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Sonnora***, Dreis

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  • #16
    Zitat von soriso Beitrag anzeigen
    Verglichen mit Ihrem Bericht von 2008 hat Thieltges demnach nicht nachgelassen - wie das aus Sicht der Herren Kimble und Sterneküche aufgrund deren Berichte vom Oktober 2009 gesehen wird.
    Abgesehen davon, dass auch ***-Restaurants mal einen schlechten Tag haben, kann man ja auch verschiedener Meinung bei der Beurteiliung ein und desselben Menues/Gangs sein. Es freut mich, dass Sie und Morchel in diesem Restaurant so gute Erfahrungen machen, aber die Berichte von Kimble und Sterneküche werden dadurch weder uninteressant noch wertlos.

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    • #17
      Zitat von Zeitblom Beitrag anzeigen
      Es freut mich, dass Sie und Morchel in diesem Restaurant so gute Erfahrungen machen, aber die Berichte von Kimble und Sterneküche werden dadurch weder uninteressant noch wertlos.
      Ich glaube nicht, dass das jemand behauptet hat, lieber Zeitblom. Im Gegenteil - unterschiedliche Berichte machen das Ganze ja erst richtig spannend. Wär ja ein bisschen fad, wenn alle immer einer Meinung wären.

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      • #18
        Zitat von Morchel Beitrag anzeigen
        Das kann ich so bestätigen.
        Ich lege noch einen drauf und behaupte, besser als je zuvor

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        • #19
          Liebe Leckerschmecker,

          obwohl das Thema „Sonnora Dreis“ schon etwas älter ist, möchte ich meine Kritik hier gerne anschließen.

          Der Ausflug ins Waldhotel Sonnora war lange geplant und die Freude entsprechend groß, als es endlich soweit war. Unsere Jungs mussten an diesem Samstag zum Glück bereits nachmittags gegen Argentinien antreten und gegen die Hitze unseres 4-Wochen-Sommers sollte im Restaurant die Klimaanlage helfen.

          Gegen 15,00 Uhr eingetroffen, war man so lieb, uns vor dem Fußballspiel noch eine Kleinigkeit zu servieren. Wir entschieden uns für die berühmte „Torte“ vom Rindertatar mit Kaviar auf Kartoffelrösti.

          Vor der Torte wurde ein kaltes Krabbensüppchen gereicht, das wunderbar leicht und delikat abgeschmeckt war und so sicher über den tatsächlichen Gehalt hinweg täuschte…dazu ein kleines, angemachtes Krabbenhäufchen auf einem knusprigen Plätzchen. Köstlich! So konnte es weitergehen.

          Und es ging so weiter!

          Nachdem ich mich dazu durchgerungen hatte, das kleine Tortenkunstwerk zu zerstören war klar, warum Herr Thieltges und seine Kochkunst so angesehen sind. Zuerst schmeckte man den nussigen Kaviar. Dann folgte über die leichte Sauercreme hinweg das milde Tatar um letztlich mit dem Aroma des immer noch knusprigen Kartoffelpuffers auszuklingen. Mmmmh…, lecker!

          Das war der erste, ganz große Sport an diesem Tag.

          Als Desserts gab es nach einer kleinen, süßen Einstimmung u. a. geeisten Cappuccino und Cremeux von Valrhona-Schokolade. Geschmacklich einfach grandios. Voller Aromen, nicht zu süß…- toll.

          Auch die Weine, welche uns serviert wurden, waren und passten erstklassig.

          Der leichte, frische Cabernet Sauvignon zur Torte war genau dass, was man bei dem Wetter zu diesem Essen trinken wollte. Ganz toll ausgesucht. Zum Dessert gab es einen kühlen Süßwein sowie einen wohl temperierten Sherry, der schon fast ölig wirkte und einen vollmundigen, fast holunderartigen Geschmack hatte. Mein Kompliment an Frau Brandstätter.

          Als keine Anekdote wird sicherlich in Erinnerung bleiben, dass es das Dessert bei Kerzenschein gab und Herr Thieltges auf ein Pläuschchen seine Küche verließ, um die Gäste persönlich zu begrüßten. Grund: Der Strom war nach einen Hitzegewitter ausgefallen.

          Der Strom war ausgefallen!!! - Na??? - Klingelt´s??? - Ohne Strom kein Fernseher. Ohne Fernseher keine WM. Exkrement!!! Also musste man gebannt den Kommentaren aus dem Radio lauschen…so oder zumindest so ähnlich musste es 1954 gewesen sein, als Herbert Zimmermann seinen berühmten Torschrei über den Äther sandte. …na ja, ein bisschen zumindest…

          4:0! Zum zweiten Mal wurde an diesem Tag großer Sport geboten. Ab dem 2 : 0 übrigens wieder mit beweglichen Bildern. Noch schöner als das Ergebnis war allerdings, dass es nun endlich an der Zeit war, sich fertig zu machen und den Weg ins Restaurant zu suchen.

          Wir hatten uns für das 7-Gänge Menü entschieden, aber mit Abweichungen. Anstelle der Käseauswahl haben wir uns lieber die beiden zur Auswahl stehenden ersten Gänge gewünscht. Auch das Hauptgericht haben wir aus der Karte gewählt. Im Einzelnen gab es:

          Parfait von Perigord-Gänsestopfleber mit Birnenmuss und geeistem Feigenkonfit
          Cannelloni vom rohen Kalbsfilet mit Thunfischtatar auf Kartoffelrösti
          Medaillon vom Kalbsbries auf Petersiliencreme mit Pfifferlingen und Spaghetti Chartreuse
          Bretonischer Steinbutt auf Fenchel mit mediterraner Vinaigrette
          Gegrillter Hummer auf in Eiswein geschmortem Chicorée mit Limonen-Beurre-Blanc
          Getrüffelte Ballotine vom Kalbsfilet und –bries auf Wirsing mit GänseleberCroutons und Sauce Perigourdine
          Knusprige Steusselblätter mit marinierten Erdbeeren und Pfefferminze
          Petits Fours

          Vorab wurde als Gruß aus der Küche die bereits beschriebene marinierte Auster gereicht, gefolgt von einem Quartett kleiner, kulinarischer Köstlichkeiten.

          Es sprengt den Rahmen, hier ausführlich auf die vielen wundervollen Aromen und handwerklichen Details einzugehen. Es wurde wirklich alles auf den Punkt genau zubereitet und mit einer unglaublichen Mühe und Liebe zum Detail serviert.

          Apropos serviert…auch der Service soll hier seine Lorbeeren ernten. Wir wurden sehr herzlich empfangen und es brauchte nur eine kurze Zeit, um sich aufeinander einzustellen.

          Die Mitarbeiter und wir haben uns auf eine sehr nette und ungezwungene Art unterhalten, hier und da ein bisschen geflachst und über die Weine gefachsimpelt. Genau so stelle ich mir eine Beziehung zwischen Gast und Service vor. Ein steifer Kellner, der zu gar nichts eine Meinung hat oder überhaupt kein Späßchen über die Lippen bringt, wäre hier einfach fehl´ am Platze.

          Ich finde, es ist eine Kunst, dem Gast die Befangenheit zu nehmen, wenn er plötzlich von 3 Personen gleichzeitig bedient wird und er dies vielleicht vom gutbürgerlichen zu Hause her so gar nicht kennt. Und auf diese Kunst verstehen sich die Mitarbeiter im Hause Thieltges vortrefflich. Wir haben uns jedenfalls sehr wohl gefühlt und viel Spaß gehabt.

          Abschließen möchte ich mich auf jeden Fall noch einmal besonders bei der Sommeliere, Frau Brandstätter, bedanken, die wirklich tolle Weine ausgesucht hat. Das habe ich anderswo auch schon anders erlebt….

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          • #20
            Unser Besuch von voriger Woche war wieder einmal hervorragend.

            Man merkt, das es in die kalte Jahreszeit geht. Die Gerichte sind schwerer und kräftiger, als bei unserem Besuch im Frühjahr.

            Bei dem abendlichen Menue herausragend ,die
            "Cannelloni vom rohen Kalbsfilet und Thunfisch auf Rösti mit Ossietra Kaviar" sowie das "Saute von Froschschenkeln"

            Ein Lob diesmal vorallen an den Service, der in seiner aktuellen Zusammenstellung der Beste ist, der bei unseren Besuchen im Sonnora bisher gearbeitet hat. Kompetent, freundlich und Spass an der Arbeit. Besser geht es kaum.

            Fazit: Schade, dass es so weit entfernt ist.

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            • #21
              Werter Wombard, werter TaxAs,

              obwohl unser Besuch bei Herren Thieltges erst Ende August 2010 erfolgte,
              kann ich heimliche Neidgefühle nicht unterdrücken.
              Fazit: Schade, dass es so weit entfernt ist.
              Für uns sind es 220km - wie bedauerlich.:hungry:

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              • #22
                Trotz der vielen Positvberichte werde ich mal Eulen nach Athen tragen.

                Bei Thieltges haben wir nach 9/2010 im März 2011 erneut einen wunderbaren Gourmet-Abend verbracht.

                Das Menü a la Cart:

                >Tatar mit Imperial Caviar
                Erstmals probiert in einem Restaurant. Caviar habe ich aufregender bei Glattfelder (einer der wenigen Iran-Kaviar Importfirmen der Schweiz) in St. Moritz in Erinnerung. Da kosten 50 Gramm Irankaviar in einem kleinen Probierstübchen knapp 300 Euro.

                Vor 20 Jahren hat mir eine befreundeter Russe 1000 Gramm für 800 Mark beschafft.:heulen:

                > 4/5 kreative und schmackfafte Amuse.
                Für uns sind Amuse weniger wichtig.

                >Getrüffelte Roulade von Perigord-Gänsestopfleber
                mit Birnenchutney und geeistem Feigenconfit

                >Gegrillte Langustinen auf Gemüsemelange
                mit Kalamansi-Joghurt-Marinade

                >Steinbutt und Kaisergranat im knusprigen Pastilla-Teig gebacken auf Estragonsauce. #
                Eine umwerfende ganz neue Kreation zum nierderknien

                > Kalbsbries ua. mit Shiitake Pilzen
                Nur bei HW, H. Winkler und E.Witzigman jemals ähnlich gut erlebt.

                >Panaché von Atlantikfischen und Meeresfrüchten in legiertem Bouillabaisse-Safransud
                Eine tolle neue Kreation an Antibes (Cote D'azur) erinnernd.

                >Brust von der Challans-Blutente mit orientalischer Gewürzhaut, gebratener Entenstopfleber, Dörrobst und Haselnusscréme #

                > Lammkarree in einer selten anzutreffenden Zartheit, Geschmack, Produktqualität. Begleitet von einer fantasischen Sauce und mediteranem Gemüse #

                Fazit:
                Ein herrliches Gourmeterlebnis auf allerhöchstem *** Niveau.

                # = Gerichte - Hauptgänge 1 für 2.

                Dessert - kein Platz mehr.

                Gruß
                Soriso
                Zuletzt geändert von soriso; 22.03.2011, 15:16.

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                • #23
                  Werter Soriso,

                  vielen Dank für das Resümee von Sonnora Dreis. Dieses Restaurant habe ich für dieses Jahr auch noch ins Auge gefasst und Ihr Bericht hat mich in meiner Auswahl bestärkt.

                  Können Sie noch über Ihre Getränkeauswahl sowie über das Preisniveau berichten.

                  Viele Grüsse
                  Schink

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                  • #24
                    mmh
                    Klingt wieder alles toll. Sie haben meine Lust geweckt mal wieder zu Thieltges zu fahren.


                    Gruß!

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                    • #25
                      Allein die Challans-Ente wäre wohl Grund genug; nur schade, dass man so selten in die Gegend kommt

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                      • #26
                        Lieber soriso,

                        vielen Dank für diesen ( öffentlichen ) Bericht !


                        Mkg, Schmackofatz

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                        • #27
                          Zitat von Schink Beitrag anzeigen
                          Werter Soriso,
                          ....Können Sie noch über Ihre Getränkeauswahl sowie über das Preisniveau berichten.
                          Viele Grüsse
                          Schink
                          Klar - werter Schink.

                          Das gehört ja eigentlich auch dazu und eine weitere Gang-Ergänzung fehlt:

                          Jakobsmuschheln und Hummer, Chicorée in einer perfekten Sauce. Für ein solches Gericht in einer derartigen Perfektion, kann man uns mitten in der Nacht wecken.....

                          Von den genannten 9 Gängen wurden deren 2 bereits Mittags gegessen. Wir können es einfach nicht lassen, aber es hat dem Genuss am Abend nicht geschadet. Manche Gourmets brauchen eine tagelange längere Pause.
                          Wir können sowas in einer Woche mehrfach machen.:
                          Das Restaurand war völlig ausgebucht.
                          Wir hatten einen sehr schönen Eck-Tisch - alles passte bestens. Auch das Zimmer.

                          Auszug aus der Sonnora Speisekarte von Anfang Februar 2011:

                          Délice von Taschenkrebs
                          auf geliertem Granny-Smith-Apfelsud
                          36,-

                          Getrüffelte Roulade von Perigord-Gänsestopfleber
                          mit Birnenchutney und geeistem Feigenconfit
                          38,-

                          Gegrillte Langustinen auf Gemüsemelang
                          mit Kalamansi-Joghurt-Marinade
                          46,-

                          Steinbutt und Kaisergranat im knusprigen Pastilla-Teig gebacken
                          auf Estragonsauce
                          52,-

                          Panaché von Atlantikfischen und Meeresfrüchten in legiertem Bouillabaisse-Safransud
                          49,-

                          Brust von der Challans-Blutente mit orientalischer Gewürzhaut, gebratener Entenstopfleber, Dörrobst und Haselnusscréme
                          48,-

                          Galette von Ferkelfüßchen mit sautiertem Kalbsbries, schwarzem Wintertrüffel
                          und glacierten Echalotten
                          48,-

                          Tranche vom Milchkalbskotelette mit Rotweinzwiebeln, Nadelböhnchen
                          und Kartoffel-Parmesan-Püree
                          48,-

                          Warmer Schokoladen-Gateau mit Maracujaterrine, Kokoseis und weißer Kaffeesauce
                          20,-

                          Knusprige Streuselblätter mit karamellisierter Apfelterrine und Rum-Rosinen-Eis
                          20,-

                          Unser Menü Sonnora bieten wir ab 2 Personen an

                          Das Menü mit 5 Gängen kostet Euro 135,- pro Person
                          Das Menü mit 7 Gängen kostet Euro 165,- pro Person
                          Die Weißweinauswahl habe ich der Sommiliere mit den Worten überlassen:

                          Suchen Sie für uns bitte einen zu den Vorspeisen passenden Weißwein der Region aus.
                          Es wurde ein guter "Rotschiefer Paulinshof" für 38 Euro.
                          Passte sogar zur Gänseleber.
                          http://www.wein-plus.de/deutschland/...21&pict_type=k

                          Beim Rotwein habe ich die Sommeliere gefragt, ob sie einen ähnlichen californischen Rotwein wie den im Sonnora vor 2 Jahren getrunkenen großartigen Buena Vista anbieten kann.

                          Es wurde ein ähnlich guter voll überzeugender Lytton Springs für ganze 82 Euro.:cheers:
                          http://www.weinhalle.de/wein/usa/lytton-springs.html
                          Besser als so manch ein Hochgewächs aus Bordeaux in schwachen Jahrgängen.
                          Ein Glas Champagner kostet 14 Euro.

                          Wir hatten etwas zu feiern und es wurde noch ein langer Abend im gut besuchten Barraum.


                          Beste Grüße
                          Soriso
                          Zuletzt geändert von soriso; 22.03.2011, 23:07.

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                          • #28
                            Vielen Dank für den sehr schönen Bericht. Hoffentlich schaffe ich es im Sommer auch mal ins Sonnora. Besonders die klassischen Fischgänge reizen mich. Und die ALC Preise wirken auch sehr fair.

                            Grüße
                            ossobuco

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                            • #29
                              Ebenfalls Danke für den Bericht, soriso.

                              Auch ich habe das Sonnora in wunderbarer Erinnerung, aber mein Besuch liegt schon einige Jährchen zurück. Da bekommt man wieder richtig Lust! Ich denke noch mit Wonne an einen tollen Steinbutt unter der Sesamkurste mit Verjussauce zurück und an eine grandiose Komposition aus Kalbsfilet, Kalbsbries, Trüffel und Foie gras, wie ich es in dieser phantastisch opulenten Art seitheit so nicht mehr in D bekommen habe :hungry:

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                              • #30
                                Wir (2 Personen, Abendessen, a la carte) waren endlich zu Gast im Sonnora.

                                Um es auf den Punkt zu bringen: Soriso hat schlicht recht mit seinen herausragenden Kritiken zu Herrn Tieltges. Wir schließen uns dem an und verweisen auch auf seine Ausführungen und geben nur kurz unsere kulinarischen Eindrücke wieder.

                                Bewertung: *** bis ***+. Besonders hervorzuheben aus unserer Sicht, die herausragende Gänseleber, der perfekte Steinbutt sowie Saucen, die Ihresgleichen suchen. Und: die besten Gemüse, die wir jemals gegessen haben, jeweils mit perfekt herausgearbeitetem Eigengeschmack. Man merkt, hier steht das Produkt und nicht die Show um das Produkt, im besten Sinne im Vordergrund und es wird auch auf den Tellern umgesetzt!

                                Service und Essen waren tatsächlich eine Reise wert (im Gegensatz zu dem tags zuvor besuchten Oud Sluis - ich gehe davon aus, dass die werten Kollegen aus dem Gourmetclub noch ein Feedback schreiben) und dass in einen extrem entfernt gelegenen Ort.

                                Die Amuse waren: Kaviar, Aalcreme, Aal: ein perfekter Start und eine klassische Geschmacksbombe, die jeden Gänseleberfan sofort in seinen Bann zieht: ***+

                                Die nächsten Amuse Bouches wurden auf einem Teller serviert: Edelfischpraline asiatisch ***, Kaninchenchartreuse etwas unspannend ** Auster klassisch, aber ohne rechten Pfiff **+

                                Wir sind totale Gänseleberfans und bewerten daher diesen Gang immer besonders kritisch. Mosaik mit Gänseleberleber und Jacobsmuscheln samt Pinienkernen. Die beste jemals von uns verkostete Gänseleberkomposition sowohl in der Konsistenz, der Idee als auch der Optik, im Vergleich zu der tags zuvor servierten (vergleichsweise schwachen) Gänseleber im Oud Sluis schlicht PERFEKT. Von Altmeister Thieltges kann man diesbezüglich nur sagen: CHAPEAU! ****

                                Alternativ haben wir auch die hervorragende getrüffelte Gänseleberschnitte genommen: auch hervorragend, aber etwas sehr klassisch, deswegen "nur": ***

                                Als Fischgang nahmen wir zum einen den Atlantikseeteufel: der Fisch handwerklich sehr gut, aber nicht überwältigend, das begleitende Gemüse von unglaublicher Intensität (das ist GEMÜSEKÜCHE at his best!): ***.
                                Die Alternative war der Steinbutt mit Kaisergranat auf Spinat und Estragonsauce. Der beste Steinbutt - vielleicht der beste Fischgang -, den wir je geniessen durften. Noch nie ein Fisch mit weissem Fleisch gegessen, der so eigenständig war und durch den Kaisergranat noch gewonnnen hat. ****


                                Perlhuhn Label Rouge in 2 Gängen. Die einzige tatsächlich erwähnenswerte Kritik: für unseren Geschmack war das Perlhuhn etwas zu fest (**). Ansonsten gibt es für die unglaubliche Trüffeljus und die Morchelsahnesauce nur eine Bewertung: ***+

                                Die Desserts:
                                Die Dame: Variation von der Valrhona Schokolade: wie es sein soll der perfekte "schokoladige" Abschluß :-) *** Der Herr: ja, das Mosaik von Gänseleber und Jakobsmuscheln: Sie ahnen es schon, es bleibt dabei ;-)) ****

                                Als Abschluß diverse Miniküchlein, Pralinen etc: hervorragend! ***

                                Die Brote und die Butter verdienen eine extra Erwähnung: Echire Butter in "Großpackung", sehr gut und vor allem während des ganzen Menüs in perfekter Konsistenz. Thymianbutterbrot, schlicht perfekt zum "Reinknien". Bei der Olivenschnecke sind wir nicht sicher, wer von wem abkupfert, auf jeden fall war die im Vendome genossene besser ;-)

                                KG
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