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Sonnora***, Dreis

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  • #91
    Zitat von Max.Vanderveer Beitrag anzeigen
    Sorry, das soll nicht respektlos klingen, aber Blogger kennt man in Dreis doch nur vom Hörensagen.
    Wann hat sich denn außer der geschätzten Küchenreise letztmals ein Blogger dorthin verirrt ?
    Es war in Post#88 keine Rede davon, dass sich ein Blooger zu Thieltges verirrt hatte.
    Man kann sich aber doch wohl dennoch über solche Leute unterhalten....

    Ein 7Kg-Steinbut (den Sie ja mehrfach erwähnen) ist im übrigen nicht so außergewöhnlich,
    als dass man deshalb einen großen Umweg fahren müsste.
    Wenn der Steinbuttgeschmack und der Genuss derart groß ist wie bei Thieltges,
    dann machen wir nicht nur einen Umweg.
    Dann machen wir eine ganze Reise.

    In Senigallia werden ua. Spigola und Rombo in den beiden ** Restaurants Uliassi und Madonia del Pescatore
    fast so gut wie im Sonnora zubereitet.:hungry:
    Herr Schlaraffenland wird das bestätigen.

    Eine Reise wert und ein verlängertes WE (3 Nächte) kostet zu zweit noch keine 1000€
    (Flug / 3x ****Hotel und 2x die beidenTempel)

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    • #92
      Zitat von soriso Beitrag anzeigen
      Eine Reise wert und ein verlängertes WE (3 Nächte) kostet zu zweit noch keine 1000€
      (Flug / 3x ****Hotel und 2x die beidenTempel)
      Fällt mir schwer zu glauben! Details please!

      Gruß, Merlan

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      • #93
        Zitat von merlan Beitrag anzeigen
        Fällt mir schwer zu glauben! Details please!
        Gruß, Merlan
        Werter Merlan - sehr gern.
        Ich hätte allerdings hinzufügen sollen, das jeder der beiden Tempel nur 1x besucht wurde
        und an einem Abend ein Pizzaessen mit 0,5L Marken-Wein für ca. 20€ stattfand.

        Zunächst dazu ein Beitrag vor einem Jahr von Herrn Schlaraffenland über das Restaurant Uliassi.
        Ua. auch in Bezug auf die Menüpreise.
        http://www.forum.restaurant-ranglist...4994#post14994
        Auszug:
        Da von den Herren Soriso und andrecis schon so ausführlich und, das will betont sein, zutreffend berichtet wurde, will ich gleich mit dem Fazit beginnen: gäbe es bei uns ein Lokal, das ein zehn-Gänge Menü auf der Basis der allerfrischesten Meerestiere für 125 € anböte, es wäre das Oberammergau, was sag ich, das Lourdes der Fischfreaks.
        http://www.uliassi.it/ristorante.php

        Hier ein älterer Bericht von mir:
        http://www.forum.restaurant-ranglist...=6435#post6435

        Ein Grund für die Preiswürdigkeit sind auch die Weinpreise.
        Wirklich gute Vino Bianco (ua. Podium, Tralivio, Bisci)aus der Region Marken
        kosten ca. 30€.:cheers:

        Der Flug von D-Weeze kostete mit Ryanair für 2 Personen weniger als 100€
        Einschließlich 15 kg aufgegebenes Gepäck.
        Für so wenige Tage reichen 15 kg Gepäck.
        Mehr bedarf es für 3/4 Tage nicht.

        Das **** Hotel Ritz kostet ab 15. Mai bis zum 14. Juni 45€ / Person (mit Frühstück)
        Das benachbarte **** Hotel Exelsior ist noch preiswerter und hat sogar große Meerblick-Balkone,
        was in Bezug auf einen großen Balkon für das Ritz leider nicht zutrifft.

        3 Nächte, 2 Personen kosten somit in der genannten Zeit 270€ im Ritz
        Danach ab 15.6. 30€ mehr am Tag.
        je 1x Essen im Uliassi und Madonia zu zweit ca. 520 bis 600€
        Der Flug kostete uns zu zweit 100€
        Demnach zusammen so ca. 1000€

        In Baiersbronn hätte der Spaß bei PKW Anreise und Übernachtung in der Traube vermutlich 3000€ gekostet.

        Aber keine Frage:
        Das Hotel Traube Tonbach befindet sich in einer anderen Liga.

        Gruß
        Soriso
        Zuletzt geändert von soriso; 01.05.2013, 16:39.

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        • #94
          Kinners ... das hat jetzt aber nix mit dem Sonnora zu tun.

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          • #95
            Danke, bin schwer beindruckt!

            Jetzt gilt es nur noch eine Hürde zu überwinden:
            Zitat von soriso Beitrag anzeigen
            Der Flug von D-Weeze...
            Beste Grüße, Merlan

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            • #96
              Zitat von Morchel Beitrag anzeigen
              Kinners ... das hat jetzt aber nix mit dem Sonnora zu tun.
              Ja und sorry.

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              • #97
                Ergänzend zu den Berichten von Schink und Soriso hier noch ein paar weitere aktuelle Eindrücke zum Sonnora:

                Bei unserem Besuch im Sonnora wählten wir á la carte und genossen folgendes Menü:

                Felsenauster mit Holunderessig/Edelfischpraline auf Mango-Chutney/Safran-Suppe mit Bouchot Muscheln
                Die drei Amuse waren allesamt sehr lecker. Besonders gut gefiel und das Süppchen mit seiner intensiven, cremigen Aromatik.

                An dieser Stelle ebenfalls ein großes Lob für das hervorragende Baguette und die während dem Menü immer wieder angebotene Brötchenauswahl, die einem eine gewisse Zurückhaltung (in Anbetracht der noch folgenden Gänge) nicht einfach machte.

                Langustine-Paillard mit Spargelspitzen und Frühlingsmorcheln in PX-Sherrycreme
                Die aufgeschnittenen Langustinen waren glasig gebraten. Dazu harmonierten die cremige Sauce mit leichtem Sherry-Aroma, sowie die Frühlingsmorcheln und Spargelspitzen sehr schön.

                Gebratener Seeteufel mit geschmortem Safran-Fenchel, kleinen Artischocken und Ofentomaten in Olio Verde mit Balsamico
                Dieses Gericht wurde in der Vergangenheit bereits im Forum diskutiert. Wir lieben jedenfalls die Kombination aus perfekt gegartem Seeteufel mit der Säure des Balsamico und den mediterranen Aromen des Gemüses.

                Seezungenfilet mit gegrillten Gilliardeu Austern im milden Speckmantel mit Sauce Pomerol und Chabliscreme
                Die Austern waren nur kurz gegrillt und noch wunderbar zart, Durch den Speck bekamen sie eine ganz milde, aber keinesfalls dominierende Würze und harmonierten entsprechend sehr gut mit der perfekt gegarten Seezunge.

                Delice von Rhabarber und Joghurt
                Es gab ein cremiges, leicht säuerliches Rhabarbereis, eine Joghurtcreme sowie in einem Cornetto ein wunderbar erfrischendes Joghurt-Limetten-Sorbet. Ergänzt wurden diese Komponenten noch durch marinierten Rhabarber und durch einen mit leicht gelierten Rhabarbersaft gefüllten Ravioli. Dieses Dessert empfand ich als wirklich herausragend.

                Zum Abschluss wurde dann noch eine großzügige Pralinenauswahl gereicht, die sich in der Qualität problemlos an das restliche Menü anschloss.

                Bei unserem Besuch demonstrierte die Küche des Sonnara hervorragende Produktqualität und eine perfekte Darbietung der Gerichte auf dem Teller. Unterstützt wurde die Küchenleistung durch den herzlichen Service unter Leitung von Frau Thieltges und die treffsichere Weinberatung von Frau Brandstätter.

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                • #98
                  Dankeschön für den Bericht!

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                  • #99
                    Werter Michael Stromberg,

                    ich danke Ihnen ebenfalls.
                    Es ist immer erfreulich, wenn eigene Sonnora oder Restaurant - Erfahrungen bestätigt werden.
                    Auch Frau Schink dürfte das freuen.

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                    • Werter Michael Stromberg,

                      vielen Dank für Ihren Bericht. Es ist immer wieder schön, wenn Gerichte, die man schon mal gegessen hat und somit zu den wundervollen Klassikern des Sonnoras zu zählen sind, nochmals beschrieben werden und man den hervorragenden Geschmack nochmals spürt.

                      Werter Soriso,
                      Sie scheinen mich und meine Vorlieben -zumindest in gewissen Bereichen- langsam gut zu kennen.

                      Gruß
                      Schink

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                      • Wenn man die Bewertungen der Gourmetführer und des Threads auf sich wirken lässt, dann scheint das Sonnora die klare Nummer 1 der klassischen Küche in Deutschland zu sein. Chapeau! KG Chess

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                        • Werter Michael Stromberg,
                          auch von mir vielen Dank für Ihre Eindrücke!
                          Was haben Sie denn getrunken?
                          Mein eigener Bericht über das Sonnora ist noch in Arbeit, folgt aber bald...

                          Grüße, mk

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                          • Zitat von chess Beitrag anzeigen
                            Wenn man die Bewertungen der Gourmetführer und des Threads auf sich wirken lässt, dann scheint das Sonnora die klare Nummer 1 der klassischen Küche in Deutschland zu sein. Chapeau! KG Chess
                            Weshalb ich mit meiner Top5-Liste des Forums ja wohl ganz richtig lag

                            Zitat von kuechenreise
                            Und so fühlen sich auch all jene, welche schon vor 20 Jahren in das Wahldhotel einkehrten, hier jedes Mal wieder wie zu Hause. Eine verschworene Gemeinschaft sozusagen.
                            Ein großer Teil deser Gemeinschaft scheint sich hier einzufinden

                            Kommentar


                            • Zitat von chess Beitrag anzeigen
                              die klare Nummer 1 der klassischen Küche in Deutschland
                              Diese Aussage hat nicht wirklich was mit den Top 5 des Forums zu tun.

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                              • Wir hatten uns gerade an den Tisch gesetzt, als nahes Glockengeläut einsetzte. Nanu, eine Kirche hier mitten im Wald? Es war die hauseigene Kapelle, die im Sonnora täglich zweimal, um 12 Uhr und um 19 Uhr, den Servicebeginn einläutet. Das ist sicherlich originell und verleiht dem Essen einen leichten Anstrich von Gottesdienst.

                                Zum Champagner kamen vier Amuses: ein Thunfisch-Cannelloni mit Osietra-Kaviar, eine Auster mit Minze und Holunderblüte, ein Safransüppchen mit Bouchot-Muscheln und Möhrenjulienne, sowie eine Edelfischpraline im "Engelshaar" mit Mango-Chutney. Abgesehen davon, dass alle Amuses aus dem Meer kamen, waren sie eine geschmacklich treffende Einstimmung auf das Menü. Der Eigengeschmack der Auster war mit dem Holunder und der Minze so schön eingelullt, dass sie sogar mir geschmeckt hat (ich mag eigentlich keine Austern). Die Grüße waren ein gelungener Auftakt und auch eine gute Visitenkarte der Küche von Helmut Thieltges: produktorientiert, wenig verspielt, elegant.

                                Das Baguette mit Échiré-Butter, und die später angereichten Brotsorten waren sehr gut, aber nicht absolute Spitze. Dafür ist die Weinkarte voller Schnäppchen. Wir tranken z.B. einen 2001 Riesling Westhofener Morstein von Wittmann für 86,-. Das Menü begann mit einer Galantine von der getrüffelten Gänsestopfleber mit Portweingelee, Feigenconfit und schwarzem Pfeffer, der das Gericht wunderbar abrundete; dazu natürlich Brioche. Stilistisch fast ein Gericht mit abgespreiztem kleinen Finger, aber sehr lecker. Im aromatischen Kontrast dazu standen die Medaillons vom gegrillten Hummer, die auf einem durch Joghurt-Limetten-Marinade schön gesäuerten Spargelsalat daherkamen. Etwas Chili brachte dabei eine leichte Schärfe ein. Nach der eher schweren Gänseleber war das ein richtig erfrischender Gang, von dem ich gerne auch zwei Portionen gegessen hätte. Es folgte ein sehr guter Seeteufel mit Morcheln auf einem Spinatbett mit Pinienkernen, ergänzt durch Sellerie, Morchelschaum und einen dunklen Morchelsud. Während dieser Gang mit seinen aromatisch eng ineinandergreifenden Elementen ganz harmonisch daherkam, setzte das nachfolgende Gericht eher auf zarte Kontraste: Langoustinen mit leicht bitterem, glasierten Chicorée und einer kräftigen Zitronensauce. Die Langoustinen waren auf den Punkt gegart und wunderbar saftig. Herausragend der Hauptgang: Lammcarrée und -rücken mit Kräuterkruste und mediterranem Gemüse. Besser habe ich diesen Klassiker noch nie gegessen! Das Lamm perfekt, die grünen Bohnen voller Aroma, ebenso die beinahe schon floralen Tomaten und das Artischokkentartar. Auf diesem Teller war alles, was es war, und das mit großer Klarheit. Der Waltmann-Käse vom Wagen war wiederum bloß sehr gut, aber keine absolute Spitze. Abschließend ein Delice von Rhabarber und Joghurt, ein Dessert mit leichtem Süß-Sauer-Spiel. Neben einem Rhabarbersorbet und einem Brandteig mit Rhabarberfüllung gab es ein köstliches Cornet mit Limetteneis. Alles fein gemacht und optisch wunderbar (überhaupt haben Thieltges' Teller eine sehr akkurate, gefällige Optik), aber mir persönlich waren die Aromen hier einen Tick zu verhalten. Mit den sehr guten Petit Fours und einem Haselnussgeist von Michael Hilgert (Danke für den Tipp, liebe Morchel!) klang der Abend standesgemäß aus.

                                Fazit: Nach den recht kritischen Berichten einiger Blogger war ich im Vorfeld des Besuchs etwas skeptisch. Und nicht völlig zu Unrecht. Denn von vielen atemberaubenden Entwicklungen der letzten Jahre ist man in Dreis Lichtjahre entfernt. Gott sei Dank, wird mancher sagen. Aber ich empfinde diesen märchenhaften Stillstand, der das gesamte Anwesen mit seiner Patina ergriffen zu haben scheint, nicht nur als positiv. Andererseits ist aber klar, dass das Sonnora (etwa im Unterschied zur Residenz in Aschau) durchaus eine Reise wert ist. Zudem hat das Lokal einen hohen Entspannungswert: Ich habe mich in manchem Restaurant, in dem ich besser gegessen habe, weniger wohlgefühlt. Und das liegt, denke ich, nicht unbedingt am Ambiente oder am Service - nein, Helmut Thieltges Küchenstil selbst hat etwas wunderbar Souverän-Entspanntes. Es wird deshalb hoffentlich nicht wieder sieben Jahre dauern, bis ich erneut vorbeischaue.

                                Grüße, Mohnkalb

                                P.S. Frage an die Stammgäste: Auf jedem Tisch stand eine frische 250g Packung Échiré-Butter. Wenn man davon ausgehen darf, dass die wenigsten Tische davon mehr als 50g verbrauchen, fallen bei zwölf Tischen pro Service täglich immerhin knapp 5kg Butterreste an. Was machen die Thieltges bloß damit? Für Saucen dürfte sich die salzige Butter ja eher nicht eignen...

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