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    Kurzes Update zum Restaurant im Schloss Eckberg:

    Die Küche erschien uns im Vergleich zum letzen Besuch vor ca. einem Jahr deutlich verbessert. Die Zusammenstellung der Gerichte erschien uns jetzt etwas mehr auf Harmonie bedacht und verzichtete auf zwar gut gemeinte, aber nicht wirklich gut umgesetzte Experimente.

    Amuse Gueule: Eine Roulade aus gekochtem Schinken, Spargel und Bärlauchcrème. Schmackhaft, aber zu kalt serviert

    Vorspeise: Spargel-Bärlauch-Törtchen, Wilder Spargel, Tomaten. Auch zu kalt serviert. So kam der Geschmack nicht vollständig rüber. Der Spargel war einmal als Schaum und in kleinen Stücken geschichtet zusammen mit Tomatenwürfeln und einer zu üppig dimensionierten Bärlauchcrème. Sehr aromatisch war der wilde Spargel.

    Hauptspeise: Rücken vom sächsischen Maibock mit Portweinjus, Apfelmus und Spitzkohl. Der Maibock war von erstklassiger Qualität und gut gegart. Der Portweinjus war ebenfalls gut gemacht. Das Apfelmus war vielleicht etwas zu dominant, im Grundsatz aber passend. Ein klassisches und gut umgesetzes Wildgericht.

    Dessert: Rhabarber-Erdbeer-Süppchen, Pina Colada-Sorbet. Das Dessert war im Vergleich zu den vorigen Gängen eher schwach. Das Rhabarber-Erdbeer-Süppchen schmeckte ein ganz klein wenig nach Rhabarber und kaum nach Erdbeeren. Das stark nach Kokosmilch (und nicht nach Ananas) schmeckende und riechende Sorbet übertönte leider alles andere. Für einen lauen Frühlingsabend war dies aber ein durchaus passendes, leichtes Dessert.

    Der Service im Schloss Eckberg ist vielleicht nicht der herzlichste in Dresden (die Krone gebührt hier m.E. dem Caroussel), aber trotzdem kompetent, zuvorkommend und sehr freundlich. Der Hauptgrund, ins Restaurant Schloss Eckberg zu gehen, und dafür möchte ich es auch ausdrücklich empfehlen, ist der Blick von der Terrasse. Einen schöneren Blick auf die Altstadt und die Elbhänge bekommt man fast nur im benachbarten Lingner-Schloss, das aber eher für den Biergarten als für das Restaurant zu empfehlen ist.
    Zuletzt geändert von rocco; 03.05.2011, 11:00.

  • #2
    Wir waren jetzt mal wieder im Restaurant Schmidt's (ja der Apostroph gehört da zum Namen), das etwas abseits in Hellerau auf dem Gelände der Deutschen Werkstätten Hellerau gelegen ist. Gut besucht ist es trotzdem. Vor nicht allzu langer Zeit wurde umgebaut, so dass der Raum jetzt etwas besser beleuchtet ist, die Akustik etwas besser ist (trotzdem noch nicht optimal) und ein paar mehr Tische vorhanden sind. Es gibt stets eine Wochenkarte sowie weitere Gerichte auf der Tageskarte. Neu ist ein Tasting-Menu in 5 (35 Euro) oder 8 (45 Euro) Gängen. Den Service im Schmidt's genauso wie im Schwesterrestaurant Alte Meister fand ich noch nie herausragend, wenn auch nicht schlecht. Er ist mehr durch Effizienz als durch besondere Herzlichkeit geprägt. Wirklich mittelmäßig ist die Weinkarte mit einer etwas wahllos wirkenden Auswahl von Gläsern und Flaschen aus Übersee, Spanien, Italien, Deutschland, Frankreich und Österreich. Sie ist mehr von populären und unkomplizierten Speisebegleitern geprägt ("Only Sansibar" Abfüllungen, Markus Schneider, Cabernet aus Chile, usw.).

    Für ein Bib-Gourmand Restaurant und zu den Preisen wirklich weit überdurchschnittlich gut ist aber das Essen. Das Tasting Menu ging los mit einer Praline von der Rotbarbe mit Couscous, Paprika und Limettenschaum. Die "Praline" war ein fritiertes Bällchen (in der Art wie die fritierten Bällchen in Holland oder Belgien), das mit saftiger Rotbarbe gefüllt war und dessen Panade nicht nur knusprig, sondern auch leicht pikant mit rotem Curry gewürzt war. Die Limette setzte dazu einen angenehmen Kontrapunkt. Ebenfalls sehr gut war das anschließend gereichte Rotkohlsüppchen mit Ochsenschwanzraviolo, das Süppchen sehr gut abgeschmeckt mit purem Rotkohlgeschmack, der Raviolo mit eher dünner Pastahülle und zartem und sehr schmackhaftem Ochsenschwanz. Der beste Gang des Tasting-Menus war ein Lachsfilet mit Rouille-Haube, Banyulsrisotto und geschmolzenen Tomaten, bei dem das Banyuls-Risotto nicht ganz die Erwartungen erfüllen konnte, da es erstens nicht ganz warm war und zweitens nicht ganz frisch schmeckte, wohingegen die luftige Rouille-Haube sehr gut den Lachs begleitete und die geschmolzenen Tomaten dem Gang eine gute Frische gaben. Der zweite Hauptgang - Geschmorter Tafelspitz vom Rind mit Wurzelgemüse und Brunnenkresse-Polenta - war dann etwas unspektakulär. Eine etwas kräftigere Sauce hätte hier Wunder bewirkt. Zum Abschluss wurde noch ein Mango-Dessert gereicht, bestehend aus einem Mangoeis, einem sehr guten Mango-Minz-Ragout und einer etwas langweiligen Mango-Mousse.

    Ich konnte außerdem bei Mademoiselle Rocco noch die aus meiner Sicht fast *-verdächtige Roulade aus Kalbsfilet, Hummer und Sepia mit Schwarzwurzeln und Petesilienwurzel-Vanille-Purée kosten, eine wirklich gelungene Surf & Turf Variante, die sowohl von den verwendeten Grundprodukten als auch von der handwerklichen Zubereitung äußerst gut gelungen war. Im Fazit ist das Schmidt's zusammen mit dem Villandry eine der besten Adressen in Dresden, wenn man nicht sterngekrönt und etwas unkomplizierter essen möchte. Es bietet sich an, vorher die Gartenstadt Hellerau zu besuchen oder anschließend eine der meist guten Tanzperformances im Theater Hellerau.
    Zuletzt geändert von rocco; 15.01.2012, 20:29.

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    • #3
      Neues aus Dresden

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      • #4
        Neue Sterne für Dresden in Sicht
        Zwei Ex-Sterneköche eröffnen neues Restaurant

        Volkhard Nebrich, ehemals Küchenchef des Restaurants Alte Oper in Frankfurt eröffnet gemeinsam mit André Mühlfriedel (Ex-Küchenchef im Restaurant „Maurice“, Hotel Suitess) im Neubau des Swissôtels in der Schloßstraße zwei neue Restaurants.
        Insgesamt vier Restaurants sind in dem neuen Hotelkomplex gegenüber dem Grünen Gewölbe geplant. Am 2. April soll in den beiden Restaurants „VN“ und „JO“ Eröffnung gefeiert werden.



        Mit "Sterneköchen" läßt sich wohl gut werben. OK, Mühlfriedel aus Dresden war im Maurice einer, aber Volkhard Nebrich war zwar Anfang der 90er Jahre für die Gastronomie der gesamten Frankfurter Oper verantworlich, doch den Stern für das Restaurant "Zauberflöte" hat Heinz Schiebens erkocht. Offenbar reicht es, im Dunstkreis eines wirklichen Sternekochs zu arbeiten, um von diesem Glanz zu profitieren. Ach, und wer weiß schon, was Anfang der 90er Jahre in Frankfurt los war...!

        Beste Grüße, Merlan

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        • #5
          Und wer weiß noch, was in den 70er Jahren dort los war, als unter dem Pflaster noch der Strand lag ...!

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          • #6
            Zitat von Schlaraffenland Beitrag anzeigen
            Und wer weiß noch, was in den 70er Jahren dort los war, als unter dem Pflaster noch der Strand lag ...!
            Sorry, zu der Zeit habe ich noch mit dem Pflaster geworfen und nicht auf den Untergrund geachtet!

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            • #7
              Zitat von merlan Beitrag anzeigen
              Sorry, zu der Zeit habe ich noch mit dem Pflaster geworfen und nicht auf den Untergrund geachtet!
              Sie bringen mein Weltbild ins Wanken. :heulen:

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              • #8
                Zitat von Morchel Beitrag anzeigen
                Sie bringen mein Weltbild ins Wanken. :heulen:
                Sie Ärmste!

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                • #9
                  Zitat von Morchel Beitrag anzeigen
                  Sie bringen mein Weltbild ins Wanken. :heulen:
                  Vielleicht hilft der Verweis auf Joschka F., der doch auch ein ganz anständiger Mensch geworden ist und zudem noch dem guten Essen und Trinken zuspricht.

                  Sorry, dass wir dieses wichtige soziokulturelle Thema unter "Dresden" abhandeln müssen!

                  Schönen Sonntag, Merlan
                  Zuletzt geändert von merlan; 05.02.2012, 12:48.

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                  • #10
                    Zitat von merlan Beitrag anzeigen
                    Sorry, dass wir dieses wichtige soziokulturelle Thema unter "Dresden" abhandeln müssen!
                    Ausgerechnet unter "Dresden", der wahrscheinlich unsubversivsten Großstadt in Deutschland

                    Zurück zum Thema: Als Herr Mühlfriedel noch im Maurice gekocht hat, habe ich mich einfach nicht zu einem Besuch durchringen können. Die Karte klang immer etwas langweilig. Dem neuen Konzept nach zu urteilen (Hotelküche), erwarte ich auch von "VN" und "JO" (welches wird eigentlich das Restaurant mit Sternambitionen?) keine großen Impulse. Vielleicht gibt es aber eine positive Überraschung. Wenn dann noch Mario Pattis 2013 sein neues Restaurant eröffnet, ist ja vielleicht kulinarisch in Dresden mal richtig was los.

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                    • #11
                      Alte Meister

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                      Geplant war eigentlich das für kulante 35,00 Euro offerierte Menü im Februar zu geniesen.

                      Mousse von Strauchtomaten mit gebratener Jacobsmuschel
                      und Wildkräutern
                      ***
                      Rosa Lammrücken mit Minzkruste, Thymianjus,
                      gefüllte Artischocke und Kartoffelbaumkuchen
                      ***
                      Avocado-Mascarponetörtchen mit Schokoladen-Chili-Parfait

                      Leider hatten wir uns etwas verspätet und konnten somit lediglich die ersten beiden Gänge vor Opernbeginn verspeisen.

                      Fazit: Sehr gute frische Produkte, souveräne Zubereitung.
                      Netter Service und ein schöner Start ins Opernvergnügen.

                      KG alex

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