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Sonnora***, Dreis

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  • Vielen Dank für diesen aufschlussreichen und das Haus würdigenden Bericht, werter merlan. Er erhöht die Vorfreude auf unseren Besuch im kommenden Monat. Auch ich werde dann berichten, und dies sicher mit ähnlich großer Begeisterung!

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    • Werte Forumsmitglieder gerne will ich nun auch anfangen von meinen Restaurantbesuchen zu berichten. Nach Jahren des Mitlesens möchte ich mit einem Bericht über das Sonnora einsteigen, auch wenn es in letzter Zeit einige aktuelle Beiträge gab. Aus diesem Grund werde ich nicht alle Fotos der Gerichte einbinden.

      Anfang September ist es mein insgesamt vierter Besuch im Sonnora und – so viel sei vorweggenommen - sicher nicht der Letzte. Nach dem wie immer freundlichen Empfang und einem stärkenden Espresso widmen wir uns als Nachmittagsbeschäftigung einer ausgezeichneten 2010er Spätlese Graacher Domprobst vom Weingut Willi Schäfer und stöbern schonmal weiter in der Weinkarte.

      Später am Abend kommt dann als erster Gruss aus der Küche ein Mousse von der Strauchtomate mit Garnelen und Gurke. Die Tomaten-Aromatik ist fein herausgearbeitet und zusammen mit den Garnelen und den Gurken, welche frische und Textur beisteuern, ergibt sich ein ansprechendes Geschmacksbild. Sehr gelungen.
      Die folgende Trilogie besteht aus Gillardeau-Auster mit Gurke und Dill, Label Rouge Lachs mit einem sensationellem Wasabi-Eis und der bekannten Edelfischpraline ist durchwegs hervorragend.

      Den Menüauftakt macht dann die Terrine von der Gänseleber mit Perigord Trüffeln, Pinienkern-Vinaigrette und Bari Feigen. Die Terrine ist handwerklich auf höchstem Niveau und wird durch die Mitstreiter auf dem Teller perfekt unterstützt. Alles ist wunderbar austariert und macht diesen Ganz zu einem der besten Gänselebergerichte, die ich je gegessen habe. Für mich auch einen Tick vor anderen Kreationen aus den letzten Jahren.



      Es gibt eine «oder» Option zwischen Leber und Torte vom Rindstatar. Schnell wird daraus ein «und» denn der Gateau Sonnora darf natürlich einmal mehr nicht fehlen. Ein Hochgenuss wie immer.

      Weiter geht es mit einem prächtigen Kaisergranat von aller höchster Qualität. Serviert mit Avocado, Kopfsalat, einer Vinaigrette aus gereifter Sojasauce und Kaviar. Das typisch nussig-süssliche Aroma des Meeresbewohners wird ergänzt von den cremigen Avocado-Stückchen. Die Vinaigrette mit angenehmer Säure und die salzige Würze des Kaviars umspielen das Ensemble wunderbar, der Kopfsalat setzt immer wieder frische Akzente. Sehr stark.

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ID: 67059

      Jedes Jahr aufs Neue freue ich mich auch besonders auf das Kalbsbries. Bries ist eine Zutat, die ich sehr schätze und im Sonnora stets in Perfektion auf den Tisch gelangt. Heute mit gefüllten Champignons, Trüffel, Petersilienjus, einem Schaum auf Vin-Jaune Basis, etwas Lauch und Pfifferlingen. Das ist ein süffiges Wohlfühlgericht aus dem obersten Regal. Hervorragend.



      Im Hauptgang gibt es mit dem Eifeler-Rehrücken einen weiteren Klassiker des Hauses, den ich auch wegen der Rouennaiser Sauce immer gerne bestelle. Das Fleisch ist von hervorragender Qualität und Garung. Mit der fantastischen Sauce wird daraus ein Hauptgang, der seinen Namen verdient und das Niveau des grandiosen Menüs mühelos hält.

      Statt Käse tauschen wir den geeisten Kaffee Arabica mit Kakaobohneneis und Tahiti-Vanilleschaum ins Menü, der bei uns nicht fehlen darf. Faszinierend wie das bekannte Geschmacksbild eines Eiskaffees hier in absoluter Perfektion dargeboten wird.



      Als Pre-Dessert folgt wie beim obigen Bericht die Kokosnusszubereitung mit Mango. Auch uns schmeckt es wunderbar.
      Das finale Dessert ist Delice von Himbeeren mit weisser Schokolade und Joghurt-Estragon-Eis. Auf dem Teller findet sich ebenfalls ein ausgezeichnetes Himbeersorbet. Ein sehr gelungenes Dessert, das mit weisser Schokolade und Himbeere einen schönen süss-fruchtigen Grundton hat, aber insbesondere durch das Estragon-Eis Spannung und Komplexität in Spiel bringt. Sehr schön.

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ID: 67061

      Das Sonnora ist für mich ein Ort des vollkommenen Genusses und die Küchenleistung sticht für mich auch unter den bisher von mir besuchten 3-Sterne Restaurants nach oben heraus. Der Service um Frau Thieltges und Frau Brandstätter ist herzlich und professionell. All das macht das Sonnora zu meinem Lieblingsrestaurant und schon jetzt ist die Vorfreude auf einen weiteren Besuch gross. Ein fantastisches Egg Benedict zum Frühstück am nächsten Tag steigert das Verlangen bald wieder zu kommen noch weiter.

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      Zuletzt geändert von eating_max; 02.10.2020, 19:37.

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      • Lieber Max, herzlich willkommen im Forum, urlaubsbedingt konnte ich den Bericht erst jetzt in Ruhe lesen. Ein Klassiker ist zum Start hier natürlich optimal... wie würdest Du die Veränderungen sehen im Sonnora. Ich denke, man sieht, mehr und mehr, wie Clemens Rambichler seine Akzente setzt, oder?

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        • Lieber QWERTZ, grundsätzlich habe ich das Gefühl, dass es generell etwas leichter geworden ist und ein ausgedehntes, großes Menü einfacher essbar geworden ist. Dazu gibt es immer wieder Gerichte die (zumindest soweit ich weiß) ganz neu sind, beispielsweise das im Bericht beschriebene Gericht mit Kaisergranat. Ich muss sagen, mir gefällt auch das, was sich nicht verändert. Nämlich die fantastische Produktqualität und tadellose Zubereitung.

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          • Danke für die Einschätzung, Es sind natürlich minimale Veränderungen und das ist auch genau richtig so, aber es gilt natürlich auch für eine klassische Küche, dass sie den Kontakt zu grundsätzlichen Entwicklungen nicht verpassen sollte, um, nicht irgendwann museal zu werden. Insofern ist es natürlich gut, wenn hier und da neue, in der Stilistik passende Gerichte dazu kommen und die Essbarkeit in Bezug auf Üppigkeit in die Gestaltung einfließt.

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