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NERO*, Schloss Hugenpoet, Essen (geschlossen)

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  • #16
    Werter soriso,

    ich bin durchaus dafür bekannt, nicht nur gerne gut, sondern (leider Gottes) auch gerne reichlich zu essen. Im Falle unseres gestrigen Menüs im "NERO" muss ich ganz deutlich sagen, dass ich nach den fünf Gängen "pappsatt" vom Tisch aufgestanden bin, was bis dato in der Tat nicht in allen Häusern der gehobenen Kategorie bei mir der Fall gewesen ist!

    Ich erinnere mich nur ungern an den letztjährigen Besuch der vom Schloss Hugenpoet nicht allzu weit entfernt liegenden "Schote" in Essen-Rüttenscheid, wo ich angesichts der Miniaturportionen mit knurrendem Magen das Lokal verlies. Dies sah gestern abend ganz anders aus: Aufgrund des großzügig nachgereichten Brotes zu Beginn (an dem ich mich doch sehr gütlich getan habe) und der von mir erwähnten enorm portionierten Käseplatte muss ich wirklich zugeben: Frau Bergheim hat es geschafft, mich satt zu bekommen, und das ist bisher wirklich nicht jedem gelungen....

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    • #17
      "Allerdings ist uns bereits beim vorletzten Besuch des Nero negativ aufgefallen,
      dass wir bei allen Gängen nur noch Miniportionen auf dem Teller hatten.
      Selbst der Hauptgang (Taube) hatte allenfalls ein Gewicht von 70/80 Gramm"

      Wenn bei der Taube nur die Brust serviert wird, wie es ja meistens (leider) der Fall ist, muß sich die Küche entscheiden. Eine Brusthälfte, die dann so - bei einem nicht zu kleinen Viech - bei den erwähnten 70 bis 80 g liegt oder beide. Innerhalb eines mehrgängigen Menüs wäre eine Brusthälfte völlig ausreichend; bei nur drei Gängen allerdings wird's knapp.
      Zuletzt geändert von ; 20.03.2013, 00:53.

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      • #18
        Wie hier zu lesen ist, wird das NERO nur noch bis Ende des Monats geöffnet haben: http://www.lokalkompass.de/essen-ket...i-d320771.html

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        • #19
          Wenn Frau Lübbert von der Direktion des Schlosshotels meint, dass sich das "simple" Konzept des Hugenpoet "sich vollständig an den Bedürfnissen der Gäste" orientiert, dann gehören wir eben künftig nicht mehr zu diesen Gästen. So einfach ist das!

          Wie doof muss sich jetzt wohl Erika Bergheim vorkommen, die sich jahrelang für den Erhalt des * krumm gemacht hat und nun ihre eigenen Ambitionen verleugnen und gute Miene zum simplen Spiel machen muss?

          Schönen Gruß, Merlan

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          • #20
            Zitat von merlan Beitrag anzeigen
            Wenn Frau Lübbert von der Direktion des Schlosshotels meint,
            dass sich das "simple" Konzept des Hugenpoet "sich vollständig an den Bedürfnissen der Gäste" orientiert,
            dann gehören wir eben künftig nicht mehr zu diesen Gästen. So einfach ist das!

            Wie doof muss sich jetzt wohl Erika Bergheim vorkommen, die sich jahrelang für den Erhalt des * krumm gemacht hat
            und nun ihre eigenen Ambitionen verleugnen und gute Miene zum simplen Spiel machen muss?

            Schönen Gruß, Merlan
            Werter Merlan,
            ausnahmsweise zitiere ich mal einen (Ihren) Komplettbeitrag.
            Vollste Zustimmung.

            Wenn im Nero 2x an einem Freitag zum Dinner vor halbleeren Rängen gekocht wurde,
            dann sind Verluste vorprogammiert.
            Was soll denn dann im Nero erst an den anderen Werktagen los sein?

            Ich war nach meinem Beitrag in Post#15 nochmals im Nero. (eingeladen an einem Donnerstag)
            Erneut gab es für 120€ (ohne Wein, ect.) nur winzige Portionen und im Restaurant saßen nur 12 Gäste.....
            .
            Das haben auch zwei Freunde so erlebt und waren danach so wie wir nicht mehr im Nero.

            Möglicherweise sind ua. die kleinen Portionen ausschlaggebend für den Misserfolg des Nero.

            Fakt ist aber auch, dass sich die Sternegastronomie im Ruhrgebiet schwertut.
            Als Thomas Bühner noch im La Table aufkochte, konnte er trotz ** ein Lied davon singen.

            Gruß
            Soriso

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            • #21
              Zitat von soriso Beitrag anzeigen
              Wenn im Nero 2x an einem Freitag zum Dinner vor halbleeren Rängen gekocht wurde,
              dann sind Verluste vorprogammiert. Was soll denn dann im Nero erst an den anderen Werktagen los sein?
              Da bin ich vollkommen bei Ihnen werter Soriso, die Ursachen liegen sicherlich nicht nur beim Publikum ....

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              • #22
                Sehr schade!

                Aber die Aussage der Direktorin über das neue Konzept:

                "Niemand muss sich an einen Gourmet-Verhaltenskodex halten, damit er mit Freude und Respekt bedient wird. Die Gäste stehen im Mittelpunkt. Es ist egal ob jemand mit dem Nachtisch beginnt und dann eine Vorspeise isst, oder lieber ein Stück Kuchen. Es stört niemanden wenn jemand Cola oder Bier statt Wein bestellt, egal zu welcher Tageszeit und zu welchem Essen. Der Gast kann beste und frischeste Zutaten erwarten und eine konstant hohe Qualität der Speisen, egal wann er sie bestellt."

                ist ja echte Satire. Als ob im Nero der Gast nicht im Mittelpunkt gestanden hätte oder jemand gestört worden wäre, hätte man dort ganz verwegen eine Cola bestellt. Solche Statements sind keine glaubhafte Kundenkommunikation und bedienen zudem branchenschädliche Vorurteile.

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                • #23
                  Zitat von Mohnkalb Beitrag anzeigen
                  ...die Aussage der Direktorin über das neue Konzept:
                  "Niemand muss sich an einen Gourmet-Verhaltenskodex halten, damit er mit Freude und Respekt bedient wird."
                  In welcher Welt lebt Frau Direktorin Lübbert eigentlich?

                  Für die Neuausrichtung des Schlosshotels (Lübbert: "Das neue Gastronomiekonzept ist relativ simpel") steht Schlimmes zu befürchten!

                  Beste Grüße, Merlan

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                  • #24
                    Zitat von Mohnkalb Beitrag anzeigen
                    ist ja echte Satire. Als ob im Nero der Gast nicht im Mittelpunkt gestanden hätte oder jemand gestört worden wäre, hätte man dort ganz verwegen eine Cola bestellt. Solche Statements sind keine glaubhafte Kundenkommunikation und bedienen zudem branchenschädliche Vorurteile.
                    Ganz meine Meinung.
                    Schlimm genug, dass eine Hoteldirektorin so eine Meinung hat. Aber die dann auch noch medienwirksam in eine eh schon schwieriges Umfeld streuen, glänzt schon an Verunglimpfung einer Branche. Und noch schlimmer: der Gäste.

                    Gruß!

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                    • #25
                      Entscheidend wird doch sein, ob dieses neue "simple" Konzept gut ist, so daß man dort gerne einkehrt, oder nicht. Die Aussagen der Direktorin sind doch leicht zu durchschauen. Indem sie sich voruteilsbeladener Floskeln bedient, versucht sie, eine neue Klientel zu gewinnen, in der Hoffnung, die bisherige möge souverän genug sein, dieses Spielchen zu ertragen. (wie man sieht, lag sie zumindest damit falsch)
                      Was aber Herr Soriso beschreibt, nämlich daß selbst am Freitagabend vor "halbleeren Rängen" gekocht wird, trifft ja nicht nur auf das Nero bzw das Ruhrgebiet zu. Daher erscheint einem die - an anderer Stelle vorgetragene - Klage der Wirte, man könne in Deutschland Tische nur einmal am Abend belegen, eigenartig. Fast möchte man da rufen: sorgt doch erst mal dafür, daß die Hütte täglich voll ist!
                      s.

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                      • #26
                        Nach der Beantragung des Rettungsschirmes erscheint die sommerliche Posse um die Schließung des "NERO" nun in einem ganz anderen Licht!

                        Vielleicht hätte man damals schon etwas deutlicher kommunizieren sollen, dass sich das ganze Haus in einer finanziellen Schieflage befindet, anstatt hanebüchene Erklärungsversuche in die Welt zu setzen wie z.B. die Aussage der Hoteldirektion, innerhalb des neuen, simplen Gastronomiekonzeptes könne man nun auch ohne schief angeschaut zu werden eine Cola zum Essen bestellen, wodurch man keine Gästekreise mehr ausschließen würde.

                        So macht man sich im Nachhinein nur lächerlich...

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                        • #27
                          Werter El Grande Gourmet,

                          Danke für die Info, ich erlaube mir mal das mit einem Link zu ergänzen.

                          Schlosshotel Hugenpoet kämpft ums Überleben

                          Für mich ist das auch unverständlich. In so einem Schloss zu übernachten verbinde ich auch mit „fürstlich“ Speisen. Aus diesem Grund hatten wir auch das Schlosshotel Münchhausen besucht das ja ein ähnliches Konzept verfolgt. Ohne Sternerestaurant hat das Schlosshotel Hugenpoet für mich jedenfalls keinen Reiz mehr. Vielleicht hat das Nero nicht genug Gäste angezogen die dann dort übernachten.

                          Gruß
                          Jürgen

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                          • #28
                            El Grande Gourmet und Jürgen3D

                            ich danke auch für die Informationen.

                            Da können wir ja nur hoffen, dass das bereits bezahlte Sylvester-Menü nebst Sylvester-Ball(660€ / 2 Personen) stattfindet.
                            http://www.hugenpoet.de/termin/event...hugenpoet.html
                            Das Menü liest sich gut und so hoffen wir, dass nach 4 in der gehobenen Gastronomie des Ruhrgebiets erlebten Pleiten,
                            am Sylvester Abend 2013 endlich wieder Genussfreude vorherrscht.

                            Ohne Sternerestaurant hat das Schlosshotel Hugenpoet für mich jedenfalls keinen Reiz mehr.
                            Vielleicht hat das Nero nicht genug Gäste angezogen die dann dort übernachten.
                            Werter Jürgen3D,
                            das Nero war sicher keine Adresse, zu der man zielgerichtet anreist, übernachtet - nur um dort zu essen.

                            Gruß
                            Soriso

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                            • #29
                              Viel deutlicher als damals konnte man doch nicht sagen, dass das bisherige Konzept defizitär war und man mehr Kundschaft braucht.

                              "Wir sind fast pleite, also bitte alle fleißig vorbeikommen", das wäre lächerlich gewesen.

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