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Weinhaus Tante Anna, Düsseldorf

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  • Weinhaus Tante Anna, Düsseldorf

    Da sich die Stimmen mehrten, dass das Weinhaus Tante Anna besser werde, haben wir uns vor ungefähr einem Jahr mal ein Bild von der Lage gemacht.

    Das Weinhaus ist eines der ältesten Restaurants Düsseldorfs und ist in der Altstadt beherbergt. Freunde gemütlicher Weinstuben, die nicht allergisch gegen dunkles Holz sind, sollten sich wohlfühlen. Ein großer Pluspunkt ist der freundliche und kompetent wirkende Service. Ein weiterer Pluspunkt ist die Weinkarte, die zwar keine großen Überraschungen beinhaltet, aber auch ein paar ältere Jahrgänge und Versteigerungsrieslinge führt. Außerdem ist sie maßvoll kalkuliert. Wir hatten einen 2002 Riesling Spätlese Trocken von Koehler Ruprecht mit einem anfänglichen heftigen Petrolton, der aber schnell verflog und alle Qualitäten dieses Individualisten offenbarte. Danach hatten wir noch einen 2007 Carnuntrum Zweigelt und Pinot Noir von Markowitsch, der ebenfalls sehr individuell schmeckte.

    Grenzwertig war leider das Essen. Wir haben alle drei Menus ("deutsche Klassiker", "Vegetarisch", Degustation") ausprobiert, die alle drei gut klangen. Die Küche probiert eine Menge aus. Einige Gänge waren auch essbar bis gut, vor allem die eher klassischen. Leider gab in allen drei Menus ziemliche Aussetzer.

    So schmeckte der Rostbraten vom Reh so, als hätte er zuerst ca. 5 Stunden zu lang bei falscher Temperatur im Ofen gelitten, nur um dann noch ein paar Stunden auskühlen und austrocknen zu dürfen, bevor er schließlich wiederaufgewärmt die Gaststube betreten durfte. Selbst mit ordentlich Wasser ließ sich dieser staubtrockene Klotz nur mit Mühe runterspülen. Das Dessert (Variation von Valrhona Schokolade) bestand aus sicherlich fünf Versuchskaninchen, die den zu kleinen Teller noch kleiner wirken ließen. Alberne Silberperlchen (die, die man beim Kindergeburtstag zur Dekoration der Kekse verwendet) machten den Teller auch nicht übersichtlicher. Ein Element warf bei uns Rätsel auf. Es war eine Art braune Soße, die nach Schokolade und auch ein bisschen nach Minze schmeckte. Der sehr freundliche Service klärte uns dann auf, dass der Koch ein Espuma machen wollte, dass aber die Zeit nicht ausreichte, um die Schokoladenmasse im Siphon schaumig zu bekommen.

    Bei einem so freundlichen und offenen Service kann man das gut verzeihen. Es zeigt aber auch, dass die Küche vielleicht gar nicht so ambitioniert kochen sollte. Eine super Weinauswahl, ein paar rheinische Klassiker dazu und das alles in historisch angehauchter und gemütlicher Atomsphäre. Das reicht eigentlich schon.

    Letztlich hatten wir einen lustigen Abend, deshalb möchte ich das Weinhaus Tante Anna auch empfehlen. Mein Rat ist aber, sich beim Bestellen eher auf die einfachen Gerichte zu konzentrieren. In deren Zubereitung schien die Küche etwas mehr Sicherheit zu haben.

  • #2
    Grenzwertig war leider das Essen. Wir haben alle drei Menus ("deutsche Klassiker", "Vegetarisch", Degustation") Einige Gänge waren auch essbar bis gut, vor allem die eher klassischen. Leider gab in allen drei Menus ziemliche Aussetzer......

    So schmeckte der Rostbraten vom Reh so, als hätte er zuerst ca. 5 Stunden zu lang bei falscher Temperatur im Ofen gelitten, bevor er schließlich wiederaufgewärmt die Gaststube betreten durfte. Selbst mit ordentlich Wasser ließ sich dieser staubtrockene Klotz nur mit Mühe runterspülen. bekommen......
    Wir haben es noch viel schlimmer erlebt.
    Nach 2 Gängen haben wir das Restaurant kürzlich fluchtartig verlassen und in der Altstadt eine Currywurst gegessen.
    Bei einem so freundlichen und offenen Service kann man das gut verzeihen. Letztlich hatten wir einen lustigen Abend, deshalb möchte ich das Weinhaus Tante Anna auch empfehlen.
    Kein Kommentar..
    Zuletzt geändert von soriso; 22.12.2010, 10:41.

    Kommentar


    • #3
      Zitat von soriso Beitrag anzeigen
      Kein Kommentar..
      Das kann ich nachvollziehen. Ich hätte die Empfehlung vielleicht noch mehr einschränken sollen. Fürs Ambiente (wenn man es altmodisch mag) und die Weinauswahl bleibe ich dabei. Zum Essen muss man tatsächlich nicht hingehen, höchstens für ein bisschen Käse oder eines der eher klassischen Gerichte.

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