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Prümer Gang

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  • Prümer Gang

    Das Restaurant liegt in der Fußgängerzone der Kreisstadt Ahrweiler. Zum gleichnamigen Hotel gehören einige Parkplätze. Aber man kann sein Auto auch an anderen Stellen in der Nähe abstellen.

    Wir haben an diesem Tag einen Osterbesuch in der Eifel gemacht und wollten natürlich bei dieser Gelegenheit auch gut essen gehen.
    In der Gegend gibt es eine große Anzahl an Gasthäusern aller Art. Bei Restaurant-Ranglisten (53,20) ist das „Prümer Gang“ eine gute Adresse. Auch bei Michelin (Ein schönes Beispiel für die zeitgemäß-saisonale Küche …) und GaultMillau (15 Punkte) werden erhöhte Erwartungen aufgebaut.

    Schön, dass das Haus Ostermontag zusätzlich geöffnet hatte.

    Die Servicekräfte waren freundlich und arbeiteten routiniert. Zügig wurde nach unseren Wünschen gefragt. Die Getränke und Speisen wurden schnell serviert. Die Kellner wirkten jedoch insgesamt spröde und ohne Inspiration. Freude oder Spaß an der Arbeit kam bei uns aber nicht rüber.

    Der Raum ist überwiegend weiß gestrichen. Wenige Bilder hängen an den Wänden. Die Tische sind weiß eingedeckt. Auch das Porzellan ist weiß. Ebenso sind die Servietten weiß. Die Stühle und Bänke sind im Kontrast dazu dunkel bzw. braun. Das Besteck ist aus Edelstahl.
    Die Tische stehen nicht besonders eng, sondern der Abstand zu den Nachbarn ist großzügig.

    Insgesamt empfanden wir das Ambiente jedoch karg und unpersönlich.

    Das Restaurant ist gut gepflegt. Die Toilettenanlage befindet sich im Keller und ist auch tadellos.

    Wir haben für sieben Personen reserviert und überwiegend das Vier-Gang-Menü (Menü des Monats) ausgewählt und teilweise begleitende Weine verkostet.

    Zur Begrüßung wurde uns Brot und Aufstrich gereicht: Weiß- und Graubrot, Butter, eine Bärlauch- und eine Tomatenpaste sowie Salami. Mir hat die Bärlauch-Kreation am besten geschmeckt. Das andere war in Ordnung. "Grüße aus der Küche" gab es nicht (nur zur Vollständigkeit - es ist ja keine Pflicht für eine Gaststätte).

    Der erste Gang: Carpaccio vom Rinderrücken mit Limonenvinaigrette und Parmesan

    Die große Platte war reichlich mit Rind belegt. Die Vorspeise entsprach unseren Erwartungen und war schmackhaft. Dazu wurde ein Blanc de Noir von Nelles aus Heimersheim ausgeschenkt. Der leichte Wein passte gut.

    Das Zwischengericht: Morchelrisotto, dazu gebratene Wachtelbrust

    Der Risotto war cremig und der Reis hatte noch Biss. Die kleinen Stücke von Morcheln passten gut dazu. Das schmeckte mir sehr angenehm. Die Wachtelbruststücke waren schön gebraten und gewürzt – vielleicht hätten sie noch etwas mutiger abgeschmeckt sein können. Dazu gab es auch noch grüne und weiße Spargelstücke – vielleicht etwas zu weich gegart. Insgesamt ein delikater Gang. Der feinherbe Spätburgunder von Kreuzberg aus Dernau schmeckte ebenso gut dazu.

    Die Consumé mit Gemüseeinlage wurde ebenfalls bestellt und als gut befunden.

    Der Hauptgang: Lammrücken mit Tomaten-Olivenkruste, Ratatouille und Kartoffelgratin

    Das Lamm war für mich perfekt gegart. Es war leicht rosa und sehr zart. Die Kruste war ebenfalls passend. Das Gratin war gut gemacht. Der Gang hatte nur einen Schwachpunkt: das Ratatouille. Es war mir zu weich gegart und zu wenig gewürzt. Der Frühburgunder von Schumacher aus Marienthal harmonierte prima dazu.

    Variante: Das Rinderfilet mit Beilagen wurde auch bestellt – das Fleisch war leider durchgebraten, aber sonst schmackhaft (Nach dem Wunsch war nicht gefragt worden und wir nahmen an, dass es in der Regel "medium" sein wird - ein Fehler).

    Die Nachspeise: Weißes Schokoladenparfait mit Rhabarber

    Dieser Gang war eher enttäuschend für uns: Das Schokoladenparfait war locker und cremig, aber es hatte keine besonderen zusätzlichen Gewürze. Wir waren uns einig, dass hier als Beispiel etwas Tonkabohne lecker gewesen wäre. Der Rhabarber war nur säuerlich und weich gegart. Zwei Hälften von Erdbeeren lagen in ihrer Natürlichkeit neben dem Parfait. Die Dekopunkte auf dem Teller schmeckten nach Kirsche und Mango und gaben etwas Farbe zum Gericht. Der angebotene Riesling von Weil aus dem Rheingau war uns zu wenig süß zu diesem Gang – höchstens passte er nach meiner Einschätzung zum Rhabarber.

    Wir sind alle satt geworden.
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