Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Sonnora***, Dreis

Einklappen
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • #61
    Zitat von Hedonist Beitrag anzeigen
    Es grüßt ein immer noch begeisteter Hedonist :cheers:
    Danke für den Bericht und willkommen im Club der Thieltges - Enthusiasten.

    Kommentar


    • #62
      Vielen Dank für den begeisterten Bericht der mir bestätigt, wer einmal im Sonnora war, will wieder hin und zwar sobald wie möglich ...

      Kommentar


      • #63
        Irgendwie kribbelt es bei mir in den Fingern und ich verspüre eine grosse Versuchung, sofort bei Familie Thieltges anzurufen und einen Tisch, am besten noch für diese Woche, zu reservieren :hungry:!
        Man man man, kann mir mal jemand sagen, warum ich da noch nicht gewesen bin :heulen:?

        Kommentar


        • #64
          Eigentlich ist es nicht nötig, darüber ein Wort zu verlieren, aber es ist nicht nur das Essen und der dazu passende Wein!

          Wenn man die Gelegenheit hat, sich mit Frau und Herr Thieltges zu unterhalten, verstärkt sich der ohnehin schon große Sympathiewert. So freundliche, natürliche, "bodenständige" und fast bescheidene Gastgeber im besten Sinne, erlebt man sehr selten. Selbst Herr Thieltges "Senior" lässte es sich nicht nehmen, die Gäste am Tisch zu begrüßen.
          Nichts aufgesetztes oder gekünsteltes, einfach nur herzlich und offen!

          Bei der Verabschiedung ist man versucht, salopp zu sagen: "Bis bald" und nicht "auf Wiedersehen"! Und danke für die Clubaufnahme

          Kommentar


          • #65
            Zitat von Hedonist Beitrag anzeigen
            Wenn man die Gelegenheit hat, sich mit Frau und Herr Thieltges zu unterhalten, verstärkt sich der ohnehin schon große Sympathiewert. So freundliche, natürliche, "bodenständige" und fast bescheidene Gastgeber im besten Sinne, erlebt man sehr selten. Selbst Herr Thieltges "Senior" lässte es sich nicht nehmen, die Gäste am Tisch zu begrüßen.
            Nichts aufgesetztes oder gekünsteltes, einfach nur herzlich und offen!

            Bei der Verabschiedung ist man versucht, salopp zu sagen: "Bis bald" und nicht "auf Wiedersehen"! Und danke für die Clubaufnahme
            Das macht der Senior doch auch . Früher hat die Ehefrau noch am Frühstückstisch gefragt "Kinder ,wollt ihr noch ebbes" Und das macht schon seit Jahrzehnten den Unterschied aus. Mann/Frau geht zum Essen zu HT und nicht um gesehen zu werden. Das haben sogar die Luxis gelernt. Und die Anderen, für die das gesehen werden wichtiger ist, suchen sich andere Locations aus. Da ist diese Dreis, gott bewahre es, am A.... der Welt.

            Kommentar


            • #66
              Zitat von Hedonist Beitrag anzeigen

              Die Weinbegleitung, die Frau Brandstätter kredenzte, war passend und großartig.


              Es grüßt ein immer noch begeisteter Hedonist :cheers:
              Die Leistung wird ja jetzt endlich auch national gewürdigt. Nah Schlemmeratlas auch im GM Sommeliere des Jahres. Herzlichen Glückwunsch

              Kommentar


              • #67
                Da hier einige Boardler einem den Mund in den letzten Wochen wässrig geschrieben haben, konnten wir kurzfristig unseren Kurzaufenthalt an der Saar um einen Tag verlängern.
                Herrausragend für uns diesmal die Fischgänge: Hummer auf Chicoree und Loup de Meer mit gegrillter Austern in mildem Speck, Sauce Pomerol und Taschenkrebscanneloni. Diese Kombination mit der Auster, die frisch aus dem Meer schmeckte, eingewickelt in dem Speck, ein neues Highlight.
                Und das HT wirklich einer der besten Köche ist, konnten wir am nächsten Morgen nochmals feststellen. Omlett und Spiegelei vom ***Sterne Koch, einfach nur perfekt

                Kommentar


                • #68
                  Hier nun der Bericht zum neuesten Clubabend vom 21. April 2012:
                  Hätte es nicht den Clubabend gegeben, wäre das Sonnora so schnell nicht mein Ziel eines kulinarischen Ausflugs gewesen, zu ungünstig liegt es für mich und außerdem bin ich nun nicht unbedingt ein Fan der puren klassischen Küche, sondern erfreue mich gern an herausfordernden Kombinationen und Kreationen. Dass es nun anders gekommen ist, war eine großartige Erfahrung, die ich nicht missen möchte, allein schon wegen der Erweiterung des kulinarischen Koordinatensystems.

                  Zum Auftakt des Menüs gab es eine Reihe schmackhafter Kleinigkeiten, begleitet von einem 2008er Leiwener Klostergarten Sekt Brut vom Weingut Josef Rosch mit einer Essenz von Cranberry.

                  DSC00509.jpg

                  Der erste Gaumenkitzler war die Auster spéciales Gilliardeau mit Holunderblüten-Vinaigrette und Minzjulienne. Die Aromen umschmeichelten die Auster und gaben Frische und nahmen ihr etwas den typischen puren Geschmack.

                  DSC00510.jpg

                  Es folgte der lauwarme Label Rouge Lachs auf Sellerie-Apfel-Salpicon - mit leicht süßlichem Einschlag, sehr angenehm.
                  Das Hirn-Crustillant mit Wachtelspiegelei lebte von der Cremigkeit des Eis und blieb für mich recht dezent.

                  DSC00512.jpg

                  Nun kamen gleich drei Happen auf einen Schlag: Crevetten in Tomatengelee und Gurkenschaum, Froschschenkel auf Brunnenkresse-Risotto und die Gebackene Edelfischpraline auf Mango-Chutney. Alles gelungen, nicht zu intensiv und eine höchst angenehme Einstimmung auf die folgenden Gänge.

                  DSC00513.jpg

                  Der erste Gang überraschte mich besonders angenehm: Getrüffelte Gänsestopfleber in Gelee von altem Tawny-Port und geeistem Feigenconfit. Vor allem gefiel mir die Konsistenz der Leber, nicht zu cremig, nicht zu fett. Alles perfekt harmonisch und ganz wunderbar. Eines der besten Gänselebergerichte, dass ich bislang gegessen habe, wenn nicht gar das Beste. Dazu der 2002er Gewürztraminer Vendages Tardives von der Domaine Trimbach im Elsaß passte optimal.

                  DSC00514.jpg

                  Der Involtini vom Blauflossen-Thunfisch mit Ossietra Kaviar und Tonnatocrème war zwar sehr lecker, konnte hier für mich nicht aber nicht ganz an die Stopfleber anknüpfen: die Tonnatocreme überstrahlte für mich mit ihrer Intensität zu stark den Thunfischgeschmack, auch wenn sie sehr gut war, hätte ich gern etwas mehr von dem puren Geschmack des Thunfisch gehabt. Ein Kontrastprogramm zum ersten Wein war der 2010er Sauvignon Blanc von Rebholz aus der Pfalz, sehr trocken, nicht überaromatisch, wie manche (deutschen) Sauvignon Blancs. Auch eine gute Kombination zum Gericht.

                  DSC00515.jpg

                  Die gebratene St. Jacobsmuschel auf Spargelsalat mit Joghurt-Calamansi-Marrinade begeisterte mich. Feine Säure, frische, perfekte Harmonie auf dem Teller und in Kombination mit dem 2004er Wehlener Sonnenuhr Riesling Kabinett von Joh. Jos. Prüm.

                  DSC00517.JPG

                  Die Tranche vom bretonischen Steinbutt mit geschmortem Safran-Fenchel, kleinen Artischoken und Ofentomaten in Olio Verde und Balsamico entführte mich vom Geruch ans Mittelmeer. Zwar waren auch hier die Aromen kräftig, der Fisch trat auch hier, wie beim Thunfisch, deutlich in den Hintergrund, aber die Aromen waren vielfältiger. Also: ein unglaublich leckeres Gericht. Der Wein, der 2009er Grüner Veltliner, Rosenberg Reserve vom Weingut Ott aus Österreich wirkte mir hier eine Nuance zu breit.

                  DSC00519.jpg

                  Nun folgte ein unglaublicher Gang:Blanquette vom Kalbsbries mit Flusskrebsschwänzen und Frühlingsmorcheln. Ich denke, schon bei den Zutaten wird jeder/jedem Leser/in das Wasser im Mund zusammen laufen, perfekte Harmonie, mehr fällt mir zu dem Gericht einfach nicht ein, so sprachlos bin ich noch immer. Der 2008 Vouvray Demi Sec von der Domaine Clos Naudin passte, mehr ist mir in Anbetracht der Strahlkraft dieses Gerichts leider nicht in Erinnerung.

                  Die Original Blutente aus Challans mit orientalischer Gewürzhaut, Birnenpolenta-Canapé und Orangen-Ingwersauce war der Hauptgang. Mir gefiel, wie dezent die orientalischen Gewürze wirkten, die Süße der Birne, die Cremigkeit der Polenta, in Geschmack und Textur sehr schön zu dem Gericht. Sehr schön dazu der 2005 Auxey Duresses von der Domaine Comtes Armand aus dem Burgund.

                  DSC00520.JPG

                  Das Pre-Dessert war eine Rhabarber-Kombination, die angenehm frisch und lecker war.

                  DSC00521.JPG

                  Beim Tartelette-Sablé mit Ananas creolischer Art auf Mango-Maracujasauce mit Zitronengras-Eis und Muskateller-Schaum kam etwas Streit am Tisch auf, namlich darüber, wer die Schälchen mit dem Muskateller-Schaum auslecken darf… so lecker war nicht nur der Schaum, sondern der gesamte Teller. Süße mit Säurespiel, etwas geradliniger in dem Eis, etwas verspielter in den Fruchtkomponeten. Der 2009er Bruderberg Riesling Auslese „Jungfernwein“ von der Carl Schubert´schen Gutsverwaltung von der Ruwer begleitete uns hier auch hier vortrefflich.

                  Nicht nur wegen der angenehmen Gespräche unter uns Clubmitgliedern, sondern auch aufgrund der überaus freundlichen Betreuung durch Frau Thieltges und des Service-Teams fühlte ich mich nicht nur an diesem Abend, sondern auch bis zur Abreise am nächsten Vormittag sehr wohl. Für mich war der Besuch etwas ganz besonderes.
                  Angehängte Dateien
                  Zuletzt geändert von QWERTZ; 29.04.2012, 15:12.

                  Kommentar


                  • #69
                    Vielen Dank, lieber QWertz, für Ihren Bericht - wusste ich es doch, dass Du das viel besser kannst als ich.
                    Ein Wort möchte ich noch über die Brotauswahl verlieren. Es gab neben einem Baguette noch eine Auswahl von diversen Brötchen, u.a. Brioche, Laugen, eine unglaublich würzig intensive Olivenschnecke ... Und die hervorragenden Pralinen und das Gebäck zum Abschluss wollen wir auch nicht vergessen.

                    Kommentar


                    • #70
                      Zitat von QWERTZ Beitrag anzeigen
                      perfekte Harmonie, mehr fällt mir zu dem Gericht einfach nicht ein, so sprachlos bin ich noch immer.
                      Danke schön. Und mit diesem Satz bringst Du für mich den Zauber der eher "klassischen Küche" auf den Punkt.

                      Kommentar


                      • #71
                        Danke für die tollen Eindrücke.
                        Genau so habe ich meine 2 Besuche bei Herrn Thieltges auch in Erinnerung.

                        Nichts Verspieltes, aber dafür um so eindrücklicher bleibt das Erlebte haften.


                        Gruß!

                        Kommentar


                        • #72
                          Lieber QUERTZ,
                          vielen Dank für die gelungene Zusammenfassung des Clubabends. Auch ich habe mich kulinarisch wie in der Gesellschaft wunderbar aufgehoben gefühlt.
                          Gruß
                          bernard

                          Kommentar


                          • #73
                            Lieber QWERTZ,
                            auch von mir einen herzlichen Dank, ich stimme dir voll zu was deine Einschätzung bezüglich des Essens betrifft. Auch die Einschätzungen hinsichtlich der einzelnen Gänge teilen wir beide, auch wenn wir der Ansicht sind das der Thunfisch am Ende der Spargelzeit wieder mehr auffallen wird, der Gang hatte wie alle anderen *** Sterne Niveau, wenn auch mit einer Tendenz zu **, wie ich finde als ein zigster. Selten so gut gegessen und getrunken, wobei der Vouvray natürlich von der Loire kommt und nicht wie versehentlich vom Sonnora aufgeschrieben aus dem Elsaß. Wenn die Weinauswahl immer auf diesem Niveau wäre, würde ich nie wieder Flaschen trinken.
                            Schnecke

                            Kommentar


                            • #74
                              Zitat von schnecke Beitrag anzeigen
                              ...der Gang hatte wie alle anderen *** Sterne Niveau, wenn auch mit einer Tendenz zu **, wie ich finde als ein zigster.

                              Wenn die Weinauswahl immer auf diesem Niveau wäre, würde ich nie wieder Flaschen trinken.
                              Sehen Sie es mir bitte nach, werter Schnecke, aber auch nach zigfachem Lesen verstehe ich den ersten Satz nicht, und beim zweiten frage ich mich, ob das nun ein Kompliment für das Sonnora sein soll oder nicht.

                              Beste Grüße, Merlan

                              Kommentar


                              • #75
                                Schnecke will woll sagen: alle Gänge ***, außer der Thunfisch, der war ***-

                                Kommentar

                                Lädt...
                                X