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Paulinerhof, Kasel

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  • foodfreestyler
    antwortet
    Wir wurden leider nicht aufgeführt, Gründe hierfür kennen wir leider nicht...obwohl uns bestätigt wurde wir seien erwähnt. Naja wir sind ja noch jung und ham zeit...
    Auf das nächste Jahr, dann it neuer Weinkarte und in neuem Look.

    Danke

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  • wombard
    antwortet
    Zitat von Essenslieber
    14 Punkte im GM wären eine Enttäuschung fuer Ihn, so seine Aussage und ein Stern wuenschenswert. Unsere Meinung, auf dem Weg zum Stern ist er bestimmt, allerdings fehlt im "noch" die Kontinuität. Wir werden defintiv bald wiederkommen und freuen uns jetzt schon darauf.
    Habe ich in den neuen Guides was überlesen oder ist das Restaurant tatsächlich nirgends aufgeführt? Gibt`s dafür Gründe? Bin eigentlich ratlos

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  • ajiDesign
    antwortet
    Besuch vom 05_11_2010

    Hallo liebe Forenmitglieder,

    nachdem ich hier schon einiges an Positivem über die Prälatenstube im Paulinerhof gelesen hatte, war ich kurzentschlossen selbst einmal hingefahren und hatte
    einen ersten Eindruck auch schon auf Facebook hinterlassen, wie vielleicht Mancher mitbekommen hat.

    Insgesamt war ich sehr angetan von Benjamin Pfeifer´s Leistung, bzw. der des gesamten Teams. Was mir besonders imponiert hat, war, dass bereits jetzt eine eigene Stilistik erkennbar ist. Feine Produkte verbinden sich mit eher rustikalen Akzenten auf einem Niveau, das hier und da noch etwas unausgegoren wirkt, aber insgesamt das Potential für einen Stern in sich birgt.

    Hier kurz das Menu mit ein paar unmaßgeblichen, rein subjektiven Äußerungen:

    Amuse
    Entenleber und Schokolade, schmelzend und kross
    Entenlebercreme, geräucherte Brust Caradamom, Zimt
    Beide toll ausbalanciert und geschmacklich sehr gut!

    Menu
    Waldboden 2010
    Rindertartar, Waldpilzschaum und Mixed Pickles

    Der einzige Gang, der mich irritiert hat und noch einiges an Arbeit bedarf, da die Gemüse zu dominant sauer und in ihrer Portionierung zu mächtig waren, was das Tartar komplett überlagert hat.

    Kaisergranat und Bouchotmuschel
    Kürbis und Orange

    Sehr komplex und doch geschmacklich klar, hat einfach Spass gemacht.

    Karamellisierte Jacobsmuschel
    Gulaschsaft, Lauch, eingelegte Steinpilze (und Semmelknödel)

    Tolle Kombination, die passt; so noch nirgends gesehen!

    Sellerieraviolie
    Haselnuss und braune Butter (und Albatrüffel)

    Nussig, herzhaft und die Ravioli mit Biss.

    Cremesorbetvom Ludovicosekt

    Imperialtaube - Teriyaki
    Petersilie, Salzzitrone und Erdnuss

    Ein Gericht, wie man es in manch **-Haus nicht besser bekommt, ausgewogene Aromen und viel Abwechslung
    in der Komposition - sowie eine perfekte Garung der Taube
    (Reh als Alternative).

    Taleggio
    Lardo Majoran

    Ein warmer Taleggio-Käse, der insgesamt mit dem Speck und dem majoran schmeckt, aber arg schwer ist.

    Omas Apfelkuchen
    und was wir daraus gemacht haben

    = Apfelragout, obenauf Hefeexpuma, Crumble und Crunch, Rumrosinen-Eis und eine Apfelschneekugel im Zuckermantel. Warm, kalt, weich, knusprig, Frucht= sehr tolles Dessert, mit allem, was dazu gehört.

    Menupreis waren 90€, was angesichts der Leistung angemessen ist.

    Fazit: ich würde jederzeit wieder hingehen, da der Abend ungezwungen war und einfach Spass gemacht hat, auch wenn (noch) kein Stern darüber strahlt.

    Bestes

    aji
    Zuletzt geändert von ajiDesign; 10.11.2010, 10:09.

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  • wombard
    antwortet
    Neuerlicher Besuch

    Vor einigen Tagen hatten wir mal wieder das Vernügen. Ja, was sollen wir sagen, am besten mit den Worten unserer Freunde "haben gar nicht gewusst, das es hier so eine tolle Küche gibt"

    Speziell waren die kleinen Vorspeisen sowie der erste Gang.

    Ob das Cornetto mit Entenleber oder die geeiste Entenleber als Praline in einer Entengewürzhaut. Toll und viel zu wenig, das allein hat den Besuch schon gelohnt.

    Eingelegte Wassermelone mit Tomate , Thunfisch und geeister Feta

    ein verücktes Gericht, die Melone schmeckte durch den Wasserentzug nach komprimierter Frucht und ehrlich, geeisten Fetakäse habe ich mein Leben noch nie gegessen

    Der Rest war gut bis sehr gut, gelungen auch das junge Reh mit einer in Kräutern ummantelte Blutwurstpraline und als von allen als der Höhepunkt angesehene Gang

    Atlantik Rochen und Ochsenschwanz mit Limonenvinaigrette und Erbsen

    Auf dem Rochen lagen zwei Ravioli, eins gefüllt mit Ochsenschwanz und das andere mit einer Ochsenschwanzemulsion. Beim hereinbeissen erfolgte ein intensives Geschmackserlebenis.

    Etwas abgefallen war einzig und allein Omas Apfelkuchen als Nachtisch. Die Variante war einfach zu mastig nach dem umfangreichen Menue.

    Die Weinauswahl bleibt regional ausgeprägt (Ruwertal), aber auch der Rote des Hauses ist beachtenswert.

    Fazit: für rd. 110 Euro pro Kopf incl. 7 Gang Menue, Wein , Aperitif und Wasser ein toller Abend.

    Schade ist nur, das auch bei unserem zweiten Besuch, diesmal an einem Samstag, die Auslastung überschaubar blieb.

    Zur Bewertung: Der Gusto vergab 7 Pfannen und schrieb 2 oder 3 Seiten kritik, verdammt viel für einen Newcommer im Vergleich zu den Platzhirschen.

    Er selbst erwartet daher eine positive Anerkennung im GM, der definitiv vor Ort war. 14 Punkte wären eher eine Enttäuschung.

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  • Sphérico
    antwortet
    Verehrte Morhel,

    natürlich haben Sie Recht, verzeihen Sie mir. Es war eine Wortlautassoziation.
    Vielleicht kann ein Administrator den Beitrag in die richtige Ecke verschieben...

    Beste Grüße :cheers:

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  • Gast-Avatar
    Ein Gast antwortete
    Werter Sphérico,

    wenn Sie mir jetzt noch erklären, was Ihre unangenehmen Erfahrungen in Kassel mit dem Paulinerhof in Kasel zu tun haben ...



    *grmpf*

    Morchel

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  • Sphérico
    antwortet
    Zitat von Kimble Beitrag anzeigen
    Ich bin mir sicher, dass Kasel in den nächsten Führern entsprechend gewürdigt wird.
    Werter Kimble,

    Kasel wohl, Kassel aber wohl nicht. Ich wurde zwecks Fortbildung für fünf Tage in der kulinarischen und überhaupt Genuß-Diaspora weggesperrt. Die gern von Eingeborenen herbeigesehnte Aura der modernen Künste lag sicher irgendwo, aber in der ersten Maiwoche nicht in Kassel.
    Selbst das Gourmetrestaurant im Steinernen Schweinchen ist inzwischen (bis auf Weiteres ?) geschlossen. Und der vollste Laden im Zentrum war voll wegen der extrem niedrigen Preise. Eine Art Reinigung also als Vorbereitung für Schloß Berg. Ich bin foody, holt mich hier raus...


    P.S. Habe abends sogar in meiner Verzweiflung die Handy-Menuefotos aus Mallorca angeguckt...

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  • Kimble
    antwortet
    Willkommen im Club der Vielposter :cheers: und danke für den tollen Bericht

    Gruss

    Kimble, der froh ist dank der guten Morchel nun Gesellschaft zu haben

    PS
    Ich bin mir sicher, dass Kasel in den nächsten Führern entsprechend gewürdigt wird.

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  • Gast-Avatar
    Ein Gast antwortete
    :cheers: Jubiläumsposting +++ Jubiläumsposting +++ Jubiläumsposting +++ Jubiläumsposting :cheers:

    So, jetzt ein paar Details zum Paulinerhof. Unser Resumé vorneweg: ein sehr solider Stern.

    Das zeigte schon ein erster wunderbarer Gruß: eine Auster, darauf rote-Bete-Gazpacho und ein Gurken-Wasabi-Schaum. Sehr fein, eine wunderbare Kombination mit unterschiedlichsten Aromen.

    Was uns begeisterte: Ein Gericht namens „Spargel aus der Pfalz“. Eine dicke Spargelstange – versehen mit einem Schlitz in der Mitte – gefüllt mit einem pochierten Eigelb, das sich beim „Anstechen“ auf die Spargelstange ergoss. Angegossen wurden außerdem Nussbutter und eine herrliche Kartoffelvinaigrette. Am Rand des Tellers eine konfierte Garnele, wenn auch am Rand platziert, so durchaus keine Marginalie. Das Ding war perfekt. Klingt vielleicht in Summe einfach, und war auch einfach: einfach saugut.

    So auch der Kartoffelraviolo: Gefüllt mit einer Kartoffelcrème und von einem wirklich milden (!! – ich hatte nämlich ernsthafte Bedenken) Knoblauchschaum und Petersilie umschmeichelt. Zum Reinlegen.

    Spektakulär: Jakobsmuscheln (roh und gebraten) mit scharfem (Chilli) Rhabarbersaft und Vanille. Eine irre Kombination, die wir so noch nie gegessen haben.

    Mo-Ma’s Glücklich-Macher: Zum einen ein US-Rinder-Nacken (60 Stunden in Niedertemperatur gegart) auf Zwiebelconfit, Spinatcrème plus Rindertartar. Zum anderen eine Gänseleberpastete umwickelt mit roh marinierter Langoustine, Avocado und Granny Smith. Die wunderbar zart schmelzende Pastete war mit rotem Eiswein perfekt abgeschmeckt. Zum dritten dann noch ein Schweinebauch in der Art Tom Ka Gai mit einem Karotten-Ingwer-Mousse und Kokos. Die Tom Ka Gai wurde bei diesem Gericht in ihre einzelnen Bestandteile zerlegt, die sich alle in veränderter Form wieder auf dem Teller fanden. Kokos z.B. als leicht gelierende Tropfen, die Suppe geklärt. Das Ganze wurde übrigens auf sehr unterhaltsame Art direkt am Tisch angerichtet und war einfach einmal etwas ganz Anderes.

    Ein absoluter Knaller zum Schluss: „Amarenakirschen aus 2009“. Die im letzten Jahr eingelegten Kirschen zierten einen Teller, auf dem sich ein Kirschmousse (wunderbar!!), ein Kirschsorbet (genauso wunderbar!!) und ein Schokotörtchen mit Eierlikör-Stracciatella-Parfait-Füllung (sündigst!!) befanden. Wir verliehen diesem Gericht den passenderen Titel „Böse Lust“. Die Qualität und die Kreativität dieses Desserts fand ich wirklich bemerkenswert, da wir die Erfahrung gemacht haben, dass in ambitionierten Häusern rund um einen Stern häufig die Desserts im Vergleich zum restlichen Menü ein wenig abfallen. Das war hier wirklich nicht so.

    8 Gänge für 80 Euro finden wir in Anbetracht der Leistung sehr fair bepreist. Zum Rundum-Wohlfühl-Paket wurden die Besuche durch die sehr herzlichen und aufmerksamen Servicekräfte, die ihre Gäste einfach glücklich machen wollen. In unserem Fall ist das absolut gelungen.

    Wir kommen wieder!

    Die Morchels

    PS: Schlechtes Wetter im Urlaub ist richtig gut. Da kann man sich ohne schlechtes Gewissen ausführlich den kulinarischen Genüssen hingeben. Was soll man denn sonst schon tun.

    PPS: Die nächsten Tage soll es weiter regnen.

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  • wombard
    antwortet
    Zitat von Morchel Beitrag anzeigen
    Teaser-Modus-an

    Werte Forumisten,

    die gute Nachricht vorneweg: Benjamin Peifer ist seit unserem letzten Besuch vor einem halben Jahr noch besser geworden. Die schlechte Nachricht: Die ersten Tester scheinen dies auch entdeckt zu haben und entern den Paulinerhof. Bald ist es wohl vorbei mit dem Schlemmen unter Geheimtippbedingungen. :heulen:

    So nutzen wir dieses Mal mit zwei Besuchen die noch vorhandene relative Anonymität des Restaurants und sind sicher, dass dies das nächste Mal wohl schon anders sein wird. Benjamin Peifer ist es auf jeden Fall zu gönnen, dass die Branche auf ihn aufmerksam geworden ist.

    Details folgen nach unserem zweiten Besuch.

    Morchel


    Teaser-Modus-aus
    Es freut mich sehr , dass es Ihnen nach wie vor sehr gut gemundet hat.

    Die Qualität hat jetzt ja schon einen, sagen wir es mal so, angemessenen Preis. Viel Luft nach oben erscheint mir nur dann, wenn sich das Niveau in Rchtung der Platzhirsche bewegt. Andererseits stellt sich dann für mich die Frage, ob der "Gourmet" sich in ein Haus verirren wird, das über einen weinseeligen Biergarten bzw. Schänke verfügt.

    Seis drum, wir können ja mal spekulieren, was für Benotungen der oder die Tester abgeben werden. Ich tippe mal für den GM mit 14 Punkten sowie 2 Gabeln im Michelin.

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  • Gast-Avatar
    Ein Gast antwortete
    Wenn Sie mir noch kurz beschreiben, wie der genannte Herr aussieht.

    Nein, im Ernst: Dass Tester kommen, hat uns das Restaurant erzählt. Ist ja eigentlich auch kein Wunder.

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  • Rouget
    antwortet
    Zitat von Morchel Beitrag anzeigen
    Die schlechte Nachricht: Die ersten Tester scheinen dies auch entdeckt zu haben und entern den Paulinerhof. Bald ist es wohl vorbei mit dem Schlemmen unter Geheimtippbedingungen. :heulen:
    Wieso? Saß Manfredo Kohnke an ihrem Nebentisch?

    Interessierte Grüße,
    Rouget

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  • Gast-Avatar
    Ein Gast antwortete
    Teaser-Modus-an

    Werte Forumisten,

    die gute Nachricht vorneweg: Benjamin Peifer ist seit unserem letzten Besuch vor einem halben Jahr noch besser geworden. Die schlechte Nachricht: Die ersten Tester scheinen dies auch entdeckt zu haben und entern den Paulinerhof. Bald ist es wohl vorbei mit dem Schlemmen unter Geheimtippbedingungen. :heulen:

    So nutzen wir dieses Mal mit zwei Besuchen die noch vorhandene relative Anonymität des Restaurants und sind sicher, dass dies das nächste Mal wohl schon anders sein wird. Benjamin Peifer ist es auf jeden Fall zu gönnen, dass die Branche auf ihn aufmerksam geworden ist.

    Details folgen nach unserem zweiten Besuch.

    Morchel


    Teaser-Modus-aus

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  • wombard
    antwortet
    Nun die versprochene Speisenfolge:

    Vor dem Menü gabe es ein Cornetto mit Vitello Tomato Sauce und oben drauf ein rohes Kalbstartar. Köstlich. Danach noch eine kleine Brunnenkressesuppe.

    Gänseleber und roh marinierter Langostino auf Avocado, getoppt mit Granny Smith Eis und Ingwer

    Kartoffelraviolo an mildem Knoblauchschaum und Petersilie

    Rotbarbe auf Tomaten, darüber geschmolzener Brindamour sowie Calamaretti

    Cremesorbet aufgefüllt mit hauseigenen Ludovicosekt

    Hohe Rippe auf Spinatcreme und Tartar vom Angusrind auf Röstzwiebeljuce

    Käseauswahl vom Brett mit hausgemachten Himbeer- und Kürbischutney

    Das Dessert war uns dann zuviel, es gab für uns noch eine kleine Kostprobe, ein Amarenakirschenbecher.

    dazu wurden hauseigene Weine und Sekte gereicht.

    Ausgezeichnet war die Gänseleber und die Rotbarbe. Die Geschmackskombination von perfektem Granny Smith Eis sowie der angebratenen Gänseleber, ein Gedicht. Gleiches gilt für die Kombination der Rotbarbe mit dem zerschmolzenen Brindamour sowie den Tomaten.

    Zu den Käsesorten bleibt anzumerken, das es sich um eine kleine ( 10 Sorten) aber feine Auswahl aus aller Welt handelte, die sich wohltuend von dem vielfachen Einerlei der Affineure abhebte.

    Vor dem Menü gabe es noch ein Cornetto mit Vitello Tomato Sauce und oben drauf ein rohes Kalbstartar. Köstlich. Danach noch eine kleine Brunnenkressesuppe.

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  • Daurade
    antwortet
    Hallo zusammen,

    wir wollten das Haus auch im Mai ansteuern (das Biedermeierzimmer sieht so schön aus), aber leider ist am sonntagabend wie an so vielen Orten das Gourmetrestaurant geschlossen.

    Beste Grüße
    Daurade

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