passt es hin. Aber in ein **- oder ***-Restaurant? Nein, das möchte ich nicht!

                        Gruß, Garnelchen

                        Kommentar


                        • #42
                          Um die Neugier zu befriedigen versuche ich mich dann mal an meinen Eindrücken von unserem Menü des Monats bei Nils Henkel:
                          Das Restaurant ist zeitlos klassisch, an diesem Abend waren nicht alle Tische besetzt, aber durch eine zweite Gruppe waren es wohl 20 Gäste.
                          Der Service war souverän und agierte mit, wie ich es für einen diskutierenden Tisch richtig finde, Zurückhaltung. Wobei Wein und Essensansage uns immer wieder zu Aufmerksamkeit ermahnte.

                          Die Runde mit sechs Teilnehmern war unterhaltsam und genoß diesen Abend.

                          Meine Einschätzung für das Menü möchte ich vorweg äußern:
                          Dies Essen war polarisierend mit zum Teil extremen Aromagegensetzen, war nur bei wenigen Gängen gefällig und zum größten Teil erst mit dem zweiten Bissen zu verstehen. Was soll man auch anderes in einer Küche die sich den Titel pure nature gibt erwarten. Insgesamt habe ich diese Reise nicht eine Sekunde bereut. Und wie heißt es so schön, dieses Restaurant ist ein Reise wert ***.

                          Vorweg noch ergänzend es war ein auf und ab zwischen harmonisch feinen und polarisierenden Gängen. Was nichts über die Bewertung aussagt.


                          AMUSE BOUCHE
                          Cuvée Bellavista Az. Agr. Bellavista – Franciacorta – Lombardei

                          Schwarzwurzel – und was man alles tolles daraus machen kann.

                          KÖNIGSKRABBE
                          GEWÜRZGURKE BORRETSCH GURKENSAFT REMOULADE
                          2010 Escherndorfer Lump, Silvaner Spätlese trocken,Weingut Horst Sauer – Escherndorf – Franken
                          Sehr fein aufeinander abgestimmte Aromen der Gurke, der gereichte Gurkenshot polarisierte, mir war er etwas zu salzig.

                          ROCHENFLÜGEL
                          BOUILLABAISSE MIT BOHNENKRAUT HERZMUSCHELN PALBOHNEN
                          2009 Tabula Rasa, Domaine des Enfants – Maury – Roussillon
                          Was soll denn noch danach kommen, war der dritte Gedanke. Der erste – na ja den Rochenflügel hätte man ja auch würzen können, der zweite –mein Gott wer hat denn die Bouillabaisse überwürzt.
                          Und dann ein Löffel mit beidem und Bohnenmus- für mich ein Traum.

                          MILD GERÄUCHERTER SEESAIBLING
                          HOLUNDERKAPERN-VINAIGRETTE KRESSEPÜREE SAIBLINGSKAVIAR
                          2010 Albarino do Ferreiro, Bodeagas Gerardo Méndez - Pontevedra – Rias Baixas
                          Und es kam besser. Ein sehr fein abgestimmter Gang, wunderbar harmonisch ein schönes Säurespiel zum wirklich mild geräuchertem Fisch.

                          KAISERGRANAT AUS ISLAND
                          KREUZKÜMMEL VIOLETTE MÖHREN PISTAZIENPÜREE
                          2007 Ruppertsberger Reiterpfad „Grosses Gewächs“, Riesling trocken,Weingut Reichsrat von Buhl – Deidesheim – Pfalz

                          TAUBENBRUST IM LORBEERSUD
                          KARAMELLISIERTE ZWIEBEL ROMANESCO SCHWARZER KNOBLAUCH
                          2007 Lindenburg – Lagrein,Tenutae Lageder - Margreid – Südtirol
                          Der vielleicht schwächste Gang des Abends, mag aber auch sein das der Gang einfach ein bißchen zwischen den anderen unterging. Etwas zu viel schwarzer Knoblauch.

                          LAMMRÜCKEN AUS DER EIFEL
                          BERGPFEFFERJUS SELLERIECHIABATTA KICHERERBSEN SCHAFSJOGHURT
                          1999 Domaine de Trévallon Rouge, Domaine de Trévallon - Vin de Pays des Bouches-du-Rhône – Provence
                          Kräftiger Sellerie, sehr feines Lamm, kräftige Jus und noch Koriander. Dieser Gang wurde am Tisch sehr unterschiedlich bewertet. Für mich an mancher Stelle zu starke Aromen.

                          VACHERIN MONT D´OR SCHWARZWURZEL ALBATRÜFFEL BIRNE
                          2006 Savagnin, Stéphane Tissot – Arbois - Jura

                          BROMBEEREN & ROTE BETE
                          GIANDUJAKUGEL MASCARPONE-HASELNUSSEIS
                          2008 „Cuvée Hügelland“ Beerenauslese Weingut Seehof – Westhofen – Rheinhessen

                          Ich weis noch das ich sowohl Käse als auch Dessert sehr schön fand, Detailbeschreibungen gingen bei mir aber durch die angeregte Diskussion und den herausragenden Jura Wein etwas unter.

                          Ein Verlust des dritten Sterns ist für mich unverständlich.

                          Ich hoffe damit der Spannung gedient zu haben und würde mich über Ergänzungen der anderen Teilnehmer freuen.
                          Hannes Buchner
                          Administrator
                          Zuletzt geändert von Hannes Buchner; 08.11.2011, 15:35.

                          Kommentar


                          • #43
                            Zitat von schnecke Beitrag anzeigen
                            Insgesamt habe ich diese Reise nicht eine Sekunde bereut. Und wie heißt es so schön, dieses Restaurant ist ein Reise wert ***.
                            Ein Verlust des dritten Sterns ist für mich unverständlich.
                            Angeblich finden bei Michelin vor wichtigen Auf- oder Abstufungen mehrere Testessen mit deutschen und internationalen Inspektoren statt. Kann mir einer der Teilnehmer einen irgendwie gearteten Ansatz nennen, der zu einer solchen Entscheidung des Guides geführt haben könnte?

                            Danke, werte schnecke, für Ihren Bericht, der nach meinem Empfinden das gewohnte Spitzenniveau der Henkel´schen Küche wiederspiegelt. Woran haben denn die Tester wohl Anstoß nehmen können, um eine solch weitreichende Entscheidung treffen zu können? Was ist passiert, um einen jungen Koch, der gerade oben angekommen ist, so gnadenlos fallen zu lassen? Wie schrieb Jürgen Dollase heute in der FAZ so schön nebulös: "Hier dürfte das letzte Wort noch nicht gesprochen sein." Ich bin gespannt und hoffe, dass der sympathische und redliche Nils Henkel an dieser bitteren Erfahrung nicht zerbricht.

                            Beste Grüße, Merlan

                            Kommentar


                            • #44
                              Zitat von merlan Beitrag anzeigen
                              Angeblich finden bei Michelin vor wichtigen Auf- oder Abstufungen mehrere Testessen mit deutschen und internationalen Inspektoren statt.
                              Wenn dem so sein mag, haben Sie diesen Aspekt beim Umzug von Amador und Ihrem Résumé, dass dort alles so weiter laufe wie in Langen, schlicht vernachlässigt. Die Betonung liegt hier auf "mehrere" Testessen.

                              Ansonsten glaube ich, dass wir von Herrn Schnecke nicht erwarten können, dass er in das Hirn der GM-Tester schaut. Dass eine Abwertung persönlich immer tragisch ist, ja, da bin ich wirklich bei Ihnen. Herr Henkel ist nicht der erste, dem das passiert ist. Die innere Gefestigkeit von Köchen und die Fähigkeit, mit etwaigen "Fehlentscheidungen" (wenn es denn welche sind, keine Ahnung in diesem Fall) umzugehen, sollten wir hier aber nicht diskutieren.

                              Meine Meinung.

                              Kommentar


                              • #45
                                Na ja!
                                Erstens stand Amador offenbar nicht vor einer Abstufung, so dass es nicht "mehrerer" Testessen bedurfte und zweitens ist das nicht mein Résumé, sondern das des Michelin.

                                Im Übrigen habe ich gar nichts von Herrn Schnecke erwartet, sondern mich artig bedankt und die Teilnehmer gefragt, ob ihnen etwas Kritikwürdiges aufgefallen ist.

                                Aber Sie sagen uns schon, was hier zu diskutieren ist und was nicht, gell Morchel!

                                Gruß, M.

                                Kommentar

                                Lädt...
                                X