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Alte Schule in Siek

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  • Alte Schule in Siek

    Hallo,

    im Rahmen eines Geschäftsessens habe ich die Alte Schule besucht und möchte darüber berichten (zumal ich das Restaurant ausgesucht hatte). Die Alte Schule ist ein Restaurant und Hotel in Siek bei Ahrensburg. Das Gebäude wurde 1912 als Schulhaus erbaut und bis 1971 als Schule genutzt.







    Vor dem Menü wurde ein Brotkorb (Roggenbrot und Baguette), Joghurt, Olivenöl und Trüffelsalz gereicht. Das Brot war lecker und auch das Olivenöl war von ausgezeichneter Qualität. Das Olivenöl stammt von der Ölmühle Olio Roi aus Ligurien. Das Carte Noir Öl wird nur aus der Taggiasca Olive hergestellt und ist auch nicht ganz billig (250 ml 12 €).

    Amuse bouche



    Als Amuse Bouche gab es einen Königsberger Klops vom Kalb mit einer Kartoffelwaffel (fast hätte ich das Foto vergessen). Obwohl ich Kapern eigentlich nicht mag war das aussergewöhnlich lecker. Der Königsberger Klops war sehr zart und locker und das Kapernaroma war nicht zu aufdringlich.

    Angebratenes Carpaccio vom Gelbflossenthunfisch mit gebackenen Tempuragarnelen auf Koreanderremoulade und Wakamesalat



    Die in Tempurateig frittierten Garnelen waren sehr zart und aromatisch. Die Korianderremoulade passte gut dazu und enthielt noch Würfel aus hartgekochtem Ei. Zum Gelbflossenthunfisch gab es noch eine ordentliche Portion Wasabi, der sich unter dem Salatblatt auf der Cocktailtomate versteckte und einen Wakamesalat. Es war eine recht scharfe Sorte Wasabi, eine kleine Warnung wäre nicht verkehrt gewesen. Dekoriert war das Gericht noch mit etwas schwarzem Sesam, ein paar Zweigen Schafgarbe, einer Blüte vom Garten-Stiefmütterchen und etwas Lachskaviar.
    Ein vielfältiges Spektrum verschiedener Aromen, Texturen und Temperaturen, große Klasse, ein guter Anfang.

    Lauwarme Terrine vom geschmorten Kaninchen und San Daniele Schinken in Essenz von Frühlingsmorcheln



    Die Essenz von Frühlingsmorcheln mit einer Einlage aus getrockneten Morcheln war sehr kräftig und aromatisch, mangels Erfahrung mit Morcheln fehlen mir aber Vergleiche. Die Kaninchenterrine war mit San Daniele Schinken umhüllt. Eigentlich ganz lecker, die Farce war aber recht fest. Dekoriert war das Gericht mit einer geschmorten Cocktailtomate und etwas Petersilie.

    Pochiertes Freilandei auf weißem Stangenspargel mit Trüffelhollandaise und Wildkräutersalat



    Der Spargel war schön aromatisch und ziemlich al dente (gerade noch OK). Der Wildkräutersalat enthielt neben Feldsalat und Schafgarbe auch Blutampfer. Blutampfer ist etwas milder als Sauerampfer. Die Sauce Hollandaise enthielt eine ordentliche Portion Trüffel und hatte ein kräftiges Trüffelaroma. Das konnte man von dem darübergehobelten Sommertrüffel nicht behaupten, die Scheiben waren relativ geschmacklos. Das innen noch etwas flüssige pochierte Ei verband alles ganz gut miteinander. Dekoriert war das Gericht noch mit einer Blüte vom Garten-Stiefmütterchen und einer geschmorten Cocktailtomate. Sehr lecker.

    Gebratener Ibericoschweinerücken auf sämigem Bärlauchrisotto



    Der Rücken vom iberischen Schwein war zart und saftig blieb aber geschmacklich etwas blaß, davon hatte ich mir mehr versprochen. Das Risotto war dagegen sehr gut und zusammen mit der aromatischen Bratensauce sehr lecker. Dekoriert war das Gericht mit einem Zweig Thymian, Rosmarin, Dill und Petersilie sowie einer geschmorten Cocktailtomate.

    Törtchen von weißer Callebautschokolade und Erdbeeren auf Pistaziencoulis mit Waldmeistereiscreme und kleinem Mojito Cocktail



    Das Dessert bestand aus 3 Teilen. Das Törtchen von weißer Callebaut Schokolade mit den Erdbeeren war sehr lecker, ein Pistaziencoulis war mir allerdings nicht aufgefallen. Das Waldmeistereis war ebenfalls lecker, der Waldmeister war gut dosiert. Der Mojito Cocktail war dagegen relativ geschmacklos, ich hatte den Eindruck der helle Rum und der Limettensaft wurden vergessen. Dekoriert war das Dessert mit etwas Fruchtmark von Johannisbeere, Mango und Erdbeere, ein paar Johannisbeeren, einer Heidelbeere, einer Himbeere, etwas Minze und einem Schokoladenröhrchen. Das Schokoladenröhrchen war nur von mäßiger Qualität, wahrscheinlich ein zugekauftes Fertigprodukt. Das passte nicht ganz zum Anspruch des Restaurants.



    Zum Kaffee wurden ein paar Pralinen gereicht, nicht schlecht aber auch nichts besonderes.

    Zu dem Menü hatten wir eine Flasche Gerolsteiner Sprudel und eine Flasche 2010 Scheurebe QbA vom Weingut Juliusspital aus Franken (24 €), ein schöner duftiger Wein.

    Der Service war freundlich und zuvorkommend. Bis auf ein paar kleine Schwächen ein sehr schönes Menü, schade das die Küche nach dem sehr guten Auftakt (Amuse Bouche und Gelbflossenthunfisch) die Qualität nicht konstant halten konnte. Die Alte Schule hat ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Das 5 Gänge Menü kostet 55 €.

    Gruß
    Jürgen

  • #2
    Danke für diesen anschaulichen Bericht!

    Irgendwie vermisse ich die geschmorte Cocktailtomate bei den letzten beiden Gängen

    Mkg, Schmackofatz

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    • #3
      Zitat von Schmackofatz Beitrag anzeigen
      Danke für diesen anschaulichen Bericht!
      Danke, freut mich wenns gefällt.

      Zitat von Schmackofatz Beitrag anzeigen
      Irgendwie vermisse ich die geschmorte Cocktailtomate bei den letzten beiden Gängen
      Das waren ja tatsächlich 3, war mir nicht aufgefallen. Da habe ich mich zu sehr auf die einzelnen Gänge konzentriert.

      Gruß
      Jürgen

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