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Essen und Trinken an der Mosel

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  • #31
    Danke für den Bericht. Als ich im vergangenen Jahr mit Muck und Junggaumen beim Christian Bau war und nach einer geeigneten Lunch-Möglichkeit suchte, hatte ich mir die Seite des Restaurants auch angesehen, war mir aber nicht sicher, ob dort Pseudo-Gourmet-Kost geboten wird. oder verlässliche Qualität. Ich habe mich damals auf den Bib verlassen und wir waren im Gasthaus Wagner. Dort aßen wir ein amtliches Wiener Schnitzel Qualitativ war das sehr gut und in der Gaststube saßen wir recht gemütlich, um uns von der Weinprobe bei Zilliken zu "erholen"...

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    • #32
      Hallo,
      anstatt hier Leute von der Seite doof anzumachen sollten solche Leute wie Sphèrico und ungesundes essen auf ihren woot-Burger verzichten und lieber konstruktiv sein.
      Klar zusammen 2300 Beiträge und weiter ?!?!
      Jetzt könnt ihr wieder über mich herfallen fehlt nur noch der kleine Lehrer!!!! Hahaha
      Bin mehr unterwegs wie ihr!!!!

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      • #33
        Hier schläft alles ein das ist schlimm und traurig.
        Es gibt so viel zu berichten wir alle wohnen in einem schönen Land mit viel Genus und Überfluß !!!
        Ich bin gerne bereit meine Erfahrungen zu Teilen sei es beim Essen oder beim Wein.
        Aber ich lasse mich nicht dumm anmachen!!!

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        • #34
          WIllkommen im Forum Katja;Frank . Verständlich, dass Sie sich nicht dumm anmachen lassen wollen - wer will das schon? Aber, da Sie vermutlich das Forum ja schon länger beobachten, wird Ihnen wohl aufgefallen sein, dass wir etwas ausführlichere Berichte schätzen, die auf das ein oder andere Gericht beschreibend eingehen, so dass man eine Meinung zu einem Restaurant auch nachvollziehen kann. Es würde mich freuen, wenn Sie in dieser Richtung hier im Forum in die Diskussion einsteigen.

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          • #35
            Zitat von Katja;Frank Beitrag anzeigen
            Hallo,
            anstatt hier Leute von der Seite doof anzumachen sollten solche Leute wie Sphèrico und ungesundes essen auf ihren woot-Burger verzichten und lieber konstruktiv sein.
            Klar zusammen 2300 Beiträge und weiter ?!?!
            Jetzt könnt ihr wieder über mich herfallen fehlt nur noch der kleine Lehrer!!!! Hahaha
            Bin mehr unterwegs wie ihr!!!!
            Das Konstruktive vermisse ich allerdings bei Ihnen. Denn wenn Sie sich so outen, das sie mehr unterwegs sind als die restlichen Teilnehmer, ist es ja wohl kein Problem, zumindest mit einer kurzen Zusammenfassung ihrer Gaumenerlebnisse den Rest des Forums daran teilnehmen zulassen.

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            • #36
              Die lobenden Beschreibungen über das Restaurant Alyer Kupp in Ayl hier im Forum kann ich mich nur anschließen. Nach dem Club-Abend bei Schanz haben dort meine Eltern und ich das Wochenende an der Saar verlängert und mit einem Lunch bei Christian Bau (Bericht folgt) kulinarisch aufgewertet und einigen Weinproben eingerahmt. Trotz besten Wetters blieb zumindest für mich nur die Zeit für einen kürzeren Spaziergang. Meine Eltern waren ein paar Tage länger dort und haben auch ein paar längere Wanderungen gemacht, wofür Ayl für sie ein guter Ausgangspunkt war.

              Das Gästehaus der Familie Diekert bietet alles, was man für einen entspannten Kurz-Urlaub braucht, wenn Wandern, Wein und eine verlässliche kulinarische Basis im Zentrum stehen. Die Zimmer sind zweckmäßig, aber liebevoll und durchdacht gestaltet. Ein Kühlschrank, in dem auf der Etage Getränke angeboten werden, darf auch zum Einkühlen privater Flaschen genutzt werden, gerade für die Aufbewahrung von Wanderproviant ist das sehr gut – und die eingekauften Weinkartons durften wir zum Schutz vor zu großer Hitze in der Werkstatt lagern.

              Überhaupt, vom Frühstück bis zum Abendessen, oder beim beaufsichtigten Corona-Schnelltest (der damals noch alle 24 Stunden nötig war), immer ist Gastgeberin Laura Diekert mit großer Freundlichkeit und Gastlichkeit zur Stelle. Das gibt das angenehme Gefühl privater Gastlichkeit, wie man es sich im Urlaubsumfeld wünscht.

              Morgens gibt es ein gut zusammengestelltes Frühstück – bei unserem Besuch wird alles am Tisch serviert, da Buffets zu dem Zeitpunkt nicht gestattet sind. Abends kann bei sehr gutem Wetter der lauschige Garten mit großen Bäumen zum Abendessen genutzt werden. Wenn man mag, kann man auf die Wiese treten und hat einen wunderschönen Blick auf die Ayler Kupp, den bestimmenden Weinberg im Ort.

              An Speisen wird ein Vier-Gänge-Menü auf leichter Vorspeise, Suppe, Hauptgang und Dessert angeboten. Je Kategorie gibt es bei unserem Besuch noch eine oder zwei Alternativen. Darüber hinaus Spargel ist mit diversen Add-Ons im Angebot. Daher ist es auch kein Problem, nach eigenem Gusto das Menü zu kombinieren.

              Vorab gibt es an den beiden Abenden, an denen ich da bin, ein kleines Amuse, nach dem Prinzip einer Terrine. Dank nicht zu kalter Temperatur und guter Textur kommt der Geschmack der verwendeten Produkte gut zur Geltung.
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              Dies gilt insgesamt auch für die Gerichte von Jörg Diekert: da wird nicht viel mit am Produktgeschmack manipuliert, sondern man schmeckt das, was auf dem Teller ist in natürlicher Intensität. Die Portionen sind so gestaltet, dass man gut die drei oder vier Gänge - je nach Hunger – essen kann. Am ersten Abend freue ich mich besonders über die gebeizte Lachsforelle mit Löwenzahnblütensud und Kräutersalat. Die Beize hat das Fleisch leicht anziehen lassen. Geschmacklich wurde der Fisch durch Aromaten in der Beize wesentlich verändert. Dadurch kommen der feinwürzige Sud und der Kräutersalat schön zur Geltung, was den sommerlichen Charakter der Vorspeise unterstreicht.
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              Eine schöne und optisch effektvolle Idee ist der in Brotteig gegarte Blumenkohl mit einer Liebstöckelsauce. Zwar intensiviert die Garmethode den Eigengeschmack des Blumenkohls, aber der Sauce fehlt für mich doch etwas Wumms. Hier hätte es für mich mehr Kräutrigkeit sein können und sei es nur mit ein paar Tropfen Öl, so wirkt es doch sehr puristisch…
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              Aus den Zwischengängen wähle ich als Hauptgang ein Dreierlei vom Kalb, mit sehr schön gebratenem Bries, einer wunderbar knusprigen Praline und einem feinen Zungenragout mit Erbsen und Erbsenpüree. Alle drei Kalbszubereitungen sind stimmig und bringen den natürlichen Geschmack gut zur Geltung – besonders gut ist die Natürlichkeit der Sauce.
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              Auch das Dessert, die Quarkknödel mit Erdbeeren und einem geschmackvollen Eis lässt keinen Wünsch an ein klassisches Erdbeerdessert offen.

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              Am zweiten Abend (nach dem Lunch bei Christian Bau) begnüge ich mich mit einem hervorragend abgestimmten Kalbskopf-Carpaccio mit Radieschen und Salat, sowie einer getrüffelten Creme. Hier kommt die präzise Feinabstimmung, die sich schon am Vortag gezeigt hatte, besonders vorteilhaft zur Geltung: der Trüffelgeschmack ist gut wahrnehmbar, übertönt aber weder das Fleisch noch die Vinaigrette des Salats nicht, sondern unterstützt das Fleisch die Würzigkeit des Gerichts.

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              Alle Gerichte haben mit einer bemerkenswerten Präzision überzeugt, die man in dieser Kategorie der „guten Küche“ nicht häufig findet. Die Gerichte sind zwar nicht außergewöhnlich, aber keineswegs langweilig kombiniert, sondern stimmig. So stellt man sich moderne Landhausküche vor.

              Die Weinkarte hat logischerweise einen Schwerpunkt beim Saarwein und da liegt er wiederum beim Weingut Peter Lauer. So freuen wir uns am ersten Abend über der 2015 Kupp Kabinett 5 Versteigerungswein, der noch jugendlich aber sehr gut trinkbar und zugänglich ist. Am zweiten Abend ist es ein Rausch Kabinett 2009 von Geltz-Ziliken, der sich ganz wunderbar präsentiert.
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              Also rundherum eine gute Empfehlung hier aus dem Forum, der sich meine Eltern und ich vollumfänglich anschließen können.

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              • #37
                Die Mosel wird wieder interessant für junge Leute. Das kann man bei sehr vielen Winzern sehen, wo Topausgebildete Kinder die Leistungen ihrer Eltern nicht nur bestätigen sondern teilweise auch noch einen „draufsetzen“.
                Auch gastronomisch zieht es den ein oder anderen wieder zurück. So ist aus der sektstuuf St. Laurentius in Leiwen das Restaurant und Hotel Lex geworden. Freunde von uns hatten es mal irgendwo gelesen und nach einem Blick auf den Internet Auftritt und seiner dort aufgeführten Vita wollten wir es beim nächsten Besuch unbedingt ausprobieren.

                Die Karte ist klein und überschaubar, man kann sich ein Drei Gänge Menü zu 38 EUR zusammenstellen oder auch einzeln genießen. Die Gerichte, wie z.B. das Rindstartar waren nicht nur geschmacklich sondern auch optisch sehr gut. Der Schweinebauch muss sich nicht vor ähnlich zubereitet in Punkte bewerteten Häusern verstecken.

                Soweit so gut. Leider gab es, zumindest für uns an diesem Abend , iritierendes. Zu einem Rinderfilet, was auch von ausgezeichneter Qualität war, gab es eine Misohollondaise. Auf zwei von drei Tellern war sie kalt, auf einem warm. Das dies zu Fragen führt, wohl klar. Antwort , die ist kalt und der eine Teller hat versehntlich mit der Seite ( sie lag an der Seite) unterm Salamander gestanden. Ok, warum schreibt man dann nicht auf die Karte bzw. erklärt dies nicht bei der Bestellung. Fragen, die ebenso, wie der doch schroffe Umgangston beim Empfang und dies , uns zumindest, auf den Geist gehende geduze, wir leider zum Abschluss des Abends nicht los werden konnten.

                Fazit: Das Potenzial ist vorhanden, die Balance zwischen Anspruch, Wirklichkeit und Gästestruktur war an diesem Abend für uns nicht stimmig. Aber hoffentlich war es nur ein Ausrutscher, denn das er kochen kann, daran besteht kein Zweifel

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