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Restaurant Falco**/Leipzig

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  • Lieber sphérico, es geht hier nicht um Kritik. s. z.B. Mohnkalbs-Bericht der zum Bespiel - wie ich finde - kritisch anmerkt, dass er die Küche im Falco vor einigen Jahren spannender fand, wird hier weniger diskutiert, als die Frage, ob es nun ok ist, die Kugeln mit eisiger Füllung auf Badelatschen zu servieren oder nicht - und das obwohl ja nicht wenige Forumianer in der vergangenen Zeit im Falco waren. Das ist nicht nur für uns hier interessanter, ich glaube auch, dass dies für Köche "schwerer zu ertragen" ist, weil es eben nicht nur - wie im Fall der Badelatschen- um eine "Äußerlichkeit" geht, die zudem noch "Geschmackssache" ist.

    Und vor allem in der Social Media-Welt finde ich es besonders unangebracht, nur aufgrund eines Fotos zu urteilen, ob man etwas essen mag oder nicht, wie man es in vielen Facebook-Kommentaren bei Tois Etoiles lesen konnte. Meinetwegen kann man ja einen Flip Flop auf dem Tisch generell ästhetisch daneben finden, aber dann endet auch die Interpretierbarkeit eines Bildes - nur die Diskussion darunter eben leider nicht.

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    • Zitat von QWERTZ Beitrag anzeigen
      ich glaube auch, dass dies für Köche "schwerer zu ertragen" ist, weil es eben nicht nur - wie im Fall der Badelatschen- um eine "Äußerlichkeit" geht, die zudem noch "Geschmackssache" ist.
      Naja. Wer auf Badelatschen serviert, der muss nachher nichts "ertragen" sondern hat das doch mit genau der Absicht getan. Und "Geschmacksache" ist das genausowenig wie die Frage ob Gerhard Richter oder William Kinkade der größere Künstler ist.

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      • Lieber qwertz,

        wir lieben Sie doch dafür, daß Sie PMS lieben und alle respektieren seine Kochkunst. Es überrascht nur nicht, daß ein Badelatschen mehr Diskussion erzeugt, als eine Miniatur-Boule-Bahn.
        Manche würden sich sicher auch daran stoßen, beispielsweise ein Wachtelei in Unterwäsche oder Niere in der Nierenschale serviert zu bekommen.
        @S.: Käseplatte von Maitre adidas macht natürlich wiederum Sinn.

        MkG, S.

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        • Unabhängig von meiner Wertschätzung für die Küche im Falco kann ich nicht verstehen, was an einer Schokoladenkugel auf Kunststoff oder Innereien auf Metall als so außerhalb sämtlicher Grenzen empfunden wird, als Gerichte auf Steinen, Schieferplatten oder iPads.

          Übrigens hatte es im Falco auch für mich als eine optische Grenzüberschreitung gegeben:
          Auch damals hat es dazu hier übrigens keine großen Reaktionen gegeben, ebenso wie auf die gleiche Badelatsche in meinem März-Bericht. Neben der Diskussion in der Sache wundert es mich eben, dass die Diskussion aufbrandet, sobald gewisse Meinungsführer, wie der FEINSCHMECKER und ein Blogger sich dazu geäußert haben.

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          • Zitat von QWERTZ Beitrag anzeigen
            Auch damals hat es dazu hier übrigens keine großen Reaktionen gegeben, ebenso wie auf die gleiche Badelatsche in meinem März-Bericht. Neben der Diskussion in der Sache wundert es mich eben, dass die Diskussion aufbrandet, sobald gewisse Meinungsführer, wie der FEINSCHMECKER und ein Blogger sich dazu geäußert haben.
            Könnte weniger an lemmingartigem Verhalten sondern einfach daran liegen dass man die vorhergehenden Berichte genausowenig gelesen hatte wie den schon lange nicht mehr meinungsführenden Feinschmecker. Nach einem Blick auf Nierenschale und Zigarettenstummel würde ich in dem Flip Flop jetzt mehr als einen einmaligen Fehlgriff sondern eher eine Kontinuität banaler Geschmacksverirrungen unter dem Deckmantel vermeintlich kreativer Provokationen sehen. Cuisine débile imbécile©.

            Ich glaube Ihnen gerne dass man im Falco ganz wunderbar kocht, aber solche Dinge in Kombination mit der penetranten Website sind für mich alles andere als animierend.

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            • Zitat von glauer Beitrag anzeigen
              Könnte weniger an lemmingartigem Verhalten sondern einfach daran liegen dass man die vorhergehenden Berichte genausowenig gelesen hatte wie den schon lange nicht mehr meinungsführenden Feinschmecker.
              Wenn Sie sich mit "man" meinen, ok, aber die Abrufzahlen dieses Threads sprechen eine andere Sprache...

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              • Zitat von QWERTZ Beitrag anzeigen
                Unabhängig von meiner Wertschätzung für die Küche im Falco kann ich nicht verstehen, was an einer Schokoladenkugel auf Kunststoff oder Innereien auf Metall als so außerhalb sämtlicher Grenzen empfunden wird, als Gerichte auf Steinen, Schieferplatten oder iPads.
                Da bekomm ich auch lieber meine Pralinen auf nem Latschen und es ist offensichtlich als Gag gemeint, als, dass mir jemand mein Essen auf nem iPad serviert und das auch noch als Kunst verkaufen will.

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                • " ... wundert es mich eben, dass die Diskussion aufbrandet, sobald gewisse Meinungsführer, wie der FEINSCHMECKER und ein Blogger sich dazu geäußert haben. "

                  Das scheint Sie, lieber qwertz, in der Tat sehr zu beschäftigen, immerhin erwähnen Sie das ja nun mindestens zum dritten mal. Aber worauf wollen Sie dabei eigentlich hinaus? Ich versichere Ihnen, daß ich mich hier nicht geäußert habe, weil mir "gewisse Meinungsführer" irgendetwas eingeflüstert hätten. Ihre Verwunderung hat für mich etwas diskret verschwörungstheoretisches; und das wäre doch albern.
                  Ich würde gerne auch noch zu Latschen, Steinen und iPad was sagen, bin allerdings der Meinung, daß wir uns bei diesem Teilaspekt nicht mehr im Bereich Falco **/ Leipzig befinden. Könnten wir die bisherige Flip-Flop Diskussion nicht verschieben und in einem neuen Thread weiterdiskutieren? Titelvorschlag: Die Präsentation der Speisen: klassisch - modern - witzig - dämlich
                  oder irgendetwas anderes ...

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                  • Eine sehr gute Idee.

                    @QWERTZ
                    Jetzt mal wieder zum Thema. Im März hattest du vor allem von deinem Hauptgang im Falco geschwärmt, weil dort bei der Kombination des Fleisches mit den Beilagen sich immer wieder ganz neue Facetten zeigten. War das bei der Short Rib auch der Fall? Hätte es jetzt nicht so interpretiert. Mich würde auch interessieren wie Sie, liebe Heike, das empfunden haben.

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                    • Danke lieber Junggaumen für die Nachfrage. Dieses von mir beschriebene Spiel war dieses mal etwas reduzierter. Es bestand aus den sich abwechselnden breiteren Aromen des Hummus im Zusammenspiel mit dem üppigen Fleisch und dem extrem frischen Salat. Die am Rand liegende Erbstenschote habe ich nicht als besonders markant wahrgenommen. Insofern war der Abwechslungseffekt und die Erfischung durch Säure ähnlich spannend, wie im März. Aber es war nicht so differenziert und - je nach persönliche Empfinden - weniger komplex, kompliziert, verkopft, sondern eingängiger, genussorientierter oder auch einfach. Ich persönlich fand das Gericht im März eine Spur stärker. Aber meine Schwelle, ab der ich ein Gericht als verkopft empfinde ist auch recht hoch. Es ist also eine wirklich rein persönliche Empfindung, die zudem davon beeflusst wird, dass der Überraschungseffekt logischerweise nicht mehr so stark war wie im März. Ich kann mir also gut vorstellen, dass es Gäste gibt, die den Gang aus unserem Club-Menü bevorzugen würden.

                      Mein zweiter Dank gilt dem Herrn Schlaraffe, weil Sie genau den Punkt ansprechen, der mir wichtig. Ich habe das vollste Verständnis, wenn man die Badelatschen ablehnt, weil sie wenig leckere Assoziationen wecken - kein Problem. Ich glaube auch, dass keiner sich kritisch dazu äußert, weil dies hier und auf anderen Plattofrmen hoch und runter disktiert wird. Aber ich habe das Gefühl, dass sich der ein oder andere befleißigt gefühlt hat, so oder so zu positionieren. Natürlich kann man auch mal darüber diskutieren, wir zerlegen hier ja auch sonst alles bis ins kleinste Detail. Für mich hat das Badelatschen-Thema hier einfahc zu viel Raum eingenommen. Neben den anderen Punkten, die wir nach meinem Bericht andiskutiert haben, stimmte in meinen Augen einfach die Dimensionierung nicht mehr. Denn für die Qualitäts-Einschätzung des Menüs spielt dies ungefähr genau die gleiche Rolle, die die Holzdecke in der Schwarzwaldstube in den Wohfahrt-Menüs hat.

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                      • Leider habe ich den März-Gang nicht gehabt, kann also nicht vergleichen. Den Hauptgang selbst fand ich sehr differenziert und gut, die 'Zucker'schote erfüllte m.E. ihren Zweck, sie gab eine leichte Süße, die den Gang komplettierte.

                        Zu der Bade'latschen'-diskussion möchte ich nichts mehr beitragen, Marketing ist für ein Restaurant dieser Qualität gut, interessiert mich aber nicht.

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                        • Ja, in Bezug auf die Schote stimmt das, was Heike schreibt. Ich hätte besser schreiben sollen, im Vergleich zum Kopfsalat im März, der wirklich markant war, war die Schote eher weniger präsent. Hinzu kommt zur Unterscheidung auch die Anrichteweise. Diese hat im März die Differenziertheit schon in der Optik transportiert, die sich so extrem nun nicht zeigte. Aber - wie gesagt -ist für mich absolute Geschmackssache. Einen objektiven Qualitätsunterschied zwischen beiden Gängen würde ich nicht sehen.

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                          • Ich halte mich bei der Latsche jetzt mal nicht zurück, das Ding war genauso überflüssig wie ein einziger satz dadrüber. Es gab Teller die waren passender und solche die schlechter zum essen geeignet waren. Die ganze Diskussion lenkt doch ab.

                            QWERTZ hat ja viele sehr gute Dinge angesprochen.
                            Im Rückblick habe ich dann doch ein paar Schwächen wahr genommen. Da war der sehr dominante Sake zum Kobe, den ich nicht passend fand.
                            Bei der Langustine fand ich das drum herum zu kräftig, für mich wurde das Meerestier unterdrückt. Aber ich mag auch keine kräftigen asiatischen Aromen.
                            Und dann fand ich auch das short rib zu kräftig für die Begleitung, das Röstaroma dominierte für mich zu stark.

                            Alles in allem war das ein super Abend, den ich nicht missen möchte. Die Weinbegleitung war in weiß richtig gut und der service war herausragend. Mein Fazit bleibt durchwachsen. Auch wenn ich nicht weis warum sind die 2 Sterner in stockholm und Johannes King für mich klarer in ihrem Geschmacksbild. Zu 3 sternen a la Bau fehlt mir ein großer Schritt.

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                            • Danke lieber Schnecke für die Eindrücke. Die Tendenzen decken sich mit meiner Wahrnehmung. Der Sake stand - ich glaube vor allem wegen des Alkoholgehalts - etwas über dem Gericht, das stimmt. Bei der Langoustine war die Sauce intensiv, da würde ich für meinen Geschmack die "zu sehr"-Tendenz nicht teilen. Was das Rind angeht, kannst Du das ja nur in Bezug auf den Hummus meinen, oder? Denn der Salat war doch intensiver als das Fleisch, oder fandest Du das nicht so?

                              Der Bau-Vergleich ist schon schwierig, je nachdem welchen Gesichtspunkt - Handwerklichkeit, Produkte, Ideen/Kreativität, Eigenständigkeit - man wie gewichtet. Bei den Fischgerichten kann man es drehen und wenden wie man wil, da würde ich auch Bau den Vorzug geben, beim Fleisch sehe ich das Rennen offener.

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                              • "Ich halte mich bei der Latsche jetzt mal nicht zurück, das Ding war genauso überflüssig wie ein einziger satz dadrüber."

                                Allein dieses Satzes wegen, werte schnecke, sollte Ihnen die Ehrenmitgliedschaft in der Legion der nicht-lügenden Kreter sicher sein

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