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Sonnora***, Dreis

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  • TaxAs
    antwortet
    Ich habe Ende August das Waldhotel Sonnora besucht und möchte Euch kurz meine Eindrücke schildern, die, um es vorweg zu nehmen, sehr zuversichtlich sind.

    Frau Thieltges führte ihre Gäste so souverän und freundlich durch den Abend dass man nur erahnen konnte wieviel Tapferkeit ihr das abverlangen mochte.

    Mein Menü bestand im Wesentlichen aus Klassikern des Hauses wie z. B. die Gateau Sonnora, Kalbsbries, Seezunge, Hummer und Rehrücken.

    Schon die Grüße aus der Küche machten Hoffnung darauf, dass hier jemand ein Erbe angetreten hat, der zu Recht das Vertrauen von Frau Thieltges genießt. Die Edelfischpraline, der Safransud und ganz besonders der Involtino vom Thunfischtatar waren sehr gut abgeschmeckt.

    Der Hummer hatte eine so feine Ingwernote das man diese zunächst gar nicht wahrnahm. Die Verwunderung darüber, warum der Geschmack so verhältnismäßig lang und intensiv war löste sich wirklich erst im letzten Moment auf als sich der Ingwer zu erkennen gab.

    Die Seezunge hatte ganz leichte Röstaromen und präsentierte sich dadurch sehr nussig und mit dezenter Süße. Das Besondere an diesem Gang war die Beurre Rouge, die mit ihrer herben und fruchtigen Süße die Balance zwischen dem Staudensellerie und dem Fischlein hielt.

    Die Gateau, das Bries und auch der Rehrücken wussten in gewohnter und schon oft beschriebener Manier zu überzeugen. Dabei ist es mir immer eine besondere Freude zu erfahren, wieviel Geschmack man aus einer Rösti oder Wirsinggemüse herausholen kann.

    Herr Rambichler hat die Küche von Herrn Thieltges zweifellos verinnerlicht und bringt auch das entsprechende Talent für die feine Dosierung von Gewürzen mit.

    Spannend ist die Frage, ob er in der Zukunft einmal mit eigenen Kreationen ebenso überzeugen wird und er nach den großen Fußspuren, denen er folgt, eigene Abdrücke hinterlassen kann. Ich bin da sehr zuversichtlich und freue mich darauf.

    Nicht unerwähnt bleiben darf die charmante Frau Brandstätter mit Ihrer ausgewogenen Weinbegleitung.

    Soweit meine Eindrücke. Für mich erreicht das Waldhotel Sonnora nach wie vor seinen eigenen Anspruch von allerhöchst Qualität und bleibt für Freunde der französischen Hochküche eine Institution und ein Ort meisterlicher Gastlichkeit.

    Grüße,

    TaxAs

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  • Mohnkalb
    antwortet
    Was für eine traurige Nachricht! Ich wünsche der Familie und ihrem Betrieb viel Kraft und alles Gute! Helmut Thieltges war definitiv ein ganz großer Koch, der die Restaurantlandschaft hierzulande entscheidend mitgeprägt hat.

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  • wombard
    antwortet
    Und das sie heute schon weitermachen, chapeau. Erinnert mich an den genauso überraschenden Tod von B. Violier, dort hat man keine Ferien und bereits am nächsten Tag wieder geöffnet. Und die Übergabe an den Souschef hatte dort , wie auch hier, stattgefunden. Und es hat immer noch *** Sterne.

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  • chess
    antwortet
    Vielen Dank für die genussvollen kulinarischen Stunden, die wir bei Herrn Thieltges erleben durften. Ein Großer geht von uns.

    KG Chess

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  • soriso
    antwortet
    Werter Herr Buchner,
    auch ich möchte mich ihren Worten - verbunden mit großer Trauer anschließen.
    Herr Thieltges wurde nur 61 Jahre alt.

    Meine 2016 im Alter von 65 Jahren verstorbene Frau und ich kannten Herrn Thieltges seit 1973 durch Urlaub in St. Moritz / Pontresina.
    Später durch seine Kochkunst in Düsseldorfs Breidenbacher Hof.

    Wir gehörten dann ab 1978 zu den ersten Gästen im Waldhotel Sonnora
    und danach erfolgen fast in jedem Jahr 2/3 herrliche Besuche.
    Dabei fühlten wir uns immer als Freunde.

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  • QWERTZ
    antwortet
    Eine sehr traurige Nachricht. Ich war leider nur ein Mal im Sonnora. Damals war ich noch sehr skeptisch gegenüber der klassischen Küche - definitiv hat der Besuch dazu beigetragen, dass ich von da an meinen kulinarischen Horizont weiter gefasst habe.

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  • wombard
    antwortet
    Ich kann uns da nur anschliessen. Wir sind mit ihm Gross geworden, wir haben durch ihn die Lust am Geniessen gewonnen, es ist ein Schlag in die Magengrube. Wir trauern und unser Mitgefühl geht an die Familie und auch auch das Team.

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  • Hannes Buchner
    antwortet
    Soeben erreicht uns die Nachricht, das Helmut Thieltges überraschend verstorben ist.
    Wir bemühen uns um weitere Details.

    Welch schrecklicher Verlust für die deutsche Top-Gastronomie.
    Unser Mitgefühl gilt natürlich seiner Familie.
    Bestürzt
    Hannes Buchner

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  • Schink
    antwortet
    Meinen "Ausflug" an die Mosel haben wir mit einem Mittags-Menü in der Eifel im Sonnora verbunden. Das Menü bestechend bei den bekannten Gängen, besonders hervorzuheben, der Signature Dish, die kleine Torte vom Rinderfilet-Tatar mit Imperial Gold Kaviar auf Kartoffel-Rösti. Ein Gericht mit einer eigentlich einfachen Zubereitungsweise, die jedoch von der Qualität der Zutaten lebt. Ein Highlight war der Hauptgang, Carree und Rücken vom Limousin-Lamm mit Spargel und Pimento-Hollandaise. Das war eines der besten Fleisch-Gerichte ever, das Lamm von einer Zartheit und Schmelzigkeit und die Hollandaise cremig und mit der Paprika-Note außergewöhnlich.

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  • QWERTZ
    antwortet
    na, bis Nennig muss es schon sein, aber man muss das Gepäck immerhin nicht auf den Berg hochschleppen. Zumindest von München aus, würde ich die Anreise auch zu einem Mittagessen nicht riskieren... Ich habe jedenfalls bei der Anreise aus HH noch nie erlebt, dass der Anschluss in Koblenz und/oder Köln geklappt hat.

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  • HeikeMünchen
    antwortet
    Das macht bezüglich Bau Mut ! Da ich gerade über eine Bahnanreise zum Mittagsmenü nachdenke ... Das ist natürlich diesbezüglich echt knapp. Von wo aus könnte denn der Shuttle gehen?

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  • QWERTZ
    antwortet
    Ich war bisher erst ein Mal im Sonnora und erinnere mich immer gern daran, vor allem weil ich hin und wieder Bilder oder Beschreibungen exakt der Gerichte sehe bzw. lese, die ich auch damals essen konnte. Insofern ist es natürlich ein bisschen ein Faktor. Aber das ist eben auch der Punkt: entweder kommt man zurück, weil man bestimmte Erlebnisse ein weiteres mal haben möchte, oder man verschiebt den nächsten Besuch immer wieder, weil es ja so viele andere spannende Adressen gibt. Das sagt doch mehr über Esser uns seine Entscheidungsfindung, als über die Küche aus, finde ich.

    Ich bin ja auch bekennender Bahnreisender. Bei Christian Bau ist bietet das Hotel immerhin den Vorteil des kostenlosen Shuttle zum Hotel, insofern ist im Zimmerpreis das ggf. notwendige Taxi vom Bahnhof zum Hotel und ggf. zum Restaurant im Zimmerpreis includiert. In Dreis war ich damals mit einem Mietfahrzeug, weil der Kofferraum noch mit Wein gefüllt werden wollte. Zu Christian Bau bin ich bislang immer mit dem Zug gefahren, jedesmal hat sich wegen Nicht-Einhaltung von Anschlüssen der Bahnreisepreis reduziert - auch das senkt wieder die Reisekosten und kann sofort reinvestiert werden ;-)

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  • Junggaumen
    antwortet
    Zitat von thomashaj Beitrag anzeigen
    ...Und ich versuche, durch eigene Beiträge, bei denen man vielleicht erkennt, dass meine Vorlieben durchaus sehr weit gefächert sind, das Forum zu bereichern...,
    ...was auch vortrefflich gelingt.

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  • passepartout
    antwortet
    Zitat von thomashaj Beitrag anzeigen
    Ich bin diesem Forum beigetreten, weil mich Berichte über Restaurants interessieren und ich diese gerne mit meinem Erlebten abgleiche oder als Inspiration für künftige Besuche nehme. Und ich versuche, durch eigene Beiträge, bei denen man vielleicht erkennt, dass meine Vorlieben durchaus sehr weit gefächert sind, das Forum zu bereichern. Befremdlich finde ich es daher, das sich hier offenbar beim leisesten Hauch von Kritik am Sonnora oder weil man nicht in gleicher Weise euphorisiert ist bei einigen Forumsteilnehmern ein etwas herablassender Ton einstellt. Das ist unnötig und überflüssig.
    Vielen Dank für Ihre Engagement hier, Ihre Eindrücke und auch Meinungen sind eine sehr großes Bereicherung für dieses Forum.

    Viel Wert in meinen Augen, haben hier im Forum aber auch ganz besonders die oft sehr differenzierten Meinungen und klaren Vorlieben und Abneigungen.

    Als ich Ihre 3-5 Einstufung für das Sonnora laß, begann ich mich umgehend auf Herrn Sorisos Replik zu freuen. Ein Herrn mit sehr viel Erfahrung und sehr breit gefächertem Wissen. Einer der offen für sehr vieles ist und gern versucht, eine fremde Meinung nach zu vollziehen, sofern es nicht um Kritik an Herrn und Frau Thieltges Leistung oder ihrem wunderbaren Restaurant geht. In genau diesem einen Fall mutiert er zu Andoni Goicoechea.

    Viele Grüße

    Passepartout

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  • kgsbus
    antwortet
    Geschätzter thomashaj,

    machen Sie sich keine Sorgen oder schreiben hier gar nicht mehr.

    Ich habe vor langer Zeit mich hier angemeldet und dann jahrelang nichts geschrieben (mir reichte lesen).
    Dann hat mich die Lust doch zu schreiben eines Tages gepackt - und prompt bekam ich einige "heftige" Kommentare zurück.
    Gott sei Dank sprang mir ein Moderator bei und beruhigte die Gemüter.

    Bei Wohlfahrt und Lumpp habe ich auch schon getafelt. Beide Küchen finde ich großartig - wobei mir der Service und das Umfeld in der Schwarzwaldstube mehr zusagen; aber auch das ist nur meine Meinung.

    Baiersbronn mit Sackmann und den beiden *** sind für mich immer eine Reise wert (sogar mit der Bahn).

    Und das Vendome kann ich einfach mit dem Bus erreichen (da ich im Bergischen wohne und trauere Herrn Henkel nach).

    Für mich sind Wissler und Thieltges die beiden Brennpunkte meiner „Gourmet-Ellipse“.

    Eine Bereicherung meiner Eindrücke scheint mir dabei möglicherweise Herr Bau zu sein.

    Aber auch andere Tipps nehme ich gerne auf.

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